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4
RB Leipzig
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5
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7
1. FC Köln
52
8
1. FSV Mainz 05
46
9
1899 Hoffenheim
46
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Mönchengladbach
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11
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LEIPZIG SCHREIBT GESCHICHTE!

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Leipzig - (28.05.2022) DFB-Pokalsieger RB Leipzig! Das bedeutete Party pur und so musste auch unser Spielberichtsschreiber Rumpel ein paar Tage ausnüchtern. Ein Blick zurück auf den Abend an dem Rasenballsportgeschichte geschrieben wurde.

Vor dem Spiel ist vor dem Spiel

Das Spiel des Jahres und die Krönung der Rückrunde sollte es werden. Zum dritten Mal in vier Jahren stand Leipzig im Pokalfinale und damit so oft wie alle NOFV Vereine nach der Wende zusammen. Nun im dritten Anlauf sollte sich die Aufstiegsgeneration um Orban, Halstenberg, Poulsen Forsberg und Co. endlich belohnen.

Ähnlich schien es auch Tedesco zu sehen, der in diesem Spiel besonders auf die Haudegen zu setzen schien. Eine Aufstellung mit einem Schnitt deutlich über 27 (zum Vergleich gegen den BVB trat man in der Hinrunde mit 24 und in der Rückrunde mit 25 Altersschnitt an). Das Ziel dahinter war sicherlich, dass die Pokalfinalgeplagten sich selbst belohnen würden, so einfach sollte es aber nicht werden…

 

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Dreisatz des Spiels

Eigentlich kann man sich die großen Erklärungen sparen: Leipzig ist Pokalsieger und alles Weitere ist Beiwerk. Spiele gegen Freiburg meist nicht vergnügungssteuerpflichtig und so schlug die der Aufstellung geschuldete offensive Limitiertheit ebenso zu wie solide Defensive des SCF. Garniert wurde das Ganze mit fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen, aber am Ende zog sich RBL nach der roten Karte eigenhändig aus dem Sumpf und erzwang das Elfmeterschießen, in dem den Rasenballern der Fußballgott zulächelte.

 

Ein Bild mit Gänsehautgarantie.

 

Die drei besten Kicker aus der schönsten Stadt der Welt

Orbán: Der ehemalige Kapitän ist eines der Gesichter des Leipziger Erfolgs. Er hielt die Defensive gut zusammen, leitete den Ausgleich ein und übernahm die Verantwortung im Elfmeterschießen. Der Abwehrchef krönte seine Rückrunde mit dem Titel und stand dabei dem vom DFB zum Kicker des Spiels gekrönten Schlotterbeck kaum nach. Einzig beim 1:0 und in der Verlängerung in Unterzahl bröckelte die RBL Abwehr etwas.

Nkunku: Man ist geneigt zu sagen: wer sonst… Wer sonst außer Nkunku hätte den Ausgleich erzielen können, wer sonst außer Nkunku hätte zum ersten Elfer antreten und ihn unhaltbar versenken können. 55 Saisonscorer – wahrscheinlich eine Marke für die Ewigkeit und das obwohl er im ersten Saisonmonat lediglich gegen Sandhausen traf. Mintzlaff möchte verlängern aber diese Werte werden so manchen Topklub auf den Plan rufen. Ein Jahr darf er aber gerne noch in Leipzig dranhängen!

Mukiele: Stellvertretend für die Wechsel nach der Unterzahl. Mukieles Kampfgeist hätte sich zu Beginn schon gut auf dem Feld gemacht und auch Szobo und Olmo sorgten dafür, dass Leipzig in Unterzahl bis zur Verlängerung das bessere Team war und den Sieg auf dem Fuß hatte. Mukiele sollte in der Form jedenfalls eigentlich gesetzt sein und RBL sollte eine Vertragsverlängerung anstreben.

 

Die alte Garde am Ziel.

 

Luft nach oben

Silva: 26 Saisonscorer sind Platz 2 in der internen RBL-Wertung. Trotzdem werden viele mit dem Stürmer nicht warm und das liegt auch daran, dass er in den großen Spielen zu oft abtaucht und zu lange ausbaufähige Phasen hat. Auch gegen Freiburg nur ein Torschuss (Szoboszlai 3). Bezeichnend auch die Rückrunde in der Silva nach Anfang Februar als Stammstürmer auf gerade einmal zwei Bundesligatreffer kam.

Forsberg: 61 Minuten auf dem Feld. 20 Ballberührungen, 7 angekommene Pässe, 1 gewonnener Zweikampf. Einer der Gründe, warum so lange so wenig ging.

Laimer: Bei Konny liegen Genie und Wahnsinn nah beieinander. Zum einen natürlich ein Lückenstopfer, der unglaublich viele Meter macht. Zum anderen aber auch jemand, der manchmal durch seine Kopflosigkeit diese Lücken erst ermöglicht. Das Zentrum muss – abseits der Frage von etwaigen Abgängen – die große Baustelle des Sommers werden. Hier fehlt die Balance, denn auch Kampl hat Probleme und der aktuelle Stamm wirkt nicht ausgewogen.

 

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Tweet des Spiels

So sehen Siegesfeiern aus!

 

Champagner oder Bier – die Fans

30.000 Leipziger in Berlin, 50.000 insgesamt auf der Pokalfeier auf der Festwiese und in der Stadt, 20.000 auf dem Markt – mehr als auf der Aufstiegsfeier des FC Schalke oder der Meisterfeier des FC Bayern. Es darf daher keine Zweifel geben: RBL ist angekommen und es ist gekommen, um zu bleiben. Vielleicht muss am Ende dann bei RBL nicht die Polizei kommen und den Platz räumen, aber damit muss man dann wohl leben…

Vor dem Spiel lief das Fanfest in Berlin eher suboptimal. Zu laut und zu weit ab. Da traf man sich dann lieber wie 2019 am Biergarten vor dem Stadion. Im Stadion hatten zu Beginn die Freiburger die Oberhand. Das frühe Tor und die geschlossene Kurve taten ihr Übriges. Aber mit dem Platzverweis kippte es auch auf den Rängen. Die „Jetzt erst Recht“-Stimmung brach sich übergreifend Bahn.

