[phpBB Debug] PHP Warning: in file /is/htdocs/wp11023520_NO1LVG38CX/www/mobile_new/helpers.php on line 90: DOMDocument::createElement(): unterminated entity reference Ausblick
[phpBB Debug] PHP Warning: in file /is/htdocs/wp11023520_NO1LVG38CX/www/mobile_new/article.php on line 43: Cannot modify header information - headers already sent by (output started at [ROOT]/includes/functions.php:3008)
Vom Olmo-Orkan hinweggefegt!
Header Image
Vom Olmo-Orkan hinweggefegt!

Vom Olmo-Orkan hinweggefegt!

Berlin, Berlin … wir fahren immer gern nach Berlin! Der Big City Club kassierte wie im Hinspiel sechs Tore und mit 6:1 fuhren die Rasenballer ihren höchsten Sieg im Olympiastadion ein. Bis zum Platzverweis und dem Elfmeter lief es jedoch eher schleppend, aber dann kam Olmo.

Vor dem Spiel ist vor dem Spiel

Trotz fünf Tore gegen Köln und San Sebastian klemmt es etwas in der Leipziger Offensive. Gerade, wenn es darum geht aus dem Spiel heraus erfolgreich zu sein. Da kommt Lieblingsgegner Hertha gerade recht.

Während Hertha mit einer Notelf antreten musste (einziger Profi auf der Bank war Ex-Leipziger Selke), konnte Tedesco frei rotieren. Sieben Mal wechselte er in der Startelf im Vergleich zum Spiel gegen San Sebastian. Mukiele, Orbán, Henrichs, Haidara, Szoboszlai, Forsberg und Poulsen ersetzten Klostermann, Adams, Angeliño (krank), Kampl, Olmo, Laimer und Silva.

 

>>> zum Liveticker

 

Dreisatz des Spiels

Berlin ist immer eine Reise wert – die alte Dame Hertha abzuzocken hat schon fast was vom Oma-Trick – in der Hauptstadt ist man sicherlich der Meinung, dass sollte verboten werden, aber solang es erlaubt ist, lebt es sich ganz ungeniert. Sechs Spiele, sechs Siege, 26 Tore gegen Berlin im Olympiastadion – jetzt gilt es potenziell am Ende der Saison auch mal ein anderes Team dort zu schlagen… Bis zum 2:1 Berlin solide dabei, mit 15 starken Minuten nach der Pause, der Rest schwebte zwischen Mauertaktik und Weltuntergang.

 

Selbst mit Duck-Face wunderschön.

 

Die drei besten Kicker aus der schönsten Stadt der Welt

Olmo: Es war die Jokerleistung der Saison. Quasi oscarverdächtig eine Performance irgendwo zwischen Heath Ledger und Joaquin Phoenix. Den Elfmeter eingeleitet, das 3:1 und das 6:1 vorbereitet und das 4:1 selbst gemacht und das alles in schlanken 30 Minuten Kurzarbeit. Olmo kann ein Unterschiedsspieler sein. Einen, den wir in San Sebastian und den nächsten Wochen und Monaten dringend brauchen werden.

Henrichs: Wie gegen San Sebastian eine starke Leistung von Henrichs, der dafür sorgte, dass erneut das Gros der Angriffe über die linke Seite rollte und das ganz ohne den kleinen Engel. Dazu erzielte er das wichtige 1:0. Der Gewinner der letzten Wochen, wer hätte das im November oder Dezember noch gedacht…

Nkunku: Natürlich wieder einer der besten Offensivspieler – wettbewerbsübergreifend nun mit 35 Torbeteiligungen. Die Rote und den Elfmeter rausgeholt und souverän verwandelt und mit dem 3:1 den Deckel draufgemacht. Dafür durfte er dann früher runter. Wichtige Minuten, in denen er das Team mal nicht tragen muss, das übernahm heute dann einfach mal Olmo.

 

Henrichs ist der Gewinner der letzten Spiele.

