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Duell der Aufsteiger

Duell der Aufsteiger

Nach dem Duell gegen Holstein Kiel treffen unsere Roten Bullen nur vier Tage später erneut auf einen Mitaufsteiger. Das Gastspiel gegen Elversberg wird dabei zur kleinen Weltreise.

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Die Red-Bull-Arena in Leipzig und das Ludwigsparkstadion in Saarbrücken trennen exakt 562 Kilometer. Wenn die Mannschaft und Fans am Samstagnachmittag saarländischen Boden betreten, stecken ihnen die bisher längste Auswärtsfahrt der Vereinsgeschichte in den Knochen. Während das Team um Alexander Zorniger schon heute morgen ins Saarland aufgebrochen ist, werden die meisten mitreisenden Fans nur eine kurze Nacht haben bis der Wecker morgen früh klingelt.

Unser Auswärtsspiel gegen Elversberg ist auch für die Gastgeber kein Heimspiel im eigentlichen Sinne. Da ihr Stadion an der Kaiserlinde nicht drittligatauglich ist und derzeit umgebaut wird, müssen die Saarländer ins benachbarte Ludwigsparkstadion von Ligakonkurrent FC Saarbrücken umziehen. Aber nicht nur der fehlende Heimvorteil macht das Saisonziel "Klassenerhalt" für den Aufsteiger aus der Südwest-Staffel zur Herkulesaufgabe. So haben den Club vor der ersten Drittligasaison der Vereinsgeschichte mit Krasniqi (17 Tore) und Deville (11) die beiden Toptorjäger verlassen. Da ist es wenig verwunderlich, dass Elversberg vor allem im Angriff der Schuh drückt. Mit lediglich 5 Toren aus 7 Spielen stellen die Saarländer den zweitschlechtesten Angriff der Liga. Zum Vergleich: Allein RB-Kapitän Frahn hat bisher so oft genetzt wie die komplette Mannschaft der Elversberger. Zu allem Überfluss erklärte auch noch Aufstiegstrainer Jens Kiefer Ende August seinen Rücktritt. Der 38-jährige erwirbt derzeit die Fußballlehrerlizenz und sah sich nicht in der Lage, die Doppelbelastung aus Trainerlehrgang und -alltag zu schultern. Seinem Nachfolger Dietmar Hirsch, der zuletzt den Verbandsligisten SV Schackendorf trainierte, gelang ein Einstand nach Maß. Am Mittwoch konnte im "6-Punkte-Spiel" in Burghausen der erste Saisonsieg und das Verlassen der Abstiegsplätze gefeiert werden. Der Aufsteiger, der mit Kapitän Timo Wenzel sogar Championsleague-Erfahrung (3 Spiele, 1 Tor für den VfB Stufftgart) in seinen Reihen hat, wird gegen uns aufgrund des Sieges also mit breiter Brust auflaufen und versuchen den zweiten Erfolg in Serie zu landen.

Den zweiten Sieg in Folge will auch der Aufsteiger aus Leipzig. Gelingt es den Rasenballsportlern nach dem Sieg über Kiel auch den zweiten Mitaufsteiger zu bezwingen, würden sich die Messestädter endgültig in der oberen Tabellenregion festsetzen. Im Gegensatz zum Spiel unter der Woche ist unser Trainer gezwungen, seine Startelf zu verändern. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Morys und der U21-Nationalmannschaftsnominierung von Poulsen, kündigte der Coach zudem bereits eine Systemumstellung an. Das zuletzt praktizierte 4-3-3 wird vermutlich dem 4-3-1-2 aus der Aufstiegssaison weichen. An der Seite von Kapitän Frahn dürfte im Sturm Denis Thomalla, den Trainer Zorniger in der gestrigen Pressekonferenz explizit lobte, sein Startelfdebüt für RB Leipzig geben. Da Rockenbach erneut nicht im Kader steht, wird die Position hinter den Spitzen zwischen Kammlott und Fandrich entschieden, wobei der Ex-Cottbuser aufgrund zuletzt überzeugender Kurzeinsätze die Nase vorne haben sollte. Die 3er-Kette vor der Abwehr dürfte unverändert bleiben und in der Verteidigung ersetzt Sebastian erneut den noch nicht spielfitten Christian Müller. Die voraussichtliche Aufstellung sieht demnach folgendermaßen aus:

Coltorti - Sebastian, Hoheneder, Willers, Jung - Schulz, Kaiser, Röttger - Fandrich - Frahn, Thomalla

Auch am Samstag geht RB Leipzig - wieder einmal - als Favorit ins Spiel. Gegen eine vielbeinige saarländische Abwehr, könnte sich die Begegnung zu einem echten Geduldsspiel entwickeln. Bringen die Roten Bullen ihre, auch ohne Poulsen und Morys noch vorhandene, Offensivstärke auf den Platz und zeigen bei gegnerischen Standardsituationen die vom Trainer geforderte Überzeugung, stehen die Chancen gut, dass der Tabellenvierte seiner Favoritenrolle gerecht wird und die lange Auswärtsfahrt mit drei Punkten versüßt wird. Für das Spiel gegen Elversberg wünschen wir dem Team um Alexander Zorniger viel Erfolg und eine gute Reise. Letztere wünschen wir natürlich auch den Auswärtsfahrern. Wer am Samstag in Leipzig bleibt, hat wie immer die Möglichkeit, das Spiel per Fanradio und Liveticker zu verfolgen. Einen Livestream wird es diesmal nicht geben.


F-Lion