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ICH BIN DANN MAL WEG – LEIPZIGER LEIHSPIELER IM FOKUS

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Leipzig - (02.06.2021) Mit Ademola Lookman, Marcelo Saracchi und Luan Candido kehren drei Leihspieler zurück nach Leipzig. Wie lief Ihre Saison und wie sind ihre Chancen, in der kommenden Saison in der ersten Elf zu stehen? Eine Einschätzung und ein Überblick zu allen RB-Leihspielern.

Lookman, Sarrachi, Candido – im Sommer zurück in der Ersten Mannschaft?

Ademola Lookman (09/2020-06/2021 beim FC Fulham, PremierLeague)

Nach einer überdurchschnittlichen Rückrunde 2017/18 mit fünf Toren und vier Vorlagen in elf Bundesligaspielen für RB Leipzig kam Lookman nach einer unbefriedigenden Saison 2018/19 beim FC Everton als Hoffnungsträger für die stolze Ablösesumme von 18,0 Mio. Euro im Sommer 2019 zurück an den Cottaweg. Jedoch konnte er sich nicht nachhaltig unter Julian Nagelsmann durchsetzen und blieb wie in der Vorsaison auch 2018/19 ohne Ligatreffer. Nach langem Hin und Her wurde am 30.09.2020, kurz vor dem Ende des Transferfensters, seine Leihe zum Aufsteiger FC Fulham für eine Leihgebühr für 2,0 Mio. Euro vermeldet. Als Spieler mit den viertmeisten Einsatzminuten, vier Toren und vier Vorlagen gehört er definitiv zu den Leistungsträgern im Team. Der Wechsel hat sich für ihn ausgezahlt. Doch wenngleich die Saison für Lookman persönlich wesentlich besser verlief als die beiden Vorspielzeiten als Tabellen-18. stand der Abstieg Fulhams mehrere Spieltage vor Saisonabschluss fest. Nachhaltig in negativer Erinnerung ist sein Versuch eines Panenka-Elfmeters am achten Spieltag bei der 0:1-Niederlage gegen West Ham United.

Gegenwärtig beträgt Ademola Lookmans Marktwert 13 Mio. Euro. Eine Weiterbeschäftigung bei Fulham ist nach dem Abstieg unwahrscheinlich. Da er in Leipzig noch einen Vertrag bis 2024 besitzt, wird er erstmal zu seinem Stammverein zurückkehren und die Saisonvorbereitung unter Jesse Marsch mitmachen. Gleichzeitig dürfte der Transfermarkt sondiert werden, denn mit Sørloth, Hwang und eben Lookman gibt es drei Stürmer, die hohe Transferablösen gekostet haben und die Erwartungen nicht erfüllen konnten. Von diesen drei Namen dürfte Lookman das höchste Ablösepotential generieren. Und da das Geld in der Premier League lockerer sitzt, zumal für Spieler mit englischer Staatsbürgerschaft, könnte das Kapitel Lookman in Leipzig diesen Sommer endgültig enden und im besten Fall mit einem +/- 0 Geschäft für RBL. 16,0 Mio. Euro Ablöse sind dafür die Voraussetzung – 3 Mio. über dem derzeitigen Marktwert.  

 

Lookman bei Fulham noch einer der Besten.

 

Marcelo Saracchi (01/2020-06/2021 bei Galatasaray Istanbul, 1. Türkische Liga)

Der kleine, wuselige und nimmermüde Linksverteidiger wechselte im Sommer 2018 vom argentinischen Traditionsverein River Plate für 12 Mio. Euro nach Leipzig. Nach eineinhalb Jahren, in denen er sich nicht gegen Marcel Halstenberg durchsetzen konnte, wurde er im Januar 2020 zu Galatasaray Istanbul für 500.000 € verliehen. Die Leihe endet zum 30.06.2021, sein Vertrag in Leipzig läuft noch zwei weitere Saisons bis zum Sommer 2023. Beim türkischen Spitzenclub ist Saracchi unumstrittener Stammspieler, er hat die fünfmeisten Einsatzminuten gesammelt. Die Saison beendete Galatasaray denkbar knapp als Zweiter der türkischen Liga, punktgleich und nur ein Tor hinter Besiktas Istanbul. Die Weiterbeschäftigung Saracchis ist "nur" eine Frage der Finanzen. Der "Rest"marktwert des Linksverteidigers beträgt 5,5 Mio. Euro. Addiert man die 0,5 Mio. € der Leihgebühr dazu, kommt mit 6,0 Mio. € die Hälfte der 2018 ausgegebenen Ablöse heraus. Ein sattes Minusgeschäft, welches Oliver Mintzlaff und Florian Scholz versuchen werden zu minimieren. Beispielsweise über erfolgsabhängige Beteiligungen. Galatasaray spielt als Meisterschaftszweiter in einer der Qualifikationsrunden für die Champions League mit. Sollte der Verein den Sprung in die Gruppenphase schaffen, könnte ein Bonusbetrag nach Leipzig fließen. Eine Rückkehr Saracchis nach Leipzig dürfte ausgeschlossen sein – mit Angelino, Halstenberg und Henrichs gibt es bessere Spieler für die Linksverteidigerposition.

 

Stammspieler, aber kann sich Gala Saracchi auch fest leisten?

 

Luan Candido (01/2020-06/2021 bei Red Bull Bragantino, 1. Brasilianische Liga)

Der nächste ausgeliehene Linksverteidiger. Candido wechselte für heute irrsinnig anmutende 8,0 Mio. Euro! im Sommer 2019 von Palmeiras U20 nach Leipzig. In der Messestadt fand er keinen Anschluss an die erste Mannschaft und wurde lediglich in drei Youth League-Spielen der U19 eingesetzt. So ging es im Januar 2020 postwendend zurück nach Brasilien, zum Schwesterclub RB Bragantino. 1,5 Jahre Weiterentwicklung in der Heimat – das war der Plan. Die Reifezeit endet am 30.06. 20 Pflichtspiele sind seitdem zum Erfahrungsschatz von Candido hinzugekommen, mal in der Startelf, mal auf der Ersatzbank, meist auf der Tribüne. Es herrscht Stillstand und eine Rückkehr nach Leipzig ist überflüssig, obwohl er noch Vertrag bis 2023 hat. Da die Wege zwischen RB Leipzig und RB Bragantino kurz sind, wird es eine Einigung geben – für einen symbolischen Minimalbetrag für RB Bragantino oder einen anderen brasilianischen Verein.  


Candido – bleibt er bei Bragantino?

