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Testspiel
Freitag, 20.07.2018, 18:30 Uhr
Ort: Stadion der Freundschaft, Grimma
FC Grimma
RB Leipzig
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AUS IM VIERTELFINALE! – WM-BILANZ DER RASENBALLER

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Leipzig - (12.07.2018) Vier Leipziger kämpften in Russland um den Weltmeistertitel. Nach dem Aus der Schweden ist das Turnier auch für den letzten Rasenballer beendet – Wir ziehen eine Bilanz für unsere WM-Fahrer.

Am Samstag um 17:51 Uhr ertönte der Schlusspfiff in Samara. Die schwedische Fußballnationalmannschaft unterlag den Three Lions relativ deutlich mit 0:2 und schied somit im Viertelfinale aus. Auch aus Leipziger Sicht bedeutete dies das Ende der Titelträume, denn mit Emil Forsberg verließ der letzte Messestädter den Wettbewerb. Für die anderen drei Teamkollegen war schon eher Schluss – Yussuf Poulsen und Yvon Mvogo erreichten das Achtelfinale, Timo Werner musste bekanntlich eine historisch frühe Heimreise antreten. Doch wie schlugen sich unsere rot-weißen Jungs?


Timo Werner – Deutschland – Aus nach Gruppenphase

Es war eine bittere erste WM-Erfahrung für unseren pfeilschnellen Topstürmer im Dress der deutschen Nationalmannschaft. Die Erwartungen waren als amtierender Weltmeister groß. Timo persönlich ging als bester Torschütze des Confed-Cups 2017 und mit der Empfehlung von acht Toren in 14 Länderspielen in das Turnier. Doch Deutschland verlor seine Gruppenspiele gegen Mexiko zum Auftakt und Südkorea zum Abschluss – da konnte auch der Last-Minute-Erfolg gegen die Schweden im zweiten Gruppenspiel nichts mehr retten. Schlechte Leistungen, Skandale im Vorfeld und ein zerrüttetes Mannschaftsgefüge vermiesten unserem Shootingstar sein erstes großes Turnier. Allerdings kann man Timo kaum einen Vorwurf machen. Zu wenige Ideen kamen aus der Kreativzentrale des deutschen Mittelfeldes. Werner hatte in jedem Match einen schwierigen Stand, die Unterstützung fehlte. Man muss zugeben, dass er seine Chancen auch nicht nutzen konnte, aber das gelang keinem im schwarz-weißen Trikot. Unser Rasenballer gehörte da noch eher zu den Lichtblicken. Wie beispielsweise gegen Schweden, als er nach der Einwechslung von Mario Gomez auf den linken Flügel rückte und dort durchaus zu gefallen wusste. Da wirbelte er in seiner gewohnt spritzigen Art die schwedische Hintermannschaft durcheinander und holte letztendlich auch den entscheidenden Freistoß kurz vor Schluss heraus, welchen Toni Kroos sehenswert vollendete, zuvor hatte er bereist das erste Tor der Deutschen vorbereitet.

Und sehen wir es positiv: Wäre Timo bei der WM durchgestartet, wie lange hätten wir ihn dann noch in Leipzig bewundern dürfen? Ins Schaufenster darf er sich dann gern wieder bei uns stellen. Bis dahin heißt es Kopf hoch, Timo! Das wird nicht dein letztes großes Turnier bleiben. Denn ein Neuaufbau der Nationalmannschaft kann nur mit Spielern wie Werner stattfinden.

Gruppenspiele:
Deutschland – Mexiko 0:1 (86 Minuten Spielzeit)
Deutschland – Schweden 2:1 (90 Minuten Spielzeit)
Deutschland – Südkorea 0:2 (90 Minuten Spielzeit)


Yvon Mvogo – Schweiz – Achtelfinale

Für die Nation unseres Ersatz-Keepers verlief die Weltmeisterschaft in Russland durchaus nach Plan. In einer schweren Gruppe mit Brasilien, Serbien und Costa Rica erreichte die Schweiz die nächste Runde und blieb sogar ungeschlagen. Bei zwei Unentschieden und einem Sieg gegen Serbien sorgte unser Nachbarland besonders in der Schlussphase für viel Unterhaltung. In den Schlagzeilen standen aber andere, vor allem die „Albanischen Adler“ Xhaka und Shaqiri. Mvogo musste sich – wie in Leipzig – mit der Reservistenrolle hinter Stammtorhüter Yann Sommer begnügen. Dies kam allerdings nicht wirklich überraschend, umso schöner für ihn, dass er die Erfahrung trotz der wenigen Einsatzzeit bei uns machen konnte.

Ernüchternd dürfte jedoch das Ausscheiden im Achtelfinale gegen Teamkollege Forsberg gewesen sein, der die Schweiz höchstpersönlich aus dem Wettbewerb schoss. Wenn das mal kein böses Kabinenblut gibt. Vielleicht stachelt es den Neuzugang der letzten Saison aber auch nochmal an, das Beste aus sich rauszuholen und den Konkurrenzkampf um die Nummer eins zu befeuern. Wir würden es uns wünschen!

Gruppenspiele:
Schweiz – Brasilien 1:1 (Kein Einsatz)
Schweiz – Serbien 2:1 (Kein Einsatz)
Schweiz – Costa Rica 2:2 (Kein Einsatz)
Achtelfinale

Schweiz – Schweden 0:1 (Kein Einsatz)


Yussuf Poulsen – Dänemark – Achtelfinale

Für unser Danish Dynamite Yussuf Poulsen hätte die Weltmeisterschaft nicht besser starten können. Im ersten Gruppenspiel gegen Peru markierte Poulsen in der 59. Spielminute das 1:0 Siegtor und besorgte so nicht nur die ersten drei Punkte für Dänemark, sondern auch den ersten WM-Treffer eines RB Leipzig Spielers! Schon zuvor hatte Poulsen im letzten Test gegen Mexiko mit einem Traumtor auf sich aufmerksam gemacht. Nach dem Auftaktsieg der Dänen wurde es jedoch ruhiger um den Angreifer, der im 4-3-3 als rechter Außenstürmer fungierte. Beim 1:1 gegen Australien wurde er in der 59. Minute ausgewechselt, zuvor sah er seine zweite gelbe Karte des Turniers und verursachte mit dieser auch den zweiten Elfmeter. Damit war er im letzten Gruppenspiel gegen Frankreich gesperrt. Dennoch sorgte sein Auftreten für einige Transfergerüchte, so sollen Everton, Newcastle und die Hammers an ihm interessiert sein.

