NÄCHSTE BEGEGNUNG

18. Spieltag 1. Bundesliga
Samstag, 28.01.2017, 15:30 Uhr
Ort: Red Bull Arena Leipzig
RB Leipzig
TSG 1899 Hoffenheim
Spielplan RB Leipzig

1. LIGA QUICKTABELLE

1
FC Bayern München
42
2
RB Leipzig
39
3
1899 Hoffenheim
31
4
Borussia Dortmund
30
5
Hertha BSC
30
6
Eintracht Frankfurt
29
7
1. FC Köln
26
8
Bayer 04 Leverkusen
24
9
SC Freiburg
23
10
FC Schalke 04
21
11
1. FSV Mainz 05
21
12
VfL Wolfsburg
19
13
FC Augsburg
18
14
Bor.Mönchengladbach
17
15
SV Werder Bremen
16
16
Hamburger SV
13
17
FC Ingolstadt
12
18
SV Darmstadt 98
9

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3:0 ZUM AUFTAKT GEGEN FRANKFURT – FRÜHER PLATZVERWEIS ENTSCHEIDET SPIEL

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Leipzig - (21.01.2017) Jahresauftakt 2017. Zum Hinrundenende (17. Spieltag) präsentierte sich Leipzig gegen die Eintracht in Bestform und startet mit einem nie gefährdeten 3:0 Sieg ins neue Jahr. Frankfurt stellte sich dabei früh selbst ein Bein.

Aufstellung wie erwartet

Keine Überraschung bei der Aufstellung. Keita war pünktlich zum Spiel fit und sollte statt Forsberg für die kreativen Momente sorgen. Poulsen und Werner hatten den Angriff von Selke abgewehrt und blieben fest im Sattel. Compper verteidigte neben Orban, was sich als goldrichtig herausstellen sollte.


Schnelle Vorentscheidung

Bevor das Spiel richtig Fahrt aufnehmen konnte, war es auch schon entschieden. Ilsanker setzte Bernardo ein, der Brasilianer lief auf Hradecky zu, der Finne kam raus, rutsche weg und nahm reflexartig die Hand außerhalb des Strafraums zu Hilfe, die logische Folge: Rot (zweitschnellster Platzverweis der Bundesliagageschichte) und Freistoß für unsere Rasenballer. Für Leipzig sollte es indes noch besser kommen. Zwar konnte Ersatzkeeper Lindner den Freistoß von Halstenberg noch parieren, beim Nachschuss von Compper war er allerdings machtlos. So führte RBL bereits in der 6. Minute und konnte in der Folge in Überzahl das Spiel diktieren.


Chancen und leichte Balanceprobleme

RBL versuchte die sich nun bietenden Lücken zu nutzen, immerhin musste die Eintracht jetzt nicht nur die Ausfälle von Fabian und Huszti kompensieren, sondern auch ohne den in der Hinrunde so souveränen Rückhalt Hradecky und Stoßstürmer Hrgota auskommen. Gleich zweimal bot sich in der Folge die Chance zu erhöhen, Poulsen und Werner fanden nach guten Hereingaben von rechts durch Sabitzer und Bernardo jedoch ihren Meister in Lindner.

Auf der anderen Seite war es immer wieder Rebic, der die Bälle auf sich zog und Orban alles abforderte. Einige Male zwar auch über das Maß des Erlaubten (Gelb in der 15.), aber insgesamt bissig und mit guten Ansätzen. So auch in der 25. Minute, als er Compper und Orban stehen ließ und nur in letzter Sekunde durch Bernardo und Gulácsi am Ausgleich gehindert werden konnte. Auch 10 Minuten später musste Gulácsi sich ordentlich strecken, um Rebics Fernschuss aus dem Winkel zu kratzen. Es waren die beiden Topchancen der Eintracht im gesamten Spiel.

Während Rebic also wie erwartet ordentlich brannte, hatte er einiges Glück nach zwei weiteren durchaus gelbwürdigen Fouls nicht vom Platz zu fliegen. Insgesamt aber ein guter Auftritt des Kroaten, der sich auch defensiv deutlich präsenter zeigte, als noch unter Zorniger und Beierlorzer.


Leipzig erhöht

Als der geneigte Zuschauer eigentlich schon dachte, dass es dank einer defensiv agilen und aufopfernden Eintracht lediglich mit einem 1:0 in die Kabine gehen sollte, bekamen die Rasenballer den nächsten Freistoß am Strafraumeck. Diesmal war es Keita der den Ball hereinbrachte und mustergültig auf Werners Kopf zirkelte, der verlängerte kaum haltbar zum 2:0 ins lange Eck.

Damit ging es in die Pause. Auch wenn nicht alles Gold war – zu wenig hatte RBL die Eintracht nach den ersten 20 Minuten spielerisch in Verlegenheit bringen können – so war das Halbzeitergebnis recht erfreulich.