 

Fazit: Für Lookman, Saracchi und Candido hat RB Leipzig etwa 38,0 Mio. € ausgegeben. Die Hälfte des Geldes hätte man, Stand jetzt, auch genauso gut zum Heizen verwenden können. Wenn es sehr gut läuft, wird die Lookman-Personalie mit einer schwarzen Null beendet. Die Personalien Saracchi und Candido werden tiefrot abgeschlossen. Wenngleich Ralf Rangnick ein Denkmal am Cottaweg errichtet gehört, die Transfers dieser Spieler gehen auf die Soll-Seite des RB-Kontos.  

 

Krauß, Jäkel – Neues Nachwuchskonzept? Leihe ins Unterhaus!

Tom Krauß (07/2020-06/2022 beim 1.FC Nürnberg, 2. Bundesliga), Jahrgang 2001

Der dienstälteste Spieler bei RB Leipzig (seit Sommer 2011 im Verein) ist im Sommer dem Juniorenbereich entwachsen. Mit der Erfahrung von 103 Spielen im U17/U19-Juniorenbereich und drei Minuten Bundesligaluft im Gepäck ging es für zwei Jahre zum 1.FC Nürnberg. Den Wechsel zum Zweitligisten einfacher gestalten sollte Robert Klauß, der als neuer Trainer im Frankenland anheuerte, und ebenfalls von Leipzig nach Nürnberg wechselte. Nach einer Saison stehen folgende Werte im Lebenslauf: 32 Spiele (31x Liga, 1x Pokal), davon 28x in der Startelf, 2 Tore, 1 Vorlage, 2.204 Einsatzminuten, 67% der Gesamtspielzeit auf dem Platz, siebtmeiste Spielzeit beim 1.FCN. Krauß steht im Ranking der jüngsten Zweitligaspieler der Saison auf Platz 17. Lediglich der Bochumer Innenverteidiger Bella Kotchap war jünger und hat zugleich mehr Einsatzminuten gesammelt als Tom Krauß. Die Saisonwerte sind die Werte eines Musterschülers, der jedoch nicht jederzeit fehlerfrei agierte. Immer wieder war er an Gegentoren mitbeteiligt, wie vor dem Ballverlust vor dem 3:0 von RB Leipzig in der 1.DFB-Pokalrunde in Nürnberg. Am 31.01.2021, dem Ende des 19.Spieltags, vier Niederlagen und sechs Partien ohne Sieg in Folge rutschte man mit dem 14.Tabellenplatz wieder nah an die Abstiegsplätze heran. Letztlich wurde die Saison auf Platz 11 abgeschlossen, nachdem man in der Vorsaison noch in letzter Minute im Relegationsrückspiel den Klassenverbleib sicherstellte. Die nächste Saison wird für Tom Krauß wegweisend sein. Schafft er den Sprung vom Mitläufer zum Leistungsträger steht einer Rückkehr nach Leipzig im Sommer 2022 nichts im Weg. Die Voraussetzungen sind gut. Das Team ist eingespielt und entwicklungsfähig und der Trainer um seine erste Profisaison erfahrener. 2021/22 stehen unter anderem Spiele gegen Schalke, Bremen, Hamburg, St. Pauli, Dresden und Rostock vor der Tür, dem Lebenslauf von Tom Krauß wird es, sofern er verletzungsfrei bleibt, nicht schaden. Kurzum: Ein Blick nach Nürnberg lohnt, denn hier wird ein Stück Zukunft von RB Leipzig gestaltet.  

 

Krauß ist wichtiger Bestandteil von Nürnbergs aktuellem Umbruch.

 

Frederik Jäkel (07/2020-06/2022 beim KV Oostende, 1. Belgische Liga), Jahrgang 2001

Wie bei Tom Krauß endete bei Frederik Jäkel im vergangenen Sommer die Zeit im Juniorenbereich. Sein Weg führte an die belgische Nordseeküste nach Oostende. Warum Oostende? Nun ja. Erstens ist der KV Oostende belgischer Erstligist und die Jupiler Pro League, wie die Eredivisie der Niederlande eine Liga mittleren Niveaus, die für die Entwicklung von Talenten bekannt ist. Und zweitens: Alexander Blessin. Der vormalige U19-Trainer arbeitete die letzten drei Saisons mit dem Leipziger Jahrgang 2001 zusammen und war damit auch Trainer vom 1,94m Abwehrhünen Frederik Jäkel. Im Sommer ging es dann gemeinsam nach Belgien. Doch während Alexander Blessin das erste Ligaspiel im August 2020 coachte, musste Jäkel auf der Tribüne Platz nehmen. Eine Rückenverletzung verhinderte sein Profidebüt bis zum 15.12.2020. Nach der Saison stehen folgende Werte im Lebenslauf: 16 Spiele (11x Liga, 4x Play-Offs, 1x Pokal), davon 11x in der Startelf, 1.176 Einsatzminuten, eine gelb-rote Karte, also Zahlen, die sich nach einer verletzten Halbserie durchaus sehen lassen können. Für die Mannschaft endet die Saison besser, als es die Marktwerttabelle hergibt. Nach 34 Spieltagen beendete man die Liga auf Platz 5. In Belgien wird die Liga danach geteilt. Die Playoffs der Top4 verpasste man um drei Punkte. So ging es in die Play-Offs II, dem Entscheid der Teams der Plätze 5-8 und wurde nach weiteren sechs Spielen schließlich Gesamt-Siebter. In der Marktwerttabelle steht man auf Rang 11.  

 

Solide Saison für Jäkel bei Oostende.

 

Fazit: Der Übergang vom Junioren- zum Seniorenbereich ist der Flaschenhals eines jeden Nachwuchstalents. Bei RB Leipzig war dieser Flaschenhals stets verkorkt. Nicht ein Spieler aus dem RB-eigenen Nachwuchs hat die erste Mannschaft verstärken können und spätestens seit der Auflösung der zweiten Mannschaft ist der vereinsinterne "Reifeprozess" nicht möglich. Für Krauß und Jäkel hat die sportliche Leitung einen Karriereplan außerhalb Leipzigs ermöglicht. Für beide kam hinzu, dass der Eingewöhnungsprozess durch Wegbegleiter in Form der Trainer erleichtert wurde. Beide Spieler können ein weiteres Jahr wertvolle Profierfahrung sammeln und können im Sommer 2022 gereift und weiterentwickelt nach Leipzig zurückkehren. Ob es dann für die (erweiterte) erste Mannschaft reicht, eine weitere einjährige Leihe drangehangen wird oder eine Ablösesumme generiert wird, werden die Einzelfälle zeigen.  


