NÄCHSTE BEGEGNUNG

19. Spieltag 1. Bundesliga
Samstag, 20.01.2018, 15:30 Uhr
Ort: Schwarzwald-Stadion, Freiburg
SC Freiburg
RB Leipzig
Spielplan RB Leipzig

1. LIGA QUICKTABELLE

1
Bayern München
44
2
RB Leipzig
31
3
Borussia Dortmund
30
4
FC Schalke 04
30
5
Bayer 04 Leverkusen
28
6
Bor.Mönchengladbach
28
7
FC Augsburg
27
8
1899 Hoffenheim
27
9
Eintracht Frankfurt
27
10
Hannover 96
26
11
Hertha BSC
25
12
VfL Wolfsburg
20
13
VfB Stuttgart
20
14
SC Freiburg
20
15
1. FSV Mainz 05
17
16
SV Werder Bremen
16
17
Hamburger SV
15
18
1. FC Köln
9

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RB LEIPZIG ZU GAST BEI FORMSTARKEN FREIBURGERN

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Leipzig - (18.01.2018) Auch ohne Naby Keïta und den Wettervorhersagen zum Trotz hoffen unsere Bullen, an die vergangenen Ergebnisse gegen Lieblingsgegner SC Freiburg anknüpfen zu können. Leicht wird es diesmal nicht, denn die Breisgauer befinden sich in guter Form, sind in dieser Saison besonders heimstark und konnten vor zwei Jahren "die Schneeballschlacht" für sich entscheiden.

Schalke war gestern – Freiburg ist heute. Den Schalter umlegen, heißt es nun für unsere Roten Bullen, will man nicht gleich den gelungenen Saisonauftakt wieder zunichtemachen. Dabei erwies sich zuletzt in der Bundesliga unser Gegner aus Breisgau als Aufbau- und Lieblingsgegner. So gestaltet sich die bisherige Bilanz in der Bundesliga mit drei Siegen und 12:3 Tore gegeneinander auch recht eindeutig. Jedoch ist hier die Gefahr in der Erwartungshaltung recht hoch den Gegner zu unterschätzen, zumal der SC Freiburg zuletzt zu alter Stärke zurückgefunden hat.


Gegner Freiburg form- und heimstark

Nach den glücklichen Punktgewinn am letzten Wochenende bei Eintracht Frankfurt blieb SC-Trainer Christian Streich und sein Team nun schon im sechsten Pflichtspiel in Folge ungeschlagen. Damit rangiert man in der Formkurve gleich hinter den Bayern auf Platz Zwei. Mit drei Siegen und drei Unentschieden bei 11:8 Toren schaffte man es, sich von einem direkten Abstiegsplatz zu lösen und hat nun genauso viel Punkte wie Wolfsburg und Stuttgart auf dem Konto. Bemerkenswert ist dabei immer wieder, wie Jahr für Jahr wertvolle Abgänge kompensiert und neue Talente herangeführt werden können, um weiterhin Bundesligafußball zu zelebrieren, was wiederum die eindeutige und gelungene Handschrift von Trainer Streich wiederspiegelt.

Nicht nur die Formkurve zeigte zuletzt nach oben, sondern auch das Schwarzwald-Stadion erwies sich in dieser Saison als richtige Festung. Nur Schalke 04 gelang es knapp alle drei Punkte mitzunehmen, während dort Hoffenheim, Mönchengladbach und Mainz verloren. Dortmund und Frankfurt blieben hier ohne Torerfolg. Nur sechs Gegentreffer in den neun Heimspielen ließ man bisher zu und offenbarte dabei eine kompakte und gute defensive Spielweise. Aber auch offensiv ist es nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Florian Niederlechner gelungen Nils Peterson aus seiner Rolle als Edeljoker herauszulösen, der nun genau die richtigen Nadelstiche zu setzen weiß. Acht Saisontore stehen schon für ihn zu Buche und so findet er sich damit in der Torschützenliste nur knapp hinter Timo Werner wieder. Zuletzt setzte dabei Trainer Streich auf das bewährte Spielsystem 4-4-2, welches auch als 4-2-2-2 flexibel fungiert und damit unserer bisherigen Spielweise sehr ähnelt(e).

Mögliche Aufstellung SC Freiburg:

Schwolow – Günter, Gulde, Söyüncü, Kübler – Koch, Abrashi,– Haberer, Dräger (Kapustka) Höler (Guédé) – Petersen

Taktisches Spielchen auf beiden Seiten

Nachdem Trainer Ralph Hasenhüttl mit einer neuen Spielformation und taktischer Zurückhaltung gegen Schalke 04 überraschend aufwartete, schaffte es auch Trainerkollege Christian Streich sein Team erfolgreich auf seine letzten Gegner einzustellen. Für dieses Match hätte Hasenhüttl eigentlich keinen Grund das altbewährte Spielsystem 4-2-2-2 zu ändern, war es doch mit jeweils vier Treffern bei dem Aufeinandertreffen der drei letzten Begegnungen so erfolgreich. Vielmehr klappte es auch gegen die Streich-Schützlinge die eigenen individuellen Qualitäten und die kleinen Fehler des Gegners gewinnbringend auszunutzen. In dieser Hinsicht dürfte Naby Keita fehlen, der aufgrund seiner 5. Gelben Karte im letzten Spiel gegen Schalke nun ein Spiel Sperre aussitzen muss. Trotzdem hat die Mannschaft auch nach seiner Auswechslung zuletzt flexibel reagiert und die notwendigen Aufgaben nach der Umstellung im Team erfolgreich umgesetzt. Dies macht nun Mut dass man ebenso im Spiel beim SC Freiburg taktisch variabel agieren und die richtigen Antworten geben kann. Schließlich wurde wieder hinter verschlossenen Türen trainiert und möchte sich nicht dabei in die Karten schauen lassen. Gegen Schalke zuletzt war man gar nicht so erpicht ständig im Ballbesitz zu bleiben dadurch hatte man selbst mehr Freiräume für schnelle Gegenangriffe.

