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DAS GESETZ DER SERIE

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Frankfurt - (22.05.2024) Die Regels sind die Regels – so sprach ein Philosoph der Neuzeit und diesem Gesetz konnte sich am Wochenende auch RB Leipzig nicht entziehen. Die eigne Ungeschlagenserie weiter ausgebaut, aber auch weiterhin in Frankfurt sieglos. So war eigentlich nur ein Ergebnis möglich: ein Unentschieden, bei dem maximal die 2:0 Führung Leipzigs ungewöhnlich war.

Vor dem Spiel ist vor dem Spiel

Bereits die letzten zwei Spiele waren die Rasenballer im Auslaufmodus. Gegen Frankfurter, die zwei ihrer Helden – Rode und Hasebe – würdig verabschieden wollten und für die es durch die besondere Champions League- bzw. Tabellensituation noch um Einiges ging. Nicht die besten Voraussetzungen für einen erstmaligen Leipziger Sieg bei der SGE. Obendrauf kamen einige Ausfälle: so mussten Olmo, Simakan und Schlager passen. Besonders für den Österreicher ist der Kreuzbandriss und damit das EM-Aus bitter.

 

Šeško trifft wie am Fließband.

 

Dreisatz des Spiels

Alles in allem ein Unentschieden, welches gemessen an den Leipziger Leistungen eher schmeichelhaft war. Nach einer 2:0 Führung und knapp einer Stunde Spielzeit noch 2:2 zu spielen, war aber auch ein wenig unglücklich, zumal dem Anschluss eine sehr fragwürdige Foulentscheidung vorausging. Der Pechvogel des Spiels aber fraglos Henrichs, der kürzlich erst verlängert hatte und an beiden Gegentoren entscheidend beteiligt war. Auf den Rängen gab es neben einer schönen Choreo zum 15. Vereinsgeburtstag auch noch etwas Räucherwerk, dass wahrscheinlich an einer der kuriosesten Unterbrechungen der Saison nicht ganz unschuldig war.

 

Kreuz bitte hier machen...

 

Die drei besten Kicker aus der schönsten Stadt der Welt

Šeško: Dreht gerade auf und erzielte seinen siebenten Treffer in Folge, womit er in jedem Leipziger Spiel im April und Mai treffen konnte und seine Torausbeute auf 14 Saisontreffer ausbauen konnte. Als einziger Leipziger gab er mehr als einen Schuss auf das Tor der Frankfurter ab, gewann aber auf der anderen Seite nur einen Zweikampf. Ein gutes Gleichnis für diesen immer noch im Werden befindlichen Diamanten, dem ein paar weitere Jahre in Leipzig ganz gut tun würden. 65 Mio. beträgt momentan die Ausstiegsklausel, für einige Engländer sicherlich bezahlbar, jetzt sind Schröder und Co. gefordert.

Xavi: Holte den Elfmeter raus und verwandelte ihn nach einem noch nicht freigegebenen Fehlschuss sicher. Offensiv deutlich mehr Drive als Elmas, aber damit war zu rechnen. Das Tor war sein erstes seit Mitte März, was in etwa seine Rückrunde einfängt. Das vorhandene Potenzial blitzt immer mal wieder auf, aber seine ganz großen Spiele waren alle in der Hinrunde.

Haidara: Aktuell Mr. Zuverlässig im Zentrum und durch den Ausfall Schlagers mehr als nur gesetzt. Eine Zweikampfquote von 75% spricht für sich selbst. Mit einem Wort: griffig.

 

Henrichs agierte unglücklich.

 

Luft nach oben

Klostermann: Kein gewonnener Zweikampf, keine angekommene Flanke. Klostermann, einer der – um es vorsichtig zu formulieren – ausbaufähigsten Kicker auf dem Platz. Konnte im Verbund mit Lukeba den Kopfballanschlusstreffer nicht verhindern. Dies gegen eines der nach Standards ungefährlichsten Teams der Liga. Aber in der Abwehr von Standards ist Leipzig ziemlich mau, ein Thema, was nächste Saison unbedingt angegangen werden muss.

Henrichs: Er führte zwar die meisten Duelle aller Leipziger und gewann im Gegensatz zu Klostermann auch welche – allerdings unter 50%. In Erinnerung bleiben aber die beiden Zweikämpfe, die letztlich zu den beiden Frankfurter Toren führten. Beim ersten geht einiges auf Zwayer, der Etikités Abheben nicht korrekt einordnen konnte, das zweite geht gänzlich auf Henrichs Kappe, da er erst schlecht Richtung eigener Strafraum klärt und dann zu ungestüm in den Zweikampf geht. Nicht das beste Spiel nach einer Vertragsverlängerung.

