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3
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72
4
RB Leipzig
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7
1899 Hoffenheim
46
8
1. FC Heidenheim
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Werder Bremen
42
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42
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12
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EM 2024 IN LEIPZIG - SPIELE, FANZONE, TEAMHOTELS, VERKEHRSKONZEPT

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Leipzig - (12.06.2024) Nach den WM-Spielen 2006 finden auch EM-Spiele 2024 in Leipzig statt! Wir geben euch einen Überblick zu den Spielen in Leipzig, zur Fanzone mit Programm, den Teamhotels, dem Leipziger Videokeller, dem Medienzentrum sowie dem Verkehrskonzept zu den Spielen!

Im Gegensatz zu Hannover, Nürnberg oder Kaiserslautern ist Leipzig auch bei der EM 2024 Spielort. Wer die Atmosphäre zu den Spielen bei der WM 2006 erlebt hat, dem kann man nur ans Herz legen an den Spieltagen bzw. auch am Vorabend der Spiele mal die Leipziger Innenstadt zu besuchen. Insbesondere die Holländer haben einfach nur Spaß gemacht! Heißen wir die internationalen Gäste in Leipzig Willkommen und feiern wir gemeinsam den Fußball! 

Welche Spiele finden in Leipzig statt?

- 1. Spieltag, Dienstag 18.6. 21 Uhr: Portugal - Tschechien
- 2. Spieltag, Freitag 21.6. 21 Uhr: Niederlande - Frankreich
- 3. Spieltag, Montag 24.6. 21 Uhr: Kroatien - Italien
- Achtelfinale, Dienstag 2.7. 21 Uhr: 1. Gruppe D - 2. Gruppe F


Fanzone Augustusplatz

Wer keine Karte für ein Spiel bekommen hat, kann alle EM-Partien auf dem Leipziger Augustusplatz verfolgen. Auf zwei großen Leinwänden können die Partien mit bis zu 15.000 Fans verfolgt werden, dazu gibt es ein Riesenrad und viele andere Aktivitäten. Im Gegensatz zu anderen Städten ist der Zutritt zur Fanzone in Leipzig übrigens kostenlos, damit alle Fußballfans die Spiele in der Gemeinschaft verfolgen können. Mittels Trinkbrunnen gibt es auch kostenloses Wasser auf dem Augustusplatz.

Das Programm reicht von Meute, über Clueso, den Prinzen bis zu Dieter-Thomas Kuhn und ist somit vielfältig. 

Übersicht Konzerte Fanzone


"Stadion der Träume" im Zoo Leipzig

Im Leipziger Zoo wird es ein alternatives Programm zur EM geben. Zu den deutschen Partien und den Spielen in Leipzig gibt es ebenfalls ein Public Viewing.

Infos "Stadion der Träume"


Wo übernachten die Teams in Leipzig?

Frankreich, Italien und Tschechien übernachten im Hyperion am Leipziger Hauptbahnhof. Im Westin schlafen Portugal, Kroatien und die Niederlande.


Leipziger Messe ersetzt zur EM Kölner Keller

Berühmt ist Leipzig für Auerbachs Keller, zur EM werden die Videoassisten im Leipziger Keller sein. Das Studio für die Videoschiedsrichter ist auf der Neuen Messe. Die Schiedsrichter werden im Innside by Melià in der Leipziger Gottschedstraße übernachten. Bleibt zu hoffen, dass die Abende in der Vodkaria nicht zu lang werden.


EM-Medienzentrum in Leipzig

Das Medienzentrum der EM ist ebenfalls in Leipzig. Auf der Neuen Messe sollten die Medienschaffenden beste Bedingungen haben. 

MDR-Bericht zum Medienzentrum und zum Schiedsrichterstudio


Verkehrskonzept

Die UEFA setzt auf einen noch größeren Sperrkreis zur EM, damit Fans möglichst zu Fuß, mit dem ÖPNV, Fahrrädern oder E-Scootern anreisen. Natürlich werden wie immer Sonderlinien angeboten. Mit dem P+R Standort an der Agra gibt es auch einen zusätzlichen P+R-Standort.

Sicherheitsbereich Stadion (rote Fläche), Verkehrsbereich UEFA EURO 2024 rund um das Stadion (rot umrandet und schraffiert), Anwohnerschutzzone (blau umrandet und schraffiert) und Sperrbereich motorisierter Individualverkehr (blau umrandet) © Stadt Leipzig

Infos Verkehrskonzept

Anreiseinfos LVB


Rasenballsportler bei der EM

Insgesamt 11 Spieler von RB Leipzig sind bei der EM dabei! Wir wünschen allen Spielern viel Erfolg!

Deutschland: David Raum, Benjamin Henrichs
Spanien: Dani Olmo
Niederlande: Xavi
Belgien: Lois Openda
Dänemark: Yussuf Poulsen
Ungarn: Peter Gulacsi, Willi Orban
Slowenien: Benjamin Sesko
Österreich: Christoph Baumgartner, Nicolas Seiwald

Jupp




Permalink:
https://www.rb-fans.de/artikel/20240612-special-em2024leipzig.html

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  • Red Bull Arena
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DAS NEUNMALKLUGE SAISONFAZIT DER REDAKTION

Titelbild

Leipzig - (08.06.2024) Neun Fragen an die Redakteure zur Einordnung dieser wechselhaften Umbruchssaison. Wer konnte überzeugen? Wo wurden die meisten Tränen vergossen? Wer könnte Leipzigs next Rasenballer werden? Wie war das Frauenteam und welche Schulnote würden die RBFans Schreiber vergeben. Lest und erstellt eure eigenen Antworten auf die Fragen bei uns im Forum!

Der magischste Fußballmoment… Die Verabschiedung von Emil Forsberg. Genau in der Phase, in der er sportlich glänzte und einige Tore zum Erfolg beitrug. Es folgten viele Emotionen und auch einige Tränen. Sportlich gesehen natürlich der Supercup-Gewinn und der Sieg gegen Dortmund.


Ein Kick zum Verzweifeln… 2:5 in Stuttgart. Das war totale Unterlegenheit und mannschaftliches Versagen. Oder umgedreht, Stuttgart war in allen Belangen einfach besser. In diesem Spiel stimmte aber auch nicht die Einstellung, der Wille, und man gab sich seinem Schicksal einfach ohne Gegenwehr hin.