Aber auch Trainerfuchs Streich wird nicht alles nach vorn werfen und auf eine Karte setzen. Dies belegen die erst sechs Gegentreffer in den neun Heimspielen und versprechen eher eine kompakt defensiv ausgerichtete Spielweise, an der sich schon viele Mannschaften die Zähne im Schwarzwaldstadion ausgebissen haben. Wichtig wäre darum die Breisgauer aus ihrer Spielhälfte herauszulocken und ebenso Goalgetter Nils Peterson in Griff zu haben. Wenn Letzteres gelinge, wäre schon die halbe Miete eingefahren, denn nach ihm hat nur Mittelfeldakteur Janik Haberer zwei Tore aufzuweisen. Zwar sind schon Halstenberg und Forsberg wieder ins Training eingestiegen, jedoch kommt ein Einsatz noch zu früh. Beide werden nicht mit nach Freiburg reisen.

Mögliche Aufstellung RB Leipzig:

Gulácsi – Bernardo, Orban, Upamecano, Laimer (Klostermann) – Demme (Ilsanker), Kampl Bruma, Sabitzer – Werner, Poulsen (Augustin)


Den winterlichen Wetterprognosen trotzen

Nicht allzu gut sind die Erinnerungen von vor zwei Jahren. Hier rührte noch zu Zweitligazeiten die einzige Niederlage gegen die Breisgauer her, als man in der Schneeballschlacht mit 1:2 den Kürzeren zog. Damals hatte wohl Frau Holle alles nur für diesen Zeitpunkt aufgehoben, so dass selbst die in Weiß aufgelaufenen Bullen von der Spielfeldfarbe kaum zu unterscheiden waren. Aber so schlimm sollte es diesmal nicht kommen, die stärksten Schneefälle werden in der Nacht zum Samstag gerechnet und die Mannschaft hat in weiser Voraussicht schon mit winterorangefarbenen Bällen trainiert.

Wir wünschen unseren Roten Bullen eine bestmögliche Ausbeute, und das sie genau da weitermachen, wo sie zuletzt aufgehört haben. Aber auch für unsere Auswärtsfahrer wird die teils winterliche Fahrt in den Breisgau hoffentlich nicht zu riskant. Wer nicht vor Ort dabei ist, für den gibt es wieder die Möglichkeit die Partie im Liveticker oder über dem Bullenfunk zu verfolgen.

oligei


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"OH EMBALÓ, OH EMBALÓ"

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Leipzig - (17.01.2018) Laut übereinstimmenden Medienberichten steht RB Leipzig kurz vor der Verpflichtung des 16-jährigen Úmaro Embaló aus der U19 des portugiesischem Erstligisten Benfica Lissabon.

Megatalent, Wunderkind oder Kronjuwel – in den letzten Jahren hat man den Eindruck, dass ein regelrechter Hype um junge Talente entstanden ist. Aber in Zeiten, in denen ein Kylian Mbappé im Alter von nur 18 Jahren für 180 Mio. Euro nach Paris St. Germain oder ein 19jähriger Ousmane Dembélé für 105 Mio. Euro (die inkl. Boni auf 145 Mio. anwachsen können) von Borussia Dortmund nach Barcelona wechselt, ist das auch kein Wunder. In der Hoffnung ähnliche Rohdiamanten zu finden, versuchen Klubs in aller Welt, Spieler immer jünger zu scouten, zu überzeugen und immer früher langfristig an ihren Verein (im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten) zu binden. Es ist ein regelrechter Sturm und Kampf auf bzw. um immer jüngere Spieler zu verzeichnen, der mit harten Bandagen geführt wird und der, trotz der sportlichen und finanziellen Verlockungen, natürlich auch sehr kritisch zu betrachten ist.

Es erscheint heute schon fast gang und gäbe, dass 12-15 jährige Kinder gescoutet, über die Eltern angesprochen und, entsprechend der (ggf. auch finanziellen) Angebote, mit Einverständnis der Eltern von ihren Heimatvereinen weggelotst werden. Da verlassen Kinder oder pubertierende Teenager schon früh ihr Zuhause und gewohntes Umfeld, um teilweise hunderte Kilometer weit weg in Gastfamilien oder Internaten unterzukommen und fernab der eigenen Familie ihre Jugendzeit zu verbringen. 


Jugendarbeit in Leipzig – quo vadis?

Handelt es sich dann um Beispiele für das oft diskutierte, unverantwortliche Handeln im Fußball-Business in der Hoffnung auf spätere sportliche oder gar finanzielle Rendite? Oder geht es, wohlwollend formuliert, darum, hochbegabte Talente optimal zu fördern und ihnen die entsprechenden Möglichkeiten und Bedingungen zur Verfügung zu stellen, um sich und ihre Fähigkeiten erfolgreich zu entwickeln? Wie man sieht, kann man dies sehr kontrovers diskutieren. Und ich finde dies an dieser Stelle sogar essentiell. Auch im Umfeld unseres Vereins werden diese Entwicklungen und ihre Auswüchse seit jeher heiß diskutiert. Mit vielerlei Erwartungen, Visionen, Anstrengungen und Investitionen ist man vor einiger Zeit im Jugendbereich gestartet. Allein der Erfolg blieb bisher überschaubar. Spätestens mit der Abmeldung der U23 und der Abgabe bzw. der Verkäufe einiger vielversprechender Jugendspieler fragt man sich: Quo vadis RB Leipzig? 