Die Dominanz des Rasenballsports

Nach der Pause übernahm RBL zusehends das Zepter und ließ Ball und Gegner im Stile einer Spitzenmannschaft laufen, ohne dabei wirklich zu Großchancen zu kommen. Die Eintracht steckte nicht auf und blieb defensiv sehr griffig, ließ trotz Unterzahl nur selten Räume entstehen.

Erst ein Konter brachte in der 67. Minute die Entscheidung. Werner bekam den Ball, gab in der Mitte auf Keita, dessen Schuss Lindner jedoch parierte, auch der eingewechselte Selke konnte das Spielgerät nicht ins Tor bringen. Diesen zweiten Abpraller brachte jedoch Halstenberg erneut auf den Kasten, wo Vallejo den Ball nicht mehr klären konnte und selbst ins Netz legte.


Ein letzter Augenschmaus

Die schönste Szene des Spiels blieb indes unbelohnt. Wieder war es Dribbelkünstler Keita, der sein Können zeigte. An allen Frankfurtern vorbei schlängelte sich der Guineer, ehe er frei vom Elfmeterpunkt die Kugel neben den
Kasten setzte. Auch Selke blieb in der 90. Minute ein Tor versagt, Aytekin (übrigens wartet die Eintracht somit weiter unter seiner Leitung auf den ersten Auswärtssieg) entschied nachvollziehbar auf Stürmerfoul. So blieb es beim 3:0 und damit Frankfurts höchster Saisonniederlage.


Auf den Rängen?

Insgesamt blieb es relativ ruhig, zeigte sich der „Randalemeister“ von seiner zahmen Seite. Bis auf „Hurensöhne“, „Bullenschweine“ und „Steh auf du Sau“-Rufen hatte die traditionelle Seite der Fankultur jedoch recht wenig zu bieten. Ein einsamer Böller rundete das Bild ab: Innovationsgrad und Niveau kaum vorhanden. Vielleicht lag es ja auch am Frankfurter Weg, denn der beschied laut Banner denen, die ihn beschreiten wollten: „Heroin statt Taurin“ – gut vielleicht eine späte Retourkutsche auf das verbotene „Durchziehen bis zum Ende“ aus Drittligazeiten…

Mit einer sehenswerten Choreo würdigten die L.E. Bulls den Verbleib der Spielstätte in der Leipziger Innenstadt. Auf Leipziger Seite brachte man auf den Rängen etwas, um in die Gänge zu kommen, die Gassenhauer (z.B. Vorwärts Rasenball und Schalparade) sollten in der zweiten Halbzeit aber ganz gut zünden. Etwas verstörend mal wieder, das einige in Sektor A versuchten, eine Laola zu initiieren.

Fazit

So wie es gegen die Bayern total suboptimal lief, so optimal war der Spielverlauf diesmal für die Rasenballer. Die ersatzgeschwächte Eintracht 85 Minuten in Unterzahl und früh mit dem schon im Vorfeld angesprochenen vorentscheidenden ersten Gegentreffer. Damit war das Spiel fast schon entschieden. Dies bedeutet jedoch auch, dass der Sieg gegen die Eintracht weniger Rückschlüsse erlaubt als erhofft, gerade im Hinblick auf die kommenden Duelle gegen Hoffenheim (ungeschlagen) und Dortmund (daheim ungeschlagen).

Frankfurt in Unterzahl und ohne einige Topspieler konnte nur über Rebic noch etwas Gefahr ausstrahlen, machte es der RBL-Offensive jedoch immer noch schwer aus dem Spiel heraus zu treffen, auch wenn es einige Chancen gab, hier konnte man das Fehlen Forsbergs zumindest erahnen. Trotzdem muss man anerkennen, dass RBL nicht nur der Eintracht die höchste Saisonniederlage beibrachte, sondern sich im Großen und Ganzen auch im nominell letzten Hinrundenspiel in der Form der Hinrunde präsentierte.

Mit 39 Punkten und 19 Toren Tordifferenz ist RBL nun der beste Aufsteiger der Bundesligageschichte. Die Rückrunde kann also kommen!

Statistik
RB Leipzig: Gulácsi – Bernardo, Compper, Orban (C), Halstenberg – Demme, Ilsanker (70. Burke),  Sabitzer, Keita – Werner (80. Kaiser), Poulsen (63. Selke)
Eintracht Frankfurt: Hradecky – Vallejo, Oczipka, Abraham (C), Hector, Chandler – Rebic (72. Barkok), Hasebe, Mascarell, Gacinociv (72. Seferovic) – Hrgota (6. Lindner)
Schiedsrichter: Deniz Aytekin (Oberasbach)
Tore:
1:0 Compper (6.), 2:0 Werner (45.+4), 3:0 Vallejo (67., Eigentor)
Torschüsse: 17 / 4
Ballbesitz: 65,8% / 34,2%
Zweikampfquote:
57,5%  / 42,5%
Passquote: 81,2% (459) / 52,5% (105)
Laufweite: 110,5 km / 99,6 km
Intensive Läufe:
572 / 540
Sprints: 202 / 199

