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Nur ein Unentschieden gegen Mainz 05
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Nur ein Unentschieden gegen Mainz 05

Nur ein Unentschieden gegen Mainz 05

Wieder einmal konnte RB Leipzig in der Ferne nicht überzeugen. Gegen Mainz 05 erzwang RBL wenigstens ein Unentschieden. Die Leistungen in fremden Stadien werfen jedoch einiges an Fragen auf.

Vor dem Spiel ist vor dem Spiel

Der letzte Sieg in Mainz ist zwar schon über zwei Jahre her, aber diese Bilanz trat nach den Ereignissen der letzten Tage in den Hintergrund. Gulácsis Saisonaus zwang Leipzig nochmal tätig zu werden, Norweger Nyland wird wohl kommen. Gehen musste indes Vivell, angeblich aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen. Ob es nun die Vorstellung Vivells war, in London tätig zu sein oder die zukünftige Vorstellung Eberls keinen Vivell in seinem Team zu sehen, sei dahingestellt.

Auf dem Feld war für die großen Ziele erster Bundesligaauswärtsdreier und erstmals drei Siege in Folge seit April Rotation angesagt und zwar nicht zu knapp. Orban blieb als einziger Verteidiger auf dem Feld. Blaswich ersetzte logischerweise Gulácsi, Halstenberg, Diallo und Henrichs starteten ebenso wie Forsberg und Haidara für Raum, Gvardiol, Simakan, Silva und Kampl. Durchaus gewagt.

 

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Dreisatz des Spiels

Gerade im ersten Durchgang zeigte RBL, wieso seit April in der Ferne nicht mehr gewonnen wurde. Mut-, ideen- und harmlos sind drei Adjektive die Leistung der Leipziger in der ersten Halbzeit treffend beschreiben und aus deren Konsequenz die Mainzer mit einer 1:0 Führung in die Pause gingen. Die zweite Halbzeit war dann besser und RBL glich zum nicht unverdienten Unentschieden aus, was für Leipziger Ansprüche jedoch zu wenig war und nicht die Ambitionen, auch nächstes Jahr in der Königsklasse zu spielen, unterstreicht. Zumal die Rasenballer sich auch leistungstechnisch nicht wirklich ärgern durften, dass nicht mehr raussprang.

 

Immerhin noch einen Punkt gerettet.

 

Neu im Bullenstall

Janis Blaswich mit einer guten Leistung als Ersatzmann von Gulácsi. Hatte man vor der Saison bzw. in den ersten Auftritten das Gefühl, dass RBL sich im Vergleich zum Vorjahr auf der zweiten Torhüter-Position verschlechtert hatte, konnte Blaswich die letzten Spiele überzeugen. Auch dieses Mal fiel er nicht ab und man muss sagen: Hält er das Niveau haben wir eine ganz gute Vertretung für den verletzten Kapitän. Ein Vertreter für den Vertreter ist bereits gefunden. Mit Ørjan Nyland verpflichtet der Verein ablösefrei für die Saison eine neue Nr. 2. Der Vertrag für den Free-Agent läuft bis zum Ende der Saison.


Nyland übernimmt für die Saison die Nr. 2.

 

Aber auch vor dem Tor war einiges neu. Aus der Viererkette vom Mittwoch war nur noch Orbán übrig geblieben. Ran durften Halstenberg, mit einem soliden Auftritt, Diallo mit Abseitstor gegen seinen Ex-Arbeitgeber und Henrichs, der die Wucht von Simakan nicht erreichen konnte.


Die drei besten Kicker aus der schönsten Stadt der Welt

Blaswich: Blieb über die Partie fehlerlos und konnte zum 1:0 Treffer der Mainzer nichts dazu. Auf der Linie mit guten Reflexen. Wie er sich spielerisch macht, kann man nicht bewerten. Nahm jedoch in der zweiten Halbzeit sehenswert einen runterfallenden Ball Nähe des Mittelkreises an.

Szoboszlai: War noch der sSärkste in der Offensive. Wenn sowas wie Gefahr ausgestrahlt wurde, war Szoboszlai beteiligt.

Nkunku: Fing dann im zweiten Durchgang irgendwann mal an aufzudrehen. Sicher keine Glanzleistung, aber immerhin einer sehr guten Chance, frei vor dem Mainzer Tor scheiterte er noch an Zentner später aber mit dem Tor zum Ausgleich in der 80. Minute.