Borkowski, Martel, Schreiber und Ohio – Auswege aus der Corona-Krise

Die coronabedingte Saisonunterbrechung in den Juniorenmannschaften macht vor allem den Übergangsjahrgängen 2002 und 2003 zu schaffen. Diese Jahrgänge stehen auf dem Sprung zum Seniorenbereich und können die letzten Schritte nicht gehen. Denn die Pflichtspiele in der U19-Bundesliga sind verschoben bzw. wurden im Frühjahr endgültig abgesagt. Für die mit Profiverträgen ausgestatteten Dennis Borkowski, Eric Martel und Tim Schreiber (alle Jahrgang 2002) suchte der Verein nach Entwicklungsmöglichkeiten und fand folgende Ziele:  


Dennis Borkowski (01/2021-06/2022 beim 1.FC Nürnberg, 2. Bundesliga), Jahrgang 2002

Mit der Erfahrung von zehn Spielminuten Bundesliga in der Hinrunde im Gepäck machte sich Sturmtalent Borkowski auf den Weg nach Nürnberg – und machte das Leipziger Dreigestirn um Robert Klauß und Tom Krauß perfekt. Im Sturm traf er auf zweitligaerfahrene Konkurrenz, wie Manuel Schäffler, Pascal Köpke, Robin Hack und Felix Lohkemper und sammelte dennoch Spielminuten. Sein Arbeitsnachweis nach einem halben Jahr zweite Liga: 13 Zweitligaspiele, davon 7x in der Startelf, 3 Tore in 653 Einsatzminuten. Eine Spielzeitquote von 45%, die geschmälert wurde, weil er in den letzten drei Partien nach einer Weißheitszahn-OP gar nicht mehr zum Einsatz kam und das Nürnberger Eigengewächs Erik Shuranov (ebenfalls Jahrgang 2002, 5 Tore in der Rückrunde) ihm den Rang ablief. Borkowski steht im Ranking der jüngsten Zweitligaspieler der Saison auf Platz 10. In der neuen Saison wird es darum gehen den kurzzeitig erarbeiteten Stammplatz wieder zu erobern. Mit den jungen, entwicklungsfähigen Talenten Borkowski, Shuranov und auch Krauß könnte der 1.FC Nürnberg die favorisierten Mannschaften aus Bremen, Gelsenkirchen, dem Hamburger SV durchaus ärgern.  


Borkowski seit dem Winterwechsel mit eingen Einsätzen in Nürnberg.

 

Eric Martel (01/2021-06/2022 bei Austria Wien, 1. Liga Österreich), Jahrgang 2002

Der U19-Kapitän konnte in der zweiten Corona-Welle keine Mannschaft mehr aufs Feld führen, weshalb der hochveranlagte, gebürtige Straubinger, den Weg zurück gen Süden antrat, jedoch nicht in Bayern zum Stillstand kam, sondern in Österreichs Hauptstadt Wien. Seit der Rückrunde läuft er im defensiven Mittelfeld unter dem Trainer Peter Stöger für Austria Wien auf. Bekannter Mitspieler zu seiner Rechten übrigens: Georg Teigl. Martel brachte sich gleich ins Schaufenster: Startelfeinsatz im ersten Spiel gegen den SV Ried, der nach 51 Minuten mit einer gelb-roten Karte endete. Sein Team gewann dennoch mit 1:0. Doch das war nur ein kleiner Rückschlag, denn letztendlich stehen folgende Werte zu Buche: 19 Spiele (18x Liga, 1x Pokal), davon 18x in der Startelf, ein Tor, eine Torvorlage, eine gelb-rote Karte, eine Sperre nach der fünften gelben Karte. Eric Martel absolvierte 1.561 von 1.890 Einsatzminuten, das entspricht einer Spielquote von 82%. Wenn die gelben Karten nicht gewesen wären, wäre er auf >90% gekommen. Beeindruckende Zahlen für einen noch für die U19 spielberechtigten Akteur, in der Zentrale des Spielfelds. Am Ende der Saison ist Austria Wien auf dem achten Platz gelandet. In der österreichischen Bundesliga wird die Tabelle der zwölf Teams nach 24 Spieltagen geteilt – in Meister- und Play-Off-Runde. In der Play-Off-Runde belegte die Austria schließlich den zweiten Platz. Es ist also Luft nach oben für sportlichen Erfolg in Martels zweiter Saison in Wien.  


Martel ist Stammspieler bei der Austria.

 

Tim Schreiber (01/2021-06/2022 beim Halleschen FC, 3. Liga), Jahrgang 2002

Für Stürmer und Mittelfeldspieler einen Ausleih-Verein mit der Möglichkeit auf Einsatzminuten zu erhalten, ist eine machbare Aufgabe. Für einen Torwart ist dies ungleich schwerer, zumal in der laufenden Saison. Und dennoch hat sich Tim Schreiber beim Halleschen FC in den letzten beiden Drittligapartien in den Fokus gespielt. Wie? Durch eine Verletzung von Stammtorwart von Sven Müller durfte er die letzten beiden Partien ran und die Bilanz ist herausragend: 2 Spiele, 180 Minuten, kein Gegentor, mindestens vier überragende Paraden. 

Spielbericht+Video Hallescher FC - Wehen Wiesbaden

Spielbericht+Video Bayern München II - Hallescher FC

Im Landespokalfinale stand am Samstag den 29.05. 16 Uhr gegen den 1.FC Magdeburg wieder Stammtorwart Müller zur Verfügung, musste aber einmal zu oft hinter sich greifen. Dennoch bleibt es möglich, dass fernab des Scheinwerferlichts ein potentieller Gulácsi-Nachfolger heranwächst.  


Schreiber mit zwei guten Leistungen beim HFC.

