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33. Spieltag: RB möchte gegen Chemnitz 10. Punktgewinn in Folge

33. Spieltag: RB möchte gegen Chemnitz 10. Punktgewinn in Folge

Langsam aber sicher nähert sich die dritte Liga dem Endspurt. Dabei geht es beim Kampf um die sicheren Aufstiegsplätze noch heiß zur Sache. Das sechste Sachsenderby zwischen RB und CFC bringt dabei noch die nötige Würze.

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Blättert man durch die, zugegebenermaßen recht spärliche, Vereinshistorie RB Leipzigs, fällt vor allem in Sachen Rivalität immer wieder ein Name - der Chemnitzer FC. Schon gestern haben wir eine Übersicht der bisherigen Heimspiele gegen die Himmelblauen gegeben, die im Gegensatz zur Auswärtsbilanz (zwei Niederlagen bei zwei Spielen) sehr positiv ausfällt, wenn man die Pokalspiele mit einbezieht. Fakt ist aber, dass wir gegen den Chemnitzer FC im Ligabetrieb noch nie gewinnen konnten. Ein einzelner Punkt aus drei Begegnungen - eine Bilanz, die am Samstag unbedingt ausgebessert werden sollte, um definitiv den zweiten Platz in der Tabelle zu halten. 

An das Hinspiel im Stadion an der Gellertstraße möchte manch roter Bulle gar nicht zurückdenken, als über 1.000 RB-Fans das planlose Treiben unserer Jungs über sich ergehen lassen mussten. Es war bis dahin die schlechteste Leistung in der dritten Liga gegen eine Mannschaft, die davor sieben Spiele in Folge sieglos gestaltete. Leipzig fiel übrigens nach diesem Spiel auf Platz drei zurück, den zweiten nahm eine gewisse Mannschaft namens „SV Darmstadt 98“ ein.

Die englische Woche nagte an den Kräften unserer Kicker, mit viel Kraftaufwand konnte aus den drei Spielen fünf Punkte geholt werden, also mindestens einer weniger als geplant. Aber trotzdem fährt RB weiterhin mit neun ungeschlagenen Spielen in Folge eine sehr gute Serie und zeigte in Regensburg, dass auch eine durchwachsene Leistung zum höchsten Saisonsieg führen kann. Es gibt also keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. So wird Alexander Zorniger auch eventuell wieder der gleichen Elf aus Regensburg, mit der Ausnahme von Personalie Jung, vertrauen. „Tony“ muss eine Gelbsperre absitzen und wird entweder von Teigl oder Sumusalo vertreten. Bleibt der Rest beim alten, wird die Aufstellung in etwa so aussehen:

Bellot - Heidinger, Sebastian, Hoheneder, Teigl - Kimmich, Demme, Fandrich - Kaiser - Poulsen, Frahn

In Chemnitz scheint derweil der Verbleib in der dritten Liga festzustehen. Mit nun 41 Punkten auf dem Konto müsste es schon mit dem Fussballteufel zugehen, um noch in Gefahr zu kommen. Weit entfernt vom eigentlich Saisonziel ist das zwar immer noch, aber Karsten Heine konnte mittlerweile eine Mannschaft mit Selbstbewusstsein und Siegeswillen aufbauen. Vor der englischen Woche konnte sogar drei mal in Folge gewonnen werden und in der selbigen reichte es immerhin für vier Punkte. Zuletzt gewann der CFC daheim gegen Abstiegskandidat Wacker Burghausen mit 1:0. In der Liga ist so zu mindestens für Chemnitz keine große Spannung mehr drin, deshalb ist das anstehende Pokalspiel gegen den VfB Auerbach vielleicht auch auf der Prioritätenliste eine Zeile weiter oben. Nichtsdestotrotz sind Spiele gegen RB Leipzig immer eine große Nummer und nicht zum ersten mal werden die himmelblauen Fans versuchen im Leipziger Stadion Heimspielatmosphäre zu erschaffen. Könnte dieses mal schwer werden.

Aber ausgerechnet jetzt fällt Mittelfeldmann Ronny Garbuschewski aus. Der hatte im Hinspiel noch das 2:0 geschossen und leidet jetzt an einem Mittelfußbruch für noch mindestens einen Monat. Weiterhin fällt gelbgesperrt Linksverteidiger Thomas Birk aus. Die beiden anderen damaligen Torschützen Mauersberger und Semmer sind aber fit und standen auch gegen Burghausen auf dem Feld. Dazu kommt mit Anton Fink in der Spitze jemand, der immer für ein Tor gut ist. Sascha Pfeffer kehrt nach einer Gelb-Rot-Sperre wieder zurück.

Es wird nicht leicht werden für die rot-weißen Leipziger. Mit Chemnitz kommt eine Mannschaft, die in solchen Spielen immer eine Extraschippe Motivation drauflegen kann. Für die himmelblauen Fans gebe es nichts Schöneres, als RB wieder vom zweiten Platz zu verdrängen und Darmstadt im Aufstiegskampf Schützenhilfe zu leisten. Doch finden unsere roten Bullen wieder zu alter Stärke, dürfte aus dem Traum nichts werden. Zu wichtig sind momentan die drei Punkte aus jedem Spiel, denn auch wenn das Saisonziel nie wirklich Aufstieg hieß, wäre es irrsinnig zu sagen, man möchte nicht unbedingt den zweiten Platz halten. Die Chance ist da und man hält sie selbst in der Hand. Versüßt werden könnte die ganze Geschichte am Samstag noch mit einem Heimsieg der Münsteraner Preußen, die gegen Darmstadt spielen. Aber auch die haben einen Lauf und werden noch längst nicht aufgeben. Schicken wir ein Signal nach Hessen und schießen Chemnitz vor über 15.000 aus dem Stadion, der zweite Platz gehört uns!

Dabei wünschen wir dem Team um Alexander Zorniger viel Erfolg und allen Fans gute Unterhaltung. Wer es nicht ins Stadion schafft, hat wie immer die Möglichkeit das Spiel über das Franradio oder dem Liveticker zu verfolgen. Der MDR zeigt das Spiel, sowie die Partie des Halleschen FC in einem Konferenz-Livestream. Im Chat unserer Seite kann über das Spielgeschehen diskutiert werden.


DrSchuh