Die drei besten Kicker aus der schönsten Stadt der Welt waren… Loïs Openda, mit einer sagenhaften Torquote für eine Neuverpflichtung und darüber hinaus auch noch ein guter Vorbereiter. Castello Lukeba, der aus dem Kalten auf dem Platz geworfen, die Verletzten in der Innenverteidigung mehr als nur gut vertrat. Nicht nur das; er entwickelte sich sogar zum Stammspieler, der schon in sehr jungem Alter viel dazu gelernt hat, schnell, wendig, geschickt, technisch top und zudem zweikampfstark ist. Als Drittes gebe es Viele zu nennen. U.a. Willi Orban, Xavi Simons, Xaver Schlager, David Raum oder Benjamin Sesko. Alle haben oft und teils sehr gute Leistungen gezeigt.


Von diesem Spieler habe ich mehr erwartet… Das ist schwierig, vielleicht Benjamin Henrichs. Von ihm hatte ich schon eine bessere, offensivere Spielweise als Außenverteidiger gesehen. Im Laufe der Saison wurden seine Läufe an der Seitenlinie immer weniger und hielt sich zu sehr im Hintergrund auf, ohne groß wirkungsvolle Akzente setzen zu können.


Mein Wunschspieler für die kommende Saison… Da gibt es aktuell keine großen Namen im Bezug zu RB Leipzig, die man verpflichten könnte. Betreffs Xavi Simons käme nur eine weitere Leihe in Betracht. Aber Ademola Lookman wäre doch einer, so wie er im Europa League Finale mit drei Treffern triumphierte. Dass der ExRBLer woanders sehr gut performt, ist ein kleiner Seitenhieb für unsere sportlichen Führung, die damals ihn nicht so recht integrieren konnte. Ansonsten benötigen wir im defensiven Mittelfeld einen zweikampf- und laufstarken Spieler, der Xaver Schlager gut ersetzen könnte.


Die Entwicklung bei den RB-Fans sehe ich… gelassen. Der Spagat zwischen der jüngeren Generation, die Pyrofackeln und Rauchtöpfe befürwortet, und der älteren Generation wird zwar immer größer. Insgesamt ist das aber noch normal und nicht bzw. kaum zu verhindern. Im Allgemeinen ist die Atmosphäre immer noch sehr angenehm, ohne Gewalt und Hass, hier friedlich und einfach Fan sein zu dürfen.


Meine Schulnote für diese Saison… wäre eine Zwei. Damit möchte ich das Trainerteam und die Spieler belohnen, die nach dem größten Personalumbruch seit der ersten Bundesligasaison noch eine gute Saison ablieferten. Wenn fünf bis sechs Stammspieler gehen, ist das keine Selbstverständlichkeit. Hinsichtlich Formschwankungen wird es diese immer bei uns geben, da wir größtenteils junge, talentierte Spieler auf höchsten Niveau integrieren müssen. Mangelhaft wirkt sich leider die sportliche Führung aus, in der Posten unbesetzt blieben oder schnell wechselten.


Die Entwicklung beim Frauenteam war… einfach großartig und auch diese miterleben zu dürfen. Klar kann man sagen, dass technisch und spielerisch lange Zeit keine Weiterentwicklung zu erkennen war, aber man darf auch nicht vergessen, dass die 1. Bundesliga doch ein höheres Niveau hat als die Zweite und der Sprung doch sehr groß ausfiel. Andererseits haben die RBL-Frauen in der Rückrunde bewiesen, dass sie sich weiterentwickeln konnten und das vor allem mannschaftlich sowie taktisch gut umgesetzt haben. In der Rückrundentabelle findet man sich auf Platz 4 wieder, nur ein Punkt hinter Platz 3. Schade, dass die erfolgreiche Entwicklung nicht mehr Trainer Şaban Uzun retten konnte.


Meine Erwartung an die nächste Spielzeit… Ist keinesfalls höher als zu dieser Saison. Mit dem Erreichen eines Champions League Platzes wäre ich schon sehr zufrieden. Wichtig wäre es den Kader größtmöglich zusammenzuhalten und nicht wieder viele bedeutende Spieler zu verlieren, dann wäre auch mehr Kontinuität auf dem Platz und ein noch besseres Ergebnis möglich.

RBoligei

 

Für viele das emotionale Highlight der Saison – nach dem Umbruch im Sommer der Abgang Forsbergs im Winter und sein Abschied gegen Hoffenheim.

 



Der magischste Fußballmoment… war der große Fight in Belgrad. Der Himmel öffnete seine Schleusen, die Belgrader Fans sorgten für einen Hexenkessel und unsere Jungs stemmten sich mit einem an diesem Tag überragenden Janis Blaswich dagegen. Nach dem Spiel epische Bilder von völlig durchnässten Spielern, Trainern und Betreuern sowie dem Wissen, dass man ins Achtelfinale der Champions League kommen wird!


Ein Kick zum Verzweifeln… die beiden Spiele gegen Real Madrid. In Summe über beide Partien die bessere Mannschaft, aber zwei bis heute katastrophale Schiedsrichterentscheidungen stahlen uns das Weiterkommen. Jetzt weiß man auch in Leipzig warum viele Fans Real nur noch Vardrid nennen.


Die drei besten Kicker aus der schönsten Stadt der Welt waren… Xavi Simons war nicht nur spektakulär, sondern auch effektiv. Herausragend, was der junge Niederländer auf den Platz bringt. Ich hoffe auf ein weiteres Jahr mit ihm. Lois Openda ist eine absolute Granate in Sachen Antritt und Abschluss, weshalb er Toptorschütze der Saison war. Eigentlich müsste ich Willi Orban in der Abwehr noch nennen, entscheide mich aber für Peter Gulacsi. In seinem Alter nach einjähriger Verletzung so zurückzukommen, kann man nicht hoch genug einschätzen. Respekt Pete, die Vertragsverlängerung bis 2026 ist absolut verdient.


Von diesem Spieler habe ich mehr erwartet… Nicolas Seiwald war Spieler des Jahres in Österreich und ist Stammspieler in der österreichischen Nationalmannschaft. Der große Sprung aus Österreich in die Bundesliga ist aber wie bei Laimer damals deutlich zu erkennen. Zudem ist er wie Laimer erstmals aus der Heimat weg, auch das dürfte eine Rolle spielen. Nicki zeigt dennoch gute Ansätze und ich hoffe auf eine ähnliche Entwicklung wie bei Laimer, bloß ohne Wechsel zum Verein im Süden.