Die Party nach dem Spiel dann schnell unterbrochen durch den medizinischen Notfall. Aber bei der Pokalübergabe kam dann doch wieder Stimmung auf und davor und danach zog es die Kicker auch in die Kurve.

Negativ die Pyro und besonders der Wurf derselben Richtung Ordner. Ich bin mir sicher, dass auch mit regulärer Anfeuerung die Mannschaft die Oberhand gewonnen hätte. Bezeichnend dafür auch Laimers Abwinken, als es mitten in den Leipziger Angriff hinein knallte.

 

Die Fahrt vom Markt zum Stadion war ein besonderes Highlight.

 

Pfeife des Spiels

Geleitet wurde das Spiel von Sascha Stegemann. Zehnter Einsatz mit RBL Beteiligung für den Mann aus Niederkassel. Nur einmal hatte RBL dabei verloren (2017 gegen den HSV). Im Pokal gab’s im Dezember 2020 ein 3:0 Sieg beim FCA und auch dieses Mal siegten unsere Leipziger. Das lag aber weniger an Stegemann, dessen Ruf in der RBL-Fanszene erstmal ruiniert sein dürfte. Denn zu viele 50/50 Entscheidungen gingen gegen RBL. Selbst mit ein paar Tagen Abstand kann man eigentlich nicht zu einer anderen Folgerung kommen. Das Tor, bei dem die Hand sich sehr zielgerichtet Richtung Ball bewegt, der nicht gegebene Elfer an Olmo in der Verlängerung, als der Ball knapp gestreichelt wird aber Olmo komplett umgesenst und dabei das Spielgerät wohl kaum als erstes getroffen wird. Die abgepfiffenen Vorteile bei Kontern und die nicht überprüften Szenen von Schlotterbeck gegen Simakan (vor der Roten und später beim Ellenbogen im Gesicht). Das war in der Masse einfach etwas zu viel.

 

In Grüppchen auf den Balkon.

 

Aufgefallen

1)      Die Aufstellung wurde bereits erwähnt. In diesem Saisonfinale und dritten Anlauf auf den DFB Pokal viele Leistungsträger oder formstarke Kicker der letzten Wochen (Angel, Mukiele, Gvardiol, Szoboszlai/Olmo) draußen zu lassen und stattdessen größtenteils auf die alte Garde zu setzen, zahlte sich nicht wirklich aus. Von Klostermann kam auf der AV deutlich weniger als von Mukiele auch Henrichs zeigte auf Links nicht viel mehr als Angel, Forsberg tauchte wie zuletzt ab und Halstenberg kassierte den (wenn auch ggf. wichtigen) Platzverweis. Zudem blieb die Zentrumsbesetzung schwach, aber hier fehlte es auch an Optionen (Haidara zu kurz wieder drin, Adams nicht besser als (Laimer oder Kampl). Kurzum, die Aufstellung konnte man zwar so machen, aber nach den Wechseln lief es besser, so dass man hier durchaus von einem Aufstellungsfehlgriff sprechen kann.

2)      Gegen Freiburg waren auch die Ligaspiele sehr zäh. Das wiederholte sich in Berlin. RBL fiel e4s auch im dritten Anlauf schwer genügend Offensivkraft zu erzeugen, um die gut sortierte Defensive der Breisgauer zu überwinden. Neben der Aufstellung lag dies aber auch an der Grundanlage des Spiels. Ein Abbild so mancher Spiele (und besonders erster Halbzeiten) der Saisonendphase. Nur wenige Offensivkräfte, lange Wege in die Spitze, viel U-förmiger Ballbesitz vor der gegnerischen Abwehr. Dazu war auch zu Beginn die Positionierung der zentralen Mittelfeldspieler nicht ideal, da Laimer und Kampl sich zu oft in die Abwehr zurückfallen ließen und so weiter vorne weniger Anspielstationen zu Verfügung standen.

 

NKUNKUUUUUUUUUUUUUUUUUU!!

 

3)      Beeindruckend hingegen die Antwort auf den Platzverweis. Die letzten 30 Minuten dominierte RBL das Feld. Die Einwechselspieler zündeten und nach dem Ausgleich durch Nkunku hatte Olmo kurz vor Schluss den Siegtreffer auf dem Fuß, verzog aber knapp. Den Ruck der hier durch das Team ging, hätte es im besten Fall schon zu Beginn gebraucht. Auf dem Platz und auf den Rängen wurde an einem Strang gezogen und der Ausgleich erzwungen. Es war die beste Phase von RBL im gesamten Spiel.

4)      Dieser Drangphase und der Unterzahl war es geschuldet, dass die Verlängerung dann wieder für Freiburg lief. Dreimal rettete das Aluminium und Freiburg vergab ihre einzige Großchance. Hier hatte Leipzig dann das Glück, was ihnen in der ersten Stunde nicht hold war. Allerdings griff Stegemann kurz vor Spielende nochmal ein und gab keinen Elfer bei der Klärungsaktion gegen Olmo. Im Elfmeterschießen hatte dann RBL die besseren Nerven. Ausgerechnet Freiburg Kapitän Günter und Ex-Leipziger Demirovic vergaben, während die Rasenballer eiskalt verwandelten und dann gab es kein Halten mehr…

 

Henrichs übernahm Verantwortung.

 

5)      Da ist er also nun, der erste nationale Titel. Die Belohnung für ein Jahrzehnt hervorragende fußballerische Arbeit. Ein weiterer Meilenstein und zugleich der vorläufige Höhepunkt der Entwicklung. Drei Mal in vier Jahren im Finale. Das schafften neben den Bayern auch Dortmund, Köln, Bremen oder Hertha. Nicht alle waren beim dritten Anlauf so erfolgreich. Hertha, Köln und der BVB verloren drei Finalspiele innerhalb von vier bzw. sogar drei Jahren. Neben dem dritten Anlauf war es der sechste Anlauf für ein Team aus dem Gebiet des NOFV nach der Wende. Wo Hertha II, Cottbus und Union scheiterten, siegte Leipzig und holte erstmal seit 1941 (DSC) den Titel in den Osten Deutschlands. Nach gut 85 Jahren ist der Titel wieder in Leipzig!