Elmas: Konnte seine Chance nicht nutzen – auch sprichwörtlich, da er die größte Leipziger Chance aus dem Spiel heraus (64.) an den Pfosten setzte. Der Abschluss einer für ihn und Leipzig unbefriedigenden Rückrunde. Hoffen wir mal, dass es nur der Anlauf war, den er brauchte (siehe einst Emil Forsberg).

 

Tweet des Spiels

Ungeschlagen aber sieglos.

 

Champagner statt Bier – die Fans

Eine tolle Choreo zum 15. Vereinsgeburtstag und das auch noch auswärts. Fast 3000 mitgereiste Leipziger bei einem – gemessen am Auftreten der Mannschaft – besseren Freundschaftsspiel. Die Fanszene hat jedenfalls geliefert, auch wenn die Sicht zum Beginn der zweiten Halbzeit zeitweise etwas eingeschränkt war. Wer’s b(raucht)… Nicht gebraucht hat es jedenfalls der Frankfurter Videowürfel, der erstmal sprichwörtlich in den Brandschutzmodus herunterfuhr. Was für eine 10-minütige Unterbrechung sorgte. Dass ausgerechnet die Frankfurter Arena nicht pyrosicher war und auch dass der eigenen Pyro die beiden Frankfurter Tore folgten, entbehrt nicht einer gewissen Ironie.

 

Wo Feuer ist, da ist auch Rauch.

 

Pfeife des Spiels

Zum Abschluss noch einmal Zwayer – es bleibt einem auch nichts erspart. Auswärts war es seit Regionalligazeiten – fast auf den Tag genau vor 12 Jahren und damit das letzte Spiel vor der Ära Rangnick – das erste Unentschieden unter Zwayers Leitung. Damals ein 0:0, nachdem Leipzig Halle zum Aufstieg gratulieren durfte – schon damals war Zwayer also der Mann für die ganz „zwayfelhaften“ Vergnügen. Dieses Mal blieben besonders die übertriebenen Gelben für Leipzig und die entscheidenden Szenen vor den Frankfurter Toren im Gedächtnis. Henrichs Foul vor dem Elfer diskussionswürdig, aber es nicht zu geben wäre auch keine Fehlentscheidung gewesen. Garantiert kein Foul dagegen der Freistoß vor dem 1:2, dort trat eher Etikité gegen Henrichs als andersherum.

 

Fernsteuerung Leipzig Style.

 

Aufgefallen

1)      Wie wenig Drive die Rasenballer entwickelten war sehr schön an dem Missverhältnis aus mehr Ballbesitz und nur 21% Spielzeit im eigenen Angriffsdrittel abzulesen. Daher waren die Hausherren am Ende auch mit dem Ergebnis unzufriedener als Leipzig, das die letzten 10 Minuten auf Halten spielte und nach der Chance von Elmas (64.) kaum noch etwas Zählbares auf den Rasen brachte. 9 (SGE) gegenüber 35 (RBL) klärende Ballaktionen sprechen eine klare Sprache. Unterschiede, die auch in den Statistiken wie Ballberührungen im gegnerischen Strafraum (27 / 18), Torschüssen (22 / 9) oder Flanken (25 / 6), sehr gut abgebildet werden. Gerade in diesen Bereichen fehlte RBL nicht nur am Saisonende, sondern auch zwischendrin der letzte Biss.

2)      Am Ende wird abgerechnet und siehe da, die Leipziger Truppe mag zwar bei einem Limbowettbewerb gut aussehen, ist aber bei Standards aufgrund von Längennachteilen nicht ganz so großartig unterwegs. Der geteilte drittletzte Platz und drei Gegentore mehr nach ruhenden Bällen als Absteiger Köln offenbaren da klares Verbesserungspotenzial. Auch die Leipziger Rudeltaktik – quasi den eigenen Strafraum vollzuspammen – sah nicht nur auf dem Feld nicht gewinnbringend aus, sie war es auch in der Endabrechnung nicht.

 

In Frankfurt ist der Lack ein wenig ab.