Mein Wunschspieler für die kommende Saison… ist ein groß gewachsener Sechser, der unser Spiel strategisch leiten kann. Das steht letztlich quasi jedes Jahr hier, aber mit der Kreuzbandverletzung von Xaver Schlager ist der Bedarf hier nochmal größer geworden. Granit Xhaka von Leverkusen ist ein gutes Beispiel dafür, wie dieser die Mannschaft auf ein höheres Niveau heben kann.


Die Entwicklung bei den RB-Fans sehe ich… grundsätzlich positiv. Bis auf ein Spiel waren immer mindestens 1.000 Fans auswärts dabei. Beschmierte Züge oder ähnliche Vorfälle gab es diese Saison nicht und das letzte Spiel wurde mit einem tollen Fanmarsch sowie einem fast weißen Stadion zu einem Highlight.


Meine Schulnote für diese Saison… ist eine 2 nach großem Umbruch und starkem Transferplus. Mit Gvardiol, Nkunku, Szoboszlai, Laimer, Halstenberg und Forsberg im Winter hat man sechs zentrale Spieler verloren. Diese konnte man sehr gut ersetzen und kann hoffentlich mit den zentralen Spieler der Saison in die nächste Spielzeit gehen.


Die Entwicklung beim Frauenteam war… von einer ernüchternden Hinrunde zu einer starken Rückrunde geprägt. Die Unterschiede zwischen den Ligen 1 und 2 sind im Frauenfußball riesig, entsprechend groß waren die Anpassungsprobleme. Wie sich dann die Mannschaft unter Trainer Saban Uzun aus dem Abstiegskampf gearbeitet hat, war sehr beeindruckend. Umso überraschender, dass es trotz dieser Entwicklung einen Trainerwechsel bei den Frauen gibt. 


Meine Erwartung an die nächste Spielzeit… ist eine Weiterentwicklung im Spiel mit dem Ball. In diesem Bereich sind uns Leverkusen sowie Stuttgart überlegen, weshalb sie vor uns in der Tabelle stehen.

Jupp

 

Seiwald war diese Saison oft nur hinten an und konnte Schlager und Haidara nicht wirklich angreifen.

 



Der magischste Fußballmoment… der Saison war der Abschied von Emil Forsberg gegen Hoffenheim, bei dem Emil, wie in so vielen seiner Spiele für die Rasenballsportler, die Leipziger mit einem Tor und einem wunderschönen Fast-Tor auf die Siegerstraße brachte. Dazu kommt der würdige Abschied nach dem Spiel, bei dem Fans und Verein einen der größten Spieler der jungen Vereinsgeschichte gebührend feiern konnten.


Ein Kick zum Verzweifeln… war das Rückspiel gegen Mainz. Die Rasenballsportler waren über 90 Minuten die spielbestimmende Mannschaft, vergaben aber Chance um Chance und ließen den Mainzer Torwart wie den zukünftigen Welttorhüter aussehen. Am Ende hatte man noch Glück, dass Mainz die Leipziger Nachlässigkeit vor dem Tor nicht bestrafte. Die Verzweiflung, die während und nach dem Spiel zu spüren war, passt auch gut zur Bilanz gegen die Lieblingsmannschaft von Guido Schäfer, wo in den vergangenen sieben Begegnungen nur ein Sieg für Leipzig zu Buche steht.


Die drei besten Kicker aus der schönsten Stadt der Welt waren… Xavi, Openda und Raum. Über Xavi und Openda muss man eigentlich kein Wort mehr schreiben, jeder Leipzig-Fan kann sich vorstellen, wo RB ohne diese beiden Ausnahmespieler stehen würde. Deshalb hier ein bisschen mehr zu David Raum, den viele nach der letzten Saison schon abgeschrieben hatten. Raum war in der vergangenen Saison mit 3555 Minuten der Spieler mit der meisten Spielzeit bei RB. Innerhalb dieser Minuten bereitete er 13 Tore vor, erzielte 3 Treffer, schlug über 150 Flanken und lief die meisten Kilometer aller RB-Spieler. Im zweiten Jahr, nachdem RB verstanden hat, was Raum kann und Raum verstanden hat, was RB will, sieht man, warum die Verantwortlichen 2022 so viel Geld nach Hoffenheim überwiesen haben. 


Von diesem Spieler habe ich mehr erwartet… Fabio Carvalho. Im letzten Saisonfazit war er noch mein Wunschspieler für die kommende Saison und ich war sehr davon überzeugt, dass er mit seinen Qualitäten, die er bei Fulham gezeigt hat, der entscheidende Spieler für RB werden kann, der Xavi jetzt war. Leider konnte er diese Erwartungen in seinem halben Jahr in Leipzig nicht annähernd erfüllen, mehr als ein Einwechselspieler für die letzten fünf Minuten war er selten. Kein Wunder also, dass es ihn im Winter zurück auf die Insel zog. In der Rückrunde konnte er zumindest bei Hull City zeigen, was in ihm steckt.


Mein Wunschspieler für die kommende Saison… ist Matias Soule.  Ein Spieler von Juventus Turin, der in der vergangenen Saison bei Frosinone für Furore gesorgt hat. Soule könnte genau der Flügelspieler sein, den sich Rose in den vergangenen Transferperioden gewünscht hat. Mit seinem starken linken Fuß könnte er als möglicher Counterpart zu Xavi die RB-Offensive noch unberechenbarer machen. Mit 188 Shot-Creating Actions, 102 erfolgreichen Take-Ons und 198 progressiven Pässen gehört er jeweils zu den beiden besten U22-Spielern der fünf europäischen Top-Ligen.


Die Entwicklung bei den RB-Fans sehe ich… überwiegend positiv. Natürlich gibt es immer mal wieder Themen, die unter den Fans unterschiedlich gesehen werden, wie zum Beispiel das Thema Pyro, aber insgesamt entwickelt sich vieles in die richtige Richtung. Als Beispiel kann man hier die Auswärtsfahrerzahlen nennen, die nach Jahren des Rückgangs in dieser Saison wieder gesteigert werden konnten.


Meine Schulnote für diese Saison… ist eine 2-. Im Paradewettbewerb Pokal musste man früh die Segel streichen, dafür wurde der Supercup gewonnen und in der Liga sowie Champions League die gesteckten Minimalziele erreicht. Insgesamt also eine Saison, mit der man auch aufgrund des Umbruchs zufrieden sein muss und die hoffen lässt, dass, wenn man möglichst viele Spieler über den Sommer halten kann, im nächsten Jahr wieder mehr gehen kann.