 

Luft nach oben

Haidara: Offensiv sah das ab und an ganz gut aus – besonders nach der Hereinnahme Laimers. Defensiv war er als quasi alleiniger Sechser zu gefährlich und zu ungenau. Der Ausgleich wurde durch seinen Ballverlust eingeleitet und die war nicht die einzige defensiv gefährliche Aktion, an der er maßgeblich beteiligt war. Als Sechser sollte er sich nicht so viele potenziell gefährliche Fehlpässe erlauben. Bessere Teams bestrafen solche Aktionen härter, aber dafür fehlte Hertha über weite Strecken die Qualität.

Szoboszlai: Teil des Haidara-Problems. Eine Position irgendwo zwischen 10 und 8, die der Ungar einnahm und insgesamt zu offensiv interpretierte. Dadurch fehlte er zu oft als Anspielstation im Zentrum. Wie viel besser das mit zwei echten ZM/DMs klappt, zeigte sich nach der Hereinnahme von Laimer.

 

Kategorie wird gut altern

RB Fans blicken immer nach vorn.


Kategorie nicht ganz so gut gealtert

In Berlin blickt man lieber nach hinten.

 

Tweet des Spiels

"Elmo liebt es, Tore vorzubereiten!" ... Und wir alle lieben Elmo!

 

Champagner statt Bier – die Fans

Hertha fiel es lange schwer, die 10.000 Karten an den Fan zu bringen (erst im Laufe des Vormittags wurde ausverkauft vermeldet). Auch wenn die momentane Situation (Beschränkungen, desolater Zustand der Berliner) sicher noch einige zurückhalten wird, dürfte die Rückkehr zum Zustand vor Corona kein Selbstläufer werden. In ein paar Monaten dürften wieder alle Plätze belegt werden können, aber werden sich dann dafür auch die nötigen Fans finden? Die Leipziger nutzten jedenfalls ihr Kontingent und machten ordentlich Stimmung.

Ein wenig Beef vor dem Spiel auf Twitter. Einige Hertha-Fans mal wieder auf dem „wir sind so alt und ihr nicht“ Trip. Da lobt man sich doch den jugendlicheren Spielstil der Rasenballer, da geht man jedenfalls nicht immer nur am Stock. In und nach dem Spiel jedenfalls beste Laune bei den 500 mitgereisten, die wie eh und je nach einem solchen Spiel mit dem Team vor der Kurve feierten.

 

Party in Berlin, das hat Tradition!

 

Pfeife des Spiels

Das komplette Gegenteil der Leipziger Bilanz in Berlin war die Leipziger Bilanz unter Patrick Ittrich. Keines der vier Spiele unter der Leitung des Hamburgers hatte RBL gewinnen können. Das änderte sich heute, denn die Siegesserie in Berlin war stärker.

Dunkelgelb für Richter beim Foul gegen Orbán. Das gestreckte Bein komplett unnötig und Rot wäre hier auch vertretbar gewesen. Überhaupt war die Zweikampfbewertung nicht wirklich konsistent. Mal wurden leichte Berührungen und Einfädeln geahndet, mal nicht (Foul an Nkunku, kein Gelb bei Foul an Mukiele (43.)). Gvardiols fünfte Gelbe musste irgendwann kommen und einige BSC-Fans werden sagen, warum nicht Rot, er war doch letzter Mann, für mich war das kein Foul im Sinne der zuvor bewerteten Zweikämpfe eher hakte Richter ein.

Gvardiols Fehlen ist gegen Bochum theoretisch leichter zu verschmerzen als gegen eines der Topteams. Tedesco fühlte sich jedenfalls auch etwas verschaukelt und sah ebenfalls Gelb. Die Anzahl an strittigen Zweikämpfen und Szenen jedenfalls recht hoch, was nicht gerade für Ittrich spricht. So auch kurz vor der Pause, als Ascacíbar mit beiden Händen gegen Simakans Kopf stieß, auch hier hätte man pfeifen können. In der zweiten Hälfte haderten dann die Hertha-Fans. Fazit: Ittrich hat keine wirkliche Bundesligareife.

 

Wir sind die Crew von RB Leipzig - das schreit nach einem neuen Video...