6)      Die mediale Begleitung des Pokalsiegs ist mit ausbaufähig noch sehr milde umschrieben. Interessant die Selbstwahrnehmung einiger, quasi die alleinigen Mahner in einem Meer des Jubels zu sein. Dabei wurde eher andersherum ein Schuh draus. Glückwünsche und besonders welche ohne einschränkendes „aber“ musste man schon fast mit der Pinzette suchen. In vielen Argumentationslinien fand man sich schnell in der rasenballsportlichen Vergangenheit wieder. Artikel die auch aus dem Jahr 2014 (Zweitligaaufstieg), 2016 (Erstligaaufstieg) oder 2017 (CL Quali) hätten stammen können. Also bei jeder positiven Zäsur zur Wiedervorlage. Garniert je nach medialer Kompetenz mit Halbwahrheiten. Letztlich muss auch RBL hier zu einer Linie finden, wie man damit umgehen will. Die eigene Reaktion auf den Pokalsieg (gewöhnt euch dran, Red Bull in den Pokal) passt nicht so Recht zu den Rufen von Mintzlaff im DoPa nach Akzeptanz und Respekt. Da ist mir eigentlich das polarisierende Wildsauimage lieber.

 

Lieber so als nach Respekt graben, wo nie welcher kommen wird.

 

7)      Einige merkwürdige Sticheleien und Nickligkeiten vor dem Spiel. Der Schaleklat wohlbekannt. Den Fanmarsch quasi neben dem Leipziger Fanfest beginnen zu lassen auch ehe merkwürdig und dann war da noch das Abschlusstraining. Das setzten die Breisgauer als „Hausherren“ so spät an, dass Leipzig erst danach und zu spät ins Stadion konnte: Konsequenz – man verzichtete seitens RBL auf das Training im Olympiastadion. Auch wegen solcher Geschichten hatte dieses Finale den richtigen Sieger. Und ach ja … in your face Osnasen!
Auch nach dem Sieg wurde es nicht besser. Ein Glückwunsch an den Sieger sucht man bei Twitter vergebens. Sportliche Fairness ist eben auch keine Handcreme und wenn man bspw. zurückblickt auf den Mai des letzten Jahres, ist sowas eben bei RBL eine Selbstverständlichkeit.

8)      Nach dem Pokal ist vor der Sommerpause. Noch immer hat RBL keinen Sportdirektor. Die Kaderplanungen kommen im Vergleich zur direkten Konkurrenz auf den Champions League Rängen eher schläfrig daher. Eine Verlängerung mit Kampl und in zwei Jahren ein neuer Keeper. Nicht nur gefühlt war das zu Zeiten von Krösche oder Rangnick mehr Lametta. Natürlich ist noch lange Zeit aber der frühe Vogel fängt den Wurm. Das könnte auch für die Verlängerung mit Tedesco gelten, die nun erstmal auf Eis liegt. Ein Trainer mit auslaufendem Vertrag, das könnte zu einem Problem werden. Auf der anderen Seite könnten einige Spiele im April/Mai auch zur Vorsicht raten.

Kadertechnisch muss besonders im ZM etwas getan werden. Haidara und Laimer (nur noch ein Jahr Vertrag) wurden bzw. werden Interessenten nachgesagt. Adams dürfte mit seinen Einsatzzeiten unzufrieden sein und stagniert. Einen richtig guten Sechser hat man seit dem Demme Abgang nicht mehr. Im Sturm fehlt es an Geschwindigkeit. Wenn man Adeyemi wirklich wegen seiner Fähigkeiten wollte, dann sollte man sich nach einem entsprechenden Ersatz umsehen. Einer der Gegner mit Tempo und Ball am Fuß (also analog zu Nkunku) überwinden kann. In der AV könnten zwar Angel und Mukiele/Henrichs ein gutes Stammduo bilden, aber zu Mukiele und Angel gibt es auch Transfergerüchte. Dazu wird der Kader insgesamt älter (über 27 Schnitt im Pokalfinale). Hier darf man analog zum BVB nicht den idealen Zeitpunkt für einen Umbruch verpassen. Gut zu sehen an Personalien wie Klostermann, Poulsen, Kampl und Forsberg. Die in dieser Saison gefühlt nicht mehr ihr Leistungsoptimum erreichten. Doch also einiges an Arbeit für einen Sportdirektor oder wer auch immer die langfristige Kaderplanung in der Hand hat.

 

Leipzig ist Rasenball!

 

Fazit & Ausblick

Auch wenn Stegemanns Entscheidungen die Situation verkomplizierten, so muss konstatiert werden, dass die Grundanlage und die Startaufstellung nicht sonderlich erfolgreich war. Zwar erspielte sich auch der SCF nur wenige Chancen und verlegte sich vornehmlich aufs Kontern, aber auch Leipzig kam nur zu einer Großchance (Nkunku nach Fehler eines Freiburgers). Bei wenigen Chancen kann Fußball aber viel eher durch eine unglückliche Einzelaktion entschieden werden.

Bezüglich der Aufstellung war zwar die Idee erkennbar aber im Endeffekt wären formstärkere Spieler wohl die bessere Wahl gewesen. In Zentrum fehlte es an Struktur und über die Außen Klostermann und Henrichs wurde ebenfalls kein Druck aufgebaut. Am Ende mussten es der Kraftakt nach dem Platzverweis, Nkunku und das Elfmeterschießen richten.

Im Endeffekt zählte aber an diesem Tag nur eines: Leipzig hat gewonnen, Leipzig hat den Pokal und damit den ersten großen Titel der Vereinsgeschichte. Die Krönung der ergebnistechnisch besten Bundesligarückrunde der kurzen Vereinsgeschichte. LEIPZIG IST POKALSIEGER!

 

Der Pokalkrimi zum Nachschauen.