 

3)      Noch bitterer wird obige Statistik dann, wenn Frankfurt als Letzter in der Wertung der geschossenen Standardtreffer (lediglich 4) gegen Leipzig trifft. Ohne den Elfer wäre die SGE übrigens auch bei Elfmetern auf dem letzten Platz gewesen. Das nennt man Aufbauhilfe.

4)      Diese Aufbauhilfe wurde den Brüdern im „wir machen eueren Sport kaputt“-Geiste aus Hoffenheim nicht zuteil. Ein Leipziger Sieg hätte die TSG noch an Frankfurt vorbeikatapuliert, auch weil ihnen – wie in dieser Saison so einigen anderen auch – ein Sieg gegen die Bayern gelang. So kann ganz Frankfurt den Borussen gegen Real die Daumen drücken, ich glaube, ich enthalte mich da aus antipathischen Gründen.

 

Bei bestem Wetter begegneten sich die Frankfurter Eintracht und RB Leipzig vor 51.000 Zuschauern. Beide Fanlager sorgten für gute Stimmung und somit für einen ordentlichen Rahmen, der bis auf einen kleinen Vorfall nach RBL-Führung friedlich blieb.

2:2 in Frankfurt am letzten Spieltag, kennen wir doch schon...

 

5)      Wie schon gesagt, wenn beide ihre Serien halten wollten, dann war eigentlich nur ein Unentschieden drin. Immerhin trafen mit Xavi und Šeško andere Kicker als Poulsen – siehe Vorbericht. Dort auch die Erkenntnis, dass letzte Spieltage, besonders auswärts nicht unbedingt zum Repertoire unserer Rasenballer gehören – aber wir sind ja auch erst 15, da kann man ja noch dazulernen…

6)      Die Fragen, die in den kommenden Monaten die Fanszene und die Führungsetage gleichermaßen beschäftigen werden, fallen sicherlich eher in den Bereich Kaderplanung, als dass sie die Aufarbeitung der Saison thematisieren dürften. Dabei ist diese Spielzeit eine interessante, ging ihr doch ein großer Umbruch voraus und irgendwie hat ihn Leipzig trotzdem relativ solide überstanden. Auf der anderen Seite war man weit weg davon, für echte Furore zu sorgen. Die Teams, über die nach dieser Saison geredet werden wird, sind andere und dies trotz einiger Unterschiedsspieler im Kader. Zu selten gelang es Team und Trainern mehr als die Summe der Einzelteile aufs Feld zu bringen. Das sah mannschaftlich in Stuttgart oder Leverkusen ganz anders aus. Raum für Verbesserungen, wie es so schön heißt und gerade dort wird es interessant zu beobachten sein, wie die sportliche Führung die Erfolge des Trainerteams in dieser Umbruchsaison bewertet, aber auch, ob nicht der nächste Ausverkauf folgt. Alles in allem macht RBL den Eindruck, sich auf gehobenen Niveau konsolidiert zu haben. Hungry4More? Hier war eher Gürtel enger schnallen und Fasten in der Rückrunde angesagt.

 

Für ein Finale dorheeme müsste Leipzig sich tabellarisch verbiegen.

 

7)      Ein wichtiger Baustein wird dabei die Zukunft von Xavi sein, mit dem diese Saison so viel gestanden und gefallen ist. Selbst ein Jahr Leihe könnte mit den richtigen Mitspielern ein wichtiger Faktor sein, um in den Wettbewerben wieder anzugreifen. Mit Olmo steht ein weiterer Schlüsselspieler quasi zum Verkauf, denn ein großer Abgangstransfer soll wohl nötig sein. Es braucht also Kicker, die mit Xavi mithalten können. Ihr Auftrag, Rouven Schröder!

 

Die Interessenten stehen Schlange.

 

Fazit & Ausblick

Ein passender Saisonabschluss, wenn man ein Blick auf die anderen Spiele wirft, nachdem die Champions League Qualifikation durch war. Auf dem Feld hat man die markigen Worte nicht gesehen, was im Hinblick auf die EM nachvollziehbar ist, aber, dass es auch anders geht, war teilweise auf anderen Plätzen zu sehen. Jetzt bricht die Zeit der Kaderplaner an, wobei Leipziger früher auch schon mal früher dran war, denn derzeit befinden sich noch so gut wie alle großen Kaderfragen in einem Schwebezustand.

 

Debüts gab es auch.