Ecken: 3 / 3

Abseits: 5 / 0
Fouls: 8 / 14
Gelbe Karten:
Selke (1) / Rebic (1), Mascarell (2)
Rote Karte:
Hradecky (3., Handspiel außerhalb des Strafraums)
Zuschauer:
42.558 (ausverkauft)

Rumpelstilzchen


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http://www.rb-fans.de/artikel/20170121-spielbericht-frankfurt.html




ZWEI ÜBERRASCHUNGSTEAMS AUF AUGENHÖHE

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Leipzig - (20.01.2017) Zum Ende der Rückrunde und gleichsam zum Jahresauftakt 2017 reist die Eintracht aus Frankfurt nach Leipzig. Die Adlerträger kommen mit einer beeindruckenden Hinrundenbilanz als Überraschungsteam auf Augenhöhe in die Messemetropole.

Ein ganz hartes Stück Brot

Ein Duell zweier Überraschungsteams ist meist eines, bei dem auf Augenhöhe agiert wird. Dies ist auch morgen zu erwarten. Immerhin reisen die Jungs aus der Bankenmetropole mit 29 Punkten, Platz 4 und der zweitbesten Abwehr der Liga (auswärts gar die beste) an. Dazu war die Eintracht besonders in den Spitzenspielen schwer zu schlagen: Unentschieden gegen Hertha, Bayern und Hoffenheim, Siege gegen den BVB und Köln. Dabei wurde eher selten das große Offensivfeuerwerk abgebrannt, liegen die Stärken – wie einst bei Kovac selbst – vor allem in der Defensive. Wie RBL hat auch die Eintracht nach einer Führung in dieser Saison noch nicht verloren, konnte wie Leipzig jedoch nur einmal einen Rückstand komplett drehen.

Leichte Hoffnung bleibt immerhin, da Frankfurt alle drei Niederlagen in der Fremde einstecken musste, bei Mitaufsteiger Freiburg, in Wolfsburg und in Darmstadt lautete das Ergebnis am Ende 1:0 für den Heimverein. Dazu gelangen Auswärtsdreier nur bei eher formschwachen Teams (Ingolstadt, Werder, Hamburg) und Leipzig hat bis auf Mönchengladbach diese Saison alle Heimspiele für sich entscheiden können.

Dennoch wird die körperbetonte (letzter der Fairplaywertung, zweitmeiste Fouls), defensive Spielweise (drittwenigste Chancen zugelassen) den Leipzigern eher weniger entgegenkommen. Das zeigte zuletzt das Gastspiel in Ingolstadt, es gilt also vor allem, sich auf dem Feld nicht den Schneid abkaufen zu lassen.


Ausfälle und Bankdrücker

In Lagos gab es mit der Pleite gegen Ajax vielleicht diesmal nicht das "perfekteste" Trainingslager der Vereinsgeschichte, immerhin kann nach einigem Bangen aber Entwarnung gegeben werden, was die angeschlagenen und verletzten Kicker anbelangt. Auch Keita konnte zuletzt schmerzfrei trainieren und lässt Hasenhüttl für das samstägliche Spitzenspiel alle Optionen. Nur der Spieler der Hinrunde: der lausbübische Lahmtreter und reuige Rotsünder Emil Forsberg muss nun drei Spiele in die Röhre gucken. Dazu ist Klostermann zwar wieder auf den Beinen, muss jedoch sicher noch einige Wochen an seiner Rückkehr feilen.

Auch was die angreifenden Reservespieler, Neuzugänge und unzufriedenen Bankdrücker angeht, hatte diese Winterpause wenig Überraschendes zu bieten. Alle haben sich sehr "bemüht", aber weder Selke noch Khedira oder Schmitz haben sich an ihren Hinrundenkonkurrenten wirklich vorbeispielen können. Auch für Upamecano kommt ein Startelfeinsatz noch etwas zu früh, darf wohl weiter Altmeister Compper zusammen mit Orban den Rückraum absichern. Keine Überraschungen sind auch auf der Torhüterposition zu erwarten. So dreht sich die einzige Frage im Prinzip darum, wer Forsberg ersetzt bzw. ob Keita dazu fit genug ist. Sollte Keita zu Beginn auf der Bank Platz nehmen, streiten sich "Fußballgott" Kaiser und Burke um den letzten freien Platz.

mögliche Aufstellung: Gulácsi – Bernardo, Orban, Compper, Halstenberg – Ilsanker, Demme – Sabitzer, Keita (Burke/Kaiser) – Poulsen, Werner


Der ehemalige Randalemeister und seine Freunde

Denkt man an Frankfurt kommt einem natürlich sofort das immer wieder gern gepflegte Image des Randalemeisters in den Sinn. 2011 war diesbezüglich das große Jahr, während zuletzt immer wieder andere Klubs den Adlerträgen diesen "geliebten" Titel erfolgreich streitig machen konnten (zuletzt bspw. Dortmund und Köln). Wie steht es also um das "Dynamo Dresden des Westens"? Die teils auch für das Gastspiel in Leipzig schon kursierenden martialischen Aufrufe lassen schlimmeres vermuten und die Ereignisse in der Hinrunde im Pokalspiel in Magdeburg zeigten "eindrucksvoll", dass es auch dieses Jahr nicht ruhig um die Eintracht ist.