 

KickerSofacoreRBLFotMob


Statistik
SC Freiburg: Flekken – Gulde (105. K. Schlotterbeck), Lienhart, N. Schlotterbeck – Kübler (86. Schmid), Eggestein (86. Haberer), Höfler, Günter (C) – Sallai (79. Demirović), Grifo – Höler (79. Petersen)
RB Leipzig: Gulácsi (C) – Simakan (113. Gvardiol), Orbán, Halstenberg – Klostermann, Kampl (68. Olmo), Laimer (99. Adams), Henrichs – Forsberg (61. Szoboszlai) – Nkunku, Silva (61. Mukiele)
Schiedsrichter: Sascha Stegemann (Niederkassel)
Tore: 0:1 Eggestein (19.), 1:1 Nkunku (76.) – 2:4 i.E.
Torschüsse: 21 / 15
Schüsse aufs Tor: 5 / 8
Passquote: 76% / 79%
Zweikampfquote: 56% / 44%
Ballbesitz: 48% / 52%
Fouls: 18 / 14
Ecken: 7 / 4
Abseits: 6 / 2
Gelbe Karten: Kübler, Lienhart, Demirović / Simakan, Forsberg
Rote Karten: – / Halstenberg (57.)
Gelbe-Rote Karten: – / Kampl (118.) – auf der Bank
Zuschauer: 74.222 (ca. 30.000 Leipziger)

Rumpelstilzchen


Permalink:
https://www.rb-fans.de/artikel/20220528-spielbericht-pokalfinale.html

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DA IST DAS DING!!!

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Berlin / Leipzig - (22.05.2022) In einem Krimi holen sich unsere Rasenballer den DFB Pokal im Elfmeterschießen gegen den SC Freiburg. Trotz Unterzahl und Rückstand heißt der 79. DFB-Pokalsieger: RB LEIPZIG! Heute Nachmittag steigt in LE dann die Party!

Pokalsieger 2022 – RB LEIPZIG! Die Belohnung für eine klasse Rückrunde! Was für ein nervenaufreibendes Spiel. Eine Analyse folgt noch. Aber zuerst: Party! Wann und wo findet ihr hier:

 

 

Trotz Unterzahl seit der 57. und einem unglücklichen Rückstand nach Handspiel von Schlotterbeck hat das Team nie aufgegeben. Auch als mit der Roten (siehe Szene davor gegen Simakan) und recht fragwürdigen Entscheidungen von Stegemann alles gegen RBL zu laufen schien. In Unterzahl nahm Leipzig den Kampf an und fightete sich ins Elfmeterschießen. Dort verschossen der Freiburger Kapitän und der Ex-Leipziger Demirovic während alle Rasenballer trafen. Dann gab es kein Halten mehr: Leipzig ist Pokalsieger 2022!

 

SO SEHEN SIEGER AUS!

 

KickerSofacoreRBLFotMob

 

 

Statistik
SC Freiburg: Flekken – Gulde (105. K. Schlotterbeck), Lienhart, N. Schlotterbeck – Kübler (86. Schmid), Eggestein (86. Haberer), Höfler, Günter (C) – Sallai (79. Demirović), Grifo – Höler (79. Petersen)
RB Leipzig: Gulácsi (C) – Simakan (113. Gvardiol), Orbán, Halstenberg – Klostermann, Kampl (68. Olmo), Laimer (99. Adams), Henrichs – Forsberg (61. Szoboszlai) – Nkunku, Silva (61. Mukiele)
Schiedsrichter: Sascha Stegemann (Niederkassel)
Tore: 0:1 Eggestein (19.), 1:1 Nkunku (76.) – 2:4 i.E.
Torschüsse: 21 / 15
Schüsse aufs Tor: 5 / 8
Passquote: 76% / 79%
Zweikampfquote: 56% / 44%
Ballbesitz: 48% / 52%
Fouls: 18 / 14
Ecken: 7 / 4
Abseits: 6 / 2
Gelbe Karten: Kübler, Lienhart, Demirović / Simakan, Forsberg
Rote Karten: – / Halstenberg (57.)
Gelbe-Rote Karten: – / Kampl (118.) – auf der Bank
Zuschauer: 74.222 (ca. 30.000 Leipziger)

Rumpelstilzchen


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ALLE IN WEISS NACH BERLIN! HOLT DEN POKAL NACH LEIPZIG!

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Berlin - (20.05.2022) Zum dritten Mal in vier Jahren stehen wir im Pokalfinale in Berlin! Nach zwei bitteren Niederlagen geht es dieses Mal gegen den SC Freiburg. Das Fanmotto lautet: Alle in weiß nach Berlin! Holen wir gemeinsam den Pokal nach Leipzig!

Fanmotto Alle in weiß nach Berlin!

Gut 30.000 Leipziger Fans werden unser Team in Berlin unterstützen. Nur gemeinsam können wir unseren ersten großen Titel holen. Diese Gemeinsamkeit soll bereits in weißen Shirts gezeigt werden. Also alle in weiß nach Berlin!



Fanfest

Wir empfehlen bereits ab Mittag Berlin zu entern. Gut 30.000 Auswärtsfans zweier Vereine sorgen immer für eine besondere Stimmung in der Hauptstadt. Das Fanfest am Hammarskjöldplatz (Funkturm) von RB Leipzig findet deutlich näher am Stadion statt als das der Freiburger, welche am Breitscheidplatz sind. Das Fanfest startet 14:00 Uhr und läuft bis 17:00 Uhr. Alle Infos zum Fanfest gibt es hier.

Sollten wir das Finale gewinnen, dürfte am Sonntag die große Party in Leipzig starten, habt das auf dem Schirm!


Olympiastadion

Seit 1985 ist das Berliner Olympiastation Austragungsort des DFB Pokalfinales. Das 1936 anlässlich der olympischen Spiele eröffnete Stadion verfügt normalerweise über eine Kapazität von rund 74.000 Plätzen. Durch eine Zusatztribüne im Marathontor erhöht sich die Kapazität aber um rund 2.000 Plätze auf 76.000, wovon RB Leipzig 27.000 Tickets erhalten hat. Wir sind wieder auf der Seite des Marathontors, plant bitte beim Einlass ordentlich Zeit ein, beim letzten Mal hat das gedauert. Taschen dürfen nach unseren Informationen bis A4-Größe mit ins Stadion genommen werden.