Im wichtigen Achtelfinale gegen Kroatien durfte Poulsen zwar wieder mitmischen, konnte allerdings in einer zerfahrenen Partie nur wenige Akzente setzen. Immerhin spielte er die vollen 120 Minuten durch. Im anschließenden Elfmeterschießen gehörte Yussuf aber nicht zu den Schützen. Vielleicht auch besser so, denn die Dänen scheiterten dreimal an Danijel Subasic im Tor der Kroaten und schieden damit aus. Es war sicherlich mehr drin für eine gut besetzte dänische Mannschaft, doch unser Stürmer hat nicht nur Leipziger Geschichte geschrieben, sondern hoffentlich auch etwas Selbstvertrauen für die kommende Saison getankt. Die Kaltschnäuzigkeit und Zielstrebigkeit aus seinen Einsätzen im Nationalteam würden wir auch gern wieder öfter in der Leipziger Red Bull Arena bewundern!

Gruppenspiele
Dänemark – Peru 1:0 (90 Minuten Spielzeit, 1 Tor)
Dänemark – Australien 1:1 (59 Minuten Spielzeit)
Dänemark – Frankreich 0:0 (Kein Einsatz, Gelbsperre)
Achtelfinale

Dänemark – Kroatien 4:3 n.E. (120 Minuten Spielzeit)


Emil Forsberg – Schweden – Viertelfinale

Den beeindruckendsten WM-Lauf unserer Rasenballer hat wohl der Schwede Emil Forsberg hingelegt. Die Skandinavier wurden in einer Gruppe mit Deutschland, Mexiko und Südkorea Gruppenerster und das trotz der unglücklichen Niederlage gegen den amtierenden Weltmeister. Erst im Viertelfinale war gegen schlichtweg stärkere Engländer das Abenteuer beendet.

In Abwesenheit von Schweden-Legende Zlatan Ibrahimovic musste sich das Spiel der Nordmänner neu ausrichten und insbesondere Emil Forsberg mehr Verantwortung übernehmen. Das tat unser Spielmacher auch. Viele Offensivaktionen in allen Partien liefen über seine linke Seite. Forsberg wurde als kreativer Knotenpunkt im ansonsten kampfbetonten schwedischen Spiel gesucht. Er bildete so zusammen mit Granqvist und Ekdal eine der Säulen des schwedischen Spiels, welches darauf ausgerichtet war, die großgewachsenen Angreifer Toivonen und Marcus Berg in Szene zu setzen. Dies gelang auffällig gut, vor allem in der Partie gegen Mexiko zündete die schwedische Spielidee. Für den ganz großen Wurf hat es allerdings zurecht nicht gereicht, denn gegen England konnte man deutlich erkennen, dass zur Weltspitze noch eine große Lücke klafft. In dieses Match fand auch Forsberg nicht hinein und wurde – dennoch überraschend früh – in der 65. Minute ausgewechselt. Im Achtelfinale gegen die Schweiz avancierte er noch zum Matchwinner und erzielte das spielentscheidende 1:0 – wenn auch mit reichlich Mithilfe des Dortmunders Akanji, der seinen Schuss unhaltbar abfälschte.

Emil konnte also zeigen, wie wichtig er für ein Team sein kann, wodurch eine langfristige Zukunft in Leipzig nicht wahrscheinlicher werden dürfte. Vielleicht hat man auf der Insel aber auch nur das Viertelfinale gesehen und die Italiener hatten ja eigentlich gar keinen Grund einzuschalten.

Gruppenspiele
Schweden – Südkorea 1:0 (90 Minuten Spielzeit)
Schweden – Deutschland 1:2 (90 Minuten Spielzeit)
Schweden – Mexiko 3:0 (90 Minuten Spielzeit)
Achtelfinale

Schweden – Schweiz 1:0 (82 Minuten Spielzeit, 1 Tor)
Viertelfinale

Schweden – England 0:2 (65 Minuten Spielzeit)

FM7


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LASS DAS MAL DEN PAPA MACHEN!

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Leipzig - (09.07.2018) Es hatte sich angedeutet. Rangnick übernimmt erneut das Traineramt und überbrückt so selbst die Wartezeit auf die Wunschlösung Nagelsmann. Ihm zur Seite stehen mit Marsch und Klauß zwei Trainer, die den RBL Stil verinnerlicht haben.

Nach dem größten Trainercoup der Neuzeit war klar: Leipzig braucht einen Übungsleiter für ein Jahr. Dass es für diesen Zeitarbeitsjob mit hohen Ansprüchen nur wenige mögliche Lösungen geben würde, war abzusehen. Rangnicks erneute Amtsübernahme quasi folgerichtig, denn niemand hätte die Vorstellungen des Sportdirektors wohl besser umsetzen können, kennt Team und Liga und kann in einem Jahr leichter den Stuhl räumen.




Der nächste logische Schritt

Eine Übergangssaison, die ein gewisses Risiko birgt, gerade deswegen war Rangnicks Berufung der richtige Schritt. Niemand könnte in dieser Situation mehr Autorität ausstrahlen, gerade weil Rangnick danach weiterhin der starke Mann im sportlichen Bereich sein wird. Allerdings könnte sein Image auch Risse bekommen, wenn er es nicht schafft, die letzte Saison von Hasenhüttl zu toppen. Hier in Sachen Punkteschnitt, Defensive, RB-Stil und Standards einen deutlichen Aufwärtstrend zu verzeichnen, ist das auf der Pressekonferenz erklärte Ziel. Mit Vizemeistertitel und DFB-Pokalfinale wie damals bei Schalke wäre Rangnick "einigermaßen zufrieden", so beschloss er die den heutigen Medienauftritt augenzwinkernd. Man darf also gespannt sein, ein purer Interimstrainer wartet hier nicht. Mintzlaff machte indes klar, dass Rangnick bis zum Saisonende als Trainer fungieren wird, egal was da wohl komme. Maximale Rückendeckung nennt man dies wohl.



