NÄCHSTE BEGEGNUNG

DFB-Pokal Achtelfinale
Mittwoch, 01.02.2023, 18:00 Uhr
Ort: Red Bull Arena Leipzig
RB Leipzig
TSG 1899 Hoffenheim
Spielplan RB Leipzig

1. LIGA QUICKTABELLE

1
Bayern München
37
2
1. FC Union Berlin
36
3
RB Leipzig
35
4
SC Freiburg
34
5
Eintracht Frankfurt
32
6
Borussia Dortmund
31
7
Wolfsburg
29
8
Mönchengladbach
25
9
Bayer 04 Leverkusen
24
10
Werder Bremen
24
11
1. FSV Mainz 05
23
12
1. FC Köln
21
13
1899 Hoffenheim
19
14
FC Augsburg
18
15
VfB Stuttgart
16
16
VfL Bochum
16
17
Hertha BSC
14
18
FC Schalke 04
9

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ARBEITSSIEG GEGEN STUTTGART BRINGT LEIPZIG NÄHER AN DIE SPITZE

Titelbild
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Leipzig - (29.01.2023) Die dritte Spieltagseröffnung in Folge kam am Freitag etwas dröge daher. Die zwei wunderschönen Treffer von Szoboszlai außen vor, gab es offensiv sehr viel Stückwerk zu sehen. Obendrein verletzte sich Olmo beim 2:1 Sieg gegen Stuttgart und fällt mehrere Wochen aus.

Vor dem Spiel ist vor dem Spiel

Gegen die Bayern bestanden und Schalke vom Platz gefegt. Da war die Erwartungshaltung gegen verletzungsgeplagte und tief im Abstiegskampf stehenden Stuttgarter nicht gerade gering. Zumal die schweren Brocken im Februar erst noch kommen.

Nkunku ist weiter außen vor und wird wohl bestenfalls zum Champions League Kick gegen City wieder Vollzeit den Platz beackern. Offensiv gab es daher erstmal keine Änderungen. Im Zentrum ersetzte Haidara Laimer und Raum durfte statt Halstenberg starten. Labbadia hingegen musste neben Sosa, Tomás, Zagadou und Mvumpa auch Mavropanos ersetzte.

 

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Dreisatz des Spiels

Nicht jedes Spiel kann ein Feuerwerk sein und in dieser Hinsicht hat RBL am Freitag für eine sehr überschaubare Feinstaubbelastung gesorgt. Die Stuttgarter, obwohl von einigen Ausfällen geplagt und selbst tief im Abstiegskampf, fighteten sich in Spiel und bereiteten den eher statisch wirkenden Statisten auf Leipziger Seite teilweise ordentliche Probleme. Mit so einer Einstellung und in Anbetracht des Ausfalls von Olmo, braucht es für die Spiele gegen Köln, Wolfsburg und Union eine Leistungssteigerung.

 

Szobo musste sich wahrlich nicht verstecken.

 

Die drei besten Kicker aus der schönsten Stadt der Welt

Szoboszlai: Der Ungar surft weiter auf seiner rosigen Formwelle und avancierte wie schon 2021 mit zwei wunderschönen Treffern zum Matchwinner. Beim Freistoßtreffer half Müller im VfB Kasten sowie die Auslegung als Foulspiel etwas mit. Das 2:0 war dann aber komplett formvollendet Ballannahme wie Abschluss ein Gedicht.

Silva: Ohne Silva und Olmo auf dem Platz war die Schlussphase des Spiels kein Augenschmaus mehr. Natürlich darf der Portugiese weiterhin mit seiner Abschlussanzahl und Torquote hadern aber hinter den Spitzen sind seine Fertigkeiten mit dem Ball Gold wert. Drei Ausgelassene Großchancen inklusive einmal Aluminium hätten das Spiel jedoch frühzeitiger entscheiden können.

Raum: Fast 50% angekommene Flanken, die letztlich zu den besten Leipziger Abschlüssen abseits der Treffer führten. Vielleicht wird das ja doch noch etwas mit Raum nachdem er über weite Teile der Hinrunde eher vergeblich in den Strafraum oder darüber hinaus zirkelte.

 

Olmos Ausfall stellt RBL vor große Probleme.

 

Luft nach oben

Werner: Allgemeiner Tenor des Spiels: Wann erlöst Rose endlich Werner. Beim Goalgetter funktionierte irgendwie gar nichts. Lethargisch und mit schlechter Ballbehandlung sorgte er dafür, dass man seine Auswechslung herbeisehnte.

Gvardiol: Anspruch und Wirklichkeit passen bei Gvardiol aktuell nicht ganz zusammen. Die 100 Mio Ablöse, die für ihn im Raum steht, sind auf dem Feld nicht wirklich zu sehen. Der Handelfmeter – wenn auch unglücklich – da nur die Sahnehaube. Muss wieder stabiler werden.

Forsberg: Ersetzte Olmo, konnte aber dem Spiel nicht seinen Stempel aufdrücken. Wird in den kommenden Wochen immens wichtig sein, um die Lücke, welche die Verletzungen von Nkunku und Olmo gerissen hat, zu schließen.


Tweet des Spiels

Die Wunder des Werner.

 

Champagner statt Bier – die Fans

Auf den Rängen sicherlich auch nicht die Topleistung der Saison aber die Fans deutlich mehr „on fire“ als die Jungs auf dem Rasen. Am Ende immerhin eine Leipzig on fire Uffta. Kulinarisch gab es erstmal Döner, aber zu dem Preis wird der sicherlich nur eine Ergänzung und keine Dauerbrenner werden. Schon Am Mittwoch geht es weiter mit dem Pokalheimspiel gegen Hoffenheim, mal schauen, wie dann die Stimmung ist.

 

Sieg ist Sieg.

