NÄCHSTE BEGEGNUNG

9. Spieltag 1. Bundesliga
Samstag, 21.10.2017, 15:30 Uhr
Ort: Red Bull Arena Leipzig
RB Leipzig
VfB Stuttgart
Spielplan RB Leipzig

1. LIGA QUICKTABELLE

1
Borussia Dortmund
19
2
FC Bayern München
17
3
RB Leipzig
16
4
1899 Hoffenheim
15
5
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13
6
Eintracht Frankfurt
13
7
FC Augsburg
12
8
Hannover 96
12
9
Bor.Mönchengladbach
11
10
1. FSV Mainz 05
10
11
VfB Stuttgart
10
12
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STADTRAT GIBT GRÜNES LICHT ZUM STADIONKAUF

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Leipzig - (19.10.2017) Endlich ist es soweit. Der Stadtrat gab in seiner Sitzung am Mittwoch grünes Licht für den Verkauf der Red Bull Arena. Das bringt RB Leipzig Planungssicherheit und die Fans behalten ihr Wohnzimmer. Der Stadionausbau und vielleicht auch die Europameisterschaft können kommen.

Endlich grünes Licht für den Verkauf der Red Bull Arena!

Stadtratssitzung im neuen Rathaus am Mittwoch. Seit 14:00 Uhr tagen die Ratsleute. Um 20:46 Uhr ist es endlich soweit. Nach über einhundert (!) Tagesordnungspunkten kommt Nr. 18 Unterpunkt 3 zur Abstimmung. "Umgestaltung Zentralstadion - Zustimmung zur Übertragung der Geschäftsanteile an der Zentralstadion Leipzig GmbH Besitzgesellschaft ..." Oder auf Deutsch: Verkauf der Red Bull Arena von Michael Kölmel an Red Bull und RB Leipzig. Nach all den Jahren, die die RB Fans nun schon auf diese Weichenstellung für die Zukunft des Vereins warten, war diese Wartezeit aber nun auch egal. Das Resultat allein zählt - der Stadtrat stimmte mit lediglich einer Gegenstimme und einer Enthaltung zu! Damit fehlt jetzt nur noch die Zustimmung des Bundesinnenministeriums, welche als Formalie gilt und laut Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal in der heutigen LVZ täglich erwartet wird.


Wohnzimmer bleibt Wohnzimmer und wird ausgebaut

Damit ist nun auch offiziell klar, was schon vor Weihnachten 2016 verkündet wurde: Der Stadionneubau findet nicht statt und wir Fans behalten unser zentrumsnahes Wohnzimmer. Mehr noch, die klaren Eigentumsverhältnisse schaffen die Voraussetzung für weitere Investitionen. Neben der Kaufsumme von kolportierten 70 Mio. Euro (Im Fussballjargon auch ein Keita genannt) will Red Bull das nun eigene Heim ausbauen. Zunächst ist eine Aufstockung der Kapazitäten auf 50.000 Plätze für die Bundesliga geplant. Kern der Maßnahme dürfe die ebenfalls seit Jahren durch den Äther wabernde Umwandlung von Sektor B in einen reinen Stehbereich mit dann deutlich mehr Plätzen sein. Auch ein Herunterziehen der Ränge an das Spielfeld ist angedacht.


Chance auf die Europameisterschaft = weiterer Ausbau

Aber auch der große Ausbau auf 57.000 Zuschauer wirft seine Schatten schon voraus. In der erfolgreichen Bewerbung Leipzigs um die Teilnahme am Gebot des DFB um die Ausrichtung der Fußball-EM 2024 ist die Zuschauerkapazität schon mit 49.539 angegeben. Sitzplätzen wohlgemerkt! Ein Zuschlag für Deutschland würde also wohl auch die Bagger in Leipzig anrollen lassen.