 

Blaswich mit einer guten Vertretungsleistung.

 

Luft nach oben

Werner: Insgesamt mit einem blassen Auftritt und einer enttäuschenden Leistung, nachdem sich Timo in die Startelf ningelte. Weshalb er durchspielte, erschließt sich vielen nicht. Aber immerhin dieses mal ohne Katastrophen-Rückpass und hätte er seine 100%-ige Chance genutzt, wäre er vielleicht nicht hier in dieser Kategorie. So bleibt aber ein eher schwacher Auftritt des 100-Tore Manns.

 

Timo Werner konnte seinen Stammplatz-Anspruch nicht rechtfertigen.

 

Henrichs: Erinnert man sich noch an den Auftritt Simakans vom Mittwoch, belegte die Leistung von Henrichs, weshalb er aktuell nur die zweite Wahl hinter dem jungen Franzosen ist. Nach vorn so gut wie keine Beteiligungen. Das haben wir von Benny schon eindeutig besser gesehen.

Haidara: Konnte seine Startelf-Chance nicht wirklich nutzen. In einer von der gesamten Mannschaft phlegmatischen ersten Halbzeit, fehlte es vor allem an dem Schub durch die Zentrale. Bei der Doppel-6 mit Schlager, müsste Haidara eigentlich den offensiveren, kreativeren Part einnehmen, konnte hier allerdings nicht überzeugen.



Tweet des Spiels

Der Unmut der Schiedsrichterentscheidung.

 

Champagner statt Bier – die Fans

Das Stadion in Mainz war nicht ausverkauft. Trotz eines Spiels am Samstagnachmittag mit einem machbaren Weg, war der Gästebereich ebenfalls nicht voll. Tatsächlich kann man jedoch aufgrund der aktuellen Leistungen der Mannschaft in der Ferne und den bisher eher semi guten Auftritten in Mainz nachvollziehen, dass einige Fans die Reise nach Mainz nicht antraten.

 

Die Mannschaft vor dem Spiel mit Grußbotschaft an den Kapitän.

 

Pfeife des Spiels

Brych nach der derben Pleite unter Tedesco in Frankfurt erneut im Einsatz bei RBL. Trotz der Niederlagen bei der SGE und in Bremen gab es schon vier Leipziger Auswärtssiege in der Bundesliga unter seiner Leitung, zuletzt in Bochum. In den letzten sechs Bundesligaspielen gab Brych RBL jeweils immer eine Gelbe. In Sachen Elfer steht seine Bilanz bei 2:1 gegen Leipzig.

Das Spiel hatte Brych weitestgehend in Griff und fuhr eine eher lockere Linie und kam mit zwei gelben Karten aus. Hängen bleibt jedoch der Abseitspfiff nachdem Diallo in der 52. Minute zum vermeintlichen 1:1 traf. Diallo, selber nicht im Abseits, köpfte einen Halbfeldfreistoß ins Netz. Allerdings bewegte sich Orban aus dem Abseits Richtung Ball. Das sich jemand im Angriff bewegt und versucht an den Ball zu kommen, irritierte die Mainzer laut Meinung der Schiedsrichter so sehr, dass aus dem passiven Abseits ein Aktives wurde. Eine sehr kreative Argumentation, wenn man bedenkt, dass Fußball ein Bewegungssport ist. Auch wurde durch Orban die Sicht des Mainzer-Keepers nicht behindert, was in aller Regel maßgebend für eine ballkontaktlose Abseitsstellung ist. Die Begründung des Schiri-Gespanns und etwaiger Experten mit dem Bewegungsdrang hinterlässt zumindest einen faden Beigeschmack. Zumal mit dem Tor kurz nach der Halbzeit genügend Zeit gewesen wäre, um mit neuem Drive vielleicht das Spiel noch komplett zu drehen.

 

Ursache und Wirkung in einem Bild.

 

Aufgefallen

1) Die Wechsel von Marco Rose waren in diesem Spiel nicht ganz überzeugend. Man fragt sich ob die Auswechslung von Szoboszlai statt Werner wirklich richtig war, da der Ungar wesentlich besser im Spiel war, als der deutsche Nationalspieler.

2) Auch waren die Wechsel relativ spät. Erst in der 73. Minute kamen Silva und Kampl. Der letzte Wechsel war dann Poulsen in der 79. Minute für Forsberg. Hier hätte Rose ggf. schon jeweils eine Viertelstunde eher reagieren können, um noch das Spiel zu drehen. Silva und Kampl brachten zumindest Schwung in die Kiste. Zwei Wechseloptionen blieben gleich ganz ungenutzt.