Das "Wunderkind" aus Bissau

Was hat ein Úmaro Embaló damit zu tun? Auch Embaló ist einer der oben angesprochenen und, aufgrund außerordentlichen Talentes, schon früh in den Stand der "Wunderkinder" erhobenen Teenager. Geboren am 06.05.2001 in Bissau, der Hauptstadt des westafrikanischen Staates Guinea-Bissau, wanderten seine Eltern früh mit ihm nach Portugal aus. Kurz zuvor besuchte er im Alter von 13 Jahren ein vom portugiesischem Traditionsverein Benfica Lissabon (bekannt für seine herausragende Nachwuchsarbeit) organisiertes Fußballcamp für Talente aus der ehemaligen portugiesischen Kolonie, aus der übrigens auch unser Bruma stammt. Er beeindruckte damals so sehr, dass schon früh ein "Zerren" zwischen den großen Vereinen in Portugal: Benfica, Sporting und FC Porto, die "Anspruch auf ihn erhoben", entbrannte. Da auch bei den Beratern Goldgräberstimmung herrschte, bemühten sich schon damals einige um ihn. Das Rennen machte ein uns altbekannter und auch schon beim Bruma Transfer aktiver Berater: Catio Baldé. Der junge Úmaro wurde in der Saison 2014/15, noch in der C-Jugend spielend, 1 Jahr beim Amateurverein AD Oeiras geparkt, bevor er zur Saison 2015/16 im Alter von 14 Jahren zu Benfica erst in die C- und nach 24 Spielen schon in die B-Jugend transferiert worden ist. Sein offensichtliches außergewöhnliches Talent sorgte auch weiterhin dafür, dass er immer in einer höheren Altersklasse eingesetzt worden ist, als es seinem Alter entsprechend möglich gewesen wäre. So spielte er bereits in der Saison 2016/17 im Alter von 15 in der U17 und in der aktuellen Saison 2017/18 16-jährig als Stammspieler bereits dauerhaft in der U19. Seine Zahlen lesen sich gleichwohl beeindruckend (Saison, Spiele, Tore):

  • 2014/15, 9 SP, 4 T
  • 2015/16, 29 SP, 25 T
  • 2016/17, 34 SP, 21 T
  • 2017/18, 21 SP (davon 5 UEFA Youth League), 8 T (davon 1 UEFA Youth League)


Umworbener Kapitän

Zudem ist er Kapitän der portugiesischen U17-Nationalmannschaft, für die er in bisher 13 Spielen 7 Tore schoss und auch dort mit herausragenden Leistungen brillierte. Selbst in der Youth-League-Mannschaft Benficas wurde er 5x eingesetzt, obwohl die meisten seiner gegnerischen Spieler teils über drei Jahre älter sind als er. Dennoch gelang ihm in der Gruppenphase ein Treffer.

Nicht nur diese Zahlen, sondern auch die Art und Weise seines Auftretens, seine Durchsetzungsfähigkeit, Spielweise und sein beeindruckendes Talent lassen aufhorchen und machen ihn wohl zum derzeitig begehrtesten Spieler des Jahrgangs 2001. Obwohl er erst in eineinhalb Jahren seinen 18. Geburtstag feiert, versuchen seit Monaten einige der größten Klubs der Welt, darunter: Real Madrid, der FC Barcelona und Manchester United, sich seine Dienste zu sichern. Berichten zufolge, soll sich eine mögliche Ablöse, um die 18 Mio. Euro bewegen. Ein eigentlich wahnwitziger Wert, der Embaló zum teuersten 16-Jährigen der Fußball-Geschichte machen würde. Natürlich sind seine Torquote und die Tatsache, dass er sie immer in älteren Altersklassen erreichte, beeindruckend. Gleichwohl erlebt man das auch schon mal bei anderen Spielern (obgleich so eine Konstanz in jeder seiner bisherigen Saisons, dann doch schon außergewöhnlich erscheint). Also was genau ist es, was die Scouts und die großen Vereine so ins Schwärmen bringt und ihn zu einem der größten Talente in seinem Jahrgang macht? 


Stärken

Generell hat man als Ottonormalverbraucher bei Verpflichtungen in diesem Alter, nur geringe Möglichkeiten die Leistungsfähigkeit eines Spielers einzuschätzen, wenn man nicht gerade Scout ist oder zufällig einen 4-wöchigen Urlaub in Lissabon mit täglichen Besuchen des Trainings und möglicher Spiele der U19 von Benfica gebucht hat. Dennoch sind gerade U19-Mannschaften in Portugal inländisch schon einigermaßen gut dokumentiert, sodass ich mir einige recherchierte Eindrücke in Form von mehreren videotechnisch-festgehaltenen Komplettspielen und Ausschnitten sammeln konnte. 


Vorbild Ángel Di María

Úmaro Embaló, der auch: "Di Maria Emballo" genannt wird, erinnert nicht nur vom Spitznamen her an sein Vorbild und früheren Spieler von Benfica: den argentinischen Weltklassestürmer Ángel Di María von Paris Saint-Germain. Nein, auch seine Art zu spielen, seine Laufwege, Feldpositionen und schließlich sein linker Fuß ähneln im Ansatz seiner Spielweise. Häufig wurde in letzter Zeit geschrieben, dass es sich bei Embaló, um einen klassischen Rechtsaußen handelt. Ich bin der Meinung, dass beschreibt ihn nur zum Teil. Tatsächlich wird er oft als rechter Außerstürmer eingesetzt. Aber im Spiel zeigt Embaló, wie flexibel und taktisch vielseitig einsetzbar er ist. Er ist in der Lage als Flügelstürmer sowohl auf der rechten (Sabitzer) oder linken Seite (Bruma) zu agieren. Genauso ist es ihm, aufgrund seiner Fähigkeiten, möglich im offensiven Mittelfeld (Forsberg) oder als zweiter Stürmer beim 4-2-2-2 im Sturmzentrum (Werner) zu agieren. 