Dazu haben sich zumindest einige befreundete Fans der BSG Chemie angesagt und in dem Bewusstsein, dass der ein oder andere Ordner in der RBA – ganz klammheimlich natürlich – ein blau-gelbes Herz hat, könnte es insgesamt heißer werden als die Umgebungstemperatur vermuten ließe. Wie dem auch sei, die Frankfurter reißen in voller Stärke an, um da entsprechend gegenzuhalten, sollten vor dem Spiel die Stimmen ordentlich geölt werden… Ausverkauft ist das Spiel jedenfalls.


Dürstet Rebic nach Rache?

Auch bei der Eintracht sind nicht alle Spieler einsatzbereit, die Ausfälle von Fabian und Huszti dürften die Adlerträger ähnlich schwächen wie dies in Leipzig durch die Sperre Forsbergs der Fall ist. Beide sind, wie Forsberg und Keita, wichtige Spieler in der Frankfurter Schaltzentrale und Topvorbereiter im Mittelfeld. Wie gegen Hoffenheim oder Bayern dürfte die Grundausrichtung der Frankfurter wohl relativ defensiv irgendwo zwischen einem 5-4-1 und einem 3-5-2 zu erwarten sein, bei dem die Außenbahnen defensiv von Chandler und Oczipka beackert werden. In der Abwehrzentrale sind sicher Abraham und Vallejo zu erwarten, dazu entweder Hasebe oder Hector; im Tor selbstredend Hradecky. Desweiteren ist in der Zentrale Mascarell und im Sturm wohl Hrgota gesetzt. Die übrigen drei Positionen lassen sich nicht so leicht vorhersagen. Sollte Hector verteidigen, dürfte Hasebe ins Zentrum rutschen, sonst könnte man dort Barkok erwarten. Wenn Kovac nicht mit zwei Spitzen (Meier und Hrgota) antritt, dann hat auch ein alter Bekannter gute Chancen. Für die mögliche Komplettierung der Offensive könnte zudem Gacinovic sorgen.

Dass Kovac Landsmann Rebic bringt, ist recht wahrscheinlich, den "jetzt zeigst du es mal den Leipzigern"-Effekt auszulassen, sähe Kovac gar nicht ähnlich. Dazu dürfte auch Rebic selbst ordentlich Lust haben, die Leipziger zu ärgern – nicht, dass er wie zuletzt Jung in Ingolstadt zum Matchwinner avanciert… Zumindest ist man mit dem "Trainingsweltmeister" (so Beierlorzer) nicht gerade im Guten geschieden, dürfte Rebic beim Namen Zorniger gleichlautende Gefühle hegen.

mögliche Aufstellung: Hradecky – Abraham, Vallejo, Hector – Chandler, Marcarell, Hasebe, Oczipka – Rebic, Gacinovic – Hrgota


Wer keine Karte für das ausverkaufte erste Gastspiel der Adlerträger ergattern konnte, für den ist unser Fanticker wieder LIVE dabei und berichtet über alle Ereignisse auf und neben dem Feld. Alternativ bieten sich auch der Bullenfunk oder Sky an. Das RB-Fans.de-Team wünscht unserer Mannschaft um Trainer Ralph Hasenhüttl wie immer alles Gute, viel Erfolg. Mögen die drei Punkte am Elsterbecken bleiben!

Rumpelstilzchen


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VON TRANSFERKOSTEN UND RÜCKRUNDENBILANZEN

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Leipzig - (18.01.2017) Nach einer tollen Hinrunde in der ersten Bundesligasaison landete RBL mit einem starken Punkteschnitt von 2,25 auf dem zweiten Platz. Lag es, wie gern behauptet, nur am ausgegebenen Geld? Wir haben eine Übersicht über die Transferkosten der aufgestellten Spieler diverser Clubs zusammengestellt. Zudem gehen wir der Frage nach, ob Teams unter Rangnick in der Rückrunde abstürzen – viel zitiert: Hoffenheim 2008/09.