 

KickerWhoscoredSofacoreRBLBundesligaFotMobunderstatfbref

 

Statistik
Eintracht Frankfurt: Trapp (C) – Koch, Tuta, Pacho – Götze (90.+11. Rode), Skhiri (79. Larsson) – Knauf, Buta (79. Dina Ebimbe) – Marmoush, Chaïbi (90.+11. Hasebe), Ekitiké (90.+7. Nkounkou)
Bank: Grahl – Smolčić, Chandler, Max
RB Leipzig: Blaswich – Henrichs (90. Bitshiabu), Orbán (C), Castello Jr., Klostermann – Haidara (90. Kampl), Seiwald – Elmas (74. Baumgartner), Xavi (90.+11. Norbye) – Openda, Šeško (90.+11. Jatta)
Bank: Gulácsi, Zingerle – Poulsen, Raum
Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)
Tore: 0:1 Xavi (42.) FE, 0:2 Šeško (46.), 1:2 Ekitiké (60.), 2:2 Marmoush (77.) FE
Torschüsse: 22 / 9
Schüsse aufs Tor: 6 / 5
expected Goals: 2,62 / 1,79
Laufstrecke: 112,47 km / 112,65 km
Passquote: 79% / 82%
Zweikampfquote: 51% / 49%
Ballbesitz: 46% / 54%
Fouls: 10 / 11
Ecken: 8 / 3
Abseits: 0 / 3
Gelbe Karten: Koch (10), Knauff (5) / Henrichs (5), Xavi (9)
Zuschauer: 57.500 (ca. 2.600 Leipziger)

Rumpelstilzchen


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PODCASTFOLGE 62 - VORSÄNGER BASTI SAGT: "TSCHAU TSCHÜSS!!"

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Leipzig - (21.05.2024) Sebastian sagte am 33. Spieltag im Heimspiel Tschau, Tschüss!! Ein Grund natürlich, dass wir vom Podcast #4Fans hier eine Sonderfolge aufnehmen und die sportlichen Belange in die Ecke stellen und mit dem Vorsänger Basti auf Zeitreise gehen.

Diese endete mit der Verabschiedung vor der Mannschaft im Stadion vor Sektor B, aber davor gibt es 14 Jahre aktiven Support, ob am Mikro, Megaphon oder ohne. Sebastian gibt da tiefen Einblick in die aktive Fanszene wie alles begann und wie diese sich entwickelt hat.

Unser Vorsänger bekommt von Tobi, Frank und Moderator Lars viele Fragen, aber auch Hörerfragen gibt es und Sebastian nimmt sich sehr viel Zeit alle zu beantworten. Gin ist natürlich auch Thema. Frank findet am Ende noch seine Frage des Tages. 

Wichtig: zu Ende hören! 

Anmerkungen, Hinweise, Lob und Kritik gerne auf Social Media oder an 
redaktion@rb-fans.de

Bleibt gesund und viel Spaß beim Hören.
Eure Podcastcrew #4Fans




Folge 62 – Vorsänger Basti sagt: "Tschau Tschüss!!"

14.05.2024 – 4Fans Folge 62 mit Vorsänger Sebastian, Lars, Frank & Tobias


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STEIGBÜGELHALTER ODER SOMMERKICK?

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Leipzig - (17.05.2024) Nur ein aktueller Leipziger hat bereits gegen die SGE getroffen und noch nie konnte RBL bei der Eintracht gewinnen. Kann sich das am letzten Spieltag der Saison ändern oder erwartet uns erneut ein eher mäßiger Kick? Für die Hausherren geht es dabei noch um die Chance auf die Königsklasse.

Die Saison trudelt langsam aus und während in Villariba (aka Dortmund und Leverkusen) vielleicht schon bald gefeiert wird, sind in Villabajo (aka Leipzig) eher mit der EM beschäftigt, als glänzende Leistungen auf den Platz zu zaubern. Zwar ist Leipzig nun seit elf Spielen unbesiegt, was die längste Serie in der aktuellen RBL-Spielzeit ist, aber nachdem der Champions League Platz durch den wundervollen Sieg gegen den BVB gesichert wurde, sind einige gedanklich schon bei der EM oder den Sommerferien. Anders sind die äußerst unansehnlichen Unentschieden gegen Hoffenheim und Bremen nicht zu erklären. Auf der halben Arschbacke sind die Spiele so jedenfalls nicht zu gewinnen, wenn der Gegner beide Seiten seiner vier Buchstaben auf den Rasen bringt.

