Der Fluch von Frankfurt - kann RB den nächsten Sieg für die Champions League einfahren?
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Fünf Siege aus den letzten sechs Partien. Darunter nur die unnötige Niederlage gegen Stuttgart. Nachdem Ole Werner und seine Mannschaft zum Jahresbeginn vom Kurs abgeraten sind, hat der Norddeutsche die Segel neu justiert und hält den Kurs in Richtung Champions League aufrecht. Zudem patzt die Konkurrenz in Hoffenheim und die Stuttgarter müssen gegen den FC Bayern ran, die an diesem Wochenende die Meisterschaft feiern könnten. RB muss seine Hausaufgaben machen und auf der Welle des Sieges weiterreiten.
Werner mit neuem Rekord
Mit einem Punkteschnitt von 1,97 Punkten pro Spiel bei RB Leipzig, steht Ole Werner weiterhin vor Trainern wie Julian Nagelsmann, Marco Rose oder auch Ralf Rangnick. Doch nicht nur vereinsintern lassen sich die reinen Zahlen von Werner gut lesen. Mit den 56 Punkten dieser Saison steht der 37-jährige bereits jetzt schon 5 Punkte über seinem Bundesligarekord, den er in der vergangenen Saison bei Werder Bremen mit 51 Punkten aufgestellt hatte. Dabei ist der größte Kritikpunkt unter Werner, dass man nicht noch mehr Punkte in dieser Saison mitgenommen hat. Besonders gegen tiefstehende Gegner tat sich die RB-Elf von Werner in dieser Saison schwer. Nicht nur zuletzt sah man dies gegen Gladbach oder auch Werder Bremen. Hinzukommend ist die in solchen Spielen mangelnde Chancenverwertung. Rômulo alleine hängt den xGoals bereits um knapp vier Treffern hinterher. Auch Harder hätte bereits zwei Tore mehr haben müssen, glaubt man den erwarteten Toren. Dies soll die Wichtigkeit von Rômulo für das Spiel von Werner nicht schmälern, gehört aber zu den Kritikpunkten, die sich ein Stürmer anhören muss. Zur Wahrheit der Saison gehört halt auch, dass Spieler wie Diomande und Baumgartner diese Mannschaft mit ihren Scorern tragen. Für seine erste Spielzeit und einen Umbruchkader macht es Werner gut, zum Sommer muss aber weiter hart gearbeitet werden, um dieses Niveau zu halten oder sich sogar zu steigern.
Vergleich Saison 2024/25 und 2025/26
— RBoligei (@RBoligei) April 12, 2026
Man merkt eine deutliche Verbesserung im RB-Spiel, auch wenn die defensive Anfälligkeit die Achillesferse bleibt (hier besteht noch Verbesserungsbedarf).
Trotzdem eine starke Saison bisher von Ole Werner und seinem Team #RBLeipzig ❤️🤍
💪🙏 pic.twitter.com/JmnmRbyaZX
Zahlen lügen nicht!
Ein hitziges Duell auf dem Platz und auf den Rängen
Samstagabend, Topspiel in Frankfurt. Auch wenn die Eintracht diese Saison am Schwächeln ist, so ist dies keine einfache Aufgabe für unsere Jungs. In Frankfurt wartet man weiterhin noch auf einen Sieg von RB. Fünf Niederlagen und fünf Unentschieden zeigt die Bilanz. Für Frankfurt geht es auf dem Platz um alles und auch von den Rängen ist keine Liebe für den Rasenballsport zu erwarten. Es wird also Zeit, dass den Fluch von Frankfurt zu brechen.
ℹ️ Zwangspause für Ezechiel #Banzuzi
— RB Leipzig (@RBLeipzig) April 14, 2026
Der 21-Jährige hat sich im Training eine Kapselverletzung im linken Knie zugezogen und wird vorerst ausfallen.
Gute Besserung, Banzu! 🫶 pic.twitter.com/9LN3iLnUKc
Banzuzi fällt den Spieltag aus. Damit fehlen weitere Optionen für Ole Werner.
Die Eintracht wandelt auf den Spuren des Rasenballsports
… und das nicht im positiven Sinne. Für Frankfurt scheint es eine Saison des Vergessens zu werden. Nachdem man im vergangenen Jahr noch die Champions League erreicht hatte und von manchen Experten als DER Bayernjäger für diese Saison eingeschätzt wurde, steht man mit 42 Punkten nun 9 Punkte hinter den zuletzt formschwachen Hoffenheimern auf Rang 7 und muss auf den DFB-Pokal oder einen fünften Champions League Platz hoffen, um wieder international spielen zu können. Dabei zeigen sich doch einige Parallelen zu unserer letzten Saison auf.
Zunächst muss die Kaderplanung stark kritisiert werden. Spieler wie Wahi muss man als absolute Fehleinkäufe bezeichnen. Zudem konnten die im vergangenen Jahr verkauften Ekitike und Marmoush nicht adäquat ersetzt werden. Mit Burkhardt holte man sich den Verletzungsfluch ins Team und auch hinsichtlich der Torwartentscheidung brachte man mehr Unruhe ins Team, als nötig.