Die Entwicklung beim Frauenteam war… offensichtlich sehr ordentlich. Ohne viel von der Saison gesehen zu haben, kann man anhand der Ergebnisse erkennen, dass die Frauen zwar eine gewisse Zeit gebraucht haben, um sich in der 1. Liga zurechtzufinden, aber einmal angekommen, lief es sehr gut. Ob der Trainerwechsel zur neuen Saison die richtige Entscheidung war, wird sich zeigen. Dem neuen Trainer kann man, wie Saban Uzun bei seiner neuen Aufgabe in Österreich, nur viel Erfolg wünschen.


Meine Erwartung an die nächste Spielzeit… ist, dass es Marco Rose gelingt, die Mannschaft weiter zu entwickeln und über den Sommer mit der Mannschaft noch unabhängiger von Umschaltmomenten und Einzelleistungen zu werden. Wenn das gelingt und kein weiterer Umbruch folgt, dann könnte man nächstes Jahr ein ernsthafter Herausforderer von Leverkusen und Bayern im Meisterschaftsrennen sein und vielleicht auch mit etwas Losglück wieder über das Achtelfinale in der Champions League hinauskommen.

gNiklas

 

Ob Soule den Ruf aus Leipzig schon hört?

 



Der magischste Fußballmoment… Die Messlatte der letzten zwei Vorsaisons mit den ersten und zweiten großen Titel war hoch, was magische Momente anging. Mit dem Supercup kam zwar in der neuen Spielzeit ein weiterer Titel dazu. Doch richtig magisch war dann doch viel mehr diese eine Einwechslung am 16.12.2023 im Abendspiel unter Flutlicht gegen Hoffenheim. 19:55 Uhr knisterte die Luft und was dann folgte, hätte selbst Quentin Tarantino nicht besser erdenken können. 30 Minuten lang durfte man eine einzig- und großartige Karriere als eine Art Zusammenfassung auf dem Rasen nachverfolgen. Tor, Vorlage, Matchwinner. Ab 20:25 Uhr flossen dann die Tränen, zu Ehren des großen Emil Forsberg.     


Ein Kick zum Verzweifeln… Da gab es einige. Doch das 0:1 gegen die SGE im Heimspiel war der Höhepunkt einer Krankheit, die die Leipziger auch schon vor der Saison 2023/24 immer wieder befällt und sicher leider chronifiziert. 31 Torschüsse reichten RB nicht aus, um Trapp zu überwinden. Der SGE reichten 5. Der Gegnertorwart Trapp fand sich nach dem Spieltag in der Elf des Spieltages wieder. Dort durften eine Menge Torhüter in dieser Saison aufblitzen, deren Hände durch die Leipziger heiß geschossen wurden. Die Rückrunde macht aber Hoffnung, dass diese Abschlussschwäche mit dem starken Doppelsturm Geschichte ist, wenn... Sesko bleibt.     


Die drei besten Kicker aus der schönsten Stadt der Welt waren… Ganz objektiv gesehen, kommt man da um Raum, Openda und Xavi nicht herum. Bei dem Niederländer und dem Belgier war es nach der Vorsaison in den den Niederlanden und Frankreich schon absehbar, dass sehr große Klasse nach Leipzig kommen würde, die sie unter noch größeren Anforderungen erneut bestätigen konnten. Raum hingegen legte eine völlig 180 Grad Wende hin. Von Fans und Trainer am Ende der letzten Saison ins Abseits gedrängt, mutierte der linke Abwehrspieler trotz fehlender Konkurrenz auf seiner Position zum Führungsspieler. Gerüchte aus Barcelona hören sich vielleicht immer noch befremdlich an, kommen aber nicht von ungefähr.  


Von diesem Spieler habe ich mehr erwartet… Seiwald! Der Junge kam aus Salzburg mit hohen Erwartungen beiderseits. Seine Leistungen in der Champions League für die Mozartstädter brachten ihn unter die besten ZM der europäischen Pokalsaison 2022/23. Doch Spielgeschwindigkeit und Körpereinsatz der Bundesliga waren dann aber zu schnell und robust für den Österreicher. Aber auch für ihn hatte der Saisonabschluss ein persönliches Happy-End mit Spielzeit, Vorlagen und Lob des Trainers.   


Mein Wunschspieler für die kommende Saison… Spontan gesagt, fehlen mir ein paar charakterliche Kanten, die auch auf dem Platz Leader und richtig eklige Kampfschweine sind. Eberls Verteidiger-Hick-Hack im letztem Sommer hat da schon emotional geschmerzt, ansonsten wäre mein Wunschspieler schon hier in Leipzig angekommen. Aktuelle Gerüchte lassen aber aufhorchen, denn im Blickfeld steht er immer noch. Vielleicht kann sich Rouven trotz voller Abwehr noch erweichen Lutsharel Geertruida ins Team zu holen. Allein der Name ist schon Programm.   


Die Entwicklung bei den RB-Fans sehe ich… Vielleicht triftet da etwas bei einigen Themen wie Pyro und Red Bull auseinander oder fängt sich dann doch in der neuen Saison wieder. Man sah, dass sich nicht nur das Team im Umbruch befindet. 15 Jahre sind für ein Menschenleben keine geringe Zeit. Kinder und Jugendlichen von damals wurden erwachsen. Die mittlere Generation hat teilweise schon Dauerurlaub. Aber auch andere junge und alte Menschen wurden neu vom Rasenball infiziert. Vielleicht reicht es hier in Leipzig nicht immer rund 50.000 Zuschauer anzuziehen, da ging es dem "glorreichen" VfB Leipzig in seiner Bundesligaphase im noch größeren Rund nicht viel besser, aber die circa 30.000 eingesessenen Heimfans sind dennoch bundesligareif. Und wer mit rund 1.544 Fans den weiten Westen bereist, ohne dabei in jeder anderen westdeutschen Stadt selbst noch eine große Anzahl an Eventfans für den eigenen Club zu besitzen, sollte sich nicht grämen. Vielleicht steigen bald auch mal Magdeburg und Hertha auf, damit der Leipziger Fan auch mal marginal erspüren kann, wie bequem Fans in NRW die Bundesliga genießen dürfen.


Meine Schulnote für diese Saison… Wer Spieler wie Nkunku, Szoboszlai, Angelino, Laimer, Werner, Silva, Forsberg, Sørloth, Krauß, Halstenberg und Gvardiol in einer Saison ersetzen muss oder nicht integrieren kann, ist gezwungen sich vollständig neu aufzustellen. Dieser riesige Umbruch ist gelungen. Wertet man die Saison nicht an denen davor, wo ein eingespieltes Team mit Superstars auch seine Problem hatte, musste man eigentlich von einer geringeren Ausbeute ausgehen, auch wenn ich selbst innerhalb der laufenden Spielzeit mehr erwarten wollte. Rückwirkend in Bezug auf alle Voraussetzungen bin ich deshalb hochzufrieden und gebe die Note 1-.   