Gemeinsam holen wir uns den Pokal!


Aufreger der Woche

Der Streit um den Final-Schal geht in die nächste Runde. So mischte sich am Wochenende der scheidende Sport-Geschäftsführer von Bayer Leverkusen Rudi Völler in den Streit der beiden Vereine ein und forderte, dass die Vereine eine Lösung des „Schal-Gates“ finden sollen. Der Hintergrund: Der SC Freiburg verbietet die Produktion von Fanutensilien, auf denen die Logos beider Vereine abgebildet sind. Oliver Mintzlaff warf daraufhin der Freiburger Führungsriege mangelnden Respekt vor. Viel Lärm um einen ziemlich unwichtigen Schal....


Häme um den Leipziger Fanzug, die 900 Tickets (alle eng gepackt wie man sieht) waren jedoch schnell weg, Freiburg musste hingegen absagen...


Unsere Rasenballsportler

Form unserer Mannschaft

Es ist geschafft! Auch nächste Saison dürfen sich die Kicker aus der schönsten Stadt der Welt wieder auf der ganz großen Bühne präsentieren. Mit einem 1:1 auf der Bielefelder Alm beendet man die verrückte Saison auf dem vierten Platz. Das erste Mal innerhalb von sieben Tagen, dass man sich im (in)direkten Duell gegen den Sportclub durchsetzen kann.

Doch die kurze Euphorie trübt den Schein der Realität. Nur eines der letzten vier Ligaspiele konnte RB Leipzig für sich entscheiden. Dabei zeigen die Probleme ein bekanntes Muster. Besonders im eigenen Spielaufbau fehlt es an Dynamik und Ideen. So wirkt das Leipziger Spiel oftmals zu statisch und vorhersehbar. Kreativspieler wie Dani Olmo oder Emil Forsberg fehlt es zu häufig an magischen Einfällen. Besonders die defensive Stabilität der Freiburger könnte daher im Finale eine besondere Rolle spielen.


Gute Nachrichten schon vor dem Finale. Kevin Kampl verlängert seinen Vertrag vorzeitig bis 2024.


Erfahrung als Schlüssel zum Erfolg?

Bei der Pokalniederlage gegen die Bayern (2018/19) fehlte den Leipzigern vor allem eines: Erfahrung. Nach einer weiteren Pokalniederlage und etlichen guten Auftritten auf dem internationalen Parkett, kann man dies den Roten Bullen wohl nicht mehr vorhalten. So haben allein 14 Spieler Leipzigs im letzten Pokalfinale mit im Kader gestanden. Für elf von ihnen ist es sogar bereits das zweite Finale auf nationaler Ebene. Ein Vorteil von RB Leipzig gegenüber dem SC Freiburg!


Es schmerzt immer noch. Diesmal werden unsere Jungs auf dem Podest stehen!


Verletzte/gesperrte Spieler von RB Leipzig

Domenico Tedesco kann die Breite des Kaders vollkommen ausnutzen, um die bestmögliche 11 auf dem Berliner Grün aufzustellen. Die zuletzt angeschlagenen Spieler Josko Gvardiol, Yussuf Poulsen und Amadou Haidara sind wieder vollumfänglich einsatzbereit. 


Mögliche Aufstellung RB Leipzig
Gulácsi – Angeliño, Gvardiol, Orbán, Simakan, Henrichs – Kampl, Laimer – Olmo – Nkunku, Silva


Der Gegner im Check

Bislang waren die Auftritte in dieser DFB-Pokalsaison der Breisgauer nicht immer von spielerischer Finesse und absoluter Überlegenheit geprägt. In Runde eins schaffte man einen recht glanzlosen 1:0 Sieg gegen die Würzburger Kickers. In der zweiten Runde (gegen den VfL Osnabrück) standen die Freiburger schon mit einem Bein im Aus. Ein spätes Tor in der Verlängerung durch Keven Schlotterbeck rettete den Sportclub ins Elfmeterschießen, welches man schlussendlich für sich entscheiden konnte. Allmählich kam der SC in Fahrt und schaffte zwei scheinbar problemlose Siege gegen Hoffenheim (Achtelfinale) und den HSV (Halbfinale), unterbrochen von einem erkämpften 2:1 in Bochum.


Kommt uns bekannt vor. Freiburger Freude beim Halbfinalsieg in Hamburg.


Form des Gegners

In Anbetracht der fallenden Formkurve haben so einige RB-Fans Angst vor dem Finalspiel. Doch betrachtet man den Gegner, so muss man feststellen, dass auch der Sportclub in einem Leistungstief steckt. Besonders auffällig ist dabei die Defensivschwäche, die sich seit den letzten Spielen abzeichnet. So musste Torhüter Mark Flekken in den letzten vier Spielen 13-mal hinter sich greifen. Dies ist mehr als ein Viertel aller Gegentore, die der Sportclub in dieser Saison hinnehmen musste. Für die Freiburger erschreckend, da besonders die Dreierkette um BVB-Neuzugang Nico Schlotterbeck als das Prunkstück der Mannschaft galt. Auch deshalb steht man am Ende der Saison lediglich auf Platz 6 der Abschlusstabelle.


Trainer und Spielweise

Zu Christian Streich muss man eigentlich nicht mehr viel sagen. Ein Trainer-Urgestein, mehr als zehn Jahre im Amt als Cheftrainer beim Sportclub aus Freiburg. Seine Spielweise baut auf einer guten Fitness der Mannschaft auf, welches sich besonders durch die hohen Lauf- und Sprintwerte auszeichnet. Mit der starken Defensive im Rücken und einem gekonnten Umschaltspiel besetzte man Platz drei der Hinrundentabelle. Aber auch mit dem Ball zeigt die Elf von Christian Streich, dass sie ihr Handwerk verstanden hat. 
Nicht nur aufgrund seines Alters kann der 56jährige von Erfahrung sprechen. So gewann er bereits dreimal als A-Jugendtrainer des Sportclubs das Äquivalent des DFB-Pokals im Jugendbereich. Streich kann Finale!