 

Aufgefallen

1)      Heavy Rotation bei Tedesco. Sieben Wechsel im Vergleich zum Spiel gegen San Sebastian. Das zeigt, dass der Kader momentan einiges hergibt. Natürlich war das auch ein gewisses Risiko zumal nominell mit Haidara nur ein ZM auf dem Platz stand (er wurde von Szoboszlai flankiert, der bisher nicht als Zweikampfmonster aufgefallen war) – im Spiel sollte sich diese Vermutung dann bewahrheiten. Auffallend auch, auf wen nicht verzichtet werden konnte. Nämlich auf Nkunku und Gvardiol, die zweifellos besten Leipziger der bisherigen Saison.

2)      Der Elfmeter war Leipzigs erste Großchance, lange fehlte RBL die Durchschlagskraft. Viele Torschüsse, aber wenig Torgefahr. Der Elfmeter und Olmo brachten dann die Wende. Viele Großchancen, von denen nur Silva eine ausließ (die aber dann von Olmo verwandelt wurde). Sehr hohe Effizienz, wobei Berlin sich natürlich etwas aufgab und mit einem Mann weniger auch kaum noch etwas entgegensetzen konnte.
Es zeigte sich trotzdem, dass mit einer einigermaßen soliden Defensivorganisation Leipzig vor Hürden gestellt werden kann, die es nur schwer überwinden kann, es sei denn Olmo oder Nkunku packen ihre genialen Momente aus. An diesem Punkt muss Tedesco in der Offensive weiterarbeiten.

 

Mit zwei mal sechs lebt es sich leichter als mit ein mal sechs.

 

3)      So, wie Nkunku Leipzig durch die besseren Spiele der Hinrunde getragen hat, so trug heute Olmo RBL zum Sieg. Eine für Hertha tödliche Kombination und die wohl aktuell besten Offensivspieler im Kader. Szoboszlai und Forsberg haben hier ein wenig das Nachsehen und müssen nun schauen, wie und ob sie die Lücke schließen können.

4)      Tedesco traut sich auch Experimente. Das ist auf der einen Seite zu begrüßen, einfach weil der Kader im ZM und auf den Außen nicht optimal besetzt ist, auf der anderen Seite waren die letzten beiden nicht gerade von Erfolg gekrönt. Adams (Leipzig unsortierter und Tyler ohne Kopfballstärke) gegen San Sebastian in die Dreierkette zu packen, ging genauso in die Hose wie Szoboszlais Auftritt gegen die Hertha als ZM (fehlte zu oft als Partner für Haidara). Gegen Berlin fehlte Szoboszlai m.E. die Disziplin, um die Position im ZM zu halten und die Zweikampfstärke, um dort die Bälle zu holen. Die Idee hier einen OM auszuprobieren, um die kreative Schwäche zu überwinden, ist gut, nur muss dieser Spieler trotzdem etwas Zweikampfstärke mitbringen und die Position auf dem Feld nicht komplett als OM interpretieren.

 

Hoffnung Hertha-Style.

 

5)      Während man sich in Berlin also in der Beweihräucherung des Vereinsalters erging, taumelt der Big City Klub trotz hunderter Millionen der Abstiegszone entgegen. Da sollte es eigentlich andere Probleme für die Fans geben, als in Richtung Leipzig zu feuern, wo das Geld weitaus sinnvoller eingesetzt wurde. Dass man auch hier vor Fehlentscheidungen nicht gefeit ist, zeigte die Verpflichtung von Marsch. Mit Tedesco scheint Mintzlaff das Ruder aber wieder herumgerissen zu haben.

6)      Ganze acht coronabedingte Ausfälle bei Hertha und dazu auch noch ein halbes Betreuerteam. Da musste man schon fast Angst haben, sich auf dem Feld nicht was einzufangen. Merkwürdig wie unterschiedlich die Vereine durch die Omikron-Welle kommen. Mit diesen Problemen dürften die nächsten Wochen sehr ungemütlich werden.

 

Party mit den Fans.