Die Entwicklung beim Frauenteam war… stark! Ihr Weg war der eines typischen Aufsteigers, dem nicht, wie unseren Herren, der Weg zur Vizemeisterschaft mit einer Menge Geld vorgepflastert wurde. Erst mussten sich die Damen in der neuen Liga und als Team finden. Auch die neuen Spielerinnen brachten nicht sofort größere Klasse. Doch von Spiel zu Spiel setzte ein Lernprozess ein, der zu Platz 4 der Rückrunde führte und die Leipzigerinnen zum besten Aufsteiger der Bundesliga machte. Diese unerwartete erste Saisonleistung muss der neue Trainer mit dem Team in der neuen Spielrunde erst einmal toppen. 


Meine Erwartung an die nächste Spielzeit… Die hängt vom unspannenden oder zu spannenden Transfersommer ab. Bleibt das Team zusammen und wird, wie von der Presse berichtet, punktuell verbessert, dann sind meine persönlichen Erwartungen höher als Platz 4 mit 65 Punkten und einem frühen Aus im Pokal. Alles unter Platz 3, einem Halbfinale im Pokal und dem Achtelfinale in der Champions League wäre mit Platz 4 am Ende ertragbar, aber auch eine leichte Enttäuschung. Hagelt es doch noch im Sommer mehr Abgänge, als eingeplant wurden, wäre eine Saison wie die Letzte ein erneuter Erfolg. Nur im Pokal sind bitte ein bis zwei Runden mehr drin.        

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Opendas Tore auch im Regenkrimi von Belgrad entscheidend.

 



Der magischste Fußballmoment… Der Supercup – danach ging es überspitzt gesagt irgendwie nur noch bergab. Natürlich hatte Leipzig immer wieder Momente aber die Spiele, in denen der Gegner so richtig nach Strich und Faden an die Wand gedrückt wurde, waren eher rar gesät. Gegen die Bayern konnte man sich noch der Illusion hingeben, dass Siege gegen die Münchner fast schon Einhorncharakter haben und nicht – wie es einem später in der Saison wie Schuppen aus den Haaren fiel – einen Hauch von Normalität ausstrahlten. Der dreifache Olmo gegen den FCB und der Supercup in München – das hatte schon was!


Ein Kick zum Verzweifeln… Der Tiefpunkt der Saison war meiner Meinung nach die Pleite in Stuttgart. Statistisch exemplarisch für so einige positive Serien (gegen den VfB hatte Leipzig bis dato noch nie verloren), die diese Spielzeit ins Gras beißen mussten und spielerisch ein Offenbarungseid. Dass Stuttgart am Ende Vizemeister vor den Bayern wurde, war wie Undav am Saisonende zum Besten gab auch spielerisch verdient. Bedenkt man die finanziellen Möglichkeiten, bei denen auch Leipzig Stuttgart um einiges voraus ist, zeigt diese Neiderlage noch mehr, woran es dieses Jahr am meisten fehlte.


Die drei besten Kicker aus der schönsten Stadt der Welt waren… Auch wenn er am Ende seine ausbaufähigen Spiele hatte, so wäre die Saison ohne Xavi eine noch deutlich trostlosere gewesen. Zum einen die personifizierte Spielfreude, zum anderen der große Leidende und manchmal auch einfach der Kicker, dem die entsprechenden Mitspieler fehlten. Jedenfalls oft ein Schlüsselfaktor im Leipziger Spiel. In der Sturmspitze wäre Openda zu nennen, der zwar hier und da noch zu viele gute Chancen ausließ und daher noch mehr als die 28 Saisontore hätte erzielen müssen, aber endlich mal wieder ein torhungriger Stürmer, das war nach Jahren des Dürstens echt erfrischend. Last but not least David Raum. Ich halte ihn zwar weiterhin für technisch ausbaufähig, aber seine Mentalität und die verbesserten Flanken rehabilitierten seine sehr überschaubare erste Spielzeit in Leipzig.

 

Wenn jemand an RBL diese Saison denkt, dann hat er Xavi vor sich...

 

Von diesem Spieler habe ich mehr erwartet… Von Seiwald hätte ich mehr Druck auf die arrivierten Kicker erwartet. Letztlich konnte er sich analog zu anderen 20 Mio Transfers (Baumgartner, Elmas) nicht wirklich durchsetzen und das ist bei dem Leipziger Transferbudget ein echtes Problem. Hin und wieder waren seine guten Spieleinleitungen zu sehen, aber insgesamt war er zu instabil.


Mein Wunschspieler für die kommende Saison… So richtig sicher bin ich mir nicht, dass die Leipziger Probleme durch Neuzugänge gelöst werden können und schon gar nicht durch Neuzugänge wie sie zuletzt von Schröder getätigt wurden. Auch Schäfer schätze ich da nicht so ein wie Rangnick, der auch mal etwas überraschendes aus dem Hut gezaubert hat. Die Unbekümmertheit des Mainzers Gruda könnte ein interessanter Ansatz sein, um den Kader nicht zu sehr mit gestandenen Kicke aufzufüllen. Gerade die beiden jüngsten: Xavi & Šeško waren diese Saison auch mal für überraschende Element im Leipziger Spiel verantwortlich.


Die Entwicklung bei den RB-Fans sehe ich… Man merkt auch in der Fanszene, dass gewisse Erzählstränge zu einem Ende kommen, die Leipzig jahrelang geprägt haben und dass dahinter aber deutlich weniger nachkommt. Diese Seite hat klar mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen. Der Capo, der wie kein anderer den Rückhalt der Kurve hatte und sie von Beginn an mitgestaltet hat, hört auf. Ein wichtiges Fanzine wird eingestellt, die Zuschauerzahlen steigen nicht mehr und wir stellten den Ticker ein. Leipzig ist irgendwo im Trott der Liga angekommen und trotz der letzten Pokalsiege mag sich so recht keine Aufbruchsstimmung breit machen. Vielleicht male ich das auch zu negativ bzw. ist es nur die Projektion meiner eigenen Gefühle, aber irgendwo ist da schon etwas dran, wenn man auf die obige Aufzählung schaut.