Ein weiteres Beispiel für die Suboptimale Jugendarbeit bei RB Leipzig. Ermedin Demirovic.


Player to watch

Mit Ermedin Demirovic spielt ein ehemaliger Jugendspieler von RB Leipzig auf Seiten der Freiburger. Der in der Saison 14/15 vom HSV gekommene Bosnier konnte sich bei RB nicht durchsetzen. Lange war Demirovic auf der Suche nach einem passenden Verein und einer gewissen Konstanz. Nach insgesamt fünf unterschiedlichen Stationen fand er dies letztendlich beim Sportclub aus Freiburg und Christian Streich. Auch wenn er dort hinter Spielern wie Nils Petersen oder Lucas Höler nicht zu den Stammkräften gehört, ist er sich seiner Rolle im Verein bewusst. Seine Abschlussstärke musste RB Leipzig zuletzt schmerzhaft erfahren, als er beim 1:1 in der Rückrunde gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber traf. In Geschichten, die nur der Fußball schreibt, würde sich wohl ein solches Tor im Pokalfinale wiederholen. Daher heißt es Vorsicht!



Verletzte/gesperrte Spieler SC Freiburg

Auch Christian Streich kann zu einem Großteil auf seine beste Mannschaft zurückgreifen. Lediglich Kevin Schade (Bauchmuskelzerrung), Yannik Keitel (Zehenbruch) und Noah Weißhaupt (Schulterverletzung) fehlen. 


And the winner is … der Fantipp

Alle guten Dinge sind drei! RB Leipzig muss im dritten Ansatz endlich die begehrte Trophäe in die Luft halten und den Pokal in die Messestadt holen. Eng wird es zwischenzeitlich trotzdem. RB gewinnt mit 3:1.


Was läuft wo?
Liveticker RB-Fans.de: https://rb-fans.de/liveticker.html
Radio: http://bullenfunk.fm/
TV-Übertragung: ARD/ Sky


Alex Hell, Jupp


Permalink:
https://www.rb-fans.de/artikel/20220519-vorbericht-pokalfinale.html

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  • Saisonabschluss
  • SC Freiburg

ALS RÜCKRUNDENMEISTER DIE CHAMPIONS LEAGUE GESICHERT!

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Bielefeld - (15.05.2022) Orbán köpft in der Nachspielzeit zum 1:1 ein. Es wurde unnötig spannend, weil RBL zuvor zu viele Hochkaräter liegen ließ. Das späte Unentschieden sicherte nicht nur die Champions League Qualifikation, sondern kürt Rasenballsport auch zum Rückrundenbesten. Nun wartet alles auf die wahre Kür der Saison in Berlin!

Vor dem Spiel ist vor dem Spiel

Alles war bereitet für die Champions League Qualifikation und den Abschluss einer ergebnistechnisch herausragenden Rückrunde. Einzig nötig: Bei den quasi sicher abgestiegenen Bielefeldern ein Unentschieden oder mehr erspielen, dann würde RBL die Freiburger auf Abstand halten.

Tedesco setzte für dieses Unterfangen auf die volle Kapelle. Maximal Forsberg für Olmo/Szoboszlai und Halstenberg für den überspielten Gvardiol in der Startelf kamen etwas unerwartet. Beim Bielefelder Abschiedsreigen auf der Alm stand Goalgetter Klos verletzungsbedingt nur an der Seitenlinie und für viele Arminen wurde es das letzte Spiel – mindestens acht Kicker verlassen den DSC.

 

>>> zum Liveticker

 

Dreisatz des Spiels

Einige maue Halbzeiten in den letzten Wochen, diesmal fehlte es vor allem an Abschlussglück (vier ausgelassene Großchancen) und weniger an den Chancen selbst. Bielefeld mit einer späten und schmeichelhaften Führung. Leipzig rannte an und in der Schlussphase war Freiburg in der Ferne zeitweise nur ein Tor davon entfernt Leipzig die CL Qualifikation zu stehlen. Am Ende verlor die Streich-Elf und Orbán köpfte RBL mit dem 36. Rückrundenpunkt – die beste Ausbeute aller Bundesligateams und von Leipzig in einer Bundesligarückrunde – zum vierten Mal in Folge in die Champions League!

 

Wenn es haarig wird, dann sind die "alten" Recken da!

 

Die drei besten Kicker aus der schönsten Stadt der Welt

Orbán: Willi du Teufelskerl! Bei den Bielefelder Topchancen bzw. gegen Okugawa sah er nicht so gut aus, aber diesen letzten Freistoß (gut getreten von Szobo) gegen den starken Ortega reinzuschädeln, das war schon ganz großes Kino. Im Prinzip war Orbán defensiv nur selten gefordert und gewann am Boden keinen Zweikampf (in der Luft dagegen alle) sein Tor ließ jedenfalls schwere Steine von den Leipziger Herzen plumpsen.

Silva: Ackerte viel, erarbeitete sich zwei Topchancen, die er leider beide vergab und leitete eine gute Chance von Nkunku ein, die dieser auch vergab. Führte die meisten Zweikämpfe auf dem Platz und hatte die meisten Abschlüsse. In dieser Form klar vor Poulsen, der von außen zusehen musste.

Nkunku: In Normalform macht er die Dinger. Es lag nicht daran, dass die Pässe ihn nicht erreichten, sondern daran, dass Ortega mal wieder einen sehr guten Tag hatte und der Pfosten im Weg stand. Zwei Großchancen und einen Pfostentreffer. Man kann nur hoffen, dass sich das Sturmduo das Pulver für den Pokalabend in einer Woche aufgehoben hat…

 

Forsberg mit schwankenden Leistungen und defensiv nicht ganz sattelfest.

