Header Image
RB Leipzig im Saisonendspurt - wie steht es um unseren Rasenballsport?

RB Leipzig im Saisonendspurt - wie steht es um unseren Rasenballsport?

Team Glas Halbvoll schöpft Hoffnung. Vier Punkte aus den letzten beiden Bundesligaspielen gegen direkte Konkurrenten im Kampf um die internationalen Plätze und Marco Rose Rufe aus der Fankurve. Darauf lässt sich im Saisonendspurt aufbauen. Sehr wichtig ist diese Basis, denn ohne sie wäre ein erfolgreicher Abschluss nicht mehr möglich. Nun heißt es zusammenhalten, sowie Daumen drücken. In diesem Beitrag blicken wir auf das bisher Geschehene und realistisch nach Vorn.

Hier würde ein Spenden-Widget von GoFundMe geladen werden. Das lädt Inhalte eines externen Anbieters inklusive dessen Cookies.

Während Team Glas Halbleer verzweifelt, ist das Team Glas Halbvoll zufrieden mit dem Ausgang des letzten Bundesligaspiels. Ein 2:0 Sieg gegen einen direkten Konkurrenten um die Champions League Plätze und hinzu eben gegen die Borussia aus Dortmund. Bei vielen Fans sitzt halt auch der Stachel noch tief, als damals Frauen, Kinder, Rentner oder allgemein Familien samt allen Fans mit Steinen, Stühlen und Flaschen in Dortmund angegriffen sowie verletzt wurden. Da ist es für den einen oder anderen eine Genugtuung, dass der BvB auch diesmal in Leipzig verlor und nun sogar schon das fünfte Mal hintereinander. Auch der Auswärtspunkt bei den heimstarken Freiburgern ohne einen Gegentreffer ist nicht ganz ohne. Ergebnistechnisch lief es demnach für Trainer Marco Rose relativ gut in den letzten beiden Bundesligabegegnungen und irgendwie haben sich schon alle in dieser Saison damit abgefunden, dass auf der Zielgeraden jetzt nur noch die Punkte zählen und keine Schönspielerei mehr relevant ist.

Letztere wurde nun aber schon seit Langem nicht mehr gesehen. Erst recht nicht zwei gleich gute Halbzeiten oder gar zwei Spiele am Stück. Was ist passiert in dieser Saison, dass insbesondere kein spielerisches Grundgerüst mehr vorherrscht, so dass die Spielkontrolle stets verloren geht und in fast jeder Partie gezittert werden muss? Sieben 1:0 Führungen gaben dem eigenen Spiel keine Sicherheit und sechs davon verlor man anschließend sogar. 9 Remis erkämpften sich bisher unsere Roten Bullen und sechs davon ohne eigenen Torerfolg (0:0). Hinzu kommen schon 13 Saisonniederlagen, 7 davon in der Champions League, 6 in der Bundesliga. Selbst über einige Siege konnte man sich nicht so recht freuen, eben weil sie oft glücklich waren aufgrund der mageren Leistungen, die statistisch auch noch untermauert werden. Gegen den BVB musste man in den zwei Bundesligaspielen zusammen 45 Torschüsse hinnehmen. Dass nur zwei Dortmunder Treffer fielen, grenzt schon an ein Wunder.


https://www.rb-fans.de/content/bilder/saison2024_2025/Stat1_2.png

Vergleich der neun Bundesligasaisons unter den verschiedenen Trainern bei RB Leipzig.


Statistiken lügen nicht, zumal sie oft ein Beleg sind, erfolgreich zu sein oder eben nicht. Hin und wieder überperformt mal ein Team und hat mächtig Glück gehabt. War es einst Union Berlin, die sogar damit einmal in der Champions League landeten, ist es nun unser Team, welches eigentlich in der Bundesliga auf einen Mittelfeldplatz stehen müsste. In Sachen eigene Torgefährlichkeit von 1,59 xG (zu erwartende Treffer pro Spiel) befinden sich die Roten Bullen in dieser Saison nur auf Platz 10 in der Bundesliga. Bei den zu erwarteten Gegentreffern liegt man sogar auf Platz 13 mit 1,84xGA (Quelle: understat.com). Hier sieht man sehr schön, dass insgesamt die Gegner torgefährlicher vor unserem Tor agieren konnten, im Gegensatz zu dem, was wir offensiv im Stande sind zu kreieren. Das gab es noch nie bei den Profis in der Geschichte von RB Leipzig. Selbst in der schwächeren Phase unter Ralph Hasenhüttl oder unter Jesse Marsch war man entweder offensiv besser oder defensiv stabiler.