Nur Heidenheim und Wolfsburg haben diese Saison mehr Gegentore kassiert als die Eintracht. Zwischenzeitlich stand die Elf von Topmöller sogar als defensives Schlusslicht der Liga dar. Doch auch der Wechsel zu Riera schaffte nicht den erhofften Umschwung. Mannschaftliche Geschlossenheit, eines der größten Werte von Riera, scheint weiterhin nicht vorhanden zu sein. Zu hohe Erwartungen, eine schwache Champions League Saison, ein verpuffter Trainerwechsel und fehlende mannschaftliche Geschlossenheit erinnern dann doch stark an die Zeit mit Xavi und Openda, die uns einen tollen Trainer und gebürtigen Leipziger gekostet haben.
Riera – viele blumige Worte und wenig Erfolg?
Riera startete mit einem großen Knall bei der Eintracht. Doch anstatt diesen Knall auf dem Platz zu hinterlassen, fand dies eher auf den Pressekonferenzen statt. Heroische Reden, dessen Inhalt sich nicht immer erschließen ließen. Es ging um kopflose Hühner und nach Blut riechende Haie. Was sich eher nach dem neuen Gladiator anhört, war dann doch die Show des Albert Riera. Mit seiner Art zieht Riera zumindest den Fokus weg von der Mannschaft, hin zu sich. Ob dies aber wirklich ein ruhigeres Arbeiten am Main schafft, sei zu hinterfragen.
Zumindest die Defensive stabilisierte Riera in den ersten Wochen seiner Amtszeit. Die bislang unglücklich im Spielaufbau integrierten Kaua Santos und Zetterer, sollten sich wieder mehr auf die Arbeit zwischen den Pfosten konzentrieren und man geht wieder weg von der Raumorientierung, hin zur Mannorientierung. Jedoch bleibt die Offensive weiterhin blass. Dies liegt natürlich auch an den Verletzungen von Burkhardt und Ebnoutalib, wobei ersterer am vergangenen Wochenende gegen Wolfsburg wieder getroffen hat. Gleichzeitig möchte Riera, dass seine Spieler vielseitig einsetzbar sind, was in der Phase, wo es um Stabilisierung und Rettung einer Saison geht, nicht gerade der konventionelle Weg ist. Ob der Plan, Spieler auf ihren bekanntermaßen schwächeren Positionen spielen zu lassen, so gut ist, sollen die Frankfurter für sich entscheiden.
Pleiten, Pech und Pannen – die Verletzungssorgen des Ole W.
Nachdem man endlich wieder auf Ouédraogo und Gruda setzen kann, werden die Sorgenfalten auf dem metaphorischen Gesicht des Spieltagskaders nicht kleiner. Xaver Schlager fehlt aufgrund einer Gelbsperre und auch Banzuzi fällt für das Wochenende bzw. länger aus. Wäre dies nicht genug, müssen die Verschleißteile bei unserer Maschine Willi Orbán ausgetauscht werden. Für den Abwehrchef könnte die Partie am Samstag auch noch zu früh kommen. Wir können uns also auf eine provisorische Abwehrreihe aus Bisthiabu und Klostermann freuen, da ja auch Lukeba erstmal raus ist. Das wird ein Fest! Ersterer durfte zwar am vergangenen Wochenende mal wieder ran, glänzte zuletzt aber auf dem Platz und auch im Training eher mit einer hohen Fehlerquote (das letzte Spiel ausgenommen). Auch Klostermann kam in diesem Jahr nicht auf viele Einsätze. Aufgrund der Situation im Mittelfeld ist es zudem kaum vorstellbar, dass Werner Seiwald zurück in die Innenverteidigung zieht.
Laut @schfer_g wird #Bitshiabu auch am Samstag gegen Frankfurt spielen dürfen/müssen. Er war zuletzt frustriert, legte kein gutes Verhalten an den Tag. Eventuell hat er sich von Xavi, mit dem er gut befreundet war, das Falsche abgeguckt. Aber er bekommt seine Chance. #RBLSGE pic.twitter.com/ewFKKhbcdv
— RB-Fans.de (@rb_fans) April 14, 2026
Kann Chad das Ruder herumreißen?
Unsere erwartete Aufstellung:
Vandevoordt – Baku, Klostermann, Bitshiabu, Raum – Seiwald, Gruda – Nusa, Baumgartner, Diomande - Romulo
And the winner is, der Fantipp
Es wird ein wildes Spiel, mit unerwarteten Toren von Klostermann und Seiwald. Am Ende müssen wir aber dennoch zittern. Ein knapper 2:1 Sieg für RB, mit Bedarf der Herzmedikamente.
Quellen: Kicker, Transfermarkt.de, Hessenschau
Alex Hell