Verein und Stadt ziehen an einem Strang

An dieser Stelle gilt es ausdrücklich die Stadt und den Verein zu loben. Wie schon beim Bau des Trainingszentrums wurde sehr gut zusammengearbeitet. Öffentliche Planungsprozesse sind nie leicht. Finanzielle Fragen, Beteiligung verschiedenster Interessengruppen, Vorschriften von Umweltschutz bis Brandschutz, Verkehrskonzept und und und... Da braucht es einen langen Atem. Beide haben professionell und beharrlich gearbeitet und dieses Ergebnis möglich gemacht. Die RB Fans sagen DANKE!


EM Bewerbung zeugt von guter Arbeit in Stadt und Verein

Gerade die Bewerbung zur EM zeigt das deutlich. Die Vergabekriterien des DFB waren deutlich und "dank" des Skandals um Beckenbauer, Niersbach und die WM Vergabe 2006 diesmal knallhart objektiv. Einen Ostbonus gab es nicht mehr. Nur wer in den vorgegebenen Kriterien punktete, konnte insgesamt in den Top 10 landen und dabei sein. Stadion und Mobilität waren mit 25% und 15% die dicksten Brocken. Naturgemäß kann Leipzig bei der Stadiongröße nicht mit Berlin, Dortmund oder München mithalten - umso wichtiger war, dass durch Red Bull der Ausbau auf 50.000 Plätze zugesichert werden konnte. Dennoch reichte es hier nur zu Platz 10 von 14. Bei der Mobilität stand man etwas auf verlorenem Posten. Die UEFA fordert einen räumlich unabhängigen Personentransport per Schiene. Leipzig kann das mit den Straßenbahnen, die sich im Stau auch nur anstellen müssen, nicht bieten und landete auf dem vorletzten Platz. Den Letzten aus Mönchengladbach kostete dies die Teilnahme. Warum ist Leipzig als insgesamt 7. aber doch dabei?

Bei den vielen kleinen Kriterien haben Stadt und Verein ganze Arbeit geleistet. In 7 der 8 weiteren Kategorien, die die verbleibenden 60% ausmachten, gab es eine Top 5 Platzierung. Ob Jugendförderung, Rechtliches, Finanzen oder Werbung - die Hausaufgaben waren vorbildlich gemacht. Auch dafür noch einmal DANKE. Es bleibt zu hoffen, dass die UEFA die EM dann auch nach Deutschland und nach Leipzig vergibt. So mancher Spieler hätte sicher Heimspiel...

roger


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DER ERSTE CHAMPIONS LEAGUE-SIEG!

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Leipzig - (18.10.2017) Es ist vollbracht! Der erste Sieg im internationalen Geschäft ist eingetütet. Nach nervenaufreibenden 90 Minuten besiegen unsere Rasenballer den Champions League Sieger von 2004 mit 3:2.

Es ist vollbracht! Der erste Sieg im internationalen Geschäft ist eingetütet. Nach nervenaufreibenden 90 Minuten besiegen unsere Rasenballer den Champions League Sieger von 2004 mit 3:2.


3.000 Tage für die Ewigkeit

Ein historischer Abend in der Red Bull Arena. Auf den Tag genau 3.000 Tage nach dem ersten Pflichtspiel siegte die Elf von Ralph Hasenhüttl erstmals in der Champions League und schob sich mit dem Dreier vorbei an Monaco und den Gästen aus Porto auf Platz 2 der Gruppe.

Dabei fuhren die Gäste aus Porto ausgeruht und als in der Liga unbesiegter Tabellenführer nach Leipzig. Keine leichte Aufgabe, aber unsere Leipziger erspielten sich ein deutliches Chancenplus und gingen trotz der aktuell fast schon traditionellen Zitterpartie am Ende als Sieger vom Platz.

Umso besser die Stimmung in der Arena, die sich zwar nach Spielende etwas zu schnell leerte – in Anbetracht des historischen Erfolgs – aber während des Spiels wie ein Mann hinter den Rasenballern stand und den zweiten Sieg gegen einen Tabellenführer innerhalb von vier Tagen bejubelte.