#bestmöglichesTrainerteam?

Der neue Hashtag der Sommervorbereitung? Jedenfalls wurde man nicht müde zu betonen, dass RBL mit Marsch und Klauß sowie den unterstützenden Videoassistenten Kornetka und Röhl im Bereich Trainerstab nun extrem breit aufgestellt ist. Nachdem Hasenhüttl schon länger Geschichte ist, wurde heute auch Vollzug in der Causa Löw gemeldet. Für gut 1,5 Mio Euro wechselt der langjährige Co-Trainer zu Tuchel nach Paris. Ein großer Umbruch also im Trainerteam, der auch in eine klare Richtung deutet.

Zu viele Köche oder #bestmöglichesTrainerteam?


Klauß als Rangnickschüler und Nachwuchskenner. Einer, der mit dem Aufstieg zum Co-Trainer der Bundesligamannschaft den nächsten Schritt machen soll. Alle Großfeldmannschaften von RBL hatte er bereits unter seinen Fittichen. Er stand im ersten RBL-Kader aller Zeiten, schoss einst im Testspiel gegen Schkeuditz fünf Tore in 12 Minuten. Bekannt aus Film Funk und Fernsehen (Schlag den Raab). Eine echte Erfolgsgeschichte, auch wenn seine letzte Saison mit der U19 (zeitgleicher Trainerschein und wie Zorniger oder Tedesco Jahrgangsbester) nicht ganz optimal lief. Am Ende holte die “schlechteste U19 der Rangnick-Ära“ (O-Ton Rangnick selbst) immerhin noch Platz 4, nachdem man in den letzten 10 Spielen ungeschlagen blieb. Klauß gilt als klarer Vertreter des physischen RBL-Stils, kennt die Junioren aus dem Effeff und kann auch mal unbequem werden. Er könnte in jedem Fall als wichtige Verbindung zwischen U19 und erster Mannschaft fungieren.


Mehr als nur ein Hütchenaufsteller – Jesse Marsch.


Marsch galt lange Zeit als einzige Alternative zur Rangnicks Amtsübernahme. Auch eine Doppellösung schien möglich. Am Ende setzte sich jedoch Rangnick durch, zum einen als Kopf des Trainerteams, weil es klare Verantwortlichkeiten geben soll. Zum anderen gegen Marsch als Cheftrainer, weil es dem Amerikaner nicht nur an den nötigen Sprachkenntnissen mangelt (Deutsch und auch Französisch) sondern auch an Erfahrungen im Bereich Doppelbelastung sowie der Kenntnis von Mannschaft und Liga. Es wäre wohl das größere Risiko gewesen Marsch, den Neuling im europäischen Fußball, an die vorderste Front zu werfen. Wie Löw vor ihm dürfte der Amerikaner jedoch viel Eigenverantwortung im Bereich Trainingsleitung haben. Bereits beim Trainingsauftakt stand Rangnick eher beobachtend an der Seite, ließ Marsch die Trainingsformen ansagen und bei Bedarf unterbrechen.

Mit seiner Verpflichtung hat sich RBL jenseits des großen Teichs nicht nur Freunde gemacht. Am Vorabend des New Yorker Derbys (ging 0:1 verloren) wechselte Marsch mitten in der Saison. Dass er dennoch nur Co-Trainer wird, mag manche erstaunen, dürfte aber aus oben genannten Gründen folgerichtig sein. Auch nach dieser Saison soll er weiterhin Teil des Trainerteams bleiben, er wurde mit einem Zweijahresvertrag ausgestattet. Im Prinzip ist seine Verpflichtung als zweiter Mann hinter Rangnick durchaus als Erfolg zu werten, war er doch auch als Trainer der US-Auswahl im Gespräch. Nach seinem erfolgreichen Engagement bei den New York Red Bulls und zwei Jahren unter Rangnick und Nagelsmann könnten ihm aber auch noch größere Jobs winken. Viele erfolgreiche US-Übungsleiter im europäischen Fußballbetrieb gibt es nicht, es könnte also auch für ihn mittelfristig eine Erfolgsgeschichte werden.

Komplettiert wird das Trainerteam durch die Videoanalysten Röhl und Kornetka beide gelten ebenfalls als Co-Trainer. Röhl ist bereits seit 2010 bei RBL und arbeitete unter allen Trainer seit Rangnicks Ankunft 2012 bei der ersten Mannschaft. In diesem Sinne, einer der letzten Mohikaner im Trainerteam. Neu ist hingegen Lars Kornetka, für Rangnick hingegen ein alter Bekannter aus Hoffenheimer und Schalker Tagen, einer an dem er seinen „Festplatten“-Spruch schon mal ausprobiert hat. Später arbeitete er unter Guardiola bei den Bayern und ging dann zu Roger Schmidt nach Leverkusen. Ein absoluter Rangnick Schüler und vielleicht sogar Fan, wie ein Interview von ihm nahelegt.


Zeigt, wo es langgeht – Rangnick.


Weitere Änderungen im Trainerteam: Nicklas Dietrich, nun DFB, wird durch Daniel Behlau ersetzt, der von Schalke 04 kommt und gemeinsam mit Kai Kraft das Athletiktraining leiten wird. Dr. Maximilian Pelka steigt aus dem Nachwuchs auf und ersetzt Lense im Amt des Teampsychologen. Dr. Robert Percy Marshall stößt zum Ärtzteteam und wird Mannschaftsarzt, zuvor arbeitete er beim Hamburger SV. Niklas Albers kommt als Neuzugang für das Team der Physiotherapeuten.

Jens André wird den neuen Bereich "Abteilung und Bildung" leiten. Blessin und Zdrilic steigen mit ihren U17 Schützlingen in die U19 auf und ersetzen Klauß. Kurth (U16) und Neutrainer Nubbemeyer betreuen die U17. Per Nilsson wird Sportlicher Leiter der U16 bis U19 Mannschaften.


Quo vadis?