Aber, dass man sowohl offensiv wie auch defensiv in dieser Saison so eine Unausgewogenheit und Schwäche zeigt, ist was komplett Neues. Zuletzt belegen das auch die Statistiken von Torschüsse und gegnerische Torschüsse. Diese verlauten durchschnittlich 11,8 Torschüsse auf der Habenseite zu 14,6 gegnerische Torschüsse pro Spiel. Zu guter Letzt sind mit durchschnittlich 1,58 Treffer pro Spiel so wenig Tore in einer Saison gefallen, wie noch nie bei RB Leipzig. Was am Ende bleibt ist die Tatsache, dass wir schon 8 Punkte weniger erreicht haben im Vergleich zur Hinrunde (20) zum gleichen Saisonzeitpunkt. Mit 12 Punkten nach 9 Rückrundenspielen liegt man aktuell nur einen Punkt vor Platz 12 (Union 11 Punkte).


https://www.rb-fans.de/content/bilder/saison2024_2025/Stat2_2.png

Torgefährlichkeit vs. gegnerische Torgefährlichkeit (Durchschnitt 10 BL-Spiele) – in dieser Saison leider ein umgedrehtes Vorspiel.


Unsere Leipziger Rasenballer stehen nun nach dem 26. Bundesligaspieltag mit drei Punkten Rückstand auf einen Nicht-Champions-League-Platz und haben aufgrund des schwereren Restprogrammes gegenüber Frankfurt und gegebenenfalls Stuttgart sowie Wolfsburg einen gewissen Nachteil im Rennen um die internationalen Plätze, zumal Mainz noch drei Punkte Vorsprung hat. Analytisch betrachtet fehlt es uns einerseits an Qualität auf den verschiedenen Spielpositionen und an eine Verbesserung dieser Qualität. Hier tritt das Profiteam wie auch das Trainerteam in dieser Saison auf der Stelle. Keineswegs konnten die Abgänge zuletzt von Dani Olmo und Emil Forsberg kompensiert werden, wie auch den von Mohamed Simakan. Geholt wurden andere Spielertypen und junge, noch entwicklungsbedürftige Akteure. Neben vielen Einzelpositionen, die kaum adäquat ersetzt werden können durch Verletzungen, Sperren, Krankheit oder notwendige Belastungssteuerungen plus Rotationen, bleibt weiterhin die Großbaustelle im zentralen Mittelfeld, die einerseits oft taktisch nicht gut zelebriert wird und andererseits eben qualitativ derzeit nicht mehr hergibt. Diese Achillesferse sollte spätestens in diesem Sommer gekittet werden.

Gefragt sind eher große, zweikampfstarke Spielertypen, sowohl bei den Boden- als auch in den Luftduellen. Jene, die während des Spiels die Lücke im Mittelfeld wie ein Xaver Schlager schließen und wichtige Zweikämpfe im Zentrum und vor der Abwehr gewinnen können. Gefragt ist eine starke Mittelachse von Willi Orban bis hin zum zentralen Stürmer. Dazu zählt auch ein starker Spieler hinter den Spitzen und im zentralen wie auch defensiven Mittelfeld Spielgestalter sowie Kämpfer vor der Abwehr. Wie einst ein Konrad Laimer mit Geschwindigkeit und Mentalität vorranging und um jeden Zentimeter ackerte, egal ob defensiv oder offensiv. Wo bleiben bei uns die Rückraumspieler, die torgefährlich werden und die Stürmer durch höheres Aufrücken aus der zweiten Reihe unterstützen, aber dabei die Angriffsabsicherung nicht aus den Augen verlieren? Manchmal steht sich die Taktik mit zwei offensiven Mittelfeldspielern und zwei Stürmern selbst im Weg, da es keine Rautenbildung in dem Sinne gibt. Erst recht, wenn zwei defensive Mittelfeldspieler dahinter agieren, aber jegliche Offensivwucht vermissen lassen wie auch defensive Stabilität und Geschwindigkeit.