 

Pfeife des Spiels

Zwayer seit dem Pokalspiel gegen die Bayern der für zwayerlei Maß berüchtigt auch dieses Mal mit umstrittenen Entscheidungen. Die Stuttgarter und Labbadia haderten nach Spielende mit dem Freistoß, der letztlich zum 1:0 führen sollte. Endo hatte Olmo den Ball weggespitzelt ihn dabei aber auch berührt. Wird jedenfalls nicht immer gepfiffen, um es mal vorsichtig auszudrücken. Bei den Rasenballern handelte sich Rose nach dem Elfer und anderen Szenen am Ende eine Gelbe ein und allgemein war die leichte Handberührung beim Kopfballversuch von Gvardiol jetzt nicht unbedingt der Muss-Elfer schlechthin, zumal RBL kein Vorteil und Stuttgart kein Nachteil durch die kaum wahrnehmbare Richtungsänderung entstand.

 

Erst auf den zwayten Blick ein Elfer.

 

Aufgefallen

1)      Ganz schön viel Stückwerk und viel Leerlauf im Spiel. Stuttgart mit viel Elan gegen den Ball aber Leipzig auch grundsätzlich zu langsam und zu statisch und zu selten mit präzisem und schnellem Aufbauspiel. Mit Werner außer Form und Olmo angeschlagen, waren die einzigen Szenen abseits von Szobos Toren Flanken von Raum auf Silva. Darauf kann – und muss RBL wohl auch – in den kommenden schweren Wochen aufbauen.

2)      Die große Frage ist letztlich, war dieser überschaubare Arbeitssieg nur eine Ausrutscher, der ggf. am Kaltstart mit englischen Wochen lag oder müssen die RBL Fans zumindest bis Nkunku wieder fit ist mit Schonkost begnügen. Denn die letzten 1,5 Jahre gab es schon Phasen wo solche Spiele keine Einzelfälle blieben, da ist man als RBL Fan schnell hellhörig.

 

Die Statistik zeigt, Jammern auf hohem Niveau.

 

3)      Auch defensiv war das Spiel kein Ruhmesblatt. Stuttgart mit dem höheren xG (natürlich vornehmlich dem Elfer geschuldet) und ebenso vielen Großchancen wie Leipzig, die aber hauptsächlich aus Umschaltsituationen resultierten, die ihrerseits zu einem Gutteil auf das langsame und unsaubere Leipziger Spiel zurückzuführen waren. Gegen offensivstärkere Teams muss hier wieder wacher agiert werden, denn Mannschaften wie Union lassen nicht so viele Konterchancen ungenutzt wie der VfB.

4)      Nichtsdestoweniger haben Leipzig und Rose nun 16 Spiele in Folge nicht verloren. Die zweitlängste Serie in der Leipziger Bundesligahistorie (Rangnick hält mit 18 noch den Rekord). Da kann also auch mal ein nicht ganz so gutes dabei sein. In der Tabellenspitze bleibt es eng, auch weil die Bayern zum dritten Mal in Folge sieglos bleiben. Zwei Punkte noch aus München, was bedeutet, dass RBL theoretisch die Meisterschaft zum offiziellen Rückrundenstart noch in der eigenen Hand hat. Auf der anderen Seite sind es auch nur sechs Punkte auf Platz 7.

 

Sollte mit dieser Schusstechnik noch häufiger abziehen.

 

5)      Nun also Hoffenheim als nächstes, wo Breitenreiter nur ein Spiel aus den letzten 12 gewonnen hat und derzeit das formschwächste Team der Bundesliga trainiert. Das kommende Pokalspiel am Mittwoch damit das letzte „leichte“ Spiel vor hammerharten Wochen, die gekrönt werden von den Duellen gegen City.

6)      Bitter in dieser Hinsicht der Ausfall von Olmo, der sich einen Muskelfaserriss zugezogen hat und nun einige Wochen ausfallen wird. Auch wenn er – ggf. auch verletzungsbedingt – gegen Stuttgart wieder eine eher schwache Leistung zeigte, so dünnt dieser Ausfall die Kreativzentrale nochmal ordentlich aus. Denkbar wäre jetzt sogar eine Leihe, denn das Transferfenster hat noch ein paar Tage offen. Ein Lookman in der Form von Bergamo wäre toll. Bei den großen Kadern der englischen Teams lohnt sich jedenfalls ein Blick auf die Insel. Eberl übernehmen sie.

 

Kann Forsberg Olmo und Nkunku ersetzen?

 

Fazit & Ausblick

Ein Pflichtsieg, der am Ende deutlich wackliger war als erwartet. Nur die 20 Minuten vor der Halbzeit waren wirklich ansehnlich und selbst mit voller Kapelle wirkte Leipzig oft kraftlos und statisch. Nach der Pause sorgte Szoboszlais zweiter Kunstschuss für Ruhe, ehe Gvardiols Hand den VfB nochmal Aufwind gab. Aber auch die Stuttgarter konnten nicht zu einer echten Schlussoffensive ansetzen.

Solche Spiele passieren in einer langen Saison, aber sie dürfen nicht zur Normalität werden, wie das teilweise in der letzten Rückrunde der Fall war. Grundsätzlich hätte ich zum Beginn der Rückrunde – selbst mit einigen WM-Fahrern – etwas mehr Elan erwartet. Aber verbuchen wir das Mal unter gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss.

Während das Pokalspiel gegen die formschwachen Hoffenheimer unter den aktuellen Gegebenheiten nicht die unüberwindbare Hürde sein dürfte, so werden die kommenden Wochen schon eine ganz andere Hausnummer. Köln (gut in die Rückrunde gestartet und kein Pokalspiel), Union (Tabellenzweiter und zuletzt Leipzigs Angstgegner), Wolfsburg (Dämpfer gegen Weder aber sonst eines der formstärksten Teams), City (Pep und Haaland) und danach Frankfurt, BVB und Gladbach und wieder City – das Programm der nächsten sechs Wochen. Knüppeldick und gerade daher kommen das schwache Spiel gegen Stuttgart und der Ausfall von Olmo zur Unzeit. Jetzt ist das Team gefordert!