 

7)      Dieses war der erste Streich und der zweite folgt sogleich? Das erste von vier aufeinanderfolgenden Auswärtsspielen hat Leipzig gewonnen und zeigt somit auch, dass der Auswärtsfluch der Hinrunde überwunden ist. Als nächstes stehen die Begegnungen in San Sebastian (verloren heute das Derby gegen Bilbao), Bochum (schlugen zuletzt daheim die Bayern) und Hannover (zerlegten mit Domme Kaiser den BVB-Besieger St. Pauli – sie sind also der BVB-Besieger-Besieger). Das dürften allesamt größere Hürden werden als ein coronageschwächtes, in 2022 noch siegloses und von Trainergott Korkut trainiertes Hertha BSC.

8)      Im Anschluss an den Kantersieg in Berlin etwas das Baskenderby laufen lassen. Bilbao schlug San Sebastian mit 4:0 und kam u.a. durch zwei Ecken zum Torerfolg. Standards also. So war Real Sociedad in Leipzig erfolgreich. Gerade was Ecken anbelangt hat Leipzig noch einigen Nachholbedarf (heute wieder 10 eher wenig erfolgreiche). Auch wenn Leipzig bei kurzen Ecken zu den Top-3 in Europa gehört (wer hätte das gedacht), so fallen hier noch deutlich zu selten Tore ab. Jedenfalls ordentlich Anschauungsmaterial für RBL, wie man San Sebastian bezwingen kann.

 

RB-Fans on Tour ob Brausecrew oder #4Fans Podcast.

 

Die Erwartungshaltung war ein ungefährdeter Auswärtssieg (und das nach dieser Hinrunde) – RBL lieferte einen Auswärtssieg, der zumindest nach dem 2:1 richtig zünftig wurde. Bis dahin war es aber etwas zäh, denn Großchancen blieben Mangelware. Nach dem Elfer brachen alle Dämme und Hertha wurde wie von einem Orkan vom Feld geblasen.

Tabellarisch bleibt es eng, aber durch den Sieg konnte RBL Platz 4 verteidigen und auch zu Leverkusen den Anschluss herstellen. Bayer könnte – nicht zuletzt durch den Ausfall von Schick – noch einzuholen sein. Hinter Leipzig lauern weiterhin Hoffenheim, Freiburg und Köln während Frankfurt, Mainz und Union die etwas schlechtere Ausgangslage haben.

Nun geht es zurück zum Europapokal. In San Sebastian sollte man das Spiel bestenfalls in den ersten 90 Minuten entscheiden, denn in Bochum wartet danach ein Gegner, der momentan gut in Form ist. Übrigens: Gegen Hannover und Bochum hat Leipzig bisher jedes Spiel gewonnen – hoffentlich halten auch diese Serien.

 

Die PK nach dem Sieg.

 

Kicker –  Whoscored –  Sofacore –  Understat –  RBL –  Bundesliga –  FotMob


Statistik
Hertha BSC: Schwolow – Pekarík (C), Gechter, Kempf, Bjørkan – Darida, Ascacíbar, Tousart, Richter (76. Selke) – Belfodil (76. Kade), Jovetić (70. Maolida)
RB Leipzig: Gulácsi (C) – Mukiele, Simakan (46. Klostermann), Orbán, Gvardiol, Henrichs (80. Adams) – Haidara, Szoboszlai (60. Olmo) – Forsberg (60. Laimer) – Poulsen, Nkunku (70. Silva)
Schiedsrichter: Patrick Ittrich (Hamburg)
Tore: 0:1 Henrichs (20.). 1:1 Jovetić (48.), 1:2 Nkunku (64.) FE, 1:3 Nkunku (67.), 1:4 Olmo (74.), 1:5 Haidara (81.), 1:6 Pouslen (88.)
Torschüsse: 8 / 18
Schüsse aufs Tor: 4 / 10
expected Goals: 1,1 / 3,4
Passquote: 81% / 90%
Zweikampfquote: 48% / 52%
Ballbesitz: 36% / 64%
Laufleistung: 108,1 km / 107,9 km
Sprints: 167 / 194
Fouls: 10 / 8
Ecken: 3 / 10
Abseits: 0 / 2
Gelbe Karten: Gvardiol (5), Haidara (2), Nkunku (2), Tedesco / Richter, Ascacíbar
Rote Karte: Kempf (62.)
Zuschauer: 10.000 (500 Leipziger)

Rumpelstilzchen