Ohne San Iker

Aber der Reihe nach: Hasenhüttl überraschte diesmal ausnahmsweise nicht mit der Aufstellung. Die erfolgreichen Pokalsiegerbesieger durften sich erneut bewähren. Dazu rückten Klostermann und Forsberg für Poulsen und Bernardo ins Team, der angeschlagene Ilsanker wurde durch Orban ersetzt. Insgesamt also ein Team, das noch mehr auf spielerische Lösungen setzen konnte. Quasi auch die Antwort darauf, Sérgio Conceição klargestellt hatte, dass man nicht ins offene Messer des Rasenballerpressings laufen wollte. Überraschung indes bei der Aufstellung: San Iker, der sichere Rückhalt des FC Porto stand nicht im Kasten. Ihn vertrat José Sa, der besonders beim ersten Treffer nicht gut aussehen sollte.


RBL dominiert und führt, Augustin zaubert

Und Leipzig nahm die Herausforderung das Spiel zu bestimmen eindrucksvoll an. Am Ende standen über 60% Ballbesitz und 22:9 Torschüsse. Ein verdienter Sieg gegen ein Team, welches vor der Länderspielpause noch den AS Monaco an die Wand gespielt hatte. Eindrucksvoll!

RBL startete schnell und ging nach der ersten Ecke in Führung. Brumas Schuss konnte José Sa nicht festhalten, Augustin irritierte den Schlussmann und Orban spitzelte den Ball unter die Latte. Leipzig drückte weiter und kam über den teilweise sensationell aufspielenden Augustin zu Chancen das Ergebnis in die Höhe zu schrauben.



Porto effizient

Aber Leipzig wäre nicht Leipzig – zumindest in dieser Saison – wenn man sich das Leben nicht auch selbst etwas schwer machen kann. Die erste echte Chance nutzen die Portugiesen zum Ausgleich. Den ersten Einwurf in Strafraumnähe verlängerten die beiden Innenverteidiger Marcano und Felipe zu Aboubakar. Der Goalgetter vollendete aus kurzer Distanz via Drehschuss ins Torwarteck. Insgesamt eine etwas zu lange Fehlerkette. Die die Überlegenheit der Portugiesen bei hohen Bällen sowie ihre Standardstärke aufzeigte.

Die Hasenhüttl-Elf ließ sich vom Ausgleich jedoch wenig beeindrucken und diktierte (über 70% Ballbesitz bis dahin) weiter das Spiel. Auch wenn Porto über die Gesamte Spielzeit vor allem über Aboubakar, der den Ball sehr gut abschirmen konnte und den flinken Brahimi, der Klostermann oft vor Probleme stellte, gefährlich werden konnte, so hatte RBL doch die deutlich reifere und rundere Spielanlage.


Aufreibende Schlussphase in Halbzeit 1

Trotz einiger Chancen für RBL sollte es aber bis zur Schlussphase der ersten Halbzeit dauern, ehe die Anzeigetafel erneut wieder eine Leipziger Führung zeigen durfte. Innerhalb von zwei Minuten überwanden Forsberg (nach Sabitzerpass) und Augustin (nach Abwehrfehler) José Sa und stellten die Uhren auf Sieg. Aber auch diesmal sollte der FC Porto zurückschlagen. Mit der ersten Ecke (Upamecano hatte in der Vorwärtsbewegung den Ball verloren) der Anschlusstreffer für Porto. Eine lange Ecke verlängerte Herrera vor den Kasten, wo diesmal sein Marcano den Ball an Orban vorbei ins Netz beförderte. Eine überschaubare Vorstellung der Mannschaft bei der Verteidigung dieser seltenen Standards.