 

KickerWhoscoredSofacoreRBLBundesligaFotMobunderstat

 

Statistik
RB Leipzig: Blaswich – Henrichs (80. Klostermann), Orbán (C), Gvardiol, Raum (80. Halstenberg) – Schlager, Haidara – Szoboszlai, Olmo (46. Forsberg) – Werner (83. Poulsen), Silva (69. Laimer)
Bank: Nyland – Simakan, Ba
VfB Stuttgart: Müller – Stenzel, Anton, Ito, Vagnoman – Karazor, Nartey (86. Egloff), Endo (C), Kastanaras (46. Perea), Führich (80. Coulibaly) – Pfeiffer (86. Kuol)
Bank: Bredlow – Millot, Guirassy, Aidonis, Reichardt
Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)
Tore: 1:0 Szoboszlai (25.), 2:0 Szoboszlai (49.), 2:1 Führich (68.) HE
Torschüsse: 10 / 12
Schüsse aufs Tor: 4 / 4
expected Goals: 1,6 / 1,9
Passquote: 84% / 83%
Zweikampfquote: 58% / 42%
Ballbesitz: 55% / 45%
Laufleistung: 118,2 km / 121,8 km
Sprints: 229 / 238
Fouls: 8 / 6
Ecken: 3 / 6
Abseits: 4 / 2
Gelbe Karten: Rose / –
Zuschauer: 46.158

Rumpelstilzchen


Permalink:
https://www.rb-fans.de/artikel/20230129-spielbericht-stuttgart.html

  • 2022/23
  • André Silva
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  • Dani Olmo
  • David Raum
  • Dominik Szoboszlai
  • Emil Forsberg
  • Heimsieg
  • Heimspiel
  • Josko Gvardiol
  • Rückrunde
  • Rückrundenauftakt
  • Statistik
  • Timo Werner
  • VfB Stuttgart

RB EMPFÄNGT DEN SCHÖNEN BRUNO UND BITTET ZUM TÄNZCHEN

Titelbild

Leipzig - (26.01.2023) Es ist englische Woche, das heißt: nach dem Spiel ist vor dem Spiel. RB empfängt am Freitag Abend den VfB aus Stuttgart in der Red Bull Arena. Mit einem Sieg könnte man mit starken 7 Punkten aus der englischen Woche gehen und blieb dabei auf mindestens 4 Punkten an den Bayern dran.

Aufeinandertreffen von zwei Welten: Meisterschaftskandidat vs. Abstiegskampf

Nach dem Sieg gegen die Blau-Weißen ist RB Leipzig nun seit 15 Spielen (wettbewerbsübergreifend) ungeschlagen. Mit dem bisherigen Punkteschnitt von 2,33 Punkte pro Spiel unter Rose würde man als glasklarer Meisterschaftskandidat dastehen, wenn man die ersten Spiele mit dem Pokalsiegertrainer Tedesco nicht verschenkt hätte. Damit ist Rose der (punktetechnisch) erfolgreichste RB Trainer seit dem Einzug in die höchste deutsche Spielklasse.


Anders sieht es hingegen bei dem VfB aus Stuttgart aus, welcher die zweite Saison in Folge um den Klassenerhalt bangen muss. Dabei steht man mit einem Kaderwert von 124,85 Mio. auf Platz 10 und damit absolut im Mittelfeld der Bundesliga Marktwerttabelle. Das wahre Gesicht der Stuttgarter zeigt sich jedoch durch fehlende Konstanz. Auch wenn man gegen die direkte Konkurrenz um den Klassenerhalt bislang noch ohne Niederlage ist, steht man mit 16 Punkten auf Platz 15 der Tabelle (mit aber nur zwei Punkten Abstand zu einem direkten Abstiegsplatz), was den Ansprüchen (betrachtet man den Kader) nicht gerecht werden kann.


1:0 für RB

Benni Henrichs lässt die Schalker fliegen. RB Leipzig in überragender Form und einem 6:1 im Rücken gegen den VfB Stuttgart.


Fehlende Stammspieler

Während bei RB weiterhin Kapitän Gulacsi, Starspieler Christopher Nkunku und Abdou Diallo fehlen, muss auch der VfB mit Borna Sosa auf einen der wichtigsten Spieler verzichten. Besonders in Sachen Passspiel und Erarbeitung von Chancen gehört das Spiel des Kroaten zum Herzstück der Mannschaft von Bruno Labbadia. Mit 0,46 Torvorlagen pro 90 Minuten gehört Sosa zu den besten 0,1 Prozent und steht damit über Spielern wie Andrew Robertson oder Trend Alexander-Arnold (beide Liverpool FC). Neben Sosa fehlen zudem Neuzugang Dan Axel Zagadou, der im Sommer die Stuttgarter verstärkt hatte, und Hinrundentorschütze Naouirou Ahamada gelb-rot gesperrt. Zudem wurden Silas und Tiago Tomás beim Dienstagsspiel gegen Hoffenheim verletzt ausgewechselt und werden ebenfalls fehlen. Der Einsatz von Ito und Mavropanos ist fraglich. Wie fit beide am Freitagabend sein werden, ist noch nicht abzusehen. Betrachtet man das fehlende Personal, gibt es hier einen weitere Punkt für die Leipziger.


2:0 für RB



Mit einem Dani Olmo in dieser Verfassung, fällt das Fehlen von Christopher Nkunku fast nicht auf.


Der Personalwechsel als Hoffnung für den Erfolg

RB Leipzig hat es mit Bravour vorgemacht und gezeigt, dass ein Trainerwechsel der Kipppunkt in einer Saison sein kann. Bereits zweimal mussten die RB-Verantwortlichen (damals noch unter der Führung von Oliver Mintzlaff) in der Saison den Trainer wechseln. Auf Marsch folgte Tedesco, der RB in die Champions League führte und den DFB-Pokal in die Messestadt brachte. Auf Tedesco folgte der Leipziger Marco Rose, der den Leipziger Fans das erste Mal nach dem Abgang von Julian Nagelsmann wieder ein erfolgreiches RB-Spielgefühl vermittelt und die Mannschaft spielerisch voranbringt.

Beim VfB hat man diesen entscheidenden Schritt über einen langen Zeitraum herausgezögert. Trotz der schwachen Leistungen in der vergangenen Saison, in welcher die Stuttgarter erst am letzten Spieltag den Klassenerhalt klarmachen konnten, hielt man an Pellegrino Matarazzo fest. Nachdem auch in der Saison 22/23 der Erfolg ein Fremdwort bei dem Verein aus Baden-Württemberg blieb, entließ man (schweren Herzens) den italienischen US-Amerikaner nach etwas mehr als zwei Jahren Amtszeit. Aber auch auf der Führungsebene sorgten Reibungen zwischen den Verantwortlichen für weitere Trennungen. Sportdirektor Sven Mislintat war das nächste Bauernopfer, auch wenn die Fans versuchten, ihn per Petition zurückzuholen.

Bei RB und dem VfB findet ein personeller Umbruch statt, doch die Auswirkung auf Medien und Fans und der damit versprochene Erfolg könnte konträrer nicht sein. Während man bei RB das Gefühl hat, die Führungsebene entwickelt sich in einer Richtung mit viel sportlichen Sachverstand, wirkt es beim VfB eher wie ein Machtkampf zwischen den Verantwortlichen, dessen Kollateralschaden der sportliche Misserfolg zu seien scheint.


3:0 für RB

Der Meister des Abstiegskampfes. Bruno Labbadia zurück beim VfB, soll die drohende Zweitklassigkeit verhindern.


Der schöne Bruno zurück an alter Wirkungsstätte

Bereits zum zweiten Mal nimmt Bruno Labbadia als Cheftrainer der Stuttgarter auf dem rotem Trainersitz in der Mercedes-Benz Arena Platz. Seine erste Amtszeit von 2010 bis 2013 beinhaltete zwar einen Platz 6 der Abschlusstabelle und den Einzug in das DFB-Pokalfinale, war jedoch auch geprägt von einem unattraktiven Fußball mit vielen langen Bällen und kaum Lösungen im eigenen Ballbesitz. Was Labbadia nach seinen ersten Jahren beim VfB definitiv eindrucksvoll zeigte, ist, dass er das Thema Abstiegskampf verstanden hat. So rettete er nicht nur den HSV vor dem Abstieg und entwickelte die Hanseaten in der Folgesaison weiter, sondern schaffte es auch, den VfL Wolfsburg aus der Negativspirale mit drohender Zweitklassigkeit zu zerren. Der Mann kann nicht nur Abstiegskampf, der Mann kann auch Relegation!       
Doch besonders die Wolfsburger Zeit sollte den Stuttgarter Anhängern Mut geben. Mit der Relegation wandelte Labbadia die Wolfsburger Mannschaft in eine Spitzenmannschaft um. Besonders beim Thema Pressing und Balleroberungen in der gegnerischen Hälfte mussten sich die Labbadia-Wölfe nur hinter wenigen Mannschaften verstecken. Er ließ primär mit einem 4-3-3 spielen, wobei die Angriffe zumeist über die Flügel kamen. Erinnert man sich an die Zahlen von Außenverteidiger Sosa, so könnte dies ein Schlüssel zum Erfolg sein.

Bei seiner bislang letzten Station beim Hauptstadtklub konnte er zwar auch das Thema Klassenerhalt meistern, sorgte aber mit einigen taktisch fragwürdigen Entscheidungen schlussendlich für den Unmut von Fans und Verantwortlichen.

Labbadia kann Abstiegskampf und im Zweifel auch Relegation. Er hat in den letzten Jahren gezeigt, dass er es schafft, eine defensive Stabilität herzustellen und mit einem guten Pressing selbst Torgefahr zu erzeugen. Vielleicht war bei seinen vorherigen Stationen nie immer alles Gold was glänzt, aber darauf kommt es im Abstiegskampf nicht drauf an und eben dieser ist die Herausforderung für den Schönen Bruno und dem VfB.


Der Fantipp

Was den Trend der letzten Spiele, die Verletzungsliste und die vorhandenen Strukturen im Verein angeht, liegt RB klar mit 3:0 vorne. Auch der hohe Sieg gegen die Schalker unter der Woche samt kräftesparender zweiter Halbzeit sind eindeutig ein Punkt auf dem Konto von RB. Dagegen steht ein ausgemergeltes Stuttgart, welches sich aber mit aller Kraft gegen die Zweitklassigkeit stemmt. Bruno Labaddia als Frontman kennt dieses Spiel und scheint mit den beiden Unentschieden gegen Mainz und Hoffenheim an den ersten wichtigen Schrauben zu drehen. Dennoch ist die Übermacht aus Leipzig zu groß und nach Punkten gewinnt der Verein aus der Messestadt mit 4:1 überlegen und bleibt zum 16ten Mal ungeschlagen.


Was läuft wo?

Liveticker RB-Fans.de: https://rb-fans.de/liveticker.html
Radio: http://bullenfunk.fm/
TV-Übertragung: DAZN


Quellen

FBRef, Transfermarkt.de, Kicker, Ball-Orientiert.de, SKY Sport, Sport 1


Alex Hell


Permalink:
https://www.rb-fans.de/artikel/20230126-vorbericht-rblvfb.html

  • Borna Sosa
  • Bruno Labbadia
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EIN HALBES DUTZEND – TORGALA AUF SCHALKE

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Leipzig - (25.01.2023) Weiter geht's mit dem neuen und erfolgreichen Rose-Fußball. Diesmal gastierte man beim unterlegenen Tabellenletzten Schalke 04 und ließ von Beginn an nichts anbrennen. Mit einer fulminanten Vorstellung beschließt RBL nun offiziell die Hinrunde auf einem Champions League Platz.

Vor dem Spiel ist vor dem Spiel

Zwei Spiele waren nach der langen WM-Pause noch zu bewerkstelligen, um den Hinrundenabschluss zu komplettieren. Eines konnte RBL mit einer Leistungssteigerung in Halbzeit Zwei gegen den Tabellenersten Bayern München am letzten Freitag mit einem gerechten Unentschieden zufriedenstellend lösen. Das Zweite stand nun gegen den aktuellen Tabellenletzten an mit dem Ziel es erfolgreich zu absolvieren. Man mag darüber philosophieren, ob die Winterpause zur rechten Zeit kam oder hätte doch noch warten können. In Bezug zum dünnen Kader, der Verletztenmisere und ob der guten Form gibt es natürlich Pro und Contra.

Die letzten drei Auftritte unserer Roten Bullen in der Schalker Veltins-Arena waren zuvor tadellos. Mit drei Zu-Null-Siegen (1:0, 5:0, 3:0) zeigte Leipzig den Knappen ihre Grenzen auf, was dann auch ein Jahr später mit dem Bundesligaabstieg bestätigt wurde. Auch in diesem Jahr stehen die Knappen nach dem Wiederaufstieg als Tabellenletzter erneut mit dem Rücken zur Wand und RB Leipzig als Champions League-Vertreter und erneuter Aspirant sollte den gewissen Unterschied auch auf den Platz zeigen können.


Mussten leider verletzungsbedingt pausieren: Mohamed Simakan & Abdou Diallo.

 

Was dem Tabellenletzten oft übrig bleibt, ist den qualitativen Nachteil mit mannschaftlicher Geschlossenheit, mit Kampf und Mentalität entgegenzutreten. Ebenso auf Fehler der Leipziger, auf Standardsituationen und Umschaltmomente zu setzen.

Auf Leipziger Seite entschied sich Trainer Marco Rose für zwei Wechsel in der Startelf. Timo Werner ersetzte Emil Forsberg im Offensivbereich. Somit versuchte er etwas mehr Schnelligkeit in den Angriffsbemühungen zu integrieren. Überraschenderweise erhielt Benjamin Henrichs einen Startelfplatz und somit den Vorrang vor Lukas Klostermann, der auf der Reservebank weiterhin Vorlieb nehmen muss. Mohamed Simakan plagen muskuläre Probleme und Abdou Diallo eine Kniereizung.

 

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Dreisatz des Spiels: Zeige deine Qualitäten, offenbare den Tabellenunterschied und sei effizient im Torabschluss. Und so startete RB Leipzig in die erste Halbzeit!

Erste Umschaltsituation für unsere Roten Bullen, erste Torchance in der 7. Minute und gleich die Führung für RB Leipzig. Effizient genutzt und das in Person von Andre Silva. Es war ein Einstand nach Maß in diese Partie. Vorausgegangen war ein Angriffsversuch der Schalker, welcher am eigenen Strafraum abgefangen und schnell Richtung Timo Werner weitergeleitet wurde. Schön auch der Schussversuch von Dominik Szoboszlai aus der Ferne, dessen Schuss in der 10. Minute der Schalke Torhüter nur nach vorn abzuwehren vermochte. Es zeigte wohin die Reise unbedingt gehen sollte!


Trocken abgezogen aus 17 Meter ins Toreck zur frühzeitigen 1:0 Führung.


Nach 15 Minuten dann schon der nächste schnelle Angriff unserer Roten Bullen mit einer überlegten Seitenverlagerung auf Benjamin Henrichs, der sich nicht die Gelegenheit nehmen ließ, mit einem strammen Rechtsschuss in die lange Ecke des Torhüters seinen ersten Saisontreffer zu erzielen. Bis dahin ein klasse Auftritt unseres Teams, überlegen gestaltet und sehr konzentriert im Torabschluss. Es sind genau die Qualitäten, die vonnöten sind, um rechtzeitig das Spiel auf die richtige Bahn zu lenken.

In der 19. Spielminute hatte Silva sogar die Chance, schon frühzeitig auf 3:0 zu erhöhen, dessen Schuss aus kurzer Distanz Schwolow parieren konnte. Und Olmo stand ebenso nur geringfügig im Abseits, als er eine Kopfballverlängerung über die gegnerische Torlinie drückte. Bis dato stand ein xG von 0,6 auf der Habenseite - bei Schalke 0,0 und kein einziger Torschuss.


Nach kluger Spielverlagerung erzielt Benjamin Henrichs unbedrängt das 2:0.

 

Ab der 25. Spielminute ließen es dann unsere Messestädter etwas ruhiger angehen. Schalke 04 war gefordert und mühte sich um mehr Ballbesitz, aber weiterhin ohne nennenswerte Aktionen oder Torabschlüsse. Was auf Leipziger Seite nur in Halbzeit Eins fehlte, war das frühzeitige 3:0, um für eine vorzeitige Entscheidung zu sorgen. Das wiederum gelang dann doch noch kurz vor Pausenpfiff. Vorausgehend war ein sehr gutes Offensivpressing unserer Leipziger in der gegnerischen Hälfte, mit anschließenden Ballgewinn, bis hin zum Torabschluss und dem Abstauber durch André Silva.

Insgesamt eine Vorführung der Schalker in ihrer eigenen Arena, die spätestens nach dem 0:3 komplett verstummte. Die Dominanz mündete in der Nachspielzeit mit dem 4:0 durch Timo Werner, der eine klasse Vorarbeit durch Dani Olmo (bereits die dritte Torvorlage von ihm) im gegnerischen Fünfmeterraum vollendete. Mit Pfiffen der eigenen Fans ging es dann für die Knappen in die Pause und Schalke 04 machte seinen Namen aller Ehre (0:4).


Das Team funktioniert – eine starke Vorstellung in der ersten Spielhälfte.


Auch nach der Pause ging das Offensivfeuerwerk der Leipziger vorerst weiter. Henrichs vollzog nur knapp nach einen lang getretenen Eckball und zuvor scheiterte Olmo am Torhüter aus kurzer Distanz. Danach agierte RBL etwas zu forsch und nicht abgestimmt genug in einigen Aktionen, die dann Schalke in der 56. Spielminute zum 1:4 nutzen konnte. Halstenberg und Gvardiol waren sich uneins im Leipziger Abwehrzentrum vor dem eigenen Strafraum und überließen Kozuki den Ball, der ihn anschließend unbedrängt vor Blaswich einschieben konnte. Es war das erste Lebenszeichen des Gastgebers, der bis dahin gar nicht anwesend war und es sollte der einzige Wermutstropfen an diesem Tag bleiben.

Um dem anschließenden hektischen Treiben auf dem Platz vorzeitig ein Ende zu setzen, hätte Laimer zweimal in einer Offensivaktion sorgen können. Aber sowohl sein Pass nach einer Umschaltsituation und sowohl sein Nachschuss waren zu unplatziert (66. Spielminute). Auch Silva scheiterte noch einmal vielsprechend aus halblinker Position in der 78. Minute. Besser machte es dann zum Glück Dani Olmo mit einem klasse Lupfer aus der Ferne über den Schalker Keeper und krönte damit seine bärenstarke Leistung an diesem Tag. Ein Kunstschuss, der es zum Tor des Monats verdient hat. Dass noch der eingewechselte Kampl einen sehenswerten Steilpass auf Poulsen zirkelte, der anschließend kaltschnäuzig zum 1:6 platziert einschoss, offenbarte dann doch den klaren Leistungsunterschied zum Tabellenletzten (89. Spielminute).






Man of the Match: Dani Olmo mit einer bärenstarken Leistung.


Die drei besten Kicker aus der schönsten Stadt der Welt

Dani Olmo: 3 Assists und ein Tor, es war das Spiel des Dani Olmo - außerdem eine 75%ige Zweikampfquote. Das ist genau der Dani Olmo, den wir uns so sehr wünschen und der vorangeht. Mit dieser Leistung ließ er endlich auch Taten seinen Worten folgen, indem er mehr Tuchfühlung zu den Bayern öffentlich forderte.

Benjamin Henrichs: 3 Torschüsse als Außenverteidiger, ein Tor, 78 Ballkontakte und fast 11 km gelaufene Kilometer. Er offenbarte sich als Dreh- und Angelpunkt als aufgerückter Außenverteidiger und überraschte alle Beteiligten mit diesem starken Auftritt. Schön, dass man auf ihn zählen und im Kader ohne Leistungsabfall rotieren kann.

André Silva: 2 Tore von 5 Torschüssen und 11 Kilometer als Laufleistung. Auch Silva war nicht nur stets bemüht, sondern zeigte endlich Abschlussstärke und brachte somit unsere Roten Bullen auf Siegkurs.

 

Luft nach oben

Konrad Laimer: Hatte zwar eine sehr hohe Passquote, wirkte aber offensiv sehr eingeschränkt und nutzte in den wenigen Aktionen die Möglichkeiten nicht. Noch kann er nicht an seine alte Leistungsfähigkeit anknüpfen, wie auch der feststehende Wechsel zu den Bayern ihn etwas an Leichtigkeit zu fehlen scheint.


Bleibt noch etwas unter seinen Möglichkeiten – K. Laimer.



Champagner statt Bier – die Fans

Insgesamt 900 km Fahrtstrecke mit Hin- und Rückfahrt, rund 8,5 Stunden Fahrtzeit mit PKW oder rund 14 Stunden mit dem Fanbus… 10:45 Uhr Abfahrt mit dem Bus und erst mehrere Stunden nach Mitternacht wieder zuhause. Man müsste demnach ein bis zwei Urlaubstage oder viele Überstunden nehmen, um beim Bundesligaspiel in Gelsenkirchen dabei sein zu können. Dass das an einem normalen Werk- und Schultag ist und es nicht mehr als 600 RB-Fans in der Ferne der Republik gibt, macht es nicht gerade einfacher auf einer höheren Auswärtsquote zu gelangen.


Anhänger der Traditionsvereine wie immer mit ihrer Informationskultur.

 

Aber anders herum wäre es auch nicht anders, wenn nicht vor Ort es einige Anhänger diverser Traditionsvereine gäbe, die schließlich die Fanblöcke etwas füllen würden.

So geschehen machten sich trotzdem einige RB-Anhänger auf ins Ruhrgebiet, die es irgendwie einrichten konnten. Und spätestens nach dem 0.3 waren auch sie zu hören, wie sie unser Team anfeuerten. In der 2. Halbzeit versuchten Schalker Fans das Banner der Schwabenballisten zu klauen, was ihnen aber nicht gelang.


Werktag und Spieltag zugleich: Für Auswärtsfans kaum zu meistern.



Aufgefallen

1)      Seit 15 Spielen ist RBL nun ungeschlagen. Seit Amtsantritt von Marco Rose holten unsere Mannen einen Punkteschnitt von 2,25 in der Bundesliga und schoss 2,6 Tore pro Spiel bei 1,17 Gegentreffer/Spiel. Das Verhältnis zwischen Spielfreude und abgesicherten Angriffsbemühungen (1,0 xGA) ist eine der Erfolgsformeln, die Marco Rose seinem Team einprägen konnte.

2)      118 gelaufene Kilometer und 277 Sprints, und das trotz mehr Ballbesitz. Es sind Leipzigs Höchstwerte, die zu dieser Saison zählen und man sah es unseren Spielern an, wie sie um jeden Ball kämpften und mannschaftlich am eigenen Spielgeschehen teilnehmen wollten. Mit immer wieder schnellen und raumgreifenden Sprints erarbeitete sich Leipzig viele Offensivmöglichkeiten.

3)      Taktisch hatte Roses Team aus der guten zweiten Hälfte gegen die Bayern die Lehren gezogen und gleich zu Beginn offensiver gespielt. Mannschaftlich stand RBL als Team höher und ging frühzeitig ins Offensivpressing über. Folglich waren Ballgewinne die „Dosenöffner“ und brachten unsere Offensivspieler in Strafraumnähe. Es war das richtige taktische Mittel gegen einen limitierten Gegner.

4)      Schön, dass auch die „Ergänzungsspieler“, die aktuell nicht zur Stammelf gehören, sich reibungslos im Team einfügten und ebenso zum Erfolg beitrugen. Gut zu wissen, dass Rose somit auf einen breiten Kader zurückgreifen kann, der dann auch mal das Fehlen von Nkunku, Simakan und Diallo kompensiert.


Trainer Marco Rose konnte zufrieden in Halbzeit Eins drein schauen.


5)      Ohne die eigene Leistung zu schmälern bot Gegner Schalke vor allem in Halbzeit Eins eine desolate Vorstellung vor eigenem Publikum. Nach 17 Spieltagen und nur 9 magere Pünktchen steht S04 mehr denn je mit dem Rücken zu Wand. Es war sicherlich kein Gradmesser, gegen den Tabellenletzten zu gewinnen und somit muss man die Kirche im Dorf lassen ob des hohen Sieges und der dargebotenen Spielfreude.

6)        Effizienz – eigentlich ein Unwort in den Leipziger Ohren. Diesmal nutzte RBL kaltschnäuzig die sich bietenden Chancen und brachte sich somit frühzeitig in Vorteil. Fast alle Offensivspieler gelangen ein Tor und das sollte Auftrieb sowie Zuversicht geben, in Anbetracht der folgenden (schwierigeren) Spiele sowie englischen Wochen.





Fazit & Ausblick

RB Leipzig hat auch in diesem Pflichtspiel „geliefert“ und rückt wieder vor auf einen Champions League Platz. Offiziell haben die Rasenballer es also doch noch geschafft nach dem schwierigen Saisonstart nach dem 17. Spieltag unter den ersten Vieren zu stehen – wäre hätte das gedacht? Chapeau!

Und hatte man zuvor jegliche Bedenken eventuell gegen den Underdog zu leichtfertig aufzutreten, ließ RBL schnell Taten folgen und drehte die Partie frühzeitig auf seine Seite. Oft fand Schalke keine Mittel, um gegen das überlegene Leipziger Team bestehen zu können. Die Wucht wie Leipzig auftrat, war aber durchaus erfrischend anzuschauen und eine Aufbesserung des Torverhältnisses ist ein guter Nebeneffekt.

Schon kommenden Freitag erwartet uns das nächste Spiel und mit dem VfB Stuttgart ein unbequemer Gegner, der ebenso in Abstiegsnöten steckt. Die Aufgabe dürfte durchaus schwieriger sein als einem lieb ist, das zeigte schließlich auch das Hinspielergebnis (1:1). Der VfB verkauft sich rein ergebnistechnisch unter Wert, hat aber viel mehr Qualitäten zu bieten wie es der momentane Tabellenplatz widerspiegelt. Treten wir wiederum mit mannschaftlicher Geschlossenheit und Effizienz in den Torabschlüssen auf, sollte die Erfolgsserie weiter Bestand haben. Es kann gern endlos so weitergehen – zumal es nur noch vier Punkte zu den Bayern und zu Platz Eins sind.


Am Ende durfte fast Jeder ran: Timo Werner beim Jubeln.


Bildquellen: Kicker – RBL – Bundesliga.com/de – AFP/Fassbender

 

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Statistik
FC Schalke 04: Schwolow – Brunner, Yoshida, Matriciani – Uronen (46. Aydin), Krauß (45.+3 Drexler), Latza (C), Kozuki (80. Terodde), Larsson (46. Ivan), Bülter – Frey (80. Mohr)
RB Leipzig: Blaswich – Halstenberg (85. Raum), Gvardiol, Orbán (C), Henrichs – Laimer (77. Haidara), Schlager (85. Kampl) – Olmo, Szoboszlai (71. Forsberg) – Silva, Werner (77. Poulsen)
Bank: Nyland – Haidara, Poulsen, Forsberg, Klostermann, Raum, Ba, Kampl
Schiedsrichter: Benjamin Cortus (Röthenach)
Tore: 0:1 Silva (5.), 0:2 Henrichs (14.), 0:3 Silva (43.), 0:4 Werner (45.), 1:4 Kozuki (56.), 1:5 Olmo (82.), 1:6 Poulsen (89.)
Torschüsse: 9 / 21
Schüsse aufs Tor: 1 / 14
expected Goals: 0,5 / 4,2
Passquote: 80% / 84%
Zweikampfquote: 46% / 54%
Ballbesitz: 43% / 57%
Laufleistung: 116,0 km / 118,3 km
Sprints: 270 / 277
Fouls: 16 / 13
Ecken: 1 / 6
Abseits: 3 / 5
Gelbe Karten: Frey / Kampl (5)
Zuschauer: 56.841

RBoligei


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LEIPZIG AUF DEN WEG ZUM ERSTEN SIEG 2023

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Gelsenkirchen - (24.01.2023) Die Bundesliga startet mit den ersten englischen Wochen in das Jahr 2023. Für die Rasenballer geht es nach dem heimischen Auftaktspiel gegen den Liga-Primus FC Bayern am Dienstagabend zum Tabellenschlusslicht Schalke 04.

Aufregerchen der Woche

Winterzeit ist Transferzeit und das bedeutet: Eine mehr oder weniger heiße Gerüchteküche. Eigentlich machen die Leipziger nicht den Eindruck im Winter noch aktiv zu werden. Auch der neue Geschäftsführer Sport, Max Eberl, sieht keinen Bedarf für Verstärkungen im Kader. Damit dem geneigten Hobby-Manager mit Leipziger Sympathien in dieser Jahreszeit nicht langweilig wird, streut die deutsche Presse dann gern mal Gerüchte in die Runde. Im konkreten Fall schreibt die Presse Marco Reus vom BVB ab dem Sommer nach Leipzig. Verbindungen zu Eberl und Coach Rose sind schnell gefunden und dass der Reus-Berater sich auch noch das Spiel am Freitag im Leipziger VIP-Bereich anschaute, spielt dem ein oder anderen Medium in die Karten. Jetzt kann man natürlich sagen, dass Wertschätzungen von ehemaligen Kollegen oder Spielern nicht unüblich sind oder das Berater aus wirtschaftlichen Gründen nicht nur einen Spieler betreuen… Aber wo bleibt dann die Schlagzeile. Und weil es gerade mal Wochenanfang ist, haben wir einen zumindest schon mal ein diskutiertes Aufrergerchen der Woche. Sportlich gesehen, macht ein Wechsel laut der allgemeinen RB-Fans-Community keinen Sinn. Zu alt, zu verletzungsanfällig, zu teuer lauten die durchaus berechtigten Einwände. Kümmern wir uns also wieder um den Sport.


Die PK vor dem Spiel.


Form von RB Leipzig

Die durch die WM erzeugte lange Winterpause fand am Freitag ein jähes Ende. Für RB Leipzig ging es gleich in die Vollen, denn der FC Bayern kam zum Auftakt nach Leipzig. Beiden Mannschaften war anzumerken, dass die wettkampflose Zeit noch in den Knochen steckte. Es gab schon spektakulärere Aufeinandertreffen der beiden Teams. Vor allem im ersten Durchgang schien den Spielern der Messestadt noch die eine oder andere Weihnachtsgans in den Knochen zu stecken und Betriebstemperatur war eher ein Fremdwort. Besser wurde es in Halbzeit 2, als RBL den auch nicht bei 100 % startenden Bayern die Stirn bot und zu einem insgesamt verdienten 1:1 Unentschieden ausglich. Leider reichte der Punkt nicht aus, um den vor der WM-Pause ergatterten Champions League Quali Platz zu verteidigen. Hätte es jedoch eine Petition für eine Punkteteilung gegen den Tabellenführer in Leipzig gegeben, wären wahrscheinlich einige Unterschriften zusammen gekommen.