 

Noah Ohio (01/2021-06/2022 bei Vitesse Arnheim, 1.Niederländische Liga), Jahrgang 2003

Der niederländische Juniorennationalspieler (Jahrgang 2003) wechselte im Sommer 2019 von den Junioren von Manchester City zur U17 von RB Leipzig. Mit 10 Toren in 13 Spielen in der U17 und 5 Toren in 4 Spielen in der U19 zeigten, dass er im Juniorenbereich tonangebend ist. Im Winter wurde dann eineinhalbjährige Leihe zum niederländischen Erstligisten Vitesse Arnheim vereinbart. Ein großer Schritt für ein ohne Frage großes Talent. Bereits bei der zweiten Kadernominierung kam er zu einem Kurzeinsatz. Er rangiert damit auf Platz 6 der jüngsten eingesetzten Spieler in der diesjährigen Eredivisie-Saison. In den ersten sieben Spielen kam er auf vier Spiele mit insgesamt 26 Spielminuten. In den folgenden 13 Spielen, Liga und Pokal, pendelte er zwischen Ersatzbank und Tribüne. Die Gründe dafür sind nicht bekannt. Vitesse Arnheim erreichte zum Saisonabschluss den vierten Platz und hat damit die Qualifikation für die Europa League geschafft. Das Finale des niederländischen Pokals ging in der 90+1. Minute gegen Ajax Amsterdam mit 1:2 verloren. Jedenfalls genügend Einsatzmöglichkeiten für Noah Ohio, der auch in der nächsten Saison noch für die Junioren spielberechtigt wäre.  


Ohios Leihe ist noch nicht erfolgreich.

 

Fazit: Wie bei Krauß und Jäkel ist es der sportlichen Leitung gelungen, Leistungsträgern der U19 eine sportlich sinnvolle Alternative zu verschaffen. Eric Martel ist Stammspieler bei Austria Wien, Dennis Borkowski war zwischendurch in der Nürnberger Startelf gesetzt und dass sogar Tim Schreiber die ersten Drittligaminuten sammeln konnte, macht die U19-Personalpolitik fast schon zu einem Meisterwerk. Dass Noah Ohio noch nicht durchgestartet ist, sollte nicht nervös machen, da er beim stärksten der vier Vereine untergekommen und ein Jahr jünger als die drei Erstgenannten ist.

Roter Brauser


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HIMMELHOCH JAUCHZEND, ZU TODE BETRÜBT

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Leipzig - (30.05.2021) Nachdem die Saison zu Ende gegangen ist, wurde es Zeit für ein Fazit. Wie wir die Saison als Ganzes bewerten und wer für uns die Spieler der Saison waren. Bewertet haben wir dazu auch unsere zahlreichen Leihspieler und wie der Kader der kommenden Saison aussehen wird.

Weitere Themen waren unter anderem die Europameisterschaft in Hinblick auf die Beteiligung der Leipziger Nationalspieler und die Frage, inwiefern sich unser Moderator Jan gerne am Kader der Bundesligaabsteiger bedienen möchte.
Wie der einzig wahre Rasenballsport sind auch die Podcaster #4Fans sehr gut durchgekommen. Aber am Ende ging wie bei RBL die Qualität flöten. Wir bitten, die Tonprobleme zu entschuldigen.
Unser Gast im Podcast war dieses Mal Sören, besser bekannt im RB-Fans-Forum und bei Twitter als Rumpelstilzchen.



Ihr seid wie immer herzlich eingeladen, selber rein zu hören und uns eure Meinungen und Anregungen auf unseren Social Media-Kanälen oder per Mail zu schreiben.




Folge 25 – Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt


24.5.2021 – 4Fans Folge 25 mit Jan, Daniel, Lars und Gast Sören


  • 00:00:00 – Vorstellung
  • 00:06:45 – Saisonanalyse – Noten
  • 00:22:45 – Nagelsmann Pro und Contra
  • 00:48:00 – Spieler der Saison
  • 00:56:12 – EM und die Rasenballer
  • 01:01:29 – Unsere Leihspieler
  • 01:32:25 – Kaderausblick
  • 01:48:38 – Leichenfleddern bei Absteigern oder: Feilschen mit Jan
  • 02:04:07 – Frauenfußball
  • 02:06:50 – Verabschiedung


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10 FRAGEN – SAISONFAZIT DER REDAKTION

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Leipzig - (26.05.2021) Die Saisonziele erreicht bzw. übertroffen aber am Ende ging RBL nach dem Nagelsmann-Abgang die Luft aus. Unsere Redakteure haben zehn Fragen zur gerade abgelaufenen Saison beantwortet. Wie würdet ihr antworten ... beteiligt euch im Forum.

Das beste Spiel der Saison war… vielleicht nicht das Beste aber das Aufregendste. Der Heimsieg im letzten Champions League Gruppenspiel gegen Manchester. Dank eines furiosen Starts und eines Angeliño in Bestform reichte es für den Sieg gegen den englischen Vizemeister, der eine sehr gute Saison spielte. Ein finanziell äußerst wichtiger Erfolg, auch wenn am Ende schon noch etwas Glück dabei war, denn Manchester hatte zum Spielende den höheren xG. 


Das schlimmste Spiel der Saison war… klar das Pokalfinale. Sowieso schon mit wenig Hoffnung reingegangen, mitten in unser Schwäche- und Dortmunds Stärkephase. Die dritte Wiederholung einer untauglichen Taktik innerhalb von fünf Monaten gegen den BVB. Der finale Stimmungskiller. 


Die drei besten Kicker aus der schönsten Stadt der Welt waren… in der Hinrunde Angeliño, leider am Ende durch die Verletzung zu sehr ausgebremst. Seine Dynamik hat uns am Saisonende gefehlt. Über die gesamte Spielzeit Nkunku, weil er noch am ehesten seine PS aufs Feld bringen konnte und unser bester Offensivspieler war. Defensiv Orban, weil er zwar seine Schwächen hat, aber anders als Upamecano weniger augenscheinliche Fehler produzierte. Einziger Leipziger, der bei Sofascore und Whoscored im Team der Saison ist und das mit Recht. 


Von diesem Spieler habe ich mehr erwartet… Sørloth. Sicherlich eine gewisse Grundskepsis war aufgrund seines Werdegangs angebracht, aber bis zum Ende der Saison nur ganz selten mal ein Faktor (Gladbach, Istanbul). Er bzw. Nagelsmann fand einfach nicht den richtigen Platz im Team. Gegen den Ball sowie in Sachen Handlungsschnelligkeit reichte es bei ihm einfach nicht. 


Diesen Spieler sollte RBL unbedingt holen… an die ganz großen Transfers glaube ich nicht. Silva und Vlahović sind für mich Träumereien ohne realistischen Hintergrund. Auch wenn wir wieder etwas dem Prinzip Hoffnung folgen müssen, so würde ich auf Daka setzen. Er hat sich unter Marsch bestätig weiterentwickelt, ist pfeilschnell und weiß wo das Tor steht. Dazu weiß der neue Trainer bestens, wie er ihn einsetzen muss. 