Augustin und Bruma verpassen die Entscheidung

Mit 3:2 ging es also in die Kabine und wenn RBL so weiterspielt, sollten wohl demnächst Herzpillen an den Cateringständen angeboten werden. Aber auch wenn die Fans bis zum Spielende zittern mussten und keine Tore mehr fielen. So bestimmte RBL auch den zweiten Durchgang über weite Strecken. Porto setzte Nadelstiche über Brahimi und Aboubakar, gelangte aber nur zu einer echten Chance, als Marega am Tor vorbei köpfte.

Leipzig mit einigen Chancen die Entscheidung herbeizuführen. Aber Augustin zirkelte den Ball am Kreuzeck vorbei (73.) und Brumas Abschluss kratzte Marcano noch von der Linie. So blieb es beim absolut verdienten 3:2 Sieg gegen höllisch effiziente Portugiesen. Die erste Niederlage des FC Porto gegen ein deutsches Team in der Gruppenphase!


Fazit

Ein starkes Spiel der Rasenballer. Zur Floskel „Im Stile einer Spitzenmannschaft“ fehlte nur das bessere Verteidigen der gegnerischen Standards. So mussten die RB-Fans bis zum Ende zittern.

Aber das war auch einer der wenigen Kritikpunkte am gestrigen Abend. Das Spiel gegen Porto klar bestimmt und den ersten CL-Dreier eingefahren – einfach Wahnsinn! Leipzig ist in der Champions League angekommen, nachdem man gegen Monaco noch zu vorsichtig agierte und in der Istanbuler Dezibel-Arena Lehrgeld bezahlte. Eine Überwinterung in der Champions League scheint durchaus in Reichweite. Dazu sollte in Porto jedoch etwas Zählbares mitgenommen werden.

Neben der Erkenntnis, dass RBL spielerisch in der Champions League bestehen kann, zeigt das Spiel, dass sich der Kader im Wandel befindet. Kampl und Keita brillierten wie in Dortmund – schwere Zeiten für Demme. Augustin sorgt weiterhin für Spektakel – absolut unglaublich, was er teilweise am Ball anstellt – schwere Zeiten für Poulsen. Bruma drängt ins Team hat aber einen Forsberg mit ansteigender Formkurve und einen Sabitzer in der Form seines Lebens vor sich. Der Österreicher offensiv der Hans Dampf in allen Gassen – ganz starke Vorstellung.

Einzig hinten drückt der Schuh noch etwas. Halstenberg hatte dieses Mal weniger Probleme als Klostermann, der mit dem agilen Brahimi nicht gut zurechtkam. Orban wirkte trotz Tor nicht immer sattelfest und die gegnerischen Standards waren suboptimal verteidigt. Dazu einige unnötige Abspielfehler, besonders zum Ende des Spiels, als die Kräfte nachließen.


Ausblick

Nun wartet Stuttgart vor dem Start der Bayernwoche. Ein Gegner, den man nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte. Gut, dass Werner zurück auf dem Feld ist, wohl aber noch etwas braucht, um wieder zur spitzenform aufzulaufen. Was wäre besser, als gegen den alten Klub zu treffen, wo er nicht immer unumstritten war.

Und dann? Dann kommen die Bayern und das schwere Rückspiel in Porto. In 14 Tagen werden wir wissen, wo unser RBL derzeit wirklich steht. Der Start in den heißen Oktober ist schon mal vollends gelungen! Chapeau!


Statistik
RB Leipzig:
Gulácsi – Klostermann, Orban (C), Upamecano, Halstenberg – Kampl, Keita – Forsberg (90.+1 Bernardo), Bruma (74. Werner) –  Sabitzer, Augustin (75. Poulsen)
FC Porto: José Sá – Layún, Felipe, Marcano, Alex Telles – Danilo – Sérgio Oliveira (57. Torres), Herrera (C, 81. Hernâni) – Brahimi (75. Corona), Marega, Aboubakar
Schiedsrichter: Paolo Tagliavento (Italien)
Tore: 1:0 Orban (8.), 1:1 Aboubakar (18.), 2:1 Forsberg (38.), 3:1 Augustin (40.), 3:2 Marcano (44.)
Torschüsse: 22 / 9
Schüsse aufs Tor: 8 / 4
Gewonnene Zweikämpfe: 51% / 49%
Ballbesitz: 61% / 39%
Angekommene Pässe: 80% / 69%
Laufweite: 109,3 km / 105,3 km
Fouls: 8 / 14
Ecken:
7 / 2
Abseits: 0 / 2
Gelbe Karten: Orban (2) / Brahimi (1), Oliveira (1)
Zuschauer: 41.496