Allen vier gemein ist ein gewisser Stallgeruch, eine klare rangnicksche Prägung bzw. das sie Vertreter des Gegenpressing-Fußballs sind. Ein gewisses "back tot he roots" schwang heute also mit, als das Trainerteam verkündet wurde. Inwiefern dabei dennoch auch die Entwicklung des eigenen Stils nicht aus den Augen verloren wird, bleibt abzuwarten. Hasenhüttl ist mit diesem Ansinnen letzte Saison gescheitert. Doppelbelastung und Transformation wollten nicht unter einen Hut. Rangnick steht in diesem Sinne für die Kehrtwende. Auch wenn die RBL-Führungsriege immer ein waches Auge auf die Entwicklung im Fußballsport hat, so sieht man auch die WM eher als Bestätigung. Ballbesitzteams wie Deutschland oder Spanien taten sich schwer, auch Mannschafen die mehr Ballbesitz wagen könnten (wie Belgien) sind eher im Spiel gegen den Ball erfolgreich.

Klar im Fokus steht die Verbesserung von Standards – Vorbild England. Letzte Saison war der ruhende Ball keine Leipziger Spezialität. Eine der Stärken der früheren Spielzeiten, die man 17/18 nicht mehr aufs Feld brachte. Das soll nun wieder anders werden.

Im Hinblick auf die Berufung Nagelsmanns, einem Vertreter der Dreierkette, scheint auch selbige bei RBL eine Option zu sein. Zumal man damit vielleicht auch in Teilen Keitas Abgang auffangen könnte, zumal bisher noch kein Nachfolger für den genialen Mittelfeldstrategen verpflichtet werden konnte. Eine Dreierkette wollte Rangnick auf der Pressekonferenz nicht zwingend ausschließen. Wie dem auch sei, Nagelsmann, der in der letzten Saison wie Hasenhüttl einen deutlichen Schritt Richtung Ballbesitz mit der TSG gewagt hat, dürfte in Leipzig eher ein Gegenpressingteam vorfinden, eine durchaus spannende Konstellation.

Da bereits in wenigen Wochen die Europa League Qualifikation ansteht (Häcken und Liepaja spielen bereits am Donnerstag die erste Runde) machte Rangnick auf der PK deutlich, dass er durchaus davon ausgeht, dass RBL bis in die Playoffs kommt, wenngleich er die kommenden Spiele eher als bessere Testspiele sieht. Nachdem die Doppelbelastung letzte Saison ein echter Stein am Bein war, könnte ein frühes Aus wenig kritisch gesehen werden. Parallelen zu früheren DFB-Pokal-Partien wären rein zufällig...


Des Kaisers neue Kleider


Vorfreude der Fans auf die Saison beim Trainingsauftakt

Jeder Anfang wohnt ein Zauber inne. Obwohl erst gestern Nachmittag bekannt wurde, dass heute 16:30 Uhr Trainingsauftakt ist, fanden sich über 1.000 Fans am Cottaweg ein. Trainerteam und Spieler wurden mit Applaus bedacht und die Fans konnten von der großen Tribüne am Hauptplatz den Auftakt hautnah verfolgen. Mit dabei waren auch die drei Neuzugänge, die sich mit ihren Trikotnummern auf den Trainingsshirts zeigten. Nordi Mukiele erhält die 22, Marcelo Saracchi die 3 und Matheus Cunha die 20. Auffällig dabei, dass Jesse Marsch viele Trainingsübungen erklärte und auch mit Pfeife eingriff, wenn ihm etwas nicht gepasst hat. Ralf Rangnick und die weiteren Trainer waren hier eher stille Beobachter. Vor dem abschließenden Trainingsspiel und am Ende der Einheit stellte sich aber Chef-Trainer Ralf Rangnick vor das Team. Insgesamt wirbelten 8 Spieler der U19 auf dem Trainingsplatz mit, da ja noch die 4 Nationalspieler sowie Marcel Sabitzer und Marcel Halstenberg fehlen. Die Jungs fügten sich nahtlos ins Training ein und genossen sichtlich die Aufmerksamkeit. Hinsichtlich der Aufstellung noch interessant, dass Nordi Mukiele neben Willi Orban in der Innenverteidigung zum Einsatz kam und nicht auf der Rechtsverteidigerposition. Auf dieser wirbelte erneut Konrad Laimer, der damit wie in der letzten Rückrunde die rechte Abwehrseite beleben soll.

Nach der Einheit kam das komplette Team sowie Ralf Rangnick und Jesse Marsch zu den Fans. Ob Autogramm oder Foto, jeder Wunsch wurde geduldig erfüllt und man konnte die Jungs aus nächster Nähe sehen. Da diese Woche jede Trainingseinheit öffentlich ist, können wir jedem Fan nur empfehlen mal beim Training vorbei zu schauen. Es lohnt sich!

Trainingsplan dieser Woche


Auch für die kleinen Fans blieb Zeit.


Wer kommt – wer geht?

Vorerst noch an Bord sind Bruno (beim heutigen Training dabei), Damari und Nukan. Letzterer dürfte nach Kreuzbandriss noch bis zum Winter bleiben. Damari und Bruno stehen zum Verkauf. Kalmár, Jung, Bernardo, Schmitz und Köhn haben den Verein bereits verlassen.

Unklar bleibt die Zukunft von Coltorti, der vielleicht noch ein Jahr dranhängen könnte, wenn Müller oder Mvogo gehen sollten. Zudem ließ Rangnick offen, ob Forsberg diesen Sommer noch wechseln könnte. Zwar will man den Schweden nicht abgeben, ausschließen möchte man den Abgang jedoch nicht mehr. Arsenal, Everton und diverse italienische Klubs sollen interessiert sein. Bei Klostermann und Poulsen dürfte man dem Werben anderer Vereine wohl weniger wohlgesonnen entgegen sehen.