Meine Schulnote für diese Saison… eine 2-. Wir haben die Saisonziele erreicht und man muss auch klar sagen, dass Leipzig vom Kaderwert klar unter die Top-4 der Liga gehört. Die Zeiten von einem unerfahrenen Team und vom Bundesliganeuling sind vorbei. Eine Top-4 Platzierung darf man erwarten. Im Pokal hatte man etwas Auslosungsglück und gegen Manchester auch ein wenig, dennoch hat man hier anhand der Schwere der Gruppe das Saisonziel übertroffen. Für mehr, hätte die Rückrunde besser sein müssen. 

 

Sabitzer als Kapitän mit wenigen und dennoch den meisten Bundesligatoren.


Meine Schulnote für Nagelsmann… eine 3. Nagelsmann ist es zu selten gelungen, die Topspiele zu gewinnen. Taktisch wurden in der Rückrunde zu viele Fehler gemacht, es gab quasi nur noch den Plan A und wenn dich der BVB dann mit den ureigenen Ralfball schlägt, bedeutet dies, dass andere eher über den Schatten ihres taktischen Korsetts springen konnten. Obendrauf der Abgang, der schon fast einer Flucht ähnelte und die nicht gelöste Sturmproblematik. Insgesamt haben auch nur wenige Spieler sich wirklich entscheidend weiterentwickelt. 


Nagelsmanns Abgang fand ich…  überhastet und absolut emotionslos. Seine Ansagen von Beginn der Amtszeit folgend, hat er sein Werk hier unvollendet hinterlassen. Nun muss Marsch sehen, wie er die Symbiose vielleicht besser hinbekommt, Nagelsmann ist das eigentlich im Verlauf immer schlechter denn besser gelungen. So wurde aus RBL ein Ballbesitzteam, das die Überlegenheit der statistischen Werte zu selten in Tore ummünzen konnte. Rückblickend war RBL trotz einer extra Wartezeit für Nagelsmann nur ein Trittbrett, viel mehr noch als für einige Spieler, und so etwas fußabtreterisch fühlt sich das als Fan dann auch an. 


Die Zeit ohne Stadionbesuch war… merkwürdig. Als jemand, der sehr viel über den einzig wahren Rasenballsport schreibt, geht ein wenig die emotionale Bindung flöten. Klar habe ich mich über das Saisonende geärgert, im Stadion wäre es aber sicherlich deutlich mehr gewesen. Das Drumherum fehlt einfach. Außerdem wäre es interessant gewesen, zu beobachten, wie die Fanszene auf die Ereignisse der letzten Wochen reagiert hätte. 


Von Marsch und der kommenden Spielzeit erwarte ich… , dass wir wieder die Champions League Qualifikation schaffen. Das wird schwer genug, denn es wird eine Umbruchsaison, in der Marsch neben den taktischen Umstellungen (hier hoffe ich nicht auf eine komplette Wende, sondern auf kluge Anpassungen) die Defensive (ggf. inklusive Sabitzer und Konaté) neu formieren muss, die Offensive wieder reaktivieren muss, mit der Doppelbelastung und später zurückkehrenden EM Kickern zurecht kommen muss. Ich denke seine Emotionalität kann ihm da auch helfen, den ersten Schritt zu gehen, zumal das Saisonende wohl auch bei den Spielern für einen Knick gesorgt hat. 


Rumpelstilzchen

 

Willi Orban, der Fels in der Brandung.


Das beste Spiel der Saison war… Der 4:3 - Erfolg gegen Basakeshir mit dem Siegtreffer von Alex in der letzten Minute.


Das schlimmste Spiel der Saison war… Berlin, Pokalfinale ...


Die drei besten Kicker aus der schönsten Stadt der Welt waren… Haidara, Olmo & Nkunku.


Von diesem Spieler habe ich mehr erwartet… Marcel Sabitzer ist leider in den wichtigen Spielen oft abgetaucht und war zumindest von außen betrachtet kein Stabilitätsfaktor, sondern ist eher wegen eklatanter Fehler in Erinnerung geblieben.


Diesen Spieler sollte RBL unbedingt holen… Adam Hložek sollte man in diesem Sommer unbedingt verpflichten, da er in der Rückrunde sein Talent gezeigt hat. Außerdem benötigen wir noch eine zusätzliche Verstärkung für die Offensive.


Meine Schulnote für diese Saison… 2+


Meine Schulnote für Nagelsmann… 2


Nagelsmanns Abgang fand ich…  Ich fand sehr interessant, dass der Wechsel so schnell über die Bühne ging. Finde es aber nicht schlimm, dass er schon die Kaderplanung vorantreibt. War vor seinem Wechsel zu uns, als er noch bei Hoffenheim war, nichts anders. Den Zusammenbruch der Mannschaft hätte er jedoch verhindern müssen.


Die Zeit ohne Stadionbesuch war… extrem bescheiden, da ich denke, dass die Unterstützung der Mannschaft einigen Spielen geholfen hätte.


Von Marsch und der kommenden Spielzeit erwarte ich… die Rückkehr der Leichtigkeit auf dem Platz und die Hoffnung, dass Konter wieder ausgespielt werden und keine unnötigen Verzögerungen mehr stattfinden.


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Haidara machte einen der größten Entwicklungsschritte.


Das beste Spiel der Saison war… das 3:3 gegen die Bayern. Denke da hat man sich gut verkauft ohne fehlerfrei gewesen zu sein. Ansonsten war die Saison eher highlightfrei, weil man bei den Highlight Spielen, eher nicht performt hat.


Das schlimmste Spiel der Saison war… tatsächlich das Pokalfinale gegen den BVB. Die erste Hälfte war einfach nur eine Katastrophe. Auch wenn man diesesmal nicht vor Ort war, hat der Verein nicht mit positiver Stimmungsmache gespart. Leider hat es die Mannschaft nicht geschafft, das Knistern auf den Rasen zu bekommen. Letztlich war das Spiel ein Sinnbild der Saison.


Die drei besten Kicker aus der schönsten Stadt der Welt waren… Peter Gulácsi. Wieder mal eine fehlerfreie Saison und ein sicherer Rückhalt. Kevin Kampl, dem man auch angemerkt hat, stets für die Mannschaft zu brennen und immer mindestens solide war, auch wenn die Scorer dieses Jahr wohl nicht da waren und Nordi Mukiele. Der Franzose reiht sich für mich in die vorgenannten soliden Spieler ein. Grobe Schnitzer fallen mir nicht ein, aber wenn man von jemand sprechen kann der sich langsam die Sporen verdient, dann bei ihm.