Zuhause auf der Halbposition

Klingt alles ein wenig, wie die eierlegende Wollmilchsau, da die unterschiedlichen Feldpositionen oft ganz eigene Fähigkeiten und Fertigkeiten bedürfen. Sicherlich mag der ein oder andere geneigte Leser hier die Nase rümpfen oder ungläubig den Kopf schütteln. Aber m.E. ist er genau das bzw. bringt genau das mit. Was zeichnet ihn insbesondere aus? Am Wohlsten scheint er sich in den Halbpositionen zu fühlen, wo er versucht entsprechende Lücken zu finden. Wie ein Forsberg oder Bruma, ermöglicht ihm seine außergewöhnliche Technik und Ballkontrolle in engen Räumen zu agieren und im Dribbling mit dem Ball am Fuß 1 gegen 1 zu gehen. So schafft er es immer wieder Lücken zu reißen. Dennoch verliert er nie den Blick für den Nebenmann und kann auch genaue Flanken und Pässe (sowie Ecken und Freistöße treten) spielen. Vom Flügel herkommend, versucht er oft in Robbenmanier nach innen zu ziehen, um sich in eine gefährliche Schussposition 25 m vor dem Tor zu bringen. Denn an diesen Positionen kann er eine weitere Stärke in die Waagschale werfen – seine beeindruckenden Schussfähigkeiten.


Brutales Potenzial

Zugute kommt ihm hier, dass er fast beidfüßig exzellent (sowohl in Härte als auch Genauigkeit) schießen kann. Generell mag er es aus allen Möglichkeiten (und Feldpositionen), die er bekommt, zu schießen (Sabitzer). Seine Torquote spricht zudem, wie bei einem Werner, für eine sehr hohe Abschlussstärke. Apropos Werner. Werners unnachahmliche Stärke ist es, durch seine Körperkonstitution (niedriger Schwerpunkt und Athletik) eine ausgezeichnete Balance, einen explosiven Antritt und Beschleunigung zu besitzen und im Sprintbereich ein hohes Tempo zu gehen. Embaló hat ähnliche Voraussetzungen. Bei ca. 1,75m und 70 kg hat er einen ähnlichen niedrigen Schwerpunkt und eine sehr kurze Übersetzung, die ihm ebenfalls sehr hohes Tempo und einen schnellen Antritt ermöglichen. Für sein Alter ist er körperlich weit und ziemlich athletisch. Auf dem Platz wirkt er stets selbstbewusst und hat ein mutiges Auftreten. Kurz gesagt: Er weiß, was er kann und hat ein brutales Potenzial. 


Wen es interessiert, dem seien nachfolgend, ein paar bewegte Bilder ans Herz gelegt: 


Schwächen

Fußballerisch bringt Embaló sicherlich alles und noch viel mehr mit. Seine Schwächen liegen natürlich in den Bereichen, für die er aktuell naturgemäß nichts kann. Also hauptsächlich: im Alter, in seiner teilweise noch fehlenden Robustheit und seiner mangelnden Erfahrung im nationalen und internationalen Männerbereich. Er ist jung, sehr jung. Häufig ist er einfach noch unkonzentriert. Dadurch spielt er auch mal den ein oder anderen ungenauen Pass oder solche, die man lieber lassen sollte (Tief-Durchatmungspässe a la Upamecano oder Konaté). Ebenso ist er ein Heißsporn auf dem Feld. D.h., er ist dann schon mal in die ein oder andere Diskussion mit dem Schiedsrichter oder Gegenspieler verwickelt. Obwohl er körperlich schon weit ist, wirkt er gegenüber seiner älteren Gegner und Mitspieler schon noch schmächtiger und nicht ganz so robust. Aber das Wirken ein Bruma bzw. Neymar auch heute noch nicht ;-).

Seine fußballerischen Fähigkeiten und Athletik erlauben es ihm, diesen Nachteil auch in viel älteren Altersklassen auszugleichen. Ob aber er wirklich in der Lage ist, diesen Nachteil schon im körperlich noch viel robusteren Männerbereich (in dem er noch keine Sekunde gespielt hat) oder gar in einer 1.Bundesliga auszugleichen und sich durchzusetzen, ist mehr als ungewiss. Letztendlich ist das auch das größte Risiko. Die Frage ist auch, ob er direkt oder erst ab nächster Saison für die erste Mannschaft vorgesehen ist? Weiterhin stellt sich die Frage: Warum er nicht oder ob er ggf. den Weg über Salzburg nimmt?


Fazit

Ob man Úmaro Embaló nun als Wunderkind oder Kronjuwel etc. bezeichnen muss, dass weiß ich nicht. Häufig genug erlebt man, dass die Verwendung solcher (übertriebenen) Superlative, unweigerlich Erwartungen erzeugen, die eher als Bürde oder Hemmnis für so einen jungen Fußballer empfunden werden können, als das sie ihm bei seiner Entwicklung hilfreich wären. Der Grat zwischen Fordern und Fördern ist hier extrem schmal. Aber gerade ein Gelingen dieses Spagats wäre unbedingt notwendig, um ein halbwegs vernünftiges Aufwachsen, also auch charakterlich und auch abseits des Fußballs und Familie, und eine Weiterentwicklung zu ermöglichen. Er wäre nicht die erste noch sehr junge Seele, die daran zerbricht, weil die Erwartungen und Bürden einfach unmenschlich erscheinen. Insbesondere dann, wenn die Situation bspw. durch eine schwere Verletzung jederzeit verschärft werden kann oder die Dinge einfach mal nicht so laufen, wie man sich das vorstellt, weil das Leben einfach das Leben ist. Unser Bruma, sei hier als Beispiel genannt. Auch er bekam massig viele Vorschusslorbeeren.