Neu-Trainer Rangnick wünscht sich von Sportdirektor Rangnick jedenfalls noch drei Neuzugänge. Einer davon soll Ademola Lookman werden. Zwei Angebote sollen die Toffees bereits abgelehnt haben (12 bzw. 14 Mio Pfund), nach den Aussagen auf der PK dürfte man aber dranbleiben. Lookman will, Leipzig will und Everton will min. 20 Mio Pfund. Man wird sehen…

Dazu sucht RBL im zentralen Mittelfeld noch einen Sechser sowie einen Achter. Viel gibt die Gerüchteküche in diesem Bereich nicht her. Ndombélé dürfte zu teuer sein, wenn er überhaupt wechseln darf. Haidara hat verlängert. Möglich dass Adams aus New York bereits im Sommer kommt (noch mehr Freunde in Übersee…). Ebenfalls ruhig geworden ist es um Embaló, wer weiß, ob wirklich nochmal ein Anlauf gewagt wird, vielleicht funkt wie bei Geubbels und Pierre-Gabriel ja Monaco dazwischen. Die restlichen Gerüchte haben eher Nebelkerzencharakter.

Rumpelstilzchen


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ES GEHT WIEDER LOS! MORGEN ALLE 16:30 UHR ZUM TRAININGSAUFTAKT!

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Leipzig - (08.07.2018) Fast zwei Monate sind seit dem letzten Pflichtspiel vergangen, aber nun geht es endlich wieder los! 16:30 Uhr ist öffentlicher Trainingsauftakt bei dem alle Fans herzlich eingeladen sind. Kurz zuvor soll der neue Trainer vorgestellt werden!

Wer erinnert sich noch an das Saisonfinale? Beim letzten Heimspiel gegen Wolfsburg gab es einen Fan(M)arsch zum Stadion und unser Team wurde im Heimspiel zum Sieg getragen. In Berlin unterstützten fast 10.000 Fans unser Team und feierten gemeinsam Platz 6. So positiv wie wir unser Team in die Sommerpause verabschiedet haben, gilt es auch für die neue Saison zu begrüßen! Mit Nordi Mukiele, Marcelo Saracchi und Matheus Cunha werden in jedem Fall drei Neuzugänge zu bestaunen sein. Zudem soll morgen endlich die Trainerfrage geklärt werden und wir können auch unseren neuen Trainer begrüßen!

Das Training wird auf Platz 1 mit der großen Tribüne im Trainingszentrum am Leipziger Cottaweg stattfinden. Es wird also ausreichend Platz sein. 16:30 Uhr geht es los und es sind Ferien! Der Eintritt ist frei! Alle Fans, denen es zeitlich möglich ist, sollten sich also morgen auf ins Trainingszentrum machen! Es geht endlich wieder los!

Jupp


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MARKTWERTANALYSE 2018 - ENORME WERTSTEIGERUNG DER LEIPZIGER RASENBALLER

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Leipzig - (06.07.2018) Die Leistungen in den letzten Jahren unseres Teams führten zu einer rasanten Wertsteigerung. Dies weckt natürlich Begehrlichkeiten, die meist nur mit dem Erreichen hoher Ziele gestillt werden können. Wir werfen einen kleinen Blick auf die Entwicklung und Zusammenhänge des letzten Jahres.


Die Entwicklung des Marktwertes und der Preis, der für ein Spieler bezahlt werden muss, unterliegen natürlich festen Gesichtspunkten, hat aber auch in den letzten Spielzeiten groteske Züge angenommen. Wollen und bieten Vereine für einen Spieler, so werden die konkurrierenden Marktteilnehmer mitunter den Preis nach oben treiben. Oberste Priorität zur Ermittlung des Marktwertes ist bekanntermaßen, dass sich der Marktwert aus Angebot und Nachfrage ergibt. Als Grundlage dient der Vergleich zu Spielern, die auf derselben Position spielen und deren Leistungen wie auch das Alter annähernd gleich sind. Man versucht demnach Kennzahlen zu ermitteln und damit zu arbeiten. Alternativ fließt das Liganiveau mit ein, so dass auch die Spieler in vergleichbare Ligen und bei Ligakonkurrenten verglichen werden.

Dass nicht immer alles per Leitlinien so einfach festzumachen ist, zeigt gerade die Besetzung der entsprechenden Positionen auf allerhöchsten Niveau, egal in welchem Wirtschaftszweig. Ob nun Top-Manager bei Banken oder Autokonzernen - So werden für besonders populäre und sehr gute Spitzensportler enorm hohe Antrittsgelder anberaumt wie auch Prämienzahlungen nebst dem hohen Gehaltsgefüge einhergehen. Der Verlauf in der Steigerungsrate vom Otto-Normalverbraucher entspricht einer immer steiler werdenden Parabel, die in einer exorbitanten Summe mündet. Nun ergeben sich grundlegend Anhaltspunkte zur Ermittlung des Marktwertes eines Fußballspielers auch aus der Vertragslänge beim abgebenden Verein und beim aufnehmenden Verein. Dabei spielt ebenso eine Rolle, welchen Stellenwert der Verein selber schon besitzt, wie hoch die Ablöse im grundlegenden Fall angesetzt wird, wie hoch das Gehalt neu ausgehandelt wird und sich ebenso eine Gehaltssteigerung bei einer Verlängerung ergeben könnte. Ein Vorteil mag aktuell für den abgebenden Verein sein, wenn sich Vereine aus der Premier League für einen Spieler interessieren und ihn kaufen wollen.

Da in England die höchsten TV-Gelder den teilnehmenden Vereinen nach einem Verteilerschlüssel ausgezahlt werden, können und werden dementsprechend auch besonders hohe Summen gehandelt. So bekam vor einem Jahr der FC Chelsea 173 Millionen Euro zugeteilt, aber auch der Tabellenletzte AFC Sunderland noch 107 Millionen Euro. Zum Vergleich – der FC Bayern München lag im letzten Jahr als bestbezahlter Klub in Deutschland mit 99 Millionen noch darunter. Insgesamt wurden in der Premier League 2,75 Milliarden Euro TV-, Werbe- und Preisgelder an die 20 Klubs verteilt. Dabei bekommt jeder Verein garantiert eine Grundsumme von 90,5 Millionen Euro. Die internationale Vermarktung spielt hierbei eine große Rolle (50 Prozent) – ein Punkt, dem die Bundesliga diesem Trend noch hinterherhängt und somit einen entscheidenden Nachteil in der aktuellen Entwicklung auferlegt wird. So ist es auch nicht verwunderlich das viele Top-Spieler in die englische Premier League wollen, da dort einerseits die höchsten Gehälter gezahlt werden können, andererseits aber auch weil dort im zunehmenden Maße sich die besten Spieler und Trainer sammeln und schließlich dann auch das beste Spielniveau erreicht werden kann.