Von diesem Spieler habe ich mehr erwartet… Marcel Sabitzer. Als Kapitän hat man auch die Rolle, wenn es mal nicht so läuft die Anderen zu motivieren, mit gutem Beispiel voran zugehen und nicht nur zu meckern. Letzteres war mir zu oft der Fall. Sicher jemand der sich selbst wieder hochziehen kann und der gewisse Mentalität hat. Auf den Rest strahlt er allerdings nicht ab, deswegen für mich eher die größte Fehlbesetzung, auch wenn es nur um die Position des Kapitäns geht.


Diesen Spieler sollte RBL unbedingt holen… mit Nagelsmann, Konaté und eventuellen Sabitzer Millionen hat man gut was in der Kasse um sich endlich wieder einen Top-Stürmer zu holen. Es wäre meiner Meinung nach auch mal ein Zeichen jemanden zu verpflichten, der schon was geleistet hat. Von daher würde ich mir André Silva wünschen, auch wenn er mal 40 bis 50 Millionen kosten würde. 

 

Olmo im Nationalmannschaftsdress deutlich treffsicherer.


Meine Schulnote für diese Saison… eine 3. Die reinen Ergebnisse sind da und da fehlt zur 1 nur der Titel. Die Weiterentwicklung im Klub und in der Mannschaft ist jedoch nicht da. Und mit dem Abgang von Nagelsmann und Krösche muss man sich nun wieder neu definieren.


Meine Schulnote für Nagelsmann… auch hier eine 3. Mindestziele erreicht, aber wie vorher schon geschrieben, die Entwicklung gab es nicht zu sehen, eher schien die Mannschaft mit den Ansprüchen überfordert gewesen zu sein.


Nagelsmanns Abgang fand ich… sehr schade, vor allem menschlich. Nagelsmann hatte ich, schon bevor er kam, als jemand eingeschätzt der sich an Verträge hält. Das hat man ja beim Hoffenheim Abgang gesehen. Das er beim ersten Wink gleich alle Zelte abbricht, war sehr enttäuschend. Klar versteht man, dass er gehen will, aber so plötzlich und obwohl er hier immer gepredigt hat was erreichen zu wollen. Das ist sicher nur die Sicht von draußen, aber man muss schon sagen, dass man sich ein wenig im Stich gelassen fühlt.


Die Zeit ohne Stadionbesuch war… mehr oder weniger gewohnt, wenn auch anders. Als isolierter Arsenal-Fan weiß man, wie es ist, die Mannschaft nur vorm TV zu supporten. Bei RB ist es immer ein Vorteil gewesen direkt vor Ort zu sein, die Atmosphäre zu schnuppern, ein gemeinsames Bier zu trinken. Das fehlte dieses Jahr und man stumpft dann natürlich auch etwas ab. Vor allem wenn man einen Herzensverein hat, den man ohnehin nur aus der Ferne unterstützt. Da viel RB schon das ein oder andere Mal runter, wenn der soziale Bezug nicht da war. Also auf der einen Seite weiß ich wie es ist Spiele allein vor dem TV zu verfolgen, auf der anderen Seite ging schon ein wenig Fan-Dasein verloren. Mal schauen wie es sich nächste Saison entwickelt.


Von Marsch und der kommenden Spielzeit erwarte ich… mehr frische im Spiel. Weniger Taktik, mehr Kampfgeist. Wieder mehr Emotionen und vor allem: Auch mal eine gute 1. Halbzeit in den entscheidenden Spielen. Champions League sollte wieder Ziel sein. Alles weitere bleibt erstmal Zubrot.


tony4arsenal

 

Es gab auch einiges zu feiern.


Das beste Spiel der Saison war… das erste, zweite und dritte Heimspiel. Nicht wegen der Gegner oder der Ergebnisse, sondern weil Zuschauer*innen ins Stadion durften. Alles danach war vielleicht sportlich interessanter, aber emotional ziemlich flach.


Das schlimmste Spiel der Saison war… das verlorene Pokalfinale. 


Die drei besten Kicker aus der schönsten Stadt der Welt waren… Christopher Nkunku, Kevin Kampl und Dani Olmo. 


Von diesem Spieler habe ich mehr erwartet… Alexander Sørloth. 


Diesen Spieler sollte RBL unbedingt holen… Keine Ahnung, wer so auf dem Markt ist, aber ein Stürmer sollte es sein.


Meine Schulnote für diese Saison… ist eine glatte 2. Keinen Titel geholt, obwohl für Meisterschaft und Pokal die Gelegenheiten da waren. Aber immerhin ohne Probleme für die Champions League qualifiziert.


Meine Schulnote für Nagelsmann… ist eine 2 minus. Mit mehr Mut und weniger Kopf wäre in den entscheidenden Spielen mehr drin gewesen.


Nagelsmanns Abgang fand ich…  unnötig früh. Er hätte hier noch was erreichen können und bei den Bayern wird auch in ein paar Jahren wieder mal die Trainerstelle frei.


Die Zeit ohne Stadionbesuch war… unfassbar nervig.


Von Marsch und der kommenden Spielzeit erwarte ich… wieder mehr Schwung in die Bude zu bringen, ohne die von Nagelsmann initiierte Weiterentwicklung der Mannschaft komplett aufzugeben.


Semantosoph

 

Wir sehen uns nächste Saison!


Wenn ihr auch die Fragen beantworten wollt, dass macht mit bei uns im Forum.

RB-Fans Redaktion


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KOAN PUNKTEREKORD!

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Berlin - (22.05.2021) Seit Zorniger verliert RBL erstmals wieder ein Ligaspiel in Berlin. Leipzig war über die gesamte Spielzeit gesehen das bessere Team, traf aber mal wieder nicht entsprechend und wurde in der Nachspielzeit durch Kruse bestraft. Nagelsmann geht ohne den Punkterekord!

Vor dem Spiel ist vor dem Spiel

Auch wenn Nagelsmanns Mission unvollendet bleibt, so schloss sich mit dem Kick gegen Union ein Kreis. Das erste Bundesligaspiel unter Nagelsmann war gegen Union und auch jetzt, beim vorzeitigen Ende, ging es gegen die Eisernen. Die Berliner wollten heute mit einem Sieg in die neugeschaffene Conference League, Leipzig wollte den eigenen Punkterekord in der Bundesliga verbessern.