Meine Schulnote für diese Saison… Das frühe Pokalaus, Platz 4 und die spielerische Armut, die durch Einzelkönner immer wieder kaschiert wurde, erlauben hier meines Erachtens keine bessere Note als eine Drei. Rose lässt im gewissen Sinne Heroenfußball spielen. Eine echte Charakterisierung des Leipziger Stils fällt schwer. Dass RBL selten mehr als die Summe seiner Einzelteile war – etwas, was Leverkusen und Stuttgart viel häufiger gelang, schmälert die Bewertung in meinen Augen enorm.


Die Entwicklung beim Frauenteam war… Ich hatte vor der Saison mit einem Platz oberhalb der Abstiegszone gerechnet. Zeitweise war es etwas holprig, auch weil der Start etwas verhalten war. Die Rückrunde war dagegen erstaunlich stabil, wobei ich hier auch vorsichtig wäre, dies auf die nächste Hinrunde zu projizieren. Bis zu einem Angriff auf die Top 5 wird schon noch einiges Wasser die Pleiße hinunterfließen. Auf der anderen Seite ist es RBL aber gelungen sich recht schnell in die Bundesliga vorzuarbeiten und gemessen an der Rückrunde auch kein Kanonenfutter zu sein. Dies in einer Liga die schon immer ein gewisses Gefälle hatte.


Meine Erwartung an die nächste Spielzeit… Ich glaube die obigen Aussagen sind eher schwellig als unterschwellig und deuten klar auf keine große Euphorie im Hinblick auf die kommende Saison hin. Weder bin ich sehr zuversichtlich, dass der Spielstil sich merklich weiterentwickeln wird, noch sehe ich, dass Leipzig kadertechnisch so gute Entscheidungen fällt wie Leverkusen, wo irgendwie sehr viel Hand und Fuß hat, noch bin ich übermäßig optimistisch, was die Entwicklung der Fanszene anbelangt. Zufriedenheit ist bekanntlich der Tod der Ambition – dann nehme ich zumindest als Schlusswort die eigene Unzufriedenheit als gelebte Ambition. Oder im RBL Marketingsprech zu bleiben – immer noch hungry4more!

Rumpelstilzchen

 

Au zum nächsten Titel – Leipzig wird erneut angreifen!

 

Wie würdet ihr diese Fragen beantworten? Macht mit bei uns im Forum!


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PODCAST-FOLGE NR. 63 – BEST OF THE BEST: DIE RBL-AWARDS 2024

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Leipzig - (05.06.2024) Der Ball ruht nun am Cottaweg, einige Spieler legen die Beine schon hoch und beginnen die Sommerpause, aber keinesfalls ruhen die Mikrofone vom Podcast #4Fans vom einzig wahren Rasenballsport Leipzig. Denn die Saison muss natürlich ausgewertet werden. Es ist ja wie immer auch sehr viel passiert in der langen Saison 2023/24.

Also werden nun Frank, Tobi, Flo und Moderator Lars die Oscars in verschiedenen Kategorien verteilen, natürlich auch die goldene Himbeere. Es wird keine Glaskugel für den kommenden Kader geben, dafür ist der Zeitpunkt zu früh. OK, über den Ausfall von Schlager mussten wir natürlich sprechen. Ebenso ein Fazit für den Cheftrainer. Auch wird der gute Flo noch einen Rückblick auf die RBL Frauen werfen.



Bleibt gesund und viel Spaß beim Hören.


Ihr seid wie immer herzlich eingeladen reinzuhören und uns eure Meinungen und Anregungen auf unseren Social Media-Kanälen oder per Mail zu schreiben.


Folge 63 – Best of the Best: Die RBL-Awards 2024

28.05.2024 – 4Fans Folge 63 mit Frank, Tobi, Flo und Moderator Lars

  • 00:00:00 – Intro und Begrüßung
  • 00:06:51 – MVP - The Oscars goes to
  • 00:14:41 – Bester Spieler - The Oscars goes to
  • 00:21:07 – Unsung Hero - The Oscars goes to
  • 00:26:20 – Wir blicken auf Xaver S.
  • 00:33:45 – Unsere Himbeere - The Oscars goes to
  • 00:42:41 – Best / Bad Game- The Oscars goes to
  • 00:57:01 – Wir blicken auf Marco R.
  • 01:07:20 – Improvement Player - The Oscars goes to
  • 01:11:16 – Emotionen I - The Oscars goes to
  • 01:20:01 – Emotionen II - The Oscars goes to
  • 01:25:05 – Tor des Jahres - The Oscars goes to
  • 01:29:15 – RB Leipzig bekommt seine Schulnote
  • 01:31:19 – Hot Takes zum Saisonbeginn
  • 01:34:24 – kleines Quiz
  • 01:36:33 – Frage des Tages
  • 01:45:22 – Der Rückblick auf die Frauen
  • 01:51:50 – Sommertermine
  • 01:51:50 – Verabschiedung mit wichtigen Hinweisen


FrechdachsTurbo5000 (twitter)


aus_le


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  • 2023/24
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  • Rückrunde
  • Saisonabschluss

DAS GESETZ DER SERIE

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Frankfurt - (22.05.2024) Die Regels sind die Regels – so sprach ein Philosoph der Neuzeit und diesem Gesetz konnte sich am Wochenende auch RB Leipzig nicht entziehen. Die eigne Ungeschlagenserie weiter ausgebaut, aber auch weiterhin in Frankfurt sieglos. So war eigentlich nur ein Ergebnis möglich: ein Unentschieden, bei dem maximal die 2:0 Führung Leipzigs ungewöhnlich war.

Vor dem Spiel ist vor dem Spiel

Bereits die letzten zwei Spiele waren die Rasenballer im Auslaufmodus. Gegen Frankfurter, die zwei ihrer Helden – Rode und Hasebe – würdig verabschieden wollten und für die es durch die besondere Champions League- bzw. Tabellensituation noch um Einiges ging. Nicht die besten Voraussetzungen für einen erstmaligen Leipziger Sieg bei der SGE. Obendrauf kamen einige Ausfälle: so mussten Olmo, Simakan und Schlager passen. Besonders für den Österreicher ist der Kreuzbandriss und damit das EM-Aus bitter.

 

Šeško trifft wie am Fließband.