 

 

Königsklasse oder Europatour, das ist hier die Frage…

… und zwar für die Eintracht. Es hätte so eine schöne Konstellation werden können, da der BVB sich aber – sehr nachvollziehbar – auf die Champions League konzentriert hat, sind die Fronten recht klar. Die Eintracht braucht einen Punkt, um – falls der BVB im Finale gegen Real siegt – nächstes Jahr in der CL anzutreten. Hier ist also einiges an Motivation vorhanden. Anders hätte das ausgesehen, wenn Dortmund in der Liga noch an RBL hätte vorbeiziehen können, denn dann hätte Frankfurt ggf. Leipzig gewinnen lassen müssen, so aber dürfte es eine motivierte gegen eine – gemessen an den letzten Spielen – eher semi-motivierte Elf werden.

Aber die Motivation ist aktuell neben taktischen und spielerischen Fragen durchaus ein Problem in Frankfurt. Nur eines der letzten acht Spiele konnte die SGE gewinnen – das wäre in diesem Zeitraum ein Relegationsplatz und so zehrt die Eintracht von der guten Hinrunde. Besonders offensiv ist oft Ebbe und die Anfangseuphorie um Krösche und Topmöller ist auch etwas verflogen.

Die Eintracht ist das Team mit den wenigsten Standard- und Elfmetertoren der Liga, Leipzig hat ganze zehn Tore nach ruhenden Bällen mehr geschossen als die SGE. Zwar kassieren die Frankfurter nur relative wenige Standardtore (9), dafür gab es aber nur gegen Bochum mehr Elfmeter. Für ein Team, was immer noch nächste Saison Königsklasse spielen könnte, bringt die SGE auch sehr wenig Offensive aufs Feld. Nur 26% der Spielzeit ist man im Offensivdrittel. Nur drei Teams in der Liga sind da schlechter. In Sachen Ballbesitz und Passquote liegt Frankfurt in etwa im erwartbaren Bereich (Platz 6/7 der Liga). Dagegen liegt man bei den Schüssen pro Spiel auf einem Abstiegsplatz, nur Heidenheim schießt seltener aufs gegnerische Tor. Die gute Defensive und auch das griffige Spiel gegen den Ball (nur Bremen tackelt mehr), retteten da oft den Tag. In Sachen xG trennen Frankfurt und Leipzig jedenfalls nicht nur zwei Plätze, sondern fast schon Welten (49 vs. 71).

 

 

Wasserstand am Pleißestrand

Nicht nur bei einigen Fans ist die EM offenbar bereits ein wichtiges Thema – gemessen an den Bildern aus diversen Warteräumen – sondern auch bei den Spielern – gemessen an den Auftritten. Keiner will sich mehr verletzten – Schlager ist hier intern das mahnende Beispiel. Auch sonst gab und gibt es abseits einiger recht unwichtigen RBL-Rekorde recht wenig zu tun. Die meisten Treffer im Oberhaus sind nun illusorisch, das war 19/20 mit 81, die meisten Punkte kann die Rose-Elf maximal noch einstellen (67 aus 16/17 mit 20 Siegen), defensiv wird man nicht ans Rangnick-Jahr herankommen (29 Gegentore) – insofern – what, me worry?

Überhaupt drehen sich die Themen jetzt eher um die Kaderplanung und die verantwortlichen Personen. Schäfer soll aus Wolfsburg kommen, ohne dass dies allzu großen Glanz versprühen dürfte. Hier geht es eher um die Kompetenzgrenzen zu Schröder und ob mit Rose verlängert wird oder nicht. Der ist ob der noch unklaren Kaderplanung etwas angefressen und das wiederum könnte einigen in der Führungsebene sauer aufstoßen. Alles nur kein einheitliches Bild aber in Zeiten, in denen ein Tuchel wohl bei Bayern weitermacht, ist das schon Jammern auf hohem Niveau und sollte Mintzlaff und Co. auch eine Warnung sein, denn Wunschtrainer wachsen nicht auf Bäumen und selbst mit einer Wagenladung von namhaften Führungspersonen, kommt am Ende vielleicht auch nur eine verkorkste Saison raus. Sonst einfach mal zurückblicken auf die Entscheidungen, die zu der Einstellung von Marsch geführt haben und den Folgen, die daraus entstanden.