Rumpelstilzchen


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  • 2017/18
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PREMIERENPARTIE GEGEN PORTO

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Leipzig - (17.10.2017) Im dritten Spiel der Champions League Gruppenphase trifft RB Leipzig auf den Futebol Clube do Porto. Nach einem durchwachsenen Start mit einem Punkt aus zwei Spielen brauchen die Leipziger unbedingt einen Sieg, um ihre Chancen auf das Achtelfinale zu wahren.

Der Gegner

Gegründet im selben Jahr wie der VfB Leipzig, nämlich 1893; ist der FC Porto einer der  sogenannten "Os Três Grandes" (großen Drei) in Portugal. Mit den beiden Hauptstadtclubs aus Lissabon verbindet ihn dabei eine innige Rivalität, mehr noch als gegenüber dem Lokalrivalen Boavista. Sie waren seit Gründung der ersten portugiesischen Liga 1934 durchgehend in selbiger vertreten. Dabei holten sie insgesamt 27 Meisterschaften und gewannen 16 Mal den Pokal, was sie nach Benfica zum portugiesischen Fußballverein mit den zweitmeisten nationalen Titeln macht. Auf europäischer Ebene konnten sie je zweimal die Europa League und die Champions League gewinnen. Einer dieser Titelgewinne gelang ihnen in Deutschland, wo sie 2004 in Gelsenkirchen das Champions League Finale gegen den aktuellen Gruppengegner Monaco für sich entscheiden konnten.
Der amtierende Vizemeister, der auch unter dem Spitznamen "die Drachen" firmiert, ist mit 22 Punkten aus 8 Ligaspielen blendend in die Saison gestartet und hat in der Champions League nach der unerwarteten Heimniederlage gegen Besiktas bei einem beeindruckenden 3:0-Auswärtssieg in Monaco seine Stärke gezeigt.


Die Defensive

Im Tor steht der ehemalige spanische Nationaltorhüter Iker Casillas. Der 36-jährige ist eigentlich recht gut mit dem Ball am Fuß, kommt aber trotzdem nur auf sehr wenige Pässe pro Spiel. Das liegt schlicht daran, dass Porto in der einheimischen Liga sehr selten unter starkem Druck ist und die Abwehrkette nicht darauf angewiesen ist, einen mitspielenden Keeper einzubeziehen.
Vor ihm spielen die beiden extrem kopfballstarken Innenverteidiger Marcano und Felipe. Felipe steht manchmal etwas tiefer als der schnellere Marcano, ist dafür aber der bessere Passgeber aus der Defensive heraus.

Als Außenverteidiger spielen links der offensivstarke Alex Telles und rechts in der Regel Ricardo Pereira. Telles ist ein Außenverteidiger, der sowohl die defensiven als auch die offensiven Aspekte des Spiels auf der Außenbahn sehr gut beherrscht. Er hat einen starken linken Fuß, bereitet die meisten Torschüsse im ganzen Team vor und ist eine wichtige Stütze im Aufbauspiel von Porto. Gleichzeitig ist er im Spiel gegen den Ball ein zweikampfstarker Verteidiger. Ricardo Pereira auf der rechten Seite ist offensiv einen Ticken besser und dribbelstärker, hat dafür aber auch – auf hohem Niveau – einige Defizite im Defensivverhalten. Meist spielt Porto mit einem einzelnen Sechser, auf dieser Position ist Danilo Pereira gesetzt. Er kommt auf eine hohe Anzahl an Ballkontakten, dabei zeigt er gleichzeitig eine sehr hohe Passsicherheit. Seine Quote von 89% ist nochmal ein Stück besser als zum Beispiel die von Demme mit 83%.