 

Luft nach oben

Forsberg: Auf der einen Seite tolle Pässe, die in der ersten Halbzeit nicht nur einmal gute Angriffe einleiteten, auf der anderen Seite aber auch schlimme Ballverluste, wie vor der Topchance zum möglichen 2:0 für Bielefeld. Kampl und Forsberg haben die eher lästige Angewohnheit im Zentrum vieles über Pirouetten zu lösen. Das führt aber meist nicht gerade zur Spielbeschleunigung und sieht richtig doof aus, wenn man dabei den Ball verliert (meist wenn zum Pirouettierten ein weiterer Gegenspieler hinzukommt).

Laimer: Zum einen sprintet Laimer wie eine Maschine über das Feld, zum anderen wirkt es hin und wieder arg kopflos. So führte Laimer 12 Zweikämpfe, gewann aber nur 2 (von den Leipziger Startelf-Feldspielern war nur Kampl schlechter). So auch beim Gegentor, Laimers Anlaufen des gedoppelten Okugawa öffnete die Lücke für Hack. 17% Zweikampfquote bei Laimer und 25% bei Kampl, das ist im ZM definitiv zu wenig.

Kampl: Auch er defensiv nicht der Burner und offensiv kommt leider zu wenig. Das ZM wird mit oder ohne Abgang von Laimer und/oder Haidara/Adams sicherlich die große Baustelle des Sommers.

 

Kategorie 11Freunde

Immerhin muss Köster jetzt nicht mehr RBL live sehen. Gern geschehen.

 

Tweet des Spiels

Unser Willi!

 

Champagner statt Bier – die Fans

Ordentlich gefüllter Auswärtsblock für Leipziger Verhältnisse und ein toller emotionaler Schlusspunkt mit Orbán und Co, die zum Abklatschen in die Kurve sprangen. Nach Bielefeld geht es nun nach Berlin. Motto: Alle in Weiß! Fanfest gibt es nur wenige Kilometer vom Stadion entfernt auf dem Hammarskjöldplatz und dann hoffentlich im Anschluss den Titel im Olympiastadion. Dreimal ist Leipziger Recht!

 

Hier noch in Rot aber in Berlin gilt: Alle in Weiß!

 

Pfeife des Spiels

Siebert sicherlich nicht gerade das, was man als Glücksbringer bezeichnen würde. Gerade einmal vier Siege in 16 Bundesligaspielen und auch im 17. Anlauf sollte kein Sieg rausspringen, wobei dies ehrlicherweise nicht an Siebert lag, der eine eher unauffällige Spielleitung hinlegte, was für einen Schiedsrichter keine schlechte Sache ist.

 

Toller Support in Bielefeld.

 

Aufgefallen

1)      Unnötig spannend gemacht. Gegen den Tabellenletzten kann man auch mal einen klaren Sieg hinsetzen und keine Fragen offenlassen. Bielefeld bot auch Räume an, die Leipzig oft, aber auch nicht immer bespielte. Die defensive Grundausrichtung sorgte für weite Wege in die Spitze und das behinderte hin und wieder auch die Angriffe. Im Allgemeinen waren aber genügend Chancen da (5 Großchancen), um das Spiel zu gewinnen. Während RBL in den Wochen zuvor mit teils wenigen Großchancen die Spiele gewann, lief es gegen Bielefeld im Prinzip umgedreht.

2)      Das Pech in der Offensive war die eine Seite. Aber defensiv darf sich Leipzig gegen den Tabellenvorletzten eigentlich nicht solche Aussetzer erlauben. Über weite Strecken war es zwar eine sichere Vorstellung, um das Gegentor herum gab es jedoch zu viele Aussetzer. Ballverluste und verlorene Zweikämpfe im Zentrum waren hier ein großes Problem. Solche Lücken gab es in den letzten Wochen zunehmend und derartige Fehler kann ein Team wie Freiburg deutlich härter bestrafen als ein ersatzgeschwächtes und absteigendes Bielefeld.

 

Ungläubiges Staunen über die Chancenverwertung.

 

3)      Zwischen der 35. und der 80. Spielminute kam von Leipzig deutlich zu wenig. Bis auf Nkunkus Chance zu Beginn der zweiten Halbzeit keinerlei aussichtsreiche Abschlüsse und daher nur 0,2xG in dieser Phase des Spiels. In Prinzip war dies das Äquivalent der schwachen ersten Halbzeiten der letzten Wochen. in Berlin muss die Luft auf den Rängen und auf dem Feld 90+ Minuten brennen!

4)      Freiburg hatte in Leverkusen den härteren Gegner vor der Brust, für den es aber auch nur hauptsächlich darum ging, sich angemessen von Völler zu verabschieden. Kurz vor Ende gelang der Ausgleich, so dass das große Zittern begann. Für ein paar Minuten stand die Saison nochmal auf der Kippe. Ein weiteres Freiburger Tor hätte das CL Aus bedeuten können, ehe Orbán für den Ausgleich sorgte. Danach siegte auch Leverkusen. Ein Abbild der letzten Wochen, in denen erst Leipzig, dann Freiburg und nun wieder der RBL die Nase vorn hatten. Alles wackliger als es wünschenswert wäre.

 

In der 92. Minute platze der Knoten endlich.

 

5)      Kommen wir zu den positiveren Dingen. Der hochverdiente Ausgleich bedeutete die vierte Champions League Qualifikation in Folge und die fünfte insgesamt. Schon zuvor stand fest, dass Leipzig zum sechsten Mal in Folge international vertreten sein wird. Eine feste Größe im europäischen Fußball und nächste Saison in Topf 2 der Champions League. Da lässt es sich auch leichter in der Königsklasse überwintern. Außerdem bedeutet dies natürlich den erneuten Zugang zu den großen Geldtöpfen des Fußballs. Nkunku könnte nun noch ein Jahr bleiben und der Kader kann punktuell verstärkt werden.