Die Ablösetabelle

Für die einen – jedenfalls für uns – ist die aktuelle Tabellenplatzierung von RBL die Saisonüberraschung schlechthin. Andere zeigen sich traditionell wenig begeistert über die Leipziger Errungenschaften und verweisen lieber auf das liebe Geld. Die seit Jahren altbekannte Leier lautet schließlich, mit so viel Kohle sei es keine Kunst, in der *bitte-passende-Liga-einsetzen* so weit oben zu stehen. Gladbachs Sportdirektor Max Eberl meinte selbst im Angesicht der Leipziger Tabellenführung im November, "man sollte aufhören, von einer Überraschungsmannschaft zu reden." Die von ihm erwähnten 100 Millionen Euro Investition in der Kader der letzten Jahre sind korrekt. Aber auch die Leipziger Vereinsführung hat nicht ganz unrecht, wenn sie darauf hinweist, dass meist neun der Spieler, die auf dem Platz standen, bereits in Liga 2 hier aufliefen. In der Tat waren von den elf diese Saison am meisten eingesetzten Spielern neun Mann schon vor dem Aufstieg hier.

Wie nähern wir uns diesem Zwiespalt am Besten? Eine ganz sachliche – und überprüfbare – Variante zur Bewertung ist, einfach zu schauen, wie teuer die Spieler waren, die für die Punkte und damit die Tabellenplatzierung zuständig waren. Das ganze wird dann noch nach Einsatzminuten gewichtet. Und voilá: Wir wissen, wieviel die 11 Spieler jeder Mannschaft auf dem Feld im Durchschnitt gekostet haben. Die Daten zu Spielminuten und Ablösen sind von transfermarkt.de. Am Beispiel von RB Leipzig sieht die Kalkulation folgendermaßen aus:




Ablöse
in Mio 
  Spielminuten
  Minuten
in % 
Ablöseanteil
in Mio
Gulácsi
3
1440
9,13
0,274
Orban
2
1440
9,13
0,183
Halstenberg
3,5
1417
8,98
0,314
Demme
0,35
1349
8,55
0,030
Ilsanker
3
1267
8,03
0,241
Poulsen
1,3
1204
7,63
0,099
Werner
10
1182
7,49
0,749
Sabitzer
2
1126
7,14
0,143
Forsberg
3,7
1084
6,87
0,254
Keita
15
954
6,05
0,907
Compper
0,55
877
5,56
0,031
Bernardo
6
744
4,72
0,283
Kaiser
0,1
716
4,54
0,005
Schmitz
0,8
421
2,67
0,021
Burke
15
255
1,62
0,242
Selke
8
178
1,13
0,090
Klostermann
1
90
0,57
0,006
Papadopoulos
1,5
26
0,16
0,002
Bruno
5
4
0,03
0,001
Khedira
0,5
3
0,02
0,000
     
gesamt
 82,315777
100%
 
     
   
Spielerdurchschnitt:
  3,88 Mio
    Teamdurchschnitt:42,63 Mio

Ablöse in Mio: Ablöse in Millionen laut transfermarkt.de
Spielminuten: Ligaeinsatzminuten 2016/17
Minuten in %: prozentualer Anteil der Einsatzminuten des Spielers an der Gesamtsumme der Einsatzzeiten des Teams
Ablöseanteil in Mio: Anteil der Ablösesumme eines Spielers gemessen an seinen Einsatzzeiten

Unsere Mannschaft auf dem grünen Rasen hat also im Schnitt 42,6 Mio gekostet. Würde man der Einfachheit halber nur die elf am meisten eingesetzten Spieler nehmen, käme man auf 44,4 Mio. Die Gewichtung nach Spielminuten ändert also nicht allzuviel. Die ganze Rechnung für die obere Hälfte der Marktwerttabelle der Bundesliga ergibt folgendes Bild an durchschnittlichen Ablösekosten der Kampfmannschaften:

FC Bayern München – 196,3 Mio
Borussia Dortmund – 89,7 Mio
VfL Wolfsburg – 83,1 Mio
Bayer Leverkusen – 82,9 Mio
Mönchengladbach – 46,5 Mio
RB Leipzig – 42,6 Mio
Hamburger SV – 42,1 Mio
FC Schalke – 36,1 Mio
TSG Hoffenheim – 34,2 Mio

Wie die Äußerungen von Gladbachs Max Eberl in Bezug auf Tabellenplatzierung und Kaderinvestitionen einzuordnen sind, bleibt dem geneigten Leser überlassen.