Bis zu dem Tage, als er die Erwartungen nicht mehr ganz erfüllte und infolgedessen nach Istanbul transferiert worden ist. Wo ihn zudem noch ein Kreuzbandriss zurückwarf, der ihn in jungen Jahren über Jahre hinweg zum typischen Leihspieler verdammte, bis er sich schließlich zurückkämpfte. Insofern könnte es sogar tatsächlich ein Vorteil sein, dass sich Embaló höchstwahrscheinlich in die Obhut eines sehr erfahrenen, professionellen und sehr stark auch auf die Ausbildung im charakterlichen und menschlichen Bereich fokussierenden Sportdirektor Ralf Rangnick begibt. Zumal er mit Bruma auch einen Landsmann im wahrsten Sinne des Wortes an die Seite bekäme, der ihn bei der Eingewöhnung in Leipzig sehr stark unterstützen könnte. 

Fußballerisch und vereinsphilosophisch passt es wohl perfekt: Jung (in dem Fall noch blutjung), hochbegabt, im Sturm flexibel einsetzbar und außerordentliches Potenzial, das es zu entwickeln gilt. Generell kommt er sehr dynamisch, schnell und torgefährlich daher. Seine Beidfüßigkeit erlaubt es ihm gleichstark zu dribbeln und zu schießen. Das macht ihn für gegnerische Spieler und Torwärter unberechenbar. Ùmaro Embaló hat das, was es fußballerisch braucht. Inwieweit das alles rechtfertigt, bis zu unfassbare 18 Millionen Euro für einen (eigentlich noch) B-Junioren zu zahlen, der noch nie im Männerbereich gespielt hat, mag ich nicht zu beurteilen. Kontrovers diskutieren, sollte man es aber natürlich. Insbesondere aufgrund dieser, dann teilweise schon arg bedenklichen Entwicklung des (durchkommerzialisierten) Jugendwahns. Sportlich gesehen, bleiben Spieler in diesem Alter immer irgendwie nur eine sportliche oder monetäre Wette auf die unischere Zukunft. Die Chancen stehen bei Embaló sicherlich nicht schlecht, einen herausragenden Fußballer zu entwickeln, der schnell (aber dennoch behutsam und vorausschauend) an den Männerbereich und die erste Mannschaft herangeführt werden sollte und bereits früh (wie ein Timo Werner, Dayot Upamecano oder Ibrahima Konaté) für Furore sorgen könnte, wenn er sein Potenzial abruft. Fast schon vorsichtig möchte man wieder behaupten: Das Ganze natürlich mit ungeahnten Entwicklungs- und Transferwertpotenzial. Der Ausblick auf stetige Spielpraxis und behutsamer Aufbau auf hohem Niveau, könnte am Ende wohl auch den Ausschlag dafür geben, dass Embaló uns möglichen europäischen Topadressen vorzieht.

Menschlich bzw. ethisch betrachtet, finde ich persönlich diesen "Jugendwahn" und seine Entwicklung in der Gesamtheit schon sehr bedenklich und sollte zumindest hinterfragt werden. Vereinsseitig wird weltweit sicherlich keine Selbstregulierung möglich sein. Wenn überhaupt können nur übergeordnete Verbände oder staatliche Institutionen für eine Beschränkung bzw. Regulierung sorgen. Allein mir fehlt der Glaube. Findet der Transfer für irgendwas um die 18 Mio. Euro statt, wäre es der drittteuerste Transfer unserer noch jungen Vereinshistorie (Rang 1: Naby Keita, 24 Mio. Euro, Rang 2: Kevin Kampl, 20 Mio.).


Der Begrüßungssong steht schon!

In eigener Sache und angelehnt an den Fansong für den Schweizer Breel Embolo, der in der Vergangenheit leider nicht zu uns, sondern zu Schalke 04 gewechselt ist, und dem Originalsong: "The Lion Sleeps Tonight", mein Songvorschlag zur Begrüßung ;-):

Oh Embaló, oh Embaló,
Oh Embaló, oh Embaló,
Oh Embaló, oh Embaló,
Oh Embaló, oh Embaló,

Hier in Leipzig, bei RB Leipzig da ist Di María daheim. [bezugnehmend auf seinen Spitznamen] Hier in Leipzig, im schönen Leipzig da schießt er sie [die Bälle] alle rein.

Oh Embaló, oh Embaló,
Oh Embaló, oh Embaló,
Oh Embaló, oh Embaló,
Oh Embaló, oh Embaló

justgroovy


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HEIMSIEG ZUM RÜCKRUNDENAUFTAKT!

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Leipzig - (14.01.2018) Einmal mehr haben die Roten Bullen Moral und Teamgeist bewiesen und mittels Steigerung in Halbzeit Zwei für einen erfolgreichen Rückrundenauftakt gesorgt. Durch den Heimsieg konnte RBL wichtige Punkte im Kampf um die internalen Plätze einfahren und an einem unmittelbaren Konkurrenten vorbeiziehen.

Mit gemischten Gefühlen startete die Mannschaft in die Vorbereitung nach der kürzesten Winterpause aller Zeiten und musste hierbei einen gewissen Neuanfang wagen. Emil Forsberg laboriert immer noch an einer hartnäckigen Bauchmuskelzerrung, Marcel Halstenberg an seiner Handfraktur und Timo Werner konnte erst vor einer Woche nach überstandener Erkältung langsam im Mannschaftstraining einsteigen. Gleichermaßen galt es die kleine Krise vor der Winterpause zu überstehen, den Kopf von den Misserfolgen vergangener Spiele frei zu bekommen, um schließlich wieder als Mannschaft näher zusammenzurücken und sich den Erfolg mittels Moral, Kampf und Teamgeist gemeinsam zu erarbeiten. Auch die Zuschauer waren gespannt, was sie erwarten würde und ob die Mannschaft die Verunsicherung der letzten Hinrundenspiele ablegen könnte.