Unser Offensivspiel lahmt dadurch, ist numerisch klar unterlegen. Oft stehen unsere Stürmer einer klaren Überzahl gegnerischer Abwehrspieler gegenüber, während die offensiven Mittelfeldspieler um Xavi und Baumgartner davor schon per Manndeckung und Pressing attackiert werden. Was dahinter kommt, ist keine eigentliche Unterstützung mehr. Denn diese bilden einen eher harmlosen Handballkreis und daraus resultierend entsteht eine höhere Ballbesitz- und Passquote, deren Entstehung aber im falschen Spielfelddrittel vorrangig stattfindet. Trotzdem ist unsere Ballbesitzquote mit nur 52% schon relativ niedrig in dieser Saison und keines Spitzenteams würdig.


Ein Spielertyp wie Xaver Schlager fehlt RB Leipzig an allen Ecken und Kanten.


Unser Spiel ist in dieser Saison taktisch leicht zu entschlüsseln und zu entzerren. Insbesondere werden unsere zentralen sowie defensiven Mittelfeldspieler um Vermeeren, Kampl, Haidara bzw. Seiwald und auch Baumgartner sowie Nusa und Xavi nach Außen gelockt, so dass anschließend in der Mitte ein großes Loch klafft. Schaut man sich rückwirkend alle gegnerischen Tore und Torchancen in ihrem Ursprung an in dieser Saison, erkennt man sehr gut, wie schnell unser Mittelfeld über die Außen gelockt und ausgespielt wird. Taktisch gesehen haben wir insgesamt kaum noch etwas entgegenzusetzen. Während sich unsere Spielverlagerungen eher als ein langsames Verschieben gleichen in der eigenen letzten Reihe, haben die gegnerischen Teams durch kurze, schnelle Kombinationen sowie Automatismen und taktische Kniffe, ein Loch in unserem Mittelfeld geschaffen. Auch kluge, schnelle Seitenwechsel sind im Repertoire, aber kaum bei uns erkennbar. Und ja, diese Seitenwechsel und schnelle Spielverlagerungen werden auch trainiert bei uns, um den größeren Raum auf der anderen Spielseite nutzen zu können, aber die Umsetzung gelingt dem Team nicht, das Spiel situativ schneller zu machen.

Ja, leider sind bei uns viele Fertigkeiten mit der Zeit verloren gegangen und dazu zählt auch das Offensivpressing, wie es einst in den ersten Bundesligajahren der Fall war und unsere RB-DNA bildete. Aber auch unter Julian Nagelsmann war das Pressingverhalten ein Grundbaustein für den Erfolg. Ein Team, welches hoch steht und jeder jeden unterstützt. Es setzt entsprechend die Laufbereitschaft nicht nur der Spieler in Ballnähe voraus, sondern der des ganzen Teams durch gemeinschaftliches Aufrücken, Absichern und Mitagieren. Die Laufintensität, Sprints und die gelaufenen Kilometer sind ja gegeben seit einiger Zeit in der Rückrunde, aber wie sie zustande kommen ist leider eine andere Geschichte. Vielmehr ist es ein Reagieren ohne eine eigene, richtige Spielphilosophie zu zelebrieren. Man kann nämlich auch im eigenen Ballbesitz sehr viel mehr laufen durch taktische Mittel wie Hinterlaufen, Anbieten, Anlaufen, Kreuzen, Positions- oder Platzwechsel, Lösen vom Gegenspieler, Aufrücken, Mitlaufen, um stets eine oder mehrere Anspielstationen schaffen zu können.

So schafften es in dieser Saison die Bayern und Leverkusen ganze 10 Kilometer in einem Spiel mehr zu rennen, und dass trotz höherem Ballbesitz. Aber auch defensiv agieren wir zurzeit mitunter unorganisiert. Spielt der Gegner unsere Mittelfeldspieler über die Außen aus und verlagert dann das Spiel in den freien zentralen Raum oder über die andere Seite, so müssten im Endeffekt unsere Offensivspieler um Xavi, Baumgartner, Nusa, Sesko und Openda reaktionsschnell defensiv aushelfen. Und genau diese Tatsache ist auch eine Baustelle, denn wie anhand der gegnerischen Angriffsbemühungen und Torchancen ersichtlich, ist diese zusätzliche Abwehrarbeit dieser Spieler eher ungenügend, wenn es darauf ankommt oder es fehlen einfach die Körner.


https://www.rb-fans.de/content/bilder/saison2024_2025/Stat3_2.png

Mit 34 zu erwartenden Punkten läge RB Leipzig aktuell auf Platz 9 in der BL-Tabelle.