Auch beim Kader ist vieles noch in der Schwebe. Henrichs hat verlängert, aber Olmo will vielleicht weg, Xavi könnte in einem Kraftakt verpflichtet werden – 60 Millionen stehen im Raum. Aber Rohdiamanten oder überraschende Transfers, wie sie früher an der Tagesordnung waren, sind irgendwie derzeit nicht in der Mache und so fragt man sich, was die Lehren aus dieser Spielzeit sind und ob sie überhaupt gezogen werden.

 

 

Statistisches & Historisches

Nur ein Kicker aus dem aktuellen Leipziger Kader hat überhaupt gegen Frankfurt treffen können und ist mit seinen vier Toren sogar der Topgoalgetter dieser Paarung: Yussuf Poulsen. Alle anderen ehemaligen Torschützen gegen Frankfurt sind derzeit nicht mehr bei RBL aktiv. In Frankfurt hat Leipzig noch nie gewonnen, in der aktuellen Verfassung wäre das schon fast ein Wunder, wenn selbst eine großangelegte Fanaktion im letzten Heimspiel und die Verabschiedung des Capos schon so eine uninspirierte Halbzeit erzeugen, was soll dann bei der SGE werden.

Nur einmal in Liga 1 (Hertha) und einmal davor (in Liga 3) konnte Leipzig an einem letzten Spieltag auswärts gewinnen – gestartet wurde diese „Serie“ damals mit der Niederlage gegen Sachsen Leipzig, als die Spieler quasi schon wussten, dass es nach dem Oberligaaufstieg eine recht große Kaderveränderung geben würde. Auf den Tag genau vor fünf Jahren wurde am 18.5.2019 in Bremen am letzten Spieltag verloren, damals war das erste DFB-Pokalfinale schon in den Köpfen der Kicker. Das letzte Spiel an einem 18. hat RBL ebenso verloren (in Bochum) wie einst das erste Spiel in der Regionalliga – das epische 1:5 gegen Kiel – herzlich willkommen in der Bundesliga übrigens. Wenn man von neuen Bundesligisten spricht, dann weiß der geneigte RBL Fan, dass Leipzig bisher noch nie gegen einen Aufsteiger in Liga 1 verloren hat – auch nicht das erste Spiel damals bei Union am ersten Spieltag, auch dieses an einem Monatsachtzehnten. Der letzte Sieg an einem solchen Monatstag war letztes Jahr im Februar in Wolfsburg, der erste – natürlich selbstredend allen bekannt – in Gera, ein Spiel, das Jochen Höfler mit einem Doppelpack entschied. Besagter Höfler, kam einst vom FSV (ausgebildet übrigens bei der Eintracht), musste am Ende der Saison 09/10 als Topgoalgetter des Teams gehen, weil er irgendwann mal vor RBL Beef mit Trainerlegende Tomas Oral hatte (siehe dazu oben das Kielspiel). Siebenmal spielte RBL bisher als Vierter gegen einen Sechsten – Bilanz (4/2/1). Ging es in der Bundesliga dabei gegen einen Sechsten und wurde gewonnen, dann war dies stets ein El Plastico!

 

 

Fazit

Nicht die besten Voraussetzungen, um in Frankfurt erstmalig einen Sieg mitzunehmen, aber es sind in dieser Saison definitiv schon merkwürdigere Dinge geschehen als das. Vielleicht trifft ja sogar mal jemand aus dem aktuellen Kader, der nicht auf Yussuf Poulsen hört. Sonst gilt: Alle in Weiß nach Frankfurt und das Team gebührend in die Sommerpause bzw. die EM verabschieden! Tipp: 1:1.

Rumpelstilzchen


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  • 2023/24
  • Auswärtsspiel
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  • SG Eintracht Frankfurt
  • Yussuf Poulsen

KEINE LUST AUF REKORDE!

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Leipzig - (12.05.2024) Es war viel drin für Leipzig vor dem Spiel gegen Bremen. Nach der Saison hätten mit einem Sieg einige internen Rekorde purzeln können, obwohl es im Sommer 2023 den wohl größten Kaderumbruch seit dem Aufstieg in die Bundesliga gab. Dann folgte aber ein fader Sommerkick und die Rekordsaison wurde keine.