Verlockende Sachen für einen Fußballspieler, wie auch für Naby Keïta, und erst recht wenn ein Verein wie der FC Liverpool ihn haben möchte. Die ausgehandelte und resultierende Ablösesumme von ca. 60 Millionen Euro sprengt natürlich in unserer jungen Vereinsgeschichte und nach erst zwei Jahren Bundesligazugehörigkeit den Rahmen bzw. unsere Vorstellungen, ist aber größtenteils in den oben genannten Tatsachen begründet.


http://www.rb-fans.de/content/bilder/saison2017_2018/naby_keita18.jpg

Naby Keïta – Mit ca. 60 Millionen Euro der erste Rekordtransfer der Leipziger Bullen


Die Zeiten sind vorbei, in denen Top-Spieler noch vor ein paar Jahren mit 30 bis 40 Millionen Euro gehandelt wurden. Heutzutage werden für Weltklassespieler dreistellige Millionen-Beträge fällig - ein Verlauf, der einem zum Kopfschütteln bewegt, aber nicht aufzuhalten ist. Für die Bundesliga ein gefährliches Unterfangen, hinkt man doch mit den TV-Geldern hinterher, wie auch mit der internationalen Vermarktung. Nach und nach könnten somit Leistungsträger ins Ausland wechseln und im umgekehrten Falle gebe es keine vergleichbaren Optionen mehr, um internationale Top-Stars zu einem Bundesligaverein zu locken und gewinnen zu können. Das Ergebnis ist absehbar – während andere Vereine in den lukrativen ausländischen Ligen mit viel Geld auch eines Großsponsors aufrüsten und Top-Stars verpflichten können, unterliegen wir in der Bundesliga der 50+1 Regel und immer mehr Leistungsträger den Frohlockungen des Auslands, so dass die Bürgschaft im internationalen Wettstreit per Champions- und Europa League trotzdem noch erfolgreich abschneiden zu können, immer schwerer wiegt. Geschweige denn dürfte sich in der Bundesliga das Leistungsniveau im Spektrum Bayern München maximal bewegen, und danach lange nichts. Mit den Verkäufen von Dembélé (105 Mio. Euro) und Aubameyang (63,75 Mill.) hat Borussia Dortmund eigentlich die zweite Position in Deutschlands höchster Spielklasse inne und mit dem Erreichen der erneuten Champions League Teilnahme auch mit die besten Voraussetzungen, sich auch weiterhin dauerhaft in der Tabelle oben festzusetzen. Für den internationalen Top-Vergleich sollte es aber aus besagten Gründen kaum noch reichen.

Für unseren Verein RasenBallsport Leipzig hat der Aufstieg in die 1. Bundesliga, das Erreichen der Champions League und das Abschneiden in der Europa League viel Erfolg eingebracht. Zwar stehen diesem Erfolg höheren Ausgaben gegenüber (u.a. gestiegene Gehälter durch Neuverträge), aber bezüglich der Marktwertsteigerung unserer Rasenballer wurde diese um ein Vielfaches nach oben katapultiert. Nebst den sportlichen Erfolg kann nun auch unser junger Verein nach und nach selbstständiger wirtschaften auf hohem Niveau, wenn denn eine gute Balance zwischen sportlichen Erfolg und gewinnbringenden Spielerverkäufen gelinge. Sicherlich sind die Marktwerte bei Transfermarkt.de nur als Orientierung zu sehen, sie geben dennoch einen guten Anhaltspunkt für die Entwicklung einer Mannschaft. Lag der Marktwert aller Spieler bei RB Leipzig vor fünf Jahren noch bei insgesamt 8 Millionen Euro, so wird u.a. für Diego Demme, der ab 2014 im Verein spielt, aktuell 9 Millionen gehandelt. Mit konstant guten Leistungen kann man somit auch seinen Marktwert stetig steigern. Gleiches gilt für Yussuf Poulsen, der seit 2013 für RB dabei ist und sein Marktwert durch den Aufstieg in die Bundesliga und durch die Champions-League-Teilnahme nun schon bei 10 Mill. Euro sich befindet.


Marktwert aller RB-Spieler je Saison

Saison
Millionen Euro
2013/14 8,30
2014/15
23,30
2015/16
35,30
2016/17
69,18
2017/18
351,55


Im Bundesligavergleich hat man mit der Vize-Meisterschaft im letzten Jahr und mit der internationalen Teilnahme und den ersten Erfolgen in diesem Jahr einen weiteren großen Sprung nach vorn gemacht, so dass man sich nach dieser Saison auf dem dritten Platz wiederfindet.

http://www.rb-fans.de/content/bilder/saison2017_2018/mawe2.png

Marktwerte der Bundesligamannschaften - Saison 2017/18  (Quelle: transfermarkt.de)


Im Vergleich zur ersten Bundesligasaison konnte sich in der Summe der Marktwert aller RB-Spieler verfünffachen. Würde man zum Saisonstart die Neuzugänge mit einbeziehen und die Spieler vergleichen, die bis zum Ende der abgelaufenen Saison 2017/18 noch mit dabei waren, ergebe sich immer noch eine Verdreifachung des Spielermarktwertes in der Gesamtsumme.

http://www.rb-fans.de/content/bilder/saison2017_2018/mawe1.png

Verdreifachung des gesamten Spielermarktwertes binnen einem Jahr (Quelle: transfermarkt.de)

 

Mit Naby Keïta verlässt uns nun einer der Leistungsträger, der auf dem Platz den gewissen Unterschied machen konnte. Bei der Marktwertanalyse werden einerseits Spieler definiert, die u.a. gestandene Profis im besten Fußballalter sind oder gar auf ihr Ende der Karriere zugehen – andererseits sind es junge, talentierte Spieler wie Naby Keïta, die in einem neuen Gefüge eingestuft werden und anderen Gesichtspunkten unterliegen. So bestimmten seine hohe Ablösesumme und sein steigender Marktwert u.a. der Erfolgsdruck des aufnehmenden Verein FC Liverpool, wie auch das der zukünftige Verein ihn fast um jeden Preis haben wollte – deshalb auch die Staffelung einer noch höheren Ablösesumme im Zusammenhang mit dem erreichten Erfolg des abgebenden Vereins.