Die Offensive

Sozusagen der Motor in Portos Passspiel ist der Zehner Óliver Torres. Der Spanier kommt nach Innenverteidiger Felipe auf die meisten Pässe pro Spiel und stellt dabei regelmäßig seine technischen Qualitäten unter Beweis. Er ist ein sehr effektiver Spielmacher, dessen Pässe auch im letzten Drittel sehr häufig beim Mitspieler ankommen. Er ist räumlich und spielerisch die zentrale Figur der Mannschaft, wobei er mit dem Ball am Fuß auch leichte Körperkontakte dankend annimmt und so Freistöße rausholt. Er kippt für den Spielaufbau häufig ab, teilweise auf eine Höhe mit dem defensiven Mittelfeldspieler Danilo Pereira. Er ist sehr schnell und kann auch mit seinem schwächeren linken Fuß gut passen und schießen.

Als Linksaußen ist der algerische Nationalspieler Brahimi gesetzt. Er ist ein Flügelspieler, der es liebt, ins Dribbling zu gehen. Allerdings positioniert er sich für einen Flügelspieler in einer offensiven 3-2-Staffelung manchmal untypisch und rückt zentral ein. Dann ist der hochaufgerückte Linksverteidiger Telles der einzige Spieler auf der offensiven linken Außenbahn, während Brahimi zentral in der gegnerischen Hälfte seine Kombinationsstärke und Ballsicherheit zur Geltung bringen kann. Sein Äquivalent auf rechts ist der mexikanische Nationalspieler Jesús Corona. Er konnte seine Qualität diese Saison noch nicht im selben Maße wie Brahimi zeigen und war zuletzt entweder erster Kandidat für einen Wechsel bzw. fand sich auf der Bank wieder. Dann spielten auf seiner Position entweder Otávio als positionsgetreuer Ersatz oder mit Marega einer, der eher zentraler Stürmer als offensiver Mittelfeldspieler ist.

In der Regel spielt Marega aber auf seiner angestammten Position, nämlich als zweiter Stürmer. Er kann seinen Körper gut einsetzen sowie Bälle gut festmachen und halten. Dazu ist er schnell, dribbelstark und insgesamt im Angriff ein gutes Allroundpaket.

Als erste Spitze ist der Kameruner Aboubakar gesetzt. Auch er vereint wie Marega mehrere Qualität als Angreifer. Die beiden sind als Stürmer technisch beschlagen, ballsicher und sehr variabel. Sie weichen auf die Außen aus und seltener auch nach hinten, um so Verteidiger herauszuziehen und Räume zu schaffen.


Die Spielweise

Porto versucht ganz viel mit Flachpässen im Mittelfeld zu lösen. Dabei kommt ihnen zu Gute, dass sie wie erwähnt in der einheimischen Liga gegen schlechtere Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte selten unter starkem Druck sind. Es wird interessant zu sehen, wie gut ihr Aufbauspiel gegen eine Pressingmannschaft wie Leipzig funktioniert. Dass Porto es grundsätzlich auch gegen starke Mannschaften kann, haben sie auswärts gegen Sporting und Monaco bewiesen. Sie wollen sich grundsätzlich mittig in den Strafraum kombinieren, wobei die technischen Fähigkeiten ihrer Stürmer von Vorteil sind. Gelegentlich streut man auch lange Bälle auf die Außenspieler ein oder greift gegen eine massive Strafraumverteidigung auf Halbfeldflanken zurück.
Sie vermeiden Distanzschüsse, sondern wollen unbedingt in den Strafraum eindringen und dann aus sehr guten Schusspositionen abschließen.