Markant ist natürlich in dieser Saison die Tatsache, wie oft unser Team die Spielkontrolle verliert, somit Führungen verspielt und keine Antworten hat, das Ruder wieder herumzureißen. Waren wir einst unter Nagelsmann eine starke Ballbesitzmannschaft, konnten den Ball auch unter gegnerisches Pressing in den eigenen Reihen behaupten, so sieht man aktuell viele schnelle Ballverluste.. eben wie zuletzt die zweite Halbzeit gegen Borussia Dortmund im letzten Punktspiel. Man fand überhaupt keine Mittel mehr, das Dortmunder Spiel zu unterbinden und selbst keine Mittel mehr, um für Entlastung zu sorgen. Man war den Dortmundern klar unterlegen und das in beiden Bundesligaspielen in dieser Saison. Was fehlte war ein gemeinschaftliches Pressingverhalten mit noch höherem Laufaufwand und anschließenden Freilaufen und Mitlaufen, um nach dem Ballgewinn den Ball weiter in den eigenen Reihen halten zu können. All das ist nicht gegeben und folgerichtig gab es größtenteils nur lange Befreiungsschläge von der Abwehr in den Sturm, um sie anschließend wieder schnell zu verlieren. Unser Team spielte konzept- und mittellos in Anbetracht dieser andauernden Spielsituationen und das bis zum Abpfiff. Spätestens in der Champions League fällt das einen auf die Nase, wenn dort die Qualität eine viel Höhere ist und man ohne Antworten so keinen Erfolg haben kann.

Der eine oder andere Fan fragt sich, ja ist das nicht die Aufgabe des Trainers und des Trainerteams, hier dem Team Lösungen zu offenbaren, diese zu trainieren und einzustudieren?! Wir alle wissen, dass es gegen die Bayern nicht anders wird am drittletzten Spieltag. Und auch spielerisch war uns Stuttgart überlegen. Aber leider fehlt es nicht nur an einer Idee, gegen starke spielerische Teams mitzuhalten, sondern insbesondere nun auch gegen alle Mittelfeldteams der Bundesliga und ebenso gegen die Teams, die gegen den Abstieg kämpfen. Ein Unentschieden gegen Bochum, zwei Remis gegen Union, ein Remis gegen Heidenheim oder eine Niederlage gegen Hoffenheim. Und auch ein Team wie VfL Wolfsburg nahm uns im Hinspiel komplett auseinander. Man erkennt einfach kein Gesicht mehr bei unserem Team. Man ist in vielen Bereichen des Fußballspiels anfälliger geworden und kann seine Stärken nicht mehr offenbaren. Man hat keine ausreichend erfolgreiche Spielanlage, um den Ball in den eigenen Reihen halten zu können.

Es fehlt an einer Spielidee, gegen tiefstehende Gegner Chancen zu kreieren. In Sachen Standards schlagen wir uns fast selbst, verschenken Eckbälle oder gute Freistoßmöglichkeiten. Auch defensiv agieren wir zu ballorientiert und verlieren dabei die Gegenspieler aus den Augen, die dann zu den Torchancen oder Torerfolgen kommen. Mängel über Mängel, die es so in diesem Ausmaße noch nicht gab. Und ja, ein guter Rückhalt im Tor gehört mit zum Team und zur Teamleistung. Aber es offenbart auch diese Notwendigkeit, wie dringend diese auf einmal benötigt wird. Zudem müssen unsere Spieler in extrem vielen Zweikämpfen agieren und diese gewinnen. Eben weil es taktisch nicht gut funktioniert. Es fehlt leicht erkennbar ein taktisches Grundgerüst, auf das sich das Team stützen kann und wenn einmal Leistungsträger fehlen, dass die anderen darauf aufbauen und es umsetzen können.


https://www.rb-fans.de/content/bilder/saison2024_2025/stat5_1742489285.png

Eins gegen Drei – Stürmer Benjamin Sesko ist oft allein auf sich gelassen im Offensivspiel.