Ralf Rangnicks Teams  und die Rückrunde


Sei es eher Sorge, sei es eher Wunsch (als Vater des Gedanken): Aktuell wird in schöner Regelmäßigkeit auf die erste Hoffenheimer Saison im Oberhaus unter Rangnicks Ägide verwiesen. Die Geschichte in aller Kürze lautet "Hinrunde - Herbstmeister; Rückrunde - Absturz mit Platz 7 am Ende". Verbunden mit der Sorge bzw. dem Wunsch, es wird Leipzig ähnlich ergehen. Schließlich ist das Spiel laufintensiv und die Mannschaft jung. Am Ende der Saison fehlen demzufolge Kraft und/oder Erfahrung. Die Hoffenheimer Saison 2008/09 wird dabei gerne als Manifestation der These gesehen, dass Mannschaften unter Rangnick in der Rückrunde aus den erwähnten Gründen einbrechen. Und kam nicht RBL mit ihm als Chefcoach in der Aufstiegssaison der 2. Bundesliga nach Tabellenführung im Dezember und anscheinend komfortablem 8-Punkte-Vorsprung gegen Saisonende noch ins Schwimmen?

Einzelne Saisons sollen hier nicht näher diskutiert werden, das wurde schon zur Genüge andernorts gemacht. Es geht eher um die generelle Frage: Schneiden von Ralf Rangnick gecoachte Teams in der Rückrunde schlechter ab als im davorigen Saisonverlauf? Dies lässt sich relativ einfach beantworten, indem man sich seine bisherigen Stationen anschaut.
Der Vergleich erfolgt unter zwei Prämissen: Erstens werden nur vollständige Saisons erfasst. Zweitens wird die Saison tatsächlich zwischen Hin- & Rückrunde getrennt und nicht etwa vor/nach der Winterpause. Dies ermöglicht eine bessere Vergleichbarkeit, da man in jedem Vergleichszeitraum einmal gegen jeden Tabellengegner spielt.

Rangnicks Stationen als Cheftrainer über jeweils eine ganze Saison waren Reutlingen 95/96; Ulm 97/98; Stuttgart 99/00; Hannover 01/02-02/03; Hoffenheim 06/07-09/10; RBL 15/16. Dazu war er für das Team als Sportdirektor verantwortlich in Salzburg & Leipzig von 2012/13 bis 2014/15.

Als Trainer erreichten seine Teams in der Hinrunde durchschnittlich 29,6 Punkte, in der Rückrunde waren es dann 28,1 Punkte. War er ausschließlich Sportdirektor und jemand anderes war für das Trainingsgeschäft zuständig, gab es in der Hinrunde 36,2 Punkte und in der Rückrunde 35,7 Punkte.

Anmerkungen zur Analyse

Die Werte als Trainer und als Sportdirektor sind nicht miteinander vergleichbar, da es in der 1. österreichischen und der 3. deutschen Liga mehr Spiele gibt und man mit Salzburg in der Bundesliga oder RBL in der Regionalliga eher punkten kann als mit Reutlingen, Ulm oder Hannover in ihren damaligen Ligen. Ralf Rangnick bringt also nicht zwingend als Sportdirektor mehr Punkte denn als Trainer. Die Zahlen bieten tatsächlich nur eine Vergleichbarkeit zwischen den ersten und den zweiten Saisonhälften. Und hier fallen die Unterschiede im Mittel gering aus. Das beschriebene Hoffenheimer Beispiel ist eher Ausnahme als Regel. Dass von Ralf trainierte Vereine in der Rückrunde um durchschnittlich 1,5 Punkte schlechter wurden, kann auf die oben erwähnten Probleme bei Fitness und Erfahrung deuten. Es kann aber auch einfach nur normale Varianz sein. Von einem generellen Einbrechen kann jedenfalls keine Rede sein. Bei nur noch 0,5 Punkten weniger unter seiner Verantwortung als Manager nivelliert sich der Sachverhalt vollends. So oder so liefern die bisherigen Laufbahnen des Chefs keinen Grund zur Sorge für den Rest der Saison.

dabdab


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TEMPO UND DOMINANZ – LEIPZIG ZEIGT SICH IN FORM

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Leipzig - (16.01.2017) Ein Tag voller Gewinner. Die Mannschaft sammelt Selbstvertrauen, der Trainerstab Erkenntnisse, die Gastronomen das Geld der Gäste und die Fans neuen Schwung für die bevorstehenden Aufgaben. Ein Blick auf das Spiel gegen die Rangers aus Glasgow.

Nach den "Totalausfällen" gegen Amsterdam, angeschlagenen Spielern und vielen Fragezeichen rund um eine Startaufstellung für die kommenden Spiele wurde der Test gegen die Rangers von allen herbeigesehnt. Dennoch dominierte vor dem Spiel die Massen an angereisten Schotten die Berichterstattung und die sozialen Netzwerke.