Taktische Umstellung und langes Abtasten in Halbzeit Eins

Nach den Dezemberspielen kam die Winterpause doch recht gelegen, um hier und da auch ein paar taktische Feinheiten einzustudieren und Umstellungen vorzunehmen. Teils überraschend, aber alternativ nachvollziehbar, kam wie im Vorbereitungsspiel gegen Dukla Prag Konrad Laimer als Außenverteidiger zum Einsatz – und er machte seine Aufgabe recht gut. Ebenso neu war der Spielbeginn mit nur einer "Sechs" verkörpert durch Diego Demme, so dass man von seinem altbekannten Spielsystem abrückte und somit defensiv mehr Stabilität geben wollte. Da auch Gegner Schalke an seiner altbewährten Taktikstrategie festhielt, entwickelte sich in der ersten Halbzeit über weite Strecken ein zähes Spiel mit vielen Zweikämpfen zwischen den Strafräumen, ohne dabei erkennbar Torraumszenen zu ermöglichen. Lediglich Schöpf und Burgstaller von den Königsblauen hatten hier erste Torchancen.

Die "Knappen" waren bis dato gut in der Partie, jedoch erhöhten unsere Bullen in der Schlussviertelstunde den Druck. Trainer Ralph Hasenhüttl beorderte die Mannschaft mehr in Richtung Angriff und es ergaben sich folgerichtig auch die ersehnten Torchancen. So prüften nach einer halben Stunde Naby Keïta und Marcel Sabitzer zum ersten Mal an diesem Abend die Schalker Hintermannschaft und Torwart Fährmann. Nach einem klugen Pass in die Spitze auf Augustin, wurde dieser durch Stambouli in der 37. Minute im Strafraum zu Fall gebracht. Die Regel „der Gefoulte sollte den Elfmeter nicht selbst schießen“ kannte Augustin wohl nicht und schnappte sich die Kugel vor Marcel Sabitzer. Schließlich parierte der Schalker Schlussmann den zu zentral und halbhoch geschossenen Strafstoß. Drei Minuten später machte es hingegen Naby Keïta besser, als er mit dem altbewährten Mittel Fernschuss außerhalb des Strafraums trocken abzog. Die Kugel fälschte Naldo noch unhaltbar zur 1:0 Führung ab. Die etwas glückliche, aber auch nicht gänzlich unverdiente Halbzeitführung für RBL.


Steigerung in Halbzeit Zwei mit vielen Torraumszenen

Mit noch mehr Bullen-Power und einigen Torchancen begann der zweite Durchgang und erinnerte so gar nicht an die erste Halbzeit. Konnte Naldo in der 48. Minute im allerletzten Moment noch klären, war es Marcel Sabitzer, der eine Minute später einen Freistoß scharf auf das Tor zog. Caligiuri fälschte den Schuss an die Querlatte des eigenen Tores ab. Nach überstandener Schulterverletzung war es einmal mehr Marcel Sabitzer, der zeigte wie enorm wichtig er für die Mannschaft ist und 71 Prozent aller seiner Zweikämpfe gewann.

Auf der anderen Seite wusste sich Naby Keïta an der Außenlinie nur mit einem wiederholten Foulspiel zu helfen und erntete dafür die 5. Gelbe Karte, so dass er für das nächste Bundesligaspiel gesperrt ist. Wer weiß, ob das überhaupt noch wichtig ist, die Gerüchteküche um Liverpools lange Scheine brodelt weiter, auch wenn Rangnick vor dem Spiel dementierte. Achtung Bullen – Standardsituation – hieß es dann! Ein ganzes Rudel an Spielern stellte sich "um" den Schalker Abwehrchef Naldo und deckte somit den Raum ab. Den fälligen Freistoß von der Außenlinie flankte Caligiuri gut getimt in den Strafraum. Trotzdem sträflich frei gelassen und ohne Gegenwehr konnte schließlich in altbekannter Manier Naldo zum Ausgleich einköpfen. Da wurden Erinnerungen wach ... aber keine guten.


Doppelschlag nach Werners Einwechslung

Für den glücklos agierenden Augustin und den rotgefährdeten Keïta war anschließend der Abend gelaufen und Trainer Ralph Hasenhüttl brachte für die letzte halbe Stunde mit Werner und Poulsen zwei neue Offensivkräfte – und diese Ein- und Auswechslungen sollten sich auszahlen. Fortan schwangen unsere Roten Bullen das Zepter und agierten offensiv ideenreich. Auch weil Schalke die defensivere Grundausrichtung ein wenig lockerte, ergaben sich nun Räume. Nachdem Sabitzer wiederum Keeper Fährmann mit einem Schuss alles abverlangte, konnte Laimer Naldo den Ball abnehmen und somit die 2:1 Führung einleiten. Im klugen Zusammenspiel mit "Sabi", der die Schalker Hintermannschaft meisterlich überlupfte, und der anschließenden halbhohen Hereingabe gelang ihm hierbei ein Assist, so dass Timo Werner im Fünfmeterraum nur noch den "Schlappen" hinhalten musste. Nur zwei Minuten später klingelte es wieder im Schalker Kasten. Über dem rechten Flügel gelang Werner mit dem sehr agilen Bruma ein ansehnliches Zusammenspiel. Nach einer Doppelpassstafette zog Bruma zur 3:1 Führung ab, während wiederum Naldo, diesmal nur leicht, den Ball abfälschte. Der Schalker somit an allen Toren des Spiels beteiligt.