Besondere Umstände können demnach den Marktwert beim Wechsel erhöhen, aber auch verringern, wenn zum Beispiel der abgebende Verein unter Finanznot leidet und Einsparungen vornehmen muss. Besonders zum Ende einer Transferperiode, in der u.a. der aufnehmende Verein unter Zeitdruck und Personalnot leidet, wird meist eine erhöhte Transfersumme fällig. Parallel dazu wird dies notwendig tiefer in die Tasche greifen zu müssen, wenn durch Verletzungen und Abkäufen von Stammspielern eine Reaktion unbedingt erfolgen muss.

Schön zu sehen ist auch der Aspekt der Kettenreaktion, wenn zuvor durch einen Verein hohe Transfererlöse erzielt wurden und man fortan weiß, dass man von diesen aufnehmenden Verein als Gegenreaktion eine höhere Ablöse verlangen kann. Bei Naby Keïta kam noch der dringende Wechselwunsch des Spielers hinzu, aber auch der Aspekt bezüglich „gehypte“ Jungstars ist heutzutage nicht zu vernachlässigen.

All die genannten Bezugspunkte gelten insbesondere für emporsteigende junge talentierte Spieler, die das Potential besitzen den gewissen Unterschied auf den Platz zu bringen und sich als unverzichtbare Leistungsträger auf hohem Niveau entwickeln und etablieren zu können. Diese Entwicklung hat u.a. auch Timo Werner genommen, dessen Marktwert sich auf aktuell 60 Millionen Euro katapultierte. Spielt er auch noch bei der Weltmeisterschaft mit großartigen Leistungen auf und ein großer Verein möchte ihn verpflichten, weil er einen starken Stürmer auf seiner Position verliert, erhöht sich durch die Gegenreaktion und das Wettbieten sein Marktwert wie auch die Ablösesumme umso weiter. So schwirren heutzutage schon Summen von 100 bis 120 Millionen Euro in der Gerüchtewelt, falls u.a. Bayern München Lewandowski ziehen lassen muss.


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Timo Werner – Steiler Aufstieg bis hin zum Nationalspieler. Sein Marktwert liegt aktuell bei 60 Millionen Euro


Bei unserem zentralen Abwehrspieler Dayot Upamecano ist die Leistungsentwicklung ebenso unverkennbar – und dies weckt Begehrlichkeiten etablierter Vereine wie der FC Barcelona, die nachrüsten wollen und müssen, da bspw. ein Piqué seinen Zenit überschritten hat. Deshalb gibt es auch im Gegensatz zum eigenen Marktwert auch den Spezialfall in Form von Ausstiegsklauseln. Bei ‚Upa‘ sollen 100 Millionen als Ablöse festgeschrieben sein. In diesem Fall wäre möglicherweise Barcelona bereit sogar diese zu zahlen – jedoch muss auch Upa einem Wechsel zustimmen. Im anderen Falle passiert aber auch wie beim Wechsel von Marius Wolf von Eintracht Frankfurt zu Borussia Dortmund das Umgekehrte, dass die Ablösesumme von 5 Millionen Euro im Vertrag zu gering festgeschrieben wurde. Da hier der Marktwert des Senkrechtstarters sich in der Zeit schon auf 7 Mill. Euro erhöhte und der aufnehmende Verein womöglich noch tiefer in die Tasche gegriffen hätte, gingen am Ende für Eintracht Frankfurt einige Millionen Euro mehr durch die Lappen.


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Dayot Upamecano – Rasanter Aufstieg von einer Million binnen einer Saison auf 25 Millionen Euro


RB Leipzig mit zukunftsweisenden Konzept

Bei RB Leipzig setzt man mit dem Konzept, junge Toptalente zu holen, diese zu entwickeln und diese zu behalten bzw. zu verkaufen auf ein zukunftsweisendes Konzept. Zwar kann man kurzfristig auf hohem Niveau ein hohes Leistungspotential kaufen, da diese erfahrenen Spieler über eine enorme Fertigkeit besitzen. Jedoch besteht auch die Gefahr von Abwertungen dieser Akteure in den nächsten Spielzeiten, so dass der Marktwert sich schnell reduziert und die Rentabilität nicht mehr im ausreichenden Maße gegenübersteht. Hier fließen andere Parameter mit ein, ob mit diesem Spieler aufgrund seines Bekanntheitsgrades anderweitig Mittel zur Verfügung stehen, ein Mehrwert zu erzielen (Werbung). Bei unserem Verein ist die enorm gestiegene Marktwertsumme auf 351 Millionen Euro darin begründet, dass bei jungen Spielern mit dem Erreichen von sportlichen Erfolgen eine höhere und schnelle Aufwertung einhergeht, als es bei älteren Spielern der Fall ist.

Ein Konzept, welches langfristig am ehesten als rentabel erscheint und hier mit Bedacht gewählt wurde. Denn gelinge mittels einer hohen Trainings- und Wettkampfqualität eine Leistungsentwicklung hin zu einem national und international gefragten wie auch angesehenen Leistungsniveau, dürften parallel dazu Nationalmannschaftsnominierungen ebenso die Folge sein. In diesem Fall trägt dies unangefochten zu einem weiteren erhöhten Prestige- wie auch Statusgewinn bei. Setzt sich dieser Trend fort mit wiederkehrenden Berufungen, muss nur noch im Endeffekt abgewogen werden, für welche Nation der Akteur aufläuft - hier muss man demnach differenzierter betrachten. Auch ist es hilfreich bei schwerwiegenden Verletzungen auf junge, talentierte Spieler gesetzt zu haben. Denn hier muss man noch nicht zwangsläufig sich um Abwertungen des Marktwertes Gedanken machen, da dies zumeist die erste ernstzunehmende Verletzung ist. Ein Marco Reus (35 Mill. Euro) von Borussia Dortmund wird mit seinen 29 Jahren und aufgrund seiner hohen Verletzungsanfällig 25 Millionen Euro tiefer eingestuft als Timo Werner (60 Mill. Euro), obwohl der Dortmunder Nationalmannschaftskollege viel mehr Erfolge oder Titel und Nationalmannschaftseinsätze vorzuweisen hat. Demnach liegen hier eine Auf- und Abwertung der Spielermarktwerte sehr nah beieinander.