Ihre gesamte Offensivreihe hilft geschlossen beim Verteidigen. Die Außenspieler sind sehr fleißig in der Rückwärtsbewegung und auch die beiden Stürmer schalten sehr schnell den Rückwärtsgang ein, wenn sie bei Ballverlust in der Nähe des ballführenden Spielers sind.

Bedingt durch die individuelle Qualität von Telles und Brahimi ist ihre linke Seite besser besetzt und dementsprechend die Seite, über welche die Portugiesen häufiger ihre Angriffe vortragen.
Vom etwas unglücklich verlaufenden Heimspiel gegen Besiktas abgesehen zeigten die "Drachen" bisher in allen Saisonspielen eine überzeugende Leistung und sind gut in Form. Nichtsdestotrotz ist RB in der Lage, mit seinem Pressing dem Gegner seinen Stil aufzuzwingen, das hat gerade die Partie gegen Dortmund bewiesen. Eine ähnliche Leistung wird nötig sein, um gegen Porto den dringend benötigten Heimsieg zu schaffen.


Das Stadion zum Hexenkessel machen!


Unsere Leipziger

Nach dem Sieg gegen den BVB herrscht eitel Sonnenschein an der Pleiße, im wörtlichen und auch im übertragenen Sinne. Aber nach dem Spitzenspiel ist vor dem Spitzenspiel und so musste der herausragende Erfolg bei den Borussen schnell ad acta gelegt werden.

Hasenhüttl hat nach dem BVB Spiel mehr denn je die Qual der Wahl. Mit Bruma, der schon seit Wochen heiß auf das Spiel sein soll und wohl spielen dürfte sowie Kampl und Bernardo gibt es neue und alte ernstzunehmende Alternativen. Werner steht kurz vor einer Rückkehr und auch Demme und Orban dürften mit den Hufen scharren. Dazu soll Klostermann wieder fit sein und Vorlagengott Forsberg drängt nach Schonung ebenso zurück ins Team. Der Konkurrenzkampf ist eröffnet.

Möglicherweise nicht dabei sein wird indes Pechvogel Ilsanker, der beim BVB nicht seinen besten Tag erwischte und mit angebrochenem Zeh nicht am Abschlusstraining teilnahm.

Offiziell ist das Spiel ausverkauft, es gibt jedoch noch einige Restkarten in der Ticketbörse. Über 40.000 Leipziger und Portugiesen werden also für einen würdigen Rahmen sorgen, wenn der Italiener Paolo Tagliavento heute Abend das Spiel anpfeift.

Wer beim dritten Champions League Spiel unserer Rasenballer nicht dabei sein kann, der hat wie immer die Möglichkeit dem Spiel mit unserem RB-Fanticker zu folgen. Alternativ dazu gibt es die Möglichkeit, den Bullenfunk zu nutzen. Das Team von RB-Fans.de wünscht unseren Messestädtern wie immer maximalen Erfolg! Auf zum ersten CL-Dreier!


dabdab


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RBL-FRAUEN UNTERLIEGEN VIKTORIA BERLIN

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Leipzig - (16.10.2017) Die RBL-Frauen haben beim Tabellenführer Viktoria Berlin die Überraschung verpasst und Lehrgeld bezahlt. Für Aufregung sorgte indes die harte Gangart der Gastgeberinnen und die Schiedsrichterleistung.

Mit zwei Siegen im Rücken reiste die Popp-Elf nach Berlin und wollte den Spitzenreiter ärgern und vielleicht das eine oder andere Pünktchen aus der Hauptstadt entführen. So begannen sie auch aktiv, agil und bemüht - leider aber ohne Durchschlagskraft und zündende Ideen. Ganz anders Viktoria, die ihre ganze Erfahrung gegen den Liga-Neuling einbrachten und allein schon von der Spielweise her Anschauungsunterricht über die erfolgreiche Spielweise in Liga 3 gaben.