Was bleibt ist nun ein Saisonendspurt, der einem im Ungewissen lässt. Unsere Leipziger Rasenballer holten einen Punkteschnitt aus den letzten 5 Bundesligaspielen von nur 1,2. Aus den letzten 10 Bundesligaspielen waren es auch nur 1,2 und aus den letzten 18 Spielen ebenso nur 1,2. So gesehen könnte RB Leipzig mit dem schwierigen Restprogramm in den verbliebenen 8 BL-Spielen ungefähr noch 10 Punkte holen (so geschehen in der Hinrunde), was wiederum einen Punkteschnitt von 1,25 verheißt und dabei nach dem 34. Spieltag bei ca. 52 bzw. 53 Punkten landen. Das würde nicht mehr für die Champions League Qualifikation reichen. Hinzu ist das Bundesligafeld im Kampf um die internationalen Plätze dieses Mal sehr eng. So kann es durchaus passieren, dass man durchgereicht wird und ganz ohne internationalen Fußball in der nächsten Saison dasteht.

Diese finanziellen Einbußen können nur wieder wettgemacht werden, wenn anschließend Spieler wie Xavi UND Sesko verkauft werden. Allein, dass Timo Werner und Andre Silva zurückkommen nach ihrer Leihe und zusammen schon 17 Millionen Euro Jahresgehalt beanspruchen, sollte den letzten Fan den Ernst vor Augen führen, wie notwendig Spielerabgänge danach werden. Schwierig gestaltet sich die Planung, wenn Marco Rose darüber hinaus weiter RB-Trainer bleibt und am Kaderumbruch beteiligt ist. Jedoch wird es bei einem Scheitern im Kampf um einen Champions League Platz auch in der kommenden Saison nicht besser werden. Denn mit einem erneuten Qualitätsverlust nach Spielerabgänge und keiner erfolgreich implementierten Spielanlage stehen die Vorzeichen nicht auf Besserung.


https://www.rb-fans.de/content/bilder/saison2024_2025/Stat4_2.png

Das Restprogramm der Bundesligateams – RB Leipzig mit keinen Leichten.


Den Blick nach vorn gerichtet. Das ist die einzige Devise bis Saisonende, sowohl für Spieler und Trainer als auch für uns Fans – Motto: Noch einmal alles geben. Es kommen Endspiel um Endspiel auf uns zu. Vor allem gegen direkte Konkurrenten wie Frankfurt, Wolfsburg oder auch Mönchengladbach gilt es, auswärts dort nicht zu verlieren, da dies Sechs-Punkte-Spiele sind. Sollte uns das gelingen, so bildet das letzte Punktspiel daheim gegen Stuttgart das i-Tüpfelchen an Spannung. Denn Stuttgart könnte bis dato nach einem eher leichten Restprogramm wieder aufgeholt haben (16 Punkte in den letzten 8 Spielen der Hinrunde) und am 34. Spieltag dann das Spiel der Spiele stattfinden. Ein Anfang ist diesmal getan. Denn beim nächsten Auswärtsspiel in Mönchengladbach hat das Team um Marco Rose auch etwas mehr Unterstützung durch die Fans, die mit einem Sonderzug (700 Plätze) mit anreisen werden (bisher 1.300 verkaufte Tickets). Da bei den Gladbachern der Torjäger Tim Kleindienst (15 Tore plus 6 Torvorbereitungen) Gelb-Rot gesperrt fehlt, könnte dies zu unserem Gunsten umgemünzt werden.

Ein Auswärtssieg wäre ein Fingerzeig in die richtige Richtung und psychisch enorm wichtig. Danach geht es direkt nach Stuttgart zum Pokalhalbfinale. Ein Sieg dort wäre natürlich der Hammer und eine gewisse Euphorie könnte bis Saisonende hochgehalten werden (bisher 2.100 verkaufte Tickets). Aber auch da sollte man sich nicht aus den Konzept bringen lassen, falls es nicht zum Einzug ins Pokalfinale reicht. Denn drei Tage später muss das Heimspiel gegen Hoffenheim unbedingt gewonnen werden, auch wenn das Pokalspiel in den Beinen steckt. Schritt für Schritt und erst danach kann man urteilen, ob die ersten Minimalziele erreicht wurden oder nicht.


RBoligei  (BlueSky)