3) Auch in Sachen Startaufstellung agierte Rose dieses Mal nicht ganz unumstritten. Die Herausnahme von Silva, dessen Einsatzzeiten bis hierhin nicht übermäßig hoch waren, ist ein möglicher Kritikpunkt. Das neue Selbstbewusstsein des Portugiesen, der am Mittwoch gegen Celtic doppelt traf, wurde gleich mal wieder beschnitten. Im Gegenzug durfte sich Timo Werner in die Startelf beschweren und lieferte in diesem Fall nicht ab. Forsberg rotierte für Silva rein und erwischte auch keinen Sahne Tag.

4) Die Auswärtsbilanz von RB bleibt weiter schlecht. Noch mehr Sorgen als das Ergebnis, macht allerdings die Leistung. Die Passivität und der Respektsabstand zu der Heimmannschaft ziehen sich wie ein Roter Faden in der Reiseroute der Roten Bullen. Immer wieder kaufen die Gegner mit engagierten Leistungen Leipzig den Schneid auf. Komisch ist: Zuhause sieht das ganz anders aus.

5) Mit dieser Auswärtsbilanz kommt Leipzig natürlich auch nicht weiter nach vorn in der Tabelle. Aktuell stagniert RBL im Mittelfeld. Eine Aufholjagd sieht anders aus. Immerhin nahmen sich die Hauptkonkurrenten um Platz 4 am Samstag gegenseitig die Punkte weg aber die Rasenballer müssen schauen, was die Wundertüten aus Freiburg und Berlin über die gesamte Saison noch leisten können. Viele Ausrutscher leisten kann sich RB Leipzig allerdings nichts mehr. Denn mit einem solch schlechten Auswärtsschnitt ist generell das Erreichen des internationalen Geschäfts in Gefahr.


Marco Rose muss einiges erklären.

 

Man nehme eine schlechte erste Halbzeit, ergänze mit einer ertragbaren Zweiten, kombiniere das ganze mit einer kritikwürdigen Schiedsrichter Entscheidung und schmecke das Ganze ab mit einer harmlosen Offensive und et voila man hat ein 1:1 Auswärtsunentschieden bei Mainz 05. Leipzig zeigt weiter zwei Gesichter und steckt im Heim-Auswärts-Dilemma. Wie Rose den Spielern das Selbstbewusstsein auch in der Ferne einimpfen kann, kommt einer Mammutaufgabe gleich. Zu Hause funktioniert es ja die Gastmannschaft einzunorden, wie am Mittwoch gegen Celtic gesehen hat.

Gegen Glasgow geht es auch unter Woche in der Champions League weiter. Allerdings wieder Auswärts. Vielleicht motiviert aber die Champions-Hymne ganz anders. Nach gerade mal drei Punkten nach drei Spielen, wäre ein Auswärtsdreier in Königsklasse ein ganz wichtiger Erfolg für das bestehen in der Gruppenphase.

 

KickerWhoscoredSofacoreRBLBundesligaFotMobunderstat

 

Statistik
1. FSV Mainz 05: Zentner – Widmer (C, 46. Costa), Hack, Caci – Fernandes (81. Bell), Lee Jae-Sung (65. Barreiro), Kohr, Martín – Stach (86. Fulgini), Ingvartsen (65. Burgzorg) - Onisiwo
RB Leipzig: Blaswich – Henrichs, Orbán (C), Diallo, Halstenberg – Haidara, Schlager (73. Kampl) – Szoboszlai (73. Silva), Forsberg (79. Poulsen) – Werner, Nkunku
Schiedsrichter: Dr. Felix Brych (München)
Tore: 1:0 Ingvartsen (45.), 1:1 Nkunku (80.)
Torschüsse: 9 / 13
Schüsse aufs Tor: 3 / 3
expected Goals: 0,7 / 1,5
Passquote: 69% / 84%
Zweikampfquote: 47% / 53%
Ballbesitz: 36% / 64%
Laufleistung: 117,4 km / 113,2 km
Sprints: 195 / 170
Fouls: 12 / 21
Ecken: 4 / 2
Abseits: 4 / 3
Gelbe Karten: Hack / Forsberg (1)
Zuschauer: 26.100 (ca. 500 Leipziger)

tony4arsenal