Sangesfreudige Schotten mit Schwund

8.000 Gäste hatten sich angesagt, ca. 5.000 waren später im Stadion. Ob der Rest in den örtlichen Kneipen oder Hotels zurückblieb ist nicht überliefert. Jedenfalls feierten die Gäste aus Glasgow ausgelassen ihr "Comeback" auf der europäischen Fußballbühne, nachdem die Gers 2012 nach eine Insolvenz in die vierte Liga zwangsabsteigen mussten. Quasi "all inclusive": Begegnungsschal, einige Airlines mit Begegnungspin für die RFC Anhängerschaft, bierselige Stimmung in Leipzig und Berlin am ganzen Wochenende, der ein oder andere dadurch kurzzeitig verschwundene Fan sowie ein imposanter Fanmarsch der Rangersfans vom Markt zum Stadion. Inklusive mitgereiste Alte und Lahme – sehr beeindruckend – und dabei in Sachen Stimmung mehr an RBL-Fanmärsche erinnernd, als beispielsweise an die martialischen Aufläufe von Rostock & Co. Auch für die britische Boulevardpresse fiel hier und da ein Skandal ab. So wurden das bei Aufeinandertreffen mit deutschen Teams beliebte "10 German Bombers" vielfach intoniert und wohl auch einige Flugbegleiterinnen belästigt.

Insgesamt war die Atmosphäre in Leipzig jedoch fast schon freundschaftlich, auch wenn sich beim Spiel herausstellen sollte, dass die Schotten schon weite Teile ihres Pulvers vor Anpfiff verschossen hatten und im Stadion dann doch meist die Rasenballsportfans den Ton angaben. Überhaupt war es auf Leipziger Fanseite ein sehr ordentliches Testspiel mit deutlich überdurchschnittlicher Mitmachquote für ein Testspiel. Dazu wurde bei den Toren fast durchgängig auf das besonders im Fanblock beliebte: "viel zu viel..." verzichtet – ein echter Freundschaftskick zwischen Freunden eben. Vielleicht sieht man sich ja wieder, Leipzig ist auf jeden Fall eine Reise wert, das dürften einige RFC-Fans wohl nun auch wissen. Nun aber zum Spiel.


Tempo-Startelf

Gulácsi – Bernardo, Orban, Compper, Halstenberg – Ilsanker, Demme – Sabitzer, Burke – Werner, Selke

Die Startelf die Ralph Hasenhüttl in das Spiel schickte war durchaus überraschend. Mit Sabitzer, Burke, Selke und Werner standen vier Offensivspieler mit hohem Tempo auf dem Platz. Durchaus ungewohntes Bild und interessant in der Spielanlage. So spielten die Leipziger sehr tempolastig nach vorn und versuchten besonders die Umschaltsituationen auszunutzen. Auf diesen Weg gelangen auch die beiden Tore stereotypisch nach Ballgewinn im Mittelfeld. Zum Beispiel in der 22. Minute: Demme erobert den Ball und spielt auf Sabitzer, der nicht lange wartet und den durchstartenden Werner bedient. Werner umkurvt den Keeper und legt den Ball mit ein wenig Glück ins Tor. Das 1:0 und das absolut verdient. Das Spiel bliebt weiterhin vom schnellen Spiel in die Spitze geprägt. Die Rangers schafften es nur ab und zu über Tempodribblings von McKay sich dem Strafraum zu nähern. Finale Gefahr entstand dennoch nicht. Das 2:0 kurz vor der Pause, dann wieder nach Plan. Demme erobert den Ball, bedient diesmal direkt Werner, der den Ball auf den durchstartenden Burke spielt, welcher keine Probleme hat den Keeper zu überwinden. Halbzeit.


Ballbesitz-Startelf

Müller – Bernardo, Orban, Compper, Halstenberg – Ilsanker, Demme/Khedira – Keita, Kaiser – Werner, Poulsen

Zweite Halbzeit, andere Ausrichtung. Aus der Tempooffensive wurde eine, die geduldig Lücken suchen und bespielen kann. Ab dem Zeitpunkt wurde das Übergewicht erdrückend, da Leipzig von nun an sehr Ballsicher aber auch weiter aggressiv im Gegenpressing spielte. Schönes Beispiel: In der 60. Minute verliert Ilsanker den Ball an der Mittellinie, rennt zurück und grätscht den ballführenden Schotten an der Grundlinie ab. Für die Offensive fand Hasenhüttl eine ansprechende Idee: Keita auf die offensive Halbraumposition. Hinsichtlich des gesperrten Forsberg durchaus ein Fingerzeig. Keita wirkte im Spiel als wäre er nie weg gewesen. Stark präsentierte sich auch Rani Khedira, der als Abräumer viele Situationen bereinigte und sich zumindest als Alternative für den Kader anbot.