6)      Das Unentschieden war auch der Abschluss der bisher besten Leipziger Bundesligarückrunde. Tedesco holte einen Punkt mehr als Rangnick 18/19. Bei all der Kritik an den spielerisch ausbaufähigen Vorstellungen der letzten Wochen muss man sich diesen Rekord und die Tatsache, dass auch kein anderer Bundesligist in der Rückrunde mehr überzeugend konnte auch vor Augen halten. Eine Leipziger Ausbeute, die wohl nur wenige im Dezember für möglich gehalten hätten, als Tedesco Leipzig auf Platz 11 übernahm und kurz danach gegen Bilefeld verlor.

 

Es gab durchaus Kritikpunkte aber RBL hatte auch ordentlich Pech.

 

7)      Leipzig stellt mit den Bayern die beste Abwehr der Liga. Auch wenn 37 Tore deutlich über Rangnicks Bestwert (29) liegen, so ist dies nach der Hinrunde (auf Platz 10) dennoch eine beachtliche Leistung. Dazu sind 72 erzielte Tore der zweithöchste Wert (nach 81 – 19/20) ebenso wie die Tordifferenz von +35 (+44 – 19/20).

8)      Zum einen waren die 3,46 (understat) xG der vierthöchste Wert, den ein Team in dieser Saison gegen Bielefeld erspielt hat. Es war also eher das Abschlusspech, denn das chancenarme Gegurke der letzten Wochen. Zum anderen waren die 1,67 xG die Bielefeld erspielte aber auch ihr höchster Wert in dieser Saison. Was wiederum zu den defensiven Aussetzern der letzten Spiele passt (10 Gegentore in den letzten 7 Spielen, 3 Gegentore in den 7 Spielen davor). In Berlin muss man da konzentrierter agieren.

9)      Jetzt noch eine Woche bis zum Finale in Berlin. Im dritten Anlauf soll es endlich klappen. Freiburg war in beiden Spielen auf Augenhöhe und hat in der Liga hinter RBL nur knapp die Champions League verpasst. Auch wenn RBL die bessere Rückrunde spielte, so ist man weit davon entfernt der klare Favorit zu sein. Dazu waren die Leistungen der letzten Wochen zu durchwachsen. Zwei Siege aus den letzten sechs Spielen: gegen maue Augsburger und Dank eines Sonntagsschusses gegen Glasgow, das ist nicht viel besser als das was der SCF in dieser Zeit aufs Feld brachte. Immerhin kommt die Streich-Elf auch mit zwei Niederlagen im Gepäck. Für das große Ziel, für die forsbergsche "Tittenchance" muss man über 90 Minuten souveräner und bissiger auftreten. Das größere Potenzial hat RBL, Team und Trainer müssen es mit den Fans im Rücken aber auch abrufen. Die Chance auf einen nationalen Titel war jedenfalls noch nie größer, denn Freiburg ist eben nicht Dortmund oder München, dort war RBL Außenseiter. Das ist dieses Mal nicht der Fall.

 


Die PK nach dem letzten Bundesligaspiel der Saison.

 

Fazit & Ausblick

Sommerkönig bzw. Rückrundenmeister. 36 Punkte, ein Punkt mehr als Rangnick in der Rückrunde 18/19 und damit die beste Rückrunde für RBL in der Bundesliga. Auch wenn nicht immer alles Gold war, so haben auch die anderen Vereine nicht durchgehend überzeugen können (selbst die Bayern nicht) und nach der Hinrunde hätte wohl jeder eine solche Rückrunde mit Kusshand genommen.

Bielefeld eigentlich nur in einer kurzen Phase um das 1:0 herum gefährlich. Davor und danach kaum zu sehen und die Arminia hatte es dem scheidenden Ortega zu verdanken, dass Leipzig den Sack nicht schon davor zumachte.

Auch wenn RBL heute weniger mit der Chancengenerierung denn mit deren Verwertung haderte, so bleibt dennoch auch hängen, dass Leipzig nur zwei der letzten sechs Spiele gewinnen konnte und auch trotz Topchancen keinen Sieg gegen den Absteiger aus Bielefeld einfuhr. Nicht die besten Vorzeichen für das Finale, das man noch eine ganze Ecke konzentrierter angehen sollte. Die 1,6 xG der Arminen reichen bei einem Verein wir Freiburg ggf. für zwei Tore und dann aus fast 4 xG nur ein eigenes zu machen, wäre ebenso tödlich.

Wenn Leipzig aber vor den eigenen Fans in Berlin sein volles Potenzial abrufen kann, dann könnte man gemeinsam diese Saison krönen und nach der schlechtesten Hinrunde die beste Saison der Vereinsgeschichte hinlegen. Dafür sind wir nun alle gefordert. Alle auf nach Berlin, stürmt die Ränge und lasst das Olympiastadion beben. Gemeinsam in Weiß zum Titel!

 

Alle in weiß nach Berlin!

 

Kicker –  Whoscored –  Sofacore –  Understat –  RBL –  Bundesliga –  FotMob


Statistik
Arminia Bielefeld: Ortega – Ramos, Pieper (80. Brunner), Nilsson (90. Andrade), Laursen – Prietl, Vasiliadis (63. Kunze) – Okugawa, Wimmer (46. Ince), Hack (90. Schöpf) – Serra
RB Leipzig: Gulácsi (C) - Simakan, Orbán, Halstenberg – Laimer (72. Adams), Kampl (87. Szoboszlai) - Henrichs, Angeliño (87. Novoa) – Forsberg (73. Olmo), Nkunku – Silva
Schiedsrichter: Daniel Siebert (Berlin)
Tore: 1:0 Serra (71.), 1:1 Orbán (90.+2)
Torschüsse: 9 / 20
Schüsse aufs Tor: 4 / 10
expected Goals: 1,7 / 3,5
Passquote: 80% / 86%
Zweikampfquote: 48% / 52%
Ballbesitz: 42% / 58%
Laufleistung: 113,4 km / 110,2 km
Sprints: 230 / 233
Fouls: 11 / 8
Ecken: 2 / 6
Abseits: 4 / 1
Gelbe Karten: Nilsson / Adams (5)
Zuschauer: 22.719 (ca. 1.000 Leipziger)

Rumpelstilzchen


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https://www.rb-fans.de/artikel/20220514-spielbericht-bielefeld.html

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