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

Dem Spiel eine Woche zuvor gegen Hoffenheim fehlte bereits jeglicher Leipziger Elan. Um Platz 4 zu festigen, musste dennoch ein Sieg aus den letzten beiden Partien her. Über die Woche hinweg erkrankten einige Spieler, andere wichtige Stützen fehlten gesperrt. Mit Werder stand der vermeintlich letzte leichtere Gegner an. Aber auch die Bremer muss man mit Ernst und Willen bespielen. Ob das diesmal mit einem völlig durchgemischten Startelf und neuer Taktik gelingen würde, hing auch wieder vom Team selbst ab, dass laut Interviews nach dem Spiel in Sinsheim, trotz nun jeglicher fehlender Spannung, alles im letzten Heimspiel geben wollte. 




Dreisatz des Spiels

Zwei Leipziger Tore führten zum zweiten 1:1 in Folge. Diesmal lief man einem durch Seiwald selbst getroffenen 0:1 Rückstand hinterher, der in Halbzeit zwei durch den seit Monaten starken Sesko egalisiert wurde. Trotz der Steigerung zur zweiten Hälfte, die Leipzig mit Sesko für den sehr schwachen Poulsen startete, blieb Leipzig insgesamt blass. Ohne die Ideengeber Xavi und Olmo fehlte jegliche Kreativität. Auch die Umstellung auf Fünferkette mit nur drei echten Offensiven erwies sich als Offensivkiller. Fehlende Lust und Spielpraxis bei einigen Akteuren taten ihr Übriges, um den letzten Heimspiel der Saison vor den eigenen Fans den Zahn zu ziehen. Schaut man sich die statistischen Werte im Vergleich zwischen Leipzig und Bremen an, war RB objektiv nicht mal so schlecht, wie es optisch jedoch deutlich aussah. Rose wechselte zum Ende dann auch noch wild durch, damit jeder Spieler, der in dieser Saison wenig Spielzeit erhielt, sich nochmal zeigen konnte.

Vielmehr Worte sollte man über dieses Spiel nicht verlieren, das sehr an ein Testspiel nach einem schweren Trainingstag mit Cooper-Test mitten im Sommer vor dem Saisonbeginn erinnerte. Dass das auch anders und gewillter geht, zeigten die RB Damen am Freitagabend. Die Frauen hatten die Woche zuvor den Klassenerhalt als bester Aufsteiger neben Hoffenheim aus eigener Kraft erreicht und legten im Spiel um Nichts danach noch eine Schippe drauf. Nun teilen sie den Erfolg als bester Aufsteiger nicht mehr, sondern tragen diesen "Titel" als aktuell Rückrundendritte nun nur noch allein. 


Zwei, die trotz Transfergerüchten noch Lust hatten. 


Die besten Kicker aus der schönsten Stadt der Welt

Gulácsi:  Er hat wohl als Einziger, nicht nur verbal, weiterhin Lust gehabt, das beste Saisonergebnis in der Bundesliga zu erzielen. Auch an diesem Nachmittag rettete er Leipzig erneut den Punkt, wodurch Leipzig auch in dieser Saison eine der besten Abwehrreihen der Bundesliga stellen wird. Fallen gegen Frankfurt nur 2 oder weniger Gegentore, trafen nur bei Bayer weniger Gegner das Tor.

Šeško:  Der große Stürmer ist zwar selten Mittelpunkt vieler Spielaktionen. Doch im Gegensatz zu seinen Nebenleuten reicht sein Talent aus, auch in insgesamt schlechten Spielen der gesamten Mannschaft Zählbares auf die Tafel zu bringen. Tor Nummer 6 in Folge und 12 Scorerpunkte in der Rückrunde stehen bei ihm jetzt zu Buche. 


Hier kommt kein Gegner vorbei. (Nur Seiwald)



Leichte Luft nach oben

Einige:   Aufgrund der Testspielsituation, die sich seit letzter Woche eingestellt hat, wird bei einigen der letzte Wille fehlen, auch weil die EM wartet und der Ausfall von Schlager ein mahnendes Beispiel ist. Trotzdem gibt es eben andere Beispiele, wie die oben schon erwähnten Damen oder Bayer Leverkusen, die auch ohne weiteren Druck im Rücken nicht komplett in einen Schlafmodus verfallen. 


Die Frauen haben noch bis zum Ende durchgezogen und ihr Trainer auch. Danke Şaban. 



Champagner statt Bier – die Fans

Vom Fußball gab es nicht viel zu berichten. Für die Höhepunkte des Leipziger Spieltages sorgten diesmal die Fans. Bereits vor dem Spiel liefen mindestens 3.000 Anhänger zum letzten Fanmarsch der Saison ganz in Weiß vom Marktplatz zur Red Bull Arena und auch im Stadion war weiß die deutlich dominante FaRBe. Das sah toll aus, danke!