Schmaler Grat zwischen Talententwicklung und das Erreichen sportlicher Ziele

Das Konzept unseres noch jungen Vereins bringt also viele Vorteile mit sich. Heutzutage haben nun viele Vereine aufgrund der horrenden steigenden Ablösesummen erkannt, wie wichtig es ist alternativ und vermehrt auf junge Talente zu setzen. Ihnen entsprechende Entwicklungschancen einzuräumen ist der schmale Grat, den nicht RB Leipzig einräumen muss – denn es ist noch nie ein Meister vom Himmel gefallen. Nun gilt es die sportlichen Ziele so zu gestalten und zu erreichen, dass einerseits die Bedürfnisse der jungen Himmelstürmer durch das erreichen internationaler Wettkämpfe gestillt und gesättigt werden können, wie auch andererseits realistisch betrachtet ein neues Gehaltsfüge bewerkstelligt und gestemmt werden kann. Die Balance und das geringe Spiel darin bürgen viele Gefahren mit sich. So gesehen wird es beim Nichterreichen hoher Ziele auch schwer, gute Verträge auszuhandeln und Leistungsträger längerfristig zu binden – geschweige denn neue Spieler zu gewinnen. Diese Erfahrung macht aktuell auch unser Verein durch. Das Ziel ist es nebst der Leistungsentwicklung eines jeden Jungspielers durch sportlichen Erfolg die Spieler insgesamt zu binden, auf sie ein Mannschaftsgefüge und ein Grundkonzept, bestehend aus Führungsspielern, aufzubauen, so dass längerfristig gesehen der sportliche wie auch finanzielle Erfolg sich einstellen kann.

Mit dem Abgang von Naby Keïta verliert RB Leipzig in der Gesamtsumme des Marktwertes nicht nur 60 Millionen Euro, sondern auch einen außergewöhnlich talentierten und leistungsfähigen Spieler. Natürlich war damals die Vertragsgestaltung schwierig, da schon schnell die Begehrlichkeiten geweckt wurden. Man kann wie in diesem Beispiel auch nicht immer den Drang hin zum Optimum eines Spielers, wie der Wechsel zum FC Liverpool, unterbinden, wenn man selbst im Verein diesen nicht in dieser Schnelligkeit bewerkstelligen kann. Aber man sieht wie unberechenbar und zügig es gehen kann, wenn besondere Umstände herrschen und dann beim Ausbleiben des sportlichen Erfolges es schwierig ist die jungen Leistungsträger, die schon als Topstars tituliert werden, zu bändigen und zu halten. Dem gegenüber mehren sich die Interessenten, wie am Beispiel Emil Forsberg zu sehen. Schenkt man den Gerüchten den Glauben, dann wäre u.a. Arsenal London bereit den Schweden für 57,4 Millionen Euro zu verpflichten. Denn dort wird nach der Entlassung von Arsene Wenger ein Neuanfang gewagt und der Geldbeutel weit aufgemacht.


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Emil Forsberg – liebäugelt womöglich wie Naby Keïta mit einem Wechsel zu einem ausländischen Verein. Arsenal London soll angeblich bereit sein das Doppelte des Marktwertes für den schwedischen Nationalspielers zu zahlen


Auch Timo Werner könnte nach der neuen Saison 2018/19 zu einem Top-Club wechseln, wenn mit den Leipziger Bullen nicht wieder die Champions League zum Saisonende erreicht wird. Schneller könnte man zwar den von Red Bull gewährten Kredit wieder zurück stottern, jedoch besteht die Gefahr die hohen sportlichen Ziele wieder aus den Augen zu verlieren und auf den Boden der Tatsachen anzukommen. Insgesamt gehört aber auch der Verkauf von Leistungsträgern nach einigen Jahren dazu und muss ins Kalkül mit einfließen. Dieser Umstand gehört unwiderruflich zu den Gesetzmäßigkeiten der Marktwirtschaft und spielt in den Planungen ebenso eine große Rolle.

Mit dem Erreichen der Europa League Qualifikationsspiele besteht wieder die Chance und Basis, nach dem Verpassen der Champions League, noch mit dem jungen talentierten Team erneut auf internationaler Bühne anzugreifen, wie auch sich in den Wettbewerben Pokal, Bundesliga und EL weiterzuentwickeln. Die Marktwertsteigerung dürfte sich im Laufe der Saison 2018/19 in der Gesamtsumme nicht wesentlich erhöhen, aber sie könnte zumindest gleichbleiben, wenn man wieder in der Bundesliga ganz vorn mitspielt, in der Europa League weit kommt und die Nationalspieler in ihren Teams sich leistungsstark etablieren. Der rasante Aufstieg hat für unseren Verein mit einem gut ausgeklügelten Konzept viele Vorteile, bürgt aber auch Gefahren mit sich beim Ausbleiben des sportlichen Erfolges gut entwickelnde Leistungsträger schnell wieder ziehen lassen zu müssen.

Wir wünschen uns in dieser spannenden Angelegenheit unserem Verein und Trainerteam ein gutes Händchen und maximalen Erfolg. Wir Fans sind stolz auf das Geleistete und durften den sprunghaften Aufstieg unseres jungen Teams beigleiten. Nun gilt es kühlen Kopf und den Überblick zu bewahren, wie auch mit der Situation umgehen zu können, Leistungsträger zu halten oder sie abgeben zu müssen. Wir stehen mit der dritten Bundesligasaison vor einer neuen Herausforderung und spannenden Lage zugleich, deren schmaler Grat hinsichtlich der gestellten Ansprüche jedem bewusst wird. Mit den Verpflichtungen von Nordi Mukiele, Marcelo Sarracchi, und Matheus Cunha hat man wieder spannende Toptalente verpflichtet, die hoffentlich ebenfalls eine positive Entwicklung nehmen. Wir freuen uns drauf!

oligei


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