 

Dreisatz des Spiels

Alles in allem ein Unentschieden, welches gemessen an den Leipziger Leistungen eher schmeichelhaft war. Nach einer 2:0 Führung und knapp einer Stunde Spielzeit noch 2:2 zu spielen, war aber auch ein wenig unglücklich, zumal dem Anschluss eine sehr fragwürdige Foulentscheidung vorausging. Der Pechvogel des Spiels aber fraglos Henrichs, der kürzlich erst verlängert hatte und an beiden Gegentoren entscheidend beteiligt war. Auf den Rängen gab es neben einer schönen Choreo zum 15. Vereinsgeburtstag auch noch etwas Räucherwerk, dass wahrscheinlich an einer der kuriosesten Unterbrechungen der Saison nicht ganz unschuldig war.

 

Kreuz bitte hier machen...

 

Die drei besten Kicker aus der schönsten Stadt der Welt

Šeško: Dreht gerade auf und erzielte seinen siebenten Treffer in Folge, womit er in jedem Leipziger Spiel im April und Mai treffen konnte und seine Torausbeute auf 14 Saisontreffer ausbauen konnte. Als einziger Leipziger gab er mehr als einen Schuss auf das Tor der Frankfurter ab, gewann aber auf der anderen Seite nur einen Zweikampf. Ein gutes Gleichnis für diesen immer noch im Werden befindlichen Diamanten, dem ein paar weitere Jahre in Leipzig ganz gut tun würden. 65 Mio. beträgt momentan die Ausstiegsklausel, für einige Engländer sicherlich bezahlbar, jetzt sind Schröder und Co. gefordert.

Xavi: Holte den Elfmeter raus und verwandelte ihn nach einem noch nicht freigegebenen Fehlschuss sicher. Offensiv deutlich mehr Drive als Elmas, aber damit war zu rechnen. Das Tor war sein erstes seit Mitte März, was in etwa seine Rückrunde einfängt. Das vorhandene Potenzial blitzt immer mal wieder auf, aber seine ganz großen Spiele waren alle in der Hinrunde.

Haidara: Aktuell Mr. Zuverlässig im Zentrum und durch den Ausfall Schlagers mehr als nur gesetzt. Eine Zweikampfquote von 75% spricht für sich selbst. Mit einem Wort: griffig.

 

Henrichs agierte unglücklich.

 

Luft nach oben

Klostermann: Kein gewonnener Zweikampf, keine angekommene Flanke. Klostermann, einer der – um es vorsichtig zu formulieren – ausbaufähigsten Kicker auf dem Platz. Konnte im Verbund mit Lukeba den Kopfballanschlusstreffer nicht verhindern. Dies gegen eines der nach Standards ungefährlichsten Teams der Liga. Aber in der Abwehr von Standards ist Leipzig ziemlich mau, ein Thema, was nächste Saison unbedingt angegangen werden muss.

Henrichs: Er führte zwar die meisten Duelle aller Leipziger und gewann im Gegensatz zu Klostermann auch welche – allerdings unter 50%. In Erinnerung bleiben aber die beiden Zweikämpfe, die letztlich zu den beiden Frankfurter Toren führten. Beim ersten geht einiges auf Zwayer, der Etikités Abheben nicht korrekt einordnen konnte, das zweite geht gänzlich auf Henrichs Kappe, da er erst schlecht Richtung eigener Strafraum klärt und dann zu ungestüm in den Zweikampf geht. Nicht das beste Spiel nach einer Vertragsverlängerung.

Elmas: Konnte seine Chance nicht nutzen – auch sprichwörtlich, da er die größte Leipziger Chance aus dem Spiel heraus (64.) an den Pfosten setzte. Der Abschluss einer für ihn und Leipzig unbefriedigenden Rückrunde. Hoffen wir mal, dass es nur der Anlauf war, den er brauchte (siehe einst Emil Forsberg).

 

Tweet des Spiels

Ungeschlagen aber sieglos.

 

Champagner statt Bier – die Fans

Eine tolle Choreo zum 15. Vereinsgeburtstag und das auch noch auswärts. Fast 3000 mitgereiste Leipziger bei einem – gemessen am Auftreten der Mannschaft – besseren Freundschaftsspiel. Die Fanszene hat jedenfalls geliefert, auch wenn die Sicht zum Beginn der zweiten Halbzeit zeitweise etwas eingeschränkt war. Wer’s b(raucht)… Nicht gebraucht hat es jedenfalls der Frankfurter Videowürfel, der erstmal sprichwörtlich in den Brandschutzmodus herunterfuhr. Was für eine 10-minütige Unterbrechung sorgte. Dass ausgerechnet die Frankfurter Arena nicht pyrosicher war und auch dass der eigenen Pyro die beiden Frankfurter Tore folgten, entbehrt nicht einer gewissen Ironie.

 

Wo Feuer ist, da ist auch Rauch.

 

Pfeife des Spiels

Zum Abschluss noch einmal Zwayer – es bleibt einem auch nichts erspart. Auswärts war es seit Regionalligazeiten – fast auf den Tag genau vor 12 Jahren und damit das letzte Spiel vor der Ära Rangnick – das erste Unentschieden unter Zwayers Leitung. Damals ein 0:0, nachdem Leipzig Halle zum Aufstieg gratulieren durfte – schon damals war Zwayer also der Mann für die ganz „zwayfelhaften“ Vergnügen. Dieses Mal blieben besonders die übertriebenen Gelben für Leipzig und die entscheidenden Szenen vor den Frankfurter Toren im Gedächtnis. Henrichs Foul vor dem Elfer diskussionswürdig, aber es nicht zu geben wäre auch keine Fehlentscheidung gewesen. Garantiert kein Foul dagegen der Freistoß vor dem 1:2, dort trat eher Etikité gegen Henrichs als andersherum.

 

Fernsteuerung Leipzig Style.

 

Aufgefallen

1)      Wie wenig Drive die Rasenballer entwickelten war sehr schön an dem Missverhältnis aus mehr Ballbesitz und nur 21% Spielzeit im eigenen Angriffsdrittel abzulesen. Daher waren die Hausherren am Ende auch mit dem Ergebnis unzufriedener als Leipzig, das die letzten 10 Minuten auf Halten spielte und nach der Chance von Elmas (64.) kaum noch etwas Zählbares auf den Rasen brachte. 9 (SGE) gegenüber 35 (RBL) klärende Ballaktionen sprechen eine klare Sprache. Unterschiede, die auch in den Statistiken wie Ballberührungen im gegnerischen Strafraum (27 / 18), Torschüssen (22 / 9) oder Flanken (25 / 6), sehr gut abgebildet werden. Gerade in diesen Bereichen fehlte RBL nicht nur am Saisonende, sondern auch zwischendrin der letzte Biss.