Fortan war die Messe gesungen, das Stadion stimmungsvoll geladen und von Schalke kein Aufbäumen mehr zu sehen. Vielmehr boten sich noch einige gute Chancen zur Ergebniserhöhung. Sabitzer, Bruma und Werner hatten hier und da noch die Gelegenheit etwas fürs Torekonto zu tun. Am Ende fehlte nicht viel, so dass es schließlich beim 3:1 blieb. Es wurde ein verdienter Heimsieg unseres Teams, welches sich im Laufe der Partie steigerte und vor allem in Halbzeit Zwei eine starke Leistung darbot.


Fazit

Revanche geglückt und ein gelungener Rückrundenauftakt – Nun gilt es für das nächste Auswärtsspiel im Breisgau gegen Freiburg mit diesem Erfolgserlebnis an den neuen Errungenschaften anzuknüpfen, denn leicht wird es dort nicht. Die Freiburger haben einen Lauf und sind zudem heimstark. Aber auch beim Blick auf die Tabelle mit nur einem 5-Punkte-Vorsprung auf Platz 10 sollten alle Sinne geschärft sein, damit man weiterhin im Kampf um die internationalen Plätze ganz vorn mitmischen kann.


Statistik
RB Leipzig:
Gulácsi – Laimer, Orban, Upamecano, Bernardo – Demme – Kampl, Keïta (67. Poulsen) – Sabitzer, Bruma (84. Bruma) – Augustin (63. Werner)
FC Schalke 04:
Fährmann – Stambouli, Naldo, Nastasic – Caligiuri, Meyer, Oczipka – Schöpf (55. Pjaca), Harit (82. Konoplyanka) – di Santo (55. Embolo), Burgstaller
Schiedsrichter: 
Deniz Aytekin (Oberasbach)
Tore: 1:0 Keïta (41.), 1:1 Naldo (55.), 2:1 Werner (69.), 3:1 Bruma (71.)
Torschüsse: 16 / 10
Schüsse aufs Tor:
9 / 6
Gewonnene Zweikämpfe:
52,6% / 47,4%
Ballbesitz: 50,1% / 49,9%
Angekommene Pässe: 81,3% / 80,9%
Laufweite: 116,9 km / 115,8 km
Sprints:
226 / 207
Fouls:
16 / 20
Ecken: 4 / 4
Abseits: 2 / 3
Gelbe Karten: Keïta (5), Sabitzer (2) / Nastasic (3), Caligiuri (4)
Zuschauer: 42.558 (ausverkauft)

Vorkommnisse:
Fährmann (S04) hält Foulelfmeter (37.) von Augustin (RBL)

oligei



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ROTEN BULLEN WOLLEN WIEDERGUTMACHUNG GEGEN SCHALKE 04!

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Leipzig - (12.01.2018) Der Tabellenzweite Schalke 04 ist zu Gast und seit 13 Pflichtspielen unbesiegt, während unsere Rasenballsportler keines der letzten 5 Pflichtspiele gewinnen konnten. Der Zeitpunkt gleich nach der Winterpause gegen die ‚Königsblauen‘ zu spielen, hätte daher nicht besser sein können – zumal unsere Leipziger noch eine Rechnung offen haben! Die Partie ist ausverkauft, dank Ticketbörse gibt es aber noch Restkarten!

Ausgeruht, Kräfte getankt, den Stress und die Verunsicherung der vergangenen Spiele abgeschüttelt, Fehler analysiert, Standards trainiert und sich taktisch auf den nächsten Gegner eingestellt – so sehe idealerweise eine gelungene Winterpause mit aktiver Erholung aus. Wenn jetzt auch noch Leistungsträger wie Marcel Sabitzer und Emil Forsberg wieder mit von Partie wären, wie auch der zuvor gelb-rot-gesperrte Dayot Upamecano zum Team hinzustößt, wäre ein Grundgerüst vorhanden beim Kampf um die internationalen Plätze wieder erfolgreicher mitmischen zu können. Mit Schalke 04 kommt nun eine Mannschaft in die Red Bull Arena, welche generell schwer zu bespielen und zu besiegen ist. Diese Erfahrung mussten unser junges Team wie auch das Trainergespann um Ralph Hasenhüttl im Hinspiel machen, in dem man mit 0:2 in der Veltins-Arena die Segel streichen musste. Während die Königsblauen weitestgehend ihren erfolgreichen Taktik-Schlüssel gefunden und über die gesamte Hinrunde ihre Spielweise diszipliniert umgesetzt haben, war es unseren Bullen vergönnt, an ihrer vorjährigen Taktik anzuknüpfen.


Ballbesitzfussball als neue taktische Herausforderung

Die Konzentration der Gegner hin zu einer Kontertaktik (wie es auch Schalke im Hinspiel fabrizierte) basiert auf einem dichtgestaffelten Abwehr- und Mittelfeldpressing – unter dem Motto: „bloß nicht zu weit aufrücken und den Bullen ihr schnelles Umschaltspiel ermöglichen!“. Gleiches Szenario folgte in Hoffenheim mit der 0:4 Niederlage – hier reichte der TSG 1899 nur 35% Ballbesitz zum Erfolg. Auch Augsburg überließ RB größtenteils den Ball und konnte das Spiel mit nur 32% Ballbesitz mit 0:1 für sich entscheiden. Zu guter Letzt war es Hertha BSC, die sich ebenso auf spielentscheidende Situationen vorbereiteten und konzentrierten, so dass man mit nur 25% Ballbesitz gegen unsere Bullen gewann. Es ist nicht jedermanns Sache diese Taktik gutzuheißen, jedoch ist sie äußerst effektiv; zumal wir diese auch in Dortmund beim 3:2 Sieg fabrizierten. Aber der Anspruch der Bullen besteht darin, weiterhin den qualitativ höherwertigen Weg in der Spielanlage zu gehen. Es ist immer einfacher zu verteidigen, als mit dem Ball nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen bis hin zum Torabschluss oder Torerfolg. Sollte diese Hürde erfolgreich erlernt und umgesetzt werden können, wäre der nächste und wichtige Schritt in der Entwicklung hin zu einer Top-Mannschaft gelungen.