Liebe geht durch den Magen und für den Rasenball vom Markt bis zum Stadion über die Jahnalle. 



Abschied

Zeit für Tränen gab es nach dem Spiel. Spieler gehen, Trainer gehen. Einige von diesen bleiben nur wenige Jahre oder nicht einmal eine Saison. Beständigkeit bieten Fans. Und einige besondere Fans verlieren ihre Stimmenbänder unglaublich lange 14 Jahre an die große Liebe Rasenball Leipzig. Davor muss man den Hut ziehen. Danke für die Zeit als Capo und weiterhin viel Spaß im Stadion!


Einfach sacken lassen. 



Pfeife des Spiels

Vielleicht hat Stegemann dem Spiel so wenige Wichtigkeit beigemessen, wie einige Leipziger Spieler. Anders kann man seine Auslegung vieler kleinerer und mittelgroßer Situationen auf beiden Seiten eigentlich nicht bewerten. Zum Glück war er dennoch kein Freund seiner Karten und beließ es bei einer gelben Karte im Spiel. Zusammenfassend bleibt nur der Wunsch offen, dass Stegemann hoffentlich nie ein Spiel von RB leiten muss, das für Leipzig noch relevant ist.    


Was hat er denn da gesehen?



Pressekonferenz

Dass Rose wie jetzt aktuell in Italien Interesse weckt, kommt nach der Saison und der Dreiviertelsaison davor nicht unerwartet. Zweimal musste er als Trainer einen Aufbruch moderieren. In der ersten Saison führte er RB aus den tiefen Niederungen der Liga auf Platz 3 und holte den Titel im Pokal. Nach dem danach folgenden erheblichen Aderlass von jahrelangen Leistungsträgern oder Shootingstars wie Laimer, Halstenberg, Nkunku, Szoboszlai, Forsberg, Gvardiol und den Verlust an Breite durch die Abgänge von Silva und Werner erreichte er dennoch erneut das wichtige Ziel Champions League, in der man in dieser Saison zudem unverdient wegen Schiedsrichterfehlern gegen den Finalisten ausscheiden musste. 

Auf seinen Verbleib in Leipzig wurde er deshalb in der Pressekonferenz angesprochen. Bleiben will er, aber nur, wenn er diesmal auf etwas aufbauen kann und nicht erneut Feuerwehrmann spielen muss. Diese Forderung ist berechtigt.


Bester RB Bundesligatrainer bisher. Bleibt er?



Fazit & Ausblick

Für die Leipziger gibt es nichts mehr zu gewinnen oder zu verlieren. Die möglichen Rekorde hat man in den letzten beiden Partien verspielt. Hingegen wartet mit Frankfurt ein Gegner, der am letzten Spieltag mindestens noch einen Punkt benötigt, um Platz 6 zu sichern. Die Stadt am Main war selten für die Rasenballer ein Ort zum feiern. In der aktuellen Situation muss man mit dem nächsten 1:1 rechnen. Die Luft ist einfach raus.   



Doch noch ein Rekord

Man muss nicht alles schlecht schreiben. Es gab doch noch einen Rekord zu feiern. 




KickerWhoscoredSofacoreRBLBundesligaFotMobunderstatfbref

 

Statistik
RB Leipzig: Gulacsi - Klostermann, Orban, Lukeba - Simakan, A. Haidara, Seiwald, Henrichs, Poulsen, Baumgartner - Openda
Werder Bremen: Zetterer - Veljkovic, Friedl, A. Jung - Weiser, Agu, Bittencourt, Lynen - Schmid, Woltemade, Ducksch
Schiedsrichter: Stegemann, Sascha
Tore: 0:1 (Seiwald 36. Minute), 1:1 (Sesko 61. Minute)
Schüsse aufs Tor: 5/2
expected Goals: 1.44/1.05
Passquote: 87/87
Zweikampfquote: 63/37
Ballbesitz: 44/56
Laufleistung: 116,58 km/114,88 km
Fouls: 12/8
Ecken: 6/11
Abseits: 2/2
Gelbe Karten: Henrichs (4)
Zuschauer:  47.069

rolei


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  • 2023/24
  • Benjamin Šeško
  • Bundesliga
  • letztes Heimspiel
  • Péter Gulácsi
  • Rückrunde
  • Saisonende
  • SV Werder Bremen
  • Unentschieden