Für dieses Ziel wechselte Nagelsmann auf sechs Positionen: Gulácsi (Urlaub), Konaté, Laimer, Henrichs, Nkunku und Poulsen (jeweils auf der Bank) wurden durch Martínez, Upamecano, Haidara, Kampl, Halstenberg und Hwang ersetzt. Da es am Ende für Union reichte, schloss sich ein weiterer Kreis, denn vor fast sieben Jahren verlor RBL zuletzt ein Ligaspiel in Berlin (auch 2:1, auch Union, auch Zornigers Team damals ähnlich unglücklich, aber nicht ganz so teuer).

 

>>> zum Liveticker

 

Dreisatz des Spiels

Das Unwort der Saison ist "Chancenverwertung" – herzlichen Glückwusch! Ein Spiel, dass sinnbildlich für die letzten Wochen steht: maue erste Halbzeit, miese Chancenverwertung und am Ende sieglos. Kluiverts Treffer reichte nicht, denn Luthe setzte weiteren Angriffen ein Ende und Kruse ließ Union in der Nachspielzeit jubeln.

 

Wie Leipzig in den letzten Wochen oft dahsteht...

 

Neu im Bullenstall

Von neu kann ja im letzten Saisonspiel keine Rede sein, schaut man auf die unter Nagelsmann immer noch sehr überschaubaren Einsatzzeiten der Sommerneuzugänge 2020, so scheint die Floskel dennoch nicht ganz unangebracht. Martínez mit seinem Debüt im Leipziger Dress (auf Twitter gleich mal mit dem falschen Logo). Der Spanier ist erst der zweite spanische Keeper in der Bundesliga (nach Reina) und der 50. Spanier überhaupt. Drei der letzten sechs Spanier in der Bundesliga debütierten damit für RBL (Olmo, Angeliño und Martínez), ein Trend der sich ohne Nagelsmann ggf. nicht so schnell fortsetzen wird. Martínez mit einer guten Leistung, einzig bei Standards etwas wacklig, parierte lange das wenige, was auf seinen Kasten kam. Bei den Gegentoren quasi machtlos, beim ersten patzte Poulsen, beim zweiten die Hintermannschaft allgemein.

 

In der Strafraumbeherrschung noch Luft nach oben.

 

In der Offensive starteten Hwang und Kluivert, um sich noch ein letztes Mal zeigen zu können. In der ersten Halbzeit setzten sie die einzigen Leipziger Akzente, verpassten aber jeweils den Treffer. Während Hwang nach 54. Minuten gehen musste und für Nkunku Platz machte, bleib Kluivert und traf zum 1:0. Vorausgegangen war die erste Ballaktion von Nkunku, ein sehr schöner Pass! Sicherlich ist Kluivert aktuell ineffizient, dennoch dürfte er nach Nkunku der Spieler sein, der pro 90 Minuten den höchsten xG+xA (erwartbare Tore und Vorlagen ohne Elfer) hat. Insofern durchaus nachvollziehbar, dass man sich immer noch mit einer Festverpflichtung beschäftigt. Am Ende kam statt Raebiger nochmal Sørloth und vergab standesgemäß eine gute Chance – kennen wir nur all zu gut.

 

Kaufen oder nicht kaufen?

 

Die drei besten Kicker aus der schönsten Stadt der Welt

Kluivert: Schwierig heute die besseren Spieler zu wählen. Kluivert traf, das lässt ihn schon mal etwas herausragen. Sein Spiel bleibt aber geprägt von Licht und Schatten.

Nkunku: Allein für den Pass zum 1:0 gehört er hier rein, leider danach nicht mehr ganz so gut. Reichte trotz lediglich einer Halbzeit zu den meisten wichtigen Pässen. Er bleibt unser bester Offensivspieler in dieser Saison.

Haidara: Wie in den letzten Wochen noch einer der Besseren. Führte die meisten Leipziger Zweikämpfe und gewann die meisten.

 

Darf es noch ein bisschen mehr sein? Auf alle Fälle...

 

Luft nach oben

Laimer: Das war heute leider wenig. Unser Kampfschwein ist noch nicht bei 100%. Ob er sich mit einer etwaigen EM Teilnahme eine Freude machen würde, sei mal dahingestellt. Kaum gewonnene Zweikämpfe, seine Einwechslung verpuffte.

Forsberg: Wenig zu sehen bis zu seiner Auswechslung. Für einen der Topverdiener, darf es da schon etwas mehr Impact sein.

Poulsen: Auch er machte heute keine gute Figur. Beim ersten Gegentor ließ er Friedrich entwischen. Dazu offensiv (ein abgewehrter Schuss) quasi nicht zu sehen.

 

Kategorie schlecht gealtert

Gepackte Koffer allerortens, bei Nagelsmann sind aber weder Punkte noch was Blechernes drin, da helfen auch keine 25 Mio.

 


Tweet des Spiels

Koan Punkterekord!

 

Champagner oder Bier – die Fans

Stell dir vor, es geht für deinen Verein um den Einzug in den internationalen Wettbewerb und du machst nach über einem Jahr Pandemie erstmal 15 Minuten Stimmungsboykott, wenn du wieder im Stadion zurückbist, weil du dich mal wieder moralisch überhöhen musst (und das nach den Berichten aus den letzten Wochen). Fazit: Bei Union wird einfach etwas zu viel abgekultet. Eigentlich Schade, dass sowas noch belohnt wird.

 

 

Pfeife des Spiels

Winkmanns letzter Bundesligaeinsatz. Während Leipzig bis heute keines der von ihm geleiteten Spiele verloren hatte (hätte die Änderung diesbezüglich nicht unbedingt gebraucht), hatten die Eisernen bisher nur wenige gute Erinnerungen an ihn – nur zwei Siege in 12 Profifußballspielen. Der Sieg heute wird ihnen dagegen sicherlich in guter Erinnerung bleiben.

Bei dem Foul an Kluivert im ersten Durchgang lag er so falsch wie man nur liegen kann und gab obendrein dann Sabitzer Gelb wegen Meckerns. Insgesamt bei einigen Zweikampfbewertungen nicht ganz kohärent, sonst ok.

 

Na immerhin kann wenigstens einer noch lachen.

 

Aufgefallen

1)      Natürlich ging es in diesem Spiel für RBL um wenig und natürlich war man xG technisch deutlich besser als Union, dennoch bleibt nach einer erneut sieglosen Partie ein fader Beigeschmack zurück.

2)      Der Rotebrauseblogger vor dem Spiel noch mit einer kleinen Eloge auf Nagelsmann. Es bleibt abzuwarten, wie viel von seinen Einflüssen in der nächsten Saison bestehen bleibt. In der allgemeinen Bewertung darf man konstatieren, dass er die Saisonziele erreicht bzw. übertroffen hat, aber die Abzüge gibt es in der B-Note: Abgang, Punkteausbeute in den Spitzenspielen der Buli und dem verlorenen DFB Pokalfinale.