Nach der bitteren 0:2 Niederlage am ersten Spieltag auf Schalke lechzen unsere Roten Bullen nach Wiedergutmachung, wie auch wir Fans. Es war der Beginn einer neuen Spieltaktik, die uns aufgezwungen wurde und uns bis zum Ende der Hinrunde teilweise vor großen Schwierigkeiten stellte. Nur 36 Prozent Ballbesitz reichten den Königsblauen im heimischen Stadion, um die Partie für sich zu entscheiden. Gelingt ausgerechnet gegen die „Knappen“ in der Red Bull Arena der Befreiungsschlag?


Unser Gegner mit starker Defensivtaktik

Die Königsblauen agieren dabei flexibel im erprobten 3-4-2-1-System mit einem Stoßstürmer, wie auch im 3-1-4-2 mit zwei Stürmern, während unser Trainer-Team auf das altbewährte 4-2-2-2 setzt. Dabei gestaltet sich die S04-Abwehr um Boss Naldo oft felsenfest, während auf den Außenbahnen Caligiuri und Oczipka die Defensiv- wie auch Offensivarbeit läuferisch stark unterstützen. Dies ist die eindeutige Handschrift des Trainers Domenico Tedesco, dem sich nun auch mittels Konoplyanka, di Santo und Burgstaller offensiv die notwendigen Optionen anbieten, um für schnelle und erfolgreiche Gegenangriffe zu sorgen. Ein kleiner Wermutstropfen muss trotzdem noch verkraftet werden, da Leon Goretzka weiterhin wegen einer knöchernen Stressreaktion pausieren musste und bisher nicht am Training teilnehmen konnte. Ob die Winterneuzugänge Pjaca und Teuchert schon in Leipzig eine Rolle spielen, darf auf Grund der kürze der Eingewöhnungszeit bezweifelt werden.

Mögliche Aufstellung Schalke 04:

Fährmann – Stambouli, Naldo, Nastasic – Caligiuri, M. Meyer, McKennie, Oczipka – Konoplyanka, di Santo Burgstaller


Winterpause nutzen und aus Fehlern lernen

Für unsere Rasenballsportler galt es nun über die Winterpause den Kopf frei zu bekommen, um im ersten Spiel der Rückrunde wieder mit Esprit und vollem Akku auflaufen zu können. Jedoch sollten ebenso die taktischen wie individuellen Fehler aus dem Hinspiel und der letzten Hinrundenspiele angesprochen, analysiert und trainiert worden sein, so dass man vorbereiteter und zielgerichteter gegen die Spielanlage der Königsblauen auftreten kann.

Interessant wird auch die Tatsache auf Leipziger Seite sein, wer u.a. bei den gegnerischen Standards welchen Gegenspieler verteidigt. Stefan Ilsanker und Yussuf Poulsen hätten hier die Fertigkeit und Körpergröße Naldo entgegenzutreten, um bei Eckbällen bzw. bei gegnerischen Standards gegen die Kopfballstärke des Schalker Abwehrchefs vorzugehen. Schließlich müssen auch noch andere große Gegenspieler wie Nastasic und Franco Di Santo gedeckt werden, so dass die Aufgabe für unser Trainerteam nicht gerade leicht gemacht wird, eine Startelf auf das Spiel bezogen aufzustellen.

Erschwerend könnte hinzukommen, dass die unmittlbare Vorbereitung von der Personaldecke nicht gerade optimal verlief. Timo Werner fehlte in der Vorbereitung errkältungsbedingt, so dass aufgrund mangelnder Fitness und Trainingsrückstand ein Einsatz fraglich ist. Für Marcel Halstenberg dürfte es nach seinem Handbruch vielleicht noch etwas zu früh sein - für ihn könnte Bernardo oder Ilsanker die Lücke schließen. Gleiches gilt auch für Emil Forsberg, der noch länger als gedacht mit seiner Bauchmuskelzerrung zu kämpfen hat, und offenbart eher das schwierige Los für unser Trainerteam in der Aufstellung das Optimalste herauszuholen.

Erfreuliches gibt es hingegen von Marcel Sabitzer zu berichten, der vor einer Woche im Testspiel gegen Dukla Prag sein Startelfdebüt feierte und mit Bruma unser Flügelspiel wiederbeleben könnte.

Mögliche Aufstellung RB Leipzig:

Gulacsi – Bernardo (Ilsanker), Orban, Upamecano, Klostermann – Keita, Kampl (Demme) Bruma (Forsberg), Sabitzer – Augustin (Werner), Poulsen


Taktisch gesehen wird es wieder eine Zerreißprobe werden, ein Spiel auf Augenhöhe und interessant zu beobachten sein, ob und wie sich unsere Jungs aufstellen, offensiv nach Lösungsmöglichkeiten suchen und diese sich erarbeiten, aber auch defensiv mit schärferen Sinnen agiert werden muss. Ausgeruht und mit vollem Ehrgeiz hätte man nun die Gelegenheit nach der Winterpause im ersten Rückrundenspiel mit einem Sieg an den Königsblauen in der Tabelle vorbeiziehen.

Wir Fans können und sollten in der ausverkauften Red Bull Arena, wie gegen die großen Bayern, für eine prächtige Stimmung sorgen und dabei unser Team tatkräftig unterstützen. Restkarten sind nur noch über der Ticketbörse oder an den bekannten Verkaufsstellen zu erwerben. Für Diejenigen, die nicht dabei sein können, gibt es auch die Möglichkeit die Partie im Liveticker oder über dem Bullenfunk zu verfolgen.

oligei


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