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RB Leipzig zurück in der Spur

RB Leipzig zurück in der Spur

Nach der Niederlage in Wiesbaden zeigten die Roten Bullen im Duell gegen Mitaufsteiger Kiel die richtige Reaktion und siegten 3:1 gegen die Störche.

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Im Vergleich zum vergangenen Spiel veränderte Zorniger seine Elf auf mehreren Positionen. Für Kammlott und Judt rutschten Röttger und Morys in die Startelf, zudem wechselte Sebastian vom Mittelfeld auf die rechte Seite der Viererkette. Die Roten Bullen waren von Beginn an um Wiedergutmachung bemüht und hatten folgerichtig durch Frahn die erste Chance des Spiels. Praktisch im Gegenzug verhalf Willers mit einem Aussetzer, der zum Glück ohne Folgen blieb, den Gästen fast zur Führung. Ein paar Minuten später war es dann aber doch soweit als Sykora in der 9. Minute das 1:0 für die Kieler erzielte. Natürlich nach einer Ecke. Wieder einmal. Nur eine Minute später verhinderte der Pfosten den Leipziger Ausgleich. Kaiser scheiterte mit einem Freistoß aus 20 Meter am Aluminium. Pech! In der Folge taten sich die Messestädter schwer dem Rückstand hinterzulaufen. Darüber hinaus verhinderte ein sehr kleinlich, aber durchaus korrekt, pfeifender Schiedsrichter ein flüssiges Spiel. Chancen blieben auf beiden Seiten Mangelware. Die letzte nennenswerte in Durchgang eins hatte Frahn, der Riedmüller im kurzen Ecke aber nicht überraschen konnte. In einer sich dem Wetter angepassten Halbzeit war Morys einer der wenigen Lichtblicke.

Nach der Pause wechselte Zorniger nicht nur Fandrich für Schulz ein. Nein, die komplette Mannschaft zeigte nun ein anderes Gesicht und war wie ausgewechselt. Poulsen drängte in den Strafraum, vertändelte den Ball, setzte nach und letztendlich war es der Kieler Herrmann, der für den Ausgleich sorgte. Nur fünf Minuten später war die Parte dann gedreht. Einen fälligen Handelfmeter verwandelte Frahn unhaltbar zur Leipziger Führung. Die Arena stand Kopf und die 11.714 Zuschauer peitschten die Hausherren lautstark nach vorne. Nachdem sich die Störchen in der 60. Minute selbst dezimierten, schien die Messe gesungen. Da weder Poulsen, Morys noch Fandrich das entscheidende 3:1 erzielten, brach mit zunehmender Spielzeit das große Zittern an. Die numerische Überlegenheit wurde nicht mehr sichtbar und die Norddeutschen witterten Morgenluft. Und um ein Haar wäre es passiert. Aber Coltorti parierte mit einem weltklasse Reflex aus nächster Nähe und hielt den Leipziger Sieg fest. Mit dem Schlusspfiff fiel dann doch noch das dritte Tor für die Rasenballsportler. Daniel Frahn nahm einen schnellen Abwurf unseres Schweizers Torhüters an, sprintete über das ganze Spielfeld und schob in das verwaiste Kieler Gehäuse ein. 

Fazit: Die Roten Bullen haben nach der Niederlage in Wiesbaden die erhoffte Reaktion gezeigt. Die Leipziger legten den Störchen drei Eier ins Nest. So viele Gegentore wie in den sechs Spielen zuvor, Hut ab. Trotz allem sollte der Sieg nicht über unsere Anfälligkeit bei Standardsituationen hinwegtäuschen. Hier wird und muss Zorniger in den nächstes Trainingseinheiten den Hebel ansetzen. Nach dem Sieg gegen Holstein Kiel setzen sich die Leipziger in den oberen Tabellenregionen fest. Aufgrund der Englischen Woche bleibt für Mannschaft und Fans wenig Zeit zum Verschnaufen. Bereits am kommenden Samstag um 14:00 Uhr geht es weiter. Dann treffen die Roten Bullen mit dem SV Elversberg erneut auf einen Mitaufsteiger.

Statistik:
RB Leipzig: Coltorti – Sebastian, Hoheneder, Willers, Jung – Kaiser, Röttger (66. Ernst), Schulz (46. Fandrich) – Morys (81. Heidinger), Poulsen, Frahn
Holstein Kiel: Riedmüller – Herrmann, Gebers, Wahl, Wetter – Siedschlag, Krause (77. Johansen), Breitkreuz (77. Schied), Sykora (66. Pressel) – Heider, Kazior
Tore: 0:1 Sykora (9.), 1:1 Herrmann(50. / ET), 2:1 Frahn (56. / HE), 3:1 Frahn (90.)
Zuschauer: 11.714
Schiedsrichter: Heft (Wietmarschen)
gelbe Karten: Röttger (1), Jung (2), Willers (1), Coltorti (1) / Kazior, Heider
gelb-rote Karte: Wetter

F-Lion