Keitaeske zweite Halbzeit und Upamecano-Debüt

Müller – Schmitz, Upamecano, Compper, Halstenberg – Keita, Khedira – Forsberg, Kaiser – Werner, Poulsen

61. Minute, erneute Wechsel. Forsberg rückt auf die Halbraumposition, Keita geht zurück auf die Sechs und Schmitz ersetzt Bernardo. Es dauerte keine zwei Minuten, da zeigte Forsberg gleich sein Können. Mit einem kurz angetippten Ball bedient er Halstenberg, der aus Nahdistanz am Gästeschlussmann scheiterte. Wieder zwei Minuten später machte Keita, was Keita halt so macht. Erst erobert er einen Ball, schüttelt dann einen Gegenspieler ab, sieht die Lücke und passt punktgenau auf den startenden Werner. Der bedient den in die Mitte gestarteten Poulsen, welcher nur noch einschieben musste. Das 3:0 war auch in der Höhe verdient. Vor lauter Euphorie ging ein wenig unter, dass Dayot Upamecano sich erstmals im Zentralstadion präsentierte. Und dabei hinterließ er durchaus einen guten Eindruck. Sowohl bei den Zweikämpfen als auch bei abgefangenen Pässen konnte Dayot schon zeigen, was möglich ist. Darüber hinaus durfte er in einigen Szenen auch sein tolles Spiel mit Ball vorführen. Zu diesem Zeitpunkt musste man fürchten, dass die Gäste komplett untergingen. Immer wieder das RB typische Spiel. Keita baut aus der Tiefe auf. Ballzirkulation, Spielverlagerung bis das Tempo plötzlich anzog und es schnell nach vorn ging.

Erster Schuss auf das Tor des einzig wahren Rasenballsports dann in der 73. Minute. Abstimmungsprobleme zwischen Compper und Neuzugang Upamecano. Den Schuss aus 20 Metern entschärft Müller ohne Probleme. Kurz darauf grätscht Khedira eine Eingabe im Strafraum ab, sonst hätte ein Ranger aus Nahdistanz abschließen können. Dieser Szene ging ein verlorener Zweikampf von Upamecano voraus.


Der Nachwuchs zeigt sich

Müller – Schmitz, Upamecano, Compper, Franke – Khedira, Keita/Gipson – Forsberg, Kaiser – Poulsen, Wojtkowski

Schön wenn sich auch einmal ein paar Nachwuchskicker zeigen dürfen. In einem Augenblick, in dem die Gäste schon längst geschlagen waren und sich die Ambitionen im Rahmen hielten, zeigte vor allem der junge Dominik Franke ein gutes Spiel. Eingeleitet – natürlich – durch Keita, der den Ball im eigenen Drittel bekommt, Doppelpass mit Forsberg, kurzer Antritt und schon ist er im gegnerischen Drittel. Ein kluger Pass auf Franke, der den Ball Richtung Fünfmeterraum passt, wo Poulsen aus dem Rückraum kommt und keine Mühe hat einzuschieben. Alles super, wäre da nicht die verletzungsbedingte Auswechslung von Keita. Hasenhüttl sagte nach dem Spiel, dass es eine reine Vorsichtsmaßnahme war. Gipson ersetzte Keita dann im defensiven Mittelfeld.


Fazit

Ein rundum verdienter Sieg. In der ersten Hälfte konnte die Mannschaft mit viel Tempo überzeugen und effektiv die Chancen verwerten. In der zweiten Halbzeit dominierte der einzig wahre Rasenballsport dann komplett die Partie. Keita wirkte besonders ab seiner Versetzung ins defensive Mittelfeld auf das Spiel ein. Die Gäste konnten zu keinem Zeitpunkt das Spiel in ihre Richtung lenken, dafür blieben die Hausherren zu dominant.

Die Mannschaft zeigt sich in Form für kommende Aufgaben. Und die wird gegen Frankfurt, Hoffenheim und Dortmund auch nötig sein, denn die Spiele werden schwer genug. Danach darf man gern einmal formulieren, was der finale Anspruch an den Rest der Saison ist.


"Comebacks"

Marvin Compper ist zurück und entspannt die Situation in der Defensive. In vielen Situationen wie gewohnt abgeklärt. Das Missverständnis mit Upamecano sei nach so kurzer Zeit verziehen. Ein weiteres Quasi-Comeback gab Stefan Ilsanker im defensiven Mittelfeld. Nach der Aushilfstätigkeit als Rechtsverteidiger und Innenverteidiger konnte der Österreicher wieder auf seiner liebsten Position ran und überzeugte mit einer starken Partie.


Neue Optionen

Damit hat Hasenhüttl nun einige Optionen, um sich eine Startelf zu bauen und so lässt sich natürlich auch trefflich darüber spekulieren. Eine Doppelsechs aus Demme/Ilsanker lässt es zu, einen Keita auf die offensive Halbraumposition zu setzen und so die Sperre von Forsberg zu kompensieren. Die Frage wäre dann, wer die andere Halbraumposition besetzt? Sabitzer oder Kaiser? Ganz persönlich glaube ich, dass wir die ersten fünf Minuten in der zweiten Hälfte die favorisierte Aufstellung (bis auf die Torwartposition) des Trainers für Frankfurt sahen. Bemerkenswert auch die gute Partie von Khedira und Franke, die zeigten, dass beide durchaus auch Alternativen sein können.

crank


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