Die Befürworter einer robusten Spielweise würden sagen, die Berliner haben körperbetont agiert und so den Spielfluss der Gäste nicht in Gang kommen lassen. Wir wiederum sagen, die Gastgeberinnen haben gehalten, gezupft und getreten. Es gab viele Nickligkeiten, die von der überforderten Schiedsrichterin nicht geahndet wurden. RB-Fans.de Experte Martin Hoch sieht die Schuld beim NOFV: „Der Verband will auf Biegen und Brechen immer Frauen ansetzen, ganz gleich wie deren Qualität an der Pfeife ist. Ich sage, von mir aus soll doch ein Mann pfeifen – Hauptsache, er garantiert ein faires Spiel.“

RB war spielerisch nicht schlechter, die Tore aber machte Berlin. Sie setzten die Mädels durch cleveres Angriffspressing in der eigenen Hälfte unter Druck und provozierten Fehler. Einen davon nutzt Anja Köhler in der 20. Minute zum 1:0. Wenn es RB gelang, sich aus dem Druck zu befreien und nach vorn zu spielen, ergaben sich auch gute Möglichkeiten. Die beste Chance hatte Shanga Forsberg, als sie sich gut durchsetzte und den Ball an die Latte setzte. Bis zur Halbzeit drängten die Leipzigerinnen vergeblich auf den Ausgleich. 

Kurz nach Wiederanpfiff klingelte es aber erneut im RB-Kasten. Hülya Kaya traf in der 47. Minute zum 2.0. Das ohnehin harte Spiel wurde danach sehr zerfahren. Viktoria zog den Härtegrad der Zweikampfführung noch einmal an. Martin Hoch: „Zur Leistung der Schiedsrichter in der 2. Halbzeit fehlen mir teilweise die Worte. Da kam ja nicht mal ein Pfiff bei einem klar gestreckten Bein, das nur gegen den Gegner ging. Absolut unverständlich.“ Pfretzschner, Förster (vermutlich starke Prellung) und Frank (Diagnose offen) verletzten sich in dieser Partie. Ganz im Stile Günter Habermanns ließ die Schiedsrichterin aber weiterlaufen. Pfiffe oder gar Karten gab es kaum. RB versuchte dennoch ein Tor zu erzielen, agierte nun offensiver und spielte mit mehr Risiko. In der Drangphase wurde ein schneller Ball in die Spitze von Viktoria abgefangen und in einem schnellen Konter zum 3:0 Endstand von Hüla Kaya verwertet.

Am Ende nimmt die junge Mannschaft zwei Erkenntnisse mit nach Hause: 1. Um ganz vorn dabei zu sein, muss mit mehr Körperlichkeit gespielt werden 2. Die RBL-Frauen waren nicht wirklich schlechter als der Spitzenreiter. 
Trainer Sebastian Popp: „Wir haben phasenweise sehr gut mitgehalten, müssen aber weiter an vielen Dingen arbeiten. Das werden wir weiter tun, befinden uns ja noch in der Eingewöhnungsphase und haben nächste Woche gegen den Mitaufsteiger Rostocker FC die Möglichkeit, vor heimischer Kulisse zu punkten.“

Am Sonntag, den 22.10. kommt Tabellenschlusslicht Rostocker FC an den Gontardweg. Eine RB-Fangruppe hat zu diesem Spiel eine lange geplante Choreographie angekündigt. Es lohnt sich also doppelt die Mädels zu unterstützen. Anpfiff ist 14 Uhr, der Eintritt ist frei.

Aufstellung RB Leipzig: Schüller – Pfretzschner (C), Perschneck (82. Schuster), Benedetto, Frank (36. Hedrich) – Görner, Friedrich, Topf, Petters (73. Erdmann) – Forsberg, Förster
Tore: 1:0 Kähler (20.), 2:0 Kaya (49.), 3:0 Kaya (85.)

Heike Müller / Rojiblanco
Foto: Arielle 
Weitere Informationen zur Saison auf der Facebookseite der RBL-Frauen


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