2)      Am Ende wird abgerechnet und siehe da, die Leipziger Truppe mag zwar bei einem Limbowettbewerb gut aussehen, ist aber bei Standards aufgrund von Längennachteilen nicht ganz so großartig unterwegs. Der geteilte drittletzte Platz und drei Gegentore mehr nach ruhenden Bällen als Absteiger Köln offenbaren da klares Verbesserungspotenzial. Auch die Leipziger Rudeltaktik – quasi den eigenen Strafraum vollzuspammen – sah nicht nur auf dem Feld nicht gewinnbringend aus, sie war es auch in der Endabrechnung nicht.

 

In Frankfurt ist der Lack ein wenig ab.

 

3)      Noch bitterer wird obige Statistik dann, wenn Frankfurt als Letzter in der Wertung der geschossenen Standardtreffer (lediglich 4) gegen Leipzig trifft. Ohne den Elfer wäre die SGE übrigens auch bei Elfmetern auf dem letzten Platz gewesen. Das nennt man Aufbauhilfe.

4)      Diese Aufbauhilfe wurde den Brüdern im „wir machen eueren Sport kaputt“-Geiste aus Hoffenheim nicht zuteil. Ein Leipziger Sieg hätte die TSG noch an Frankfurt vorbeikatapuliert, auch weil ihnen – wie in dieser Saison so einigen anderen auch – ein Sieg gegen die Bayern gelang. So kann ganz Frankfurt den Borussen gegen Real die Daumen drücken, ich glaube, ich enthalte mich da aus antipathischen Gründen.

 

Bei bestem Wetter begegneten sich die Frankfurter Eintracht und RB Leipzig vor 51.000 Zuschauern. Beide Fanlager sorgten für gute Stimmung und somit für einen ordentlichen Rahmen, der bis auf einen kleinen Vorfall nach RBL-Führung friedlich blieb.

2:2 in Frankfurt am letzten Spieltag, kennen wir doch schon...

 

5)      Wie schon gesagt, wenn beide ihre Serien halten wollten, dann war eigentlich nur ein Unentschieden drin. Immerhin trafen mit Xavi und Šeško andere Kicker als Poulsen – siehe Vorbericht. Dort auch die Erkenntnis, dass letzte Spieltage, besonders auswärts nicht unbedingt zum Repertoire unserer Rasenballer gehören – aber wir sind ja auch erst 15, da kann man ja noch dazulernen…

6)      Die Fragen, die in den kommenden Monaten die Fanszene und die Führungsetage gleichermaßen beschäftigen werden, fallen sicherlich eher in den Bereich Kaderplanung, als dass sie die Aufarbeitung der Saison thematisieren dürften. Dabei ist diese Spielzeit eine interessante, ging ihr doch ein großer Umbruch voraus und irgendwie hat ihn Leipzig trotzdem relativ solide überstanden. Auf der anderen Seite war man weit weg davon, für echte Furore zu sorgen. Die Teams, über die nach dieser Saison geredet werden wird, sind andere und dies trotz einiger Unterschiedsspieler im Kader. Zu selten gelang es Team und Trainern mehr als die Summe der Einzelteile aufs Feld zu bringen. Das sah mannschaftlich in Stuttgart oder Leverkusen ganz anders aus. Raum für Verbesserungen, wie es so schön heißt und gerade dort wird es interessant zu beobachten sein, wie die sportliche Führung die Erfolge des Trainerteams in dieser Umbruchsaison bewertet, aber auch, ob nicht der nächste Ausverkauf folgt. Alles in allem macht RBL den Eindruck, sich auf gehobenen Niveau konsolidiert zu haben. Hungry4More? Hier war eher Gürtel enger schnallen und Fasten in der Rückrunde angesagt.

 

Für ein Finale dorheeme müsste Leipzig sich tabellarisch verbiegen.

 

7)      Ein wichtiger Baustein wird dabei die Zukunft von Xavi sein, mit dem diese Saison so viel gestanden und gefallen ist. Selbst ein Jahr Leihe könnte mit den richtigen Mitspielern ein wichtiger Faktor sein, um in den Wettbewerben wieder anzugreifen. Mit Olmo steht ein weiterer Schlüsselspieler quasi zum Verkauf, denn ein großer Abgangstransfer soll wohl nötig sein. Es braucht also Kicker, die mit Xavi mithalten können. Ihr Auftrag, Rouven Schröder!

 

Die Interessenten stehen Schlange.

 

Fazit & Ausblick

Ein passender Saisonabschluss, wenn man ein Blick auf die anderen Spiele wirft, nachdem die Champions League Qualifikation durch war. Auf dem Feld hat man die markigen Worte nicht gesehen, was im Hinblick auf die EM nachvollziehbar ist, aber, dass es auch anders geht, war teilweise auf anderen Plätzen zu sehen. Jetzt bricht die Zeit der Kaderplaner an, wobei Leipziger früher auch schon mal früher dran war, denn derzeit befinden sich noch so gut wie alle großen Kaderfragen in einem Schwebezustand.

 

Debüts gab es auch.

 

KickerWhoscoredSofacoreRBLBundesligaFotMobunderstatfbref

 

Statistik
Eintracht Frankfurt: Trapp (C) – Koch, Tuta, Pacho – Götze (90.+11. Rode), Skhiri (79. Larsson) – Knauf, Buta (79. Dina Ebimbe) – Marmoush, Chaïbi (90.+11. Hasebe), Ekitiké (90.+7. Nkounkou)
Bank: Grahl – Smolčić, Chandler, Max
RB Leipzig: Blaswich – Henrichs (90. Bitshiabu), Orbán (C), Castello Jr., Klostermann – Haidara (90. Kampl), Seiwald – Elmas (74. Baumgartner), Xavi (90.+11. Norbye) – Openda, Šeško (90.+11. Jatta)
Bank: Gulácsi, Zingerle – Poulsen, Raum
Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)
Tore: 0:1 Xavi (42.) FE, 0:2 Šeško (46.), 1:2 Ekitiké (60.), 2:2 Marmoush (77.) FE
Torschüsse: 22 / 9
Schüsse aufs Tor: 6 / 5
expected Goals: 2,62 / 1,79
Laufstrecke: 112,47 km / 112,65 km
Passquote: 79% / 82%
Zweikampfquote: 51% / 49%
Ballbesitz: 46% / 54%
Fouls: 10 / 11
Ecken: 8 / 3
Abseits: 0 / 3
Gelbe Karten: Koch (10), Knauff (5) / Henrichs (5), Xavi (9)
Zuschauer: 57.500 (ca. 2.600 Leipziger)

Rumpelstilzchen


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