 

Freitags noch mit Anlaufschwierigkeiten, aber schon da nur unlauter zu stoppen.

 

Insgesamt lässt sich auf die Leistung aufbauen. Die Grundordnung nach hinten passt. Einzig ein wenig Sorge macht der Ausfall des Topstars Nkunku. Daher fehlte es noch an Ideen und Esprit. Kommen Spieler wie Szoboszlai, Olmo, Werner oder Forsberg in Fahrt, sollte es bis zur Rückkehr des Franzosen nicht ganz unansehnlich werden. Schließlich heißt der Gegner ja auch nicht jeden Spieltag FC Bayern München.


Verletzte / gesperrte Spieler RB Leipzig

Gesperrt ist im Leipziger Kader niemand. Und auch das Lazarett lichtet sich, abgesehen von den länger ausfallenden Gulácsi und Nkunku. Letzterer befindet sich bereits wieder im Aufbautraining und sollte in den nächsten Wochen wieder eine Option sein.

Am Freitag konnten zudem die noch vor dem Jahreswechsel ausgefallenen Konni Laimer und Timo Werner ihr Comeback feiern und Minuten sammeln. Ebenso wie David Raum, der sich beim Freizeitkick im Urlaub verletzte.

 

Noch muss ohne Nkunku getanzt werden.


Der Gegner im Check

Mit Glück auf und dann wieder Berg ab?

Die Saison 2020/2021 ging einst für die Knappen mit ziemlich rekordverdächtigen fünf verschiedenen Trainern in die Hose, was mit dem Abstieg in die 2. Bundesliga endete. Danach konnten sich die Königsblauen den direkten Wiederaufstieg sichern und spielen nun wieder im Oberhaus. Aber auch die Aufstiegssaison lief bei den Schalkern alles andere als ruhig. Nach nur einem Jahr (von März 2021 – März 2022) musste Dimitrios Grammozis den Trainerstuhl räumen. Sein Nachfolger, das Schalker Ur-Gestein Mike Büskens, sicherte im Anschluss die nötigen Punkte und sorgte dafür, dass Schalke in dieser Saison wieder erstklassig ist.

Allerdings war schon relativ früh klar, dass Büskens nicht die Mission Klassenerhalt angeht, so dass zur neuen Saison Frank Kramer das Amt des Trainers auf Schalke übernahm. Dieses musste er nach ausbleibenden Erfolgserlebnissen bereits nach drei Monaten wieder abgeben. Nach der Interimslösung Matthias Kreutzer ist nunmehr seit Oktober Thomas Reis mit der Betreuung der Mannschaft, als 3. Trainer in dieser Saison, engagiert. Reis überwarf sich zuvor mit seinem Ex-Arbeitgeber, dem VfL Bochum, auch weil er den Gerüchten nach sehr intensiv mit Schalke 04 im Sommer flirtete.

 

Reis - besetzt aktuell den heisen Stuhl auf Schalke.

 

Neben den Schalker Trainer-Rochaden kam dann noch der überraschenden Abgang von Rouven Schröder als Sportdirektor hinzu. Dieser wird nun in Leipzig als Sportdirektor gemunkelt und soll Teil von Eberls neuem sportlichen Staff werden, nachdem sich die alten Größen konsequent anderen Aufgaben widmen.


Die Schalker-Saison

Eine ruhige Saison auf Schalke bleibt demnach so unwahrscheinlich, wie eine Fanfreundschaft der Schalker mit den Dortmundern. Gerade der Abstieg hat den völlig überteuerten Kader ausgedünnt. Noch mal auf links gedreht, versuchen sich die Knappen am Klassenerhalt. Mit mäßigem Erfolg.

Es stehen nach 16 Spielen magere 9 Punkte auf der königsblauen Habenseite. Die zwei Siege holten die Knappen gegen den VfL Bochum und im November gegen Mainz 05 jeweils in der Veltins Arena. Durch diese dürftige Punkteausbeute liegt Schalke schon 6 Punkte hinter dem berühmten rettenden Ufer und muss sich gewaltig strecken, um auch nächstes Jahr im deutschen Oberhaus Fußball zu spielen. Spieltag 1 nach der Pause ging schon mal in die Hose. Mit 3:0 verlor S04 in Frankfurt bei der Eintracht, wenn auch etwas unglücklich.

Generell helfen soll ein Leipziger. Tom Krauß wechselte vor der Saison zunächst auf Leihbasis nach Gelsenkirchen. Schaffen diese den Klassenerhalt, greift eine Kaufpflicht für die Knappen. Aus romantischer Sicht wäre es Schade, den gebürtigen Leipziger in den Pott zu verlieren. Krauß ist der erste Kandidat mit längerer Ausbildung in der Akademie am Cottaweg, der sich berechtigte Hoffnungen auf einen Durchbruch in der 1. Bundesliga macht. Im Idealfall geht es also nächste Saison in LE für ihn weiter.


Schließen wir Tom bald wieder in die Arme?


Fazit

Schalke hat und hat immer noch eine schwere Saison vor der Brust. Der Kader der Knappen ist gemäß verschiedenen Expertenmeinungen nicht erstligareif. Die Tabellensituation dient hier als Hauptargument. Demnach muss man als Leipziger auf die 3 Punkte gehen. Die Leistung gegen die Bayern war sicher nicht die beste der Saison. Die Leipziger sind vergleichsweise nicht abgefallen, weshalb man, trotz schmerzhaften Verletzungen, in der Lage sein sollte, mit den ersten Sieg 2023 wieder zurück an die Elster fahren zu dürfen.

Tipp: 3:0 für RB Leipzig


Was läuft wo?

Liveticker RB-Fans.de: https://rb-fans.de/liveticker.html
Radio: http://bullenfunk.fm/
TV-Übertragung: Sky

tony4arsenal


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