 

 

3)      Wobei man auch feststellen darf, dass es Nagelsmann nicht gelungen ist die diesjährigen Neuzugänge gut zu integrieren und am Ende des Tages gab es in der Bundesliga, trotz der in diesen zwei Jahren sicherlich teuersten RBL Kader, keine besser Punkteausbeute als unter Rangnick oder im ersten Hasenhüttl Jahr. Ich bin mir unsicher, ob in 2-3 Jahren viel von Nagelsmann hier bleiben wird, an das man sich gerne zurückerinnert oder das den Klub weiter sportlich prägt. Insofern vielleicht gar nicht so schlecht, dass der Rekord bei Hasenhüttl bleibt, ihm gönne ich den jedenfalls aktuell deutlich mehr, auch wenn er vielleicht der schlechtere Trainer ist.

 

Nkunkus Geistesblitz mit der ersten Ballberührung reichte nicht.

 

4)      Das Dutzend vollgemacht. 12 der letzten 13 ersten Halbzeiten ohne eigenen Treffer. Offensiv war das bis auf eine Chance kurz vor der Pause extrem überschaubar von Leipzig (Salzburg übrigens mal wieder mit einer 3:0 Halbzeitführung). In Anbetracht der Ausgangslage nicht gänzlich unverständlich, aber es passt ins Bild der letzten Wochen. Zumal Leipzig im zweiten Durchgang wieder eine Schippe drauflegte, auch dank der Einwechslungen, dennoch muss man sich schon fragen, wieso es immer wieder zu diesen Diskrepanzen kommt. Das es am Ende nicht zu einem Punkt oder auch dem Sieg reichte, lag mal wieder an der Chancenverwertung.

5)      Nur vier Siege in den letzten 13 Spielen, drei davon gegen die Kellerkinder aus Bremen und Bielefeld, einer gegen Stuttgart, die früh Rot sahen. Das ist die Leipziger Ausbeute seit Mitte März. In der Formtabelle seit dem 25. Spieltag bedeutet das Platz 11 mit nur einem Punkt mehr als Köln auf Platz 15 im gleichem Zeitraum. Eines Vizemeisters absolut unwürdig.

6)      Das führt uns nochmal zur Chancenverwertung. Wie kann es eigentlich sein, dass Nagelsmann dieses Thema, was unsere ganze Saison fast schon monothematisch bestimmte, nicht in den Griff bekommen konnte. Auch heute wieder 1,1 zu 2,4 xG, dennoch 2:1 verloren. Ist das gute alte Torschusstraining so aus der Mode oder ist es einfach die Angst des Torschützen vorm Elfmeter? Nur Mainz hat noch weniger aus seinen Chancen gemacht (7 xG Unterschied) nur Leipzig hat in der oberen Tabellenhälfte weniger Tore erzielt als zu erwarten waren (die Bayern 23 mehr, Wolfsburg 9, der BVB 6, Frankfurt 9 usw.). Eigentlich wird das eine der interessantesten Fragen der nächsten Saison sein, waren die Stürmer zu schlecht oder lag es an etwas anderem. Mal schauen, was Marsch aus der Offensive rausholt…

 

 

7)      Wie im Vorfeld berichtet, hat RBL eine miese Maibilanz (zumindest seit einigen Jahren). Die Niederlage fast schon folgerichtig. Es muss man der Ausbeute in der Saisonendphase gearbeitet werden. BVB, Gladbach, Bayern und Frankfurt heute mit Siegen, Leipzig guckte dagegen erneut in die Röhre.

8)      Werder und Schalke direkt runter. Ein bitterer Nachmittag für die Hanseaten. Nach Bremen war eigentlich immer eine recht schöne Auswärtsfahrt inklusive einer Fanszene, die etwas entspannter und mit weniger Moralin an das Thema RBL heranging. Im Endeffekt hat man bei Werder etwas zu spät die Reißleine gezogen.

9)      In eigener Sache: Schon nächste Woche werden die #4Fans die Saison im Podcast nachbereiten: Stay tuned!

 

 

Fazit & Ausblick

Etwas emotionaler: Was soll man da noch groß sagen: GOTT SEI DANK IST SOMMERPAUSE! Noch mehr Spiele dieser Art wären schwer zu ertragen. Ein bigotter Gegner, Leipziger Chancenverwertungsgekasper, einschläfernde erste Halbzeit und obendrein null Punkte. Die einzige Euphorie, die Nagelsmann derzeit in Leipzig noch auslösen kann, ist die auf Jesse Marsch.

Etwas nüchterner: Das war sie also die Saison 2020/21. Etwas arg bitter im Abgang aber insgesamt trotzdem eine erfolgreiche. In der Champions League überwintert, Vizemeister und im Pokalfinale gewesen. Das kann sich für einen Klub wie Leipzig durchaus sehen lassen. Ja hier und da war dennoch mehr drin, aber bis zum Knick im März hatten andere Teams mehr Probleme, konstante Leistungen aufs Feld zu bringen. Wir lesen und hören uns!

 

Mit gesengtem Kopf in die Sommerpause.

 

Statistik
Union Berlin: Luthe – Friedrich, Knoche, Schlotterbeck – Trimmel (C), Ryerson (82. Becker), Gentner (64. Endo), Lenz (82. Bülter) – Ingvartsen (64. Teuchert) – Musa (58. Awoniyi), Kruse
RB Leipzig: Martínez – Klostermann (85. Mukiele), Orban, Upamecano, Halstenberg – Kampl (85. Sørloth) – Sabitzer (C), Forsberg (54. Poulsen), Haidara – Kluivert (68. Laimer), Hwang (54. Nkunku)
Schiedsrichter: Guido Winkmann (Kerken)
Tore: 0:1 Kluivert (55.), 1:1 Friedrich (67.), 2:1 Kruse (90.+2)
Torschüsse: 10 / 19
Schüsse aufs Tor: 4 / 8
Passquote: 69% / 82%
Zweikampfquote: 47,5% / 52,5%
Ballbesitz: 37,8% / 62,2%
Laufstrecke: 117,4 km / 115,4 km
Fouls: 15 / 11
Ecken: 7 / 3
Abseits: 3 / 5
Gelbe Karten: Trimmel, Schlotterbeck / Sabitzer (8)
Zuschauer: 2.000